Stadt Ludwigshafen am Rhein

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Stadt Ludwigshafen am Rhein
Typ
kreisfrei
Bundesland
Rheinland-Pfalz
Einreichende Dienststelle
Seniorenförderung der Stadt Ludwigshafen a.Rh.
Name des Ansprechpartners
Uli Keinath
Funktion des Ansprechpartners
Stellv. Abteilungsleiter Seniorenförderung
Straße/Postfach
Europaplatz 1
Postleitzahl
67063
Ort
Ludwigshafen
Telefon des Ansprechpartners
+49 621 504-2699
Telefax des Ansprechpartners
+49 621 504-2761
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Kommune in Bewegung: Vital-Zentrum - Zentrum für Gesundheit, Bewegung und Selbsthilfe

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Im Hinblick auf den demographischen Alterswandel sowie im Sinne einer präventiven Seniorenarbeit steht außer Frage, dass sich Kommunen gerade auch dem Thema "Bewegungsförderung" mit erhöhter Aufmerksamkeit widmen müssen. Hierbei spielen die Schaffung von entsprechenden Strukturen und Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle.

So wurde bei der Neuausrichtung der Seniorenarbeit der Stadt Ludwigshafen (2004) u.a. angeregt, 5 Seniorentreffs zu "Stadtteilzentren", die multifunktional genutzt werden und jeweils ein besonderes Schwerpunktthema stadtteilübergreifend behandeln, weiterzuentwickeln.

Für die in Ludwigshafen – Oggersheim bisher als klassischer Seniorentreff geführte Einrichtung wurde der Aufbau eines "Gesundheitszentrums" gemeinsam mit dem Seniorenrat der Stadt Ludwigshafen e.V. geplant, in welchem alle gesundheitsfördernden und -erhaltenden Angebote aus den Themenbereichen Gesundheit, Bewegung und Selbsthilfe zusammenlaufen und einer breiten Schicht der interessierten Bevölkerung zugänglich gemacht werden(2005).

Die Besonderheit dieses Projektes liegt in dessen "Leuchtturmfunktion". Ausgehend von den dort entwickelten vielfältigen Bewegungsangeboten wurden und werden dazu ergänzend in Zusammenarbeit mit dem Seniorenrat der Stadt Ludwigshafen e.V. weitere Bewegungsangebote in den einzelnen Stadtteilen realisiert. Absolute Priorität hat dabei die Kooperation mit den betroffenen Institutionen, Vereinen und Verbänden.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Im Rahmen der konzeptionellen Weiterentwicklung der kommunalen Seniorenarbeit in Ludwigshafen wurde bereits 2004 u.a. darauf hingewiesen, dass der Gesundheitsförderung und Prävention eine wichtige Schlüsselfunktion innerhalb der Seniorenarbeit zukommt und dass daher Angebote und Maßnahmen in diesem Bereich gezielt und systematisch ausgebaut werden müssen. Zudem wurde empfohlen, die bis dato eher fürsorgeorientierte Seniorenarbeit in Ludwigshafen behutsam auf eine aktivierende und