Stadt Wiehl

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Stadt Wiehl
Typ
kreisangehörig
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Einreichende Dienststelle
Sozialamt/OASe
Name des Ansprechpartners
Sandra Peifer/Elke Bergmann
Funktion des Ansprechpartners
Senioren- und Pflegeberatung
Straße/Postfach
Homburger Str. 7
Postleitzahl
51674
Ort
Wiehl
Telefon des Ansprechpartners
+49 2262 797-120 oder -123
Telefax des Ansprechpartners
+49 2262 797-121
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

"Mobil älter werden in Wiehl"

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Alt werden bedeutet bedeutet in den meisten Fällen auch den Verlust von Mobilität. Hier sind zwei Aspekte besonders wichtig:

  1. Die Verringerung der körperlichen Mobilität durch Krankheiten und nachlassende Kräfte führt dazu, dass der Mensch weniger belastbar und leistungsfähig ist. Er ist zunehmend auf Hilfen im Alltag angewiesen und von Pflegebedürftigkeit bedroht.
  2. Die Verringerung der räumlichen Mobilität hat zur Folge, dass Menschen sich nicht mehr selbst versorgen können, soziale Kontakte verlieren und abhängig von Hilfsangeboten werden.

In den letzten Jahren hat sich die OASe (offene Arbeit für Senioren der Stadt Wiehl) verstärkt  mit dem Thema "Mobilität im Alter" beschäftigt. So wurden (und werden)  Angebote entwickelt, die Menschen bis ins hohe Alter ermöglichen, weitestgehend mobil und selbstbestimmt zu leben.

(siehe Einzelprojekte Punkt D: "fit für 100", "NADiA" (Neue Aktionsräume für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen) und "Extratour" (Einkaufsfahrt))

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation

Zur Zeit leben in Wiehl 26.383 Menschen (Stand: 31.12.2014). Davon sind 5.697 Personen älter als 64 Jahre, also insgesamt 21,6% der Gesamtbevölkerung. In 2030 ist mit einem Anteil von 29,4% zu rechnen.

Die Stadt Wiehl ist eine "Flächenkommune" im Oberbergischen Kreis mit 53 Quadratkilometern, 51 Ortsteilen und 4 Siedlungsschwerpunkten. In einigen Ortsteilen gibt keine Infrastrukur und keine Anbindung an den ÖPNV.

Anlass

In der täglichen Praxis der Senioren- und Pflegeberatung zeigt sich, dass der Hilfe- und Unterstützungsbedarf älterer Menschen in dem Maße zunimmt, wie die Mobilität sich verringert. Die  demografische Entwicklung im Stadtgebiet von Wiehl (s.o), die Zunahme der Pflegeberatungen und die zunehmende Singularisierung der Haushalte wird die Zahl der nicht mehr mobilen Senioren ansteigen lassen, wenn nicht geeignete Konzepte dem entgegensteuern.

Momentan ist zu beobachten, dass viele Senioren in die gut mit Infrastruktur ausgestatteten Siedlungsschwerpunkte ziehen und ihr Haus im Dorf verkaufen. Dieser zunehmenden "Überalterung" der Zentren, wie sie bereits in vielen deutschen Städten zu beobachten ist, soll u.a. durch mobilitätserhaltende und quartierstärkende Maßnahmen begegnet werden.

Konzeption

Die OASe ist die Senioren- und Pflegeberatungsstelle der Stadt Wiehl, die außerdem Freizeit-, Kultur- und Bildungsangebote mit und für Senioren anbietet. (siehe Anlagen OASe-Konzept und OASe-Quartalsprogramm). Die folgenden Ausführungen werden sich im wesentlichen auf den Bereich "Förderung der Mobilität" beziehen.

Ziele

  • Ältere Menschen sollen in ihrer selbstständigen Lebensführung so lange wie möglich unterstützt werden. Das Entstehen von Pflegebedürftigkeit oder der Einzug in eine vollstationäre Einrichtung soll vermieden, zumindest aber hinausgezögert werden.
  • Senioren soll umfassende Teilhabe am gesamten Gesellschafts-, Wirtschafts-, Kultur- und Freizeitleben durch Erhaltung der Mobilität, Schaffung von Kontakt- und Kommunikationsbereichen und Bildungsangeboten ermöglicht werden.
  • Stärkung des Quartieres

Zielgruppen

  • Senioren (70 bis 80 Jahre): Im Allgemeinen lebt diese Gruppe noch selbstständig, wobei mit zunehmendem Alter der Hilfebedarf im "vorpflegerischen"/komplementären Bereich zunimmt.
  • Hochbetagte: Je älter der Mensch wird, umso größer ist die Gefahr von Multimorbidität und Pflegebedürftigkeit.
  • Angehörige der älteren Menschen: Nur ein geringer Teil aller pflegebedürftigen alten Menschen werden in Heimen gepflegt. Annähernd 90% aller Menschen mit der Pflegestufe 1-3 leben außerhalb von Einrichtungen.  Die OASe berät Angehörige über vorhandene Hilfen und  Entlastungsmöglichkeiten.

Vorgehen/Umsetzung

Die Mobilitätsangebote der OASe sind so konzipiert, dass die Menschen die Angebote schnell, unkompliziert und niedrigschwellig erreichen. Dazu wird eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit gemacht (wöchentliche Pressemitteilungen,Pressegespräche bei neuen Projekten, Vorträge in Veranstaltungen anderer Träger, eigene Informationsveranstaltungen und regelmäßige Präsenz bei relevanten Veranstaltungen innerhalb und außerhalb des Stadtgebietes gehören zum Standard).

Die Umsetzung der verschiedenen Mobilitätsangebote erfolgt unterschiedlich:

Die Teilnahme an den Modellprojekten "Fit für 100" und "NADiA" wurden von anderen Trägern an die OASe herangetragen. Es erfolgte eine  Bewerbung und Aufnahme in die Projekte. Nach erfolgreicher Beendigung der Modelle wurden beide Maßnahmen in Wiehl weitergeführt.

Das Projekt "Extratour" entstand im Rahmen eines "Quartiersprojektes". (siehe Punkt D Einzelprojekte).

Durch die dezentrale Ausrichtung der Arbeit ist die OASe "nah" an der Lebenswirklichkeit der Menschen. Wird ein Bedarf an die Mitarbeiterinnen herangetragen, wird im Rahmen der Möglichkeiten versucht, diese zeitnah umzusetzen. Dazu werden vorhandene Vernetzungsstrukturen genutzt. 

Ergebnisse/Erreichtes

Siehe dazu Vorstellung der Einzelprojekte 1 bis 3 unter Punkt D.

Bei den folgenden drei Einzelprojekten handelt es sich um eine Auswahl aus den gesamten OASe-Angeboten. Angebote zur Förderung der Mobilität sind weiterhin Wohnberatung, Vermittlung von "Zeitschenkern", diverse Sportangebote (siehe OASe-Programm), ein Demenzcafé mit Fahrdienst u.a.

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Demografiebeauftragter
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
- Alzheimer Gesellschaft im Berg. Land e.V. - Pflegekassen - Vereine und Institutionen der "Wiehler Bergdörfer"
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
"fit für 100" und NADiA
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
"fit für 100" (ff100)
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 13a Wenn "Weitere"... Welche?: 
- Kursgebühren der Teilnehmer und Teilnehmerinnen - Kreismittel: Ausbildung der Übungsleiter - Spenden: Material (Beinmanschetten und Hanteln)
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 15 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

"fit für 100" wurde von Sportwissenschaftlern der Deutschen Sporthochschule auf Grundlage trainingswissenschaftlicher und geriatrischer Erkenntnisse entwickelt. Es handelt sich dabei um ein gezieltes Bewegungstraining für Senioren, das im Sinne von Sturzprophylaxe die Kraft- und Gleichgewichtsfähigkeit steigert.
Ziel ist, durch verbesserte Kraft, Balance und Koordination die Alltagsfähigkeiten, Mobilität und somit Selbstständigkeit und Lebensqualität zu erhalten.   

Das Training findet zweimal wöchentlich, für die Dauer von 1 Stunde statt. Unter Zuhilfenahme von Gewichten (Beinmanschetten und Hanteln) werden Übungen abwechselnd durchgeführt.

Eine Erfolgskontrolle findet statt. Die Gewichtsanpassung (-steigerung) erfolgt nach  Einschätzung der Übungsleitung.

"fit für 100" verfolgt Verhaltensprävention: Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivität.

Alle zwei Jahre muss durch eine Schulung, an der Deutschen Sporthochschule in Köln, das "ff100-Zertifikat" neu erworben werden.

 

Einzelprojekts Nr. 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 

NADiA (Neue Aktionsräume für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen)

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
- Kursgebühren der Teilnehmer und Teilnehmerinnen - Deutsche Sporthochschule Köln: Ausbildung der Übungsleiter und Leihgabe Material (Beinmanschetten, Hanteln)
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 25 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

NADiA ist das Folgeprogramm von "fit für 100" von der Deutschen Sporthochschule in Köln zur Förderung der Mobilität und Selbstständigkeit. Mit einem Unterschied: An diesem Programm können demenzerkrankte Menschen mit oder ohne Partner teilnehmen.

Ziel: Eine gesteigerte Kraftfähigkeit, eine Verbesserung der Reaktions- und Gleichgewichtsfähigkeit und eine positive Wirkung auf die geistige Leistungsfähigkeit, sollen die Alltagskompetenz der Demenzerkrankten verbessern, sowie einen Beitrag zu deren Sturzprävention leisten.

Der Angehörige profitiert durch die Stärkung der körperlichen und psychischen Ressourcen. Dadurch wird die aktuelle Pflegebelastung reduziert und der Angehörige wird auf die zukünftige Pflege vorbereitet.

Außerdem erleben sich die Paare in einem anderen Rahmen, außerhalb von Pflege und Betreuung, was auch zu einer gesteigerten Lebensqualität führt.

Das Training findet zweimal wöchentlich, für die Dauer von 1 Stunde statt.

Unter Zuhilfenahme von Gewichten (Beinmanschetten und Hanteln) werden Übungen abwechselnd durchgeführt.

Eine Erfolgskontrolle findet statt. Die Gewichtsanpassung (-steigerung) erfolgt nach  Einschätzung der Übungsleitung.

Bei NADiA gibt es eine Hauptübungsleitung und eine ehrenamtliche Unterstützung, die eine Ausbildung im Bereich der Demenzbetreuung hat.

NADiA verfolgt Verhaltensprävention: Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivität.

Alle zwei Jahre muss durch eine Schulung, an der Deutschen Sporthochschule in Köln, das "ff100/NADiA-Zertifikat" neu erworben werden.

NADiA ist ein anerkannt niedrigschwelliges Betreuungsangebot (zertifiziert durch die Bezirksregierung Düsseldorf). 

Pflegebedürftige im Sinne des § 45 b SGB XI, können die Kursgebühren bei ihrer Pflegekasse geltend machen.

NADiA ist ein Kooperationsmodell zwischen TuS Wiehl, Alzheimer Gesellschaft im Bergischen Land e.V. und der OASe Wiehl.

Einzelprojekts Nr. 3

D 30 Titel des Einzelprojekts Nr. 3: 
"Extratour" (Einkaufsfahrt in den Wiehler Bergdörfern)
D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 33a Wenn "Weitere"... Welche?: 
anteilige Fahrtkosten der Mitfahrer
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 35 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Seit fast 2 Jahren wird im Bereich der "Wiehler Bergdörfer" einmal wöchentlich der Einkaufdienst "Extratour" angeboten.

Entstanden ist dieses Angebot im Rahmen eines Quartiersprojektes, das sich mit der Weiterentwicklung des Siedungsschwerpunktes um Marienhagen beschäftigt (Ortsteile: Alferzhagen, Kurtensiefen, Marienhagen und Merkausen, aufgrund der topografischen Lage auch "Bergdörfer" genannt).

In diesem Gebiet sind keine Institutionen der Altenarbeit oder pflegerische Angebote ansässig. Auch verfügt dieser Siedlungsschwerpunkt nicht über eine so gut ausgebaute Infrastruktur und Nahversorgung wie die anderen Orte des Stadtgebietes. So gibt es nur einen kleinen Lebensmittelladen, der auch Postservice anbietet und einen Bäcker (beides in Marienhagen).

Ebenfalls schwierig ist die Anbindung  an den ÖPNV. Zwar fahren täglich, außer sonntags, Busse, doch werden sie häufig an den Schulbusverkehr gekoppelt, oder fahren zwar hin, aber nicht mehr zurück.

Im Rahmen von Dorfspaziergängen (Sozialraumerkundungen) entstand bei den Teilnehmern die Idee, regelmäßige Einkaufsfahrten von den weiterentfernt gelegenen Dörfern zum Lebensmittel-Nahkauf im Hauptort anzubieten.

Ein Bus wird gegen geringe Fahrtkostenbeteiligung vom städt. Sozialamt zur Verfügung gestellt, gefahren wird dieser von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Die Nutzer und Nutzerinnen der Einkaufstour werden auf der Rückfahrt nach Hause gefahren.

Die Extratour verfolgt Verhältnisprävention (Änderung der Lebensverhältnisse durch ortsnahe Mobilitätshilfen)

 

 

E Anlagen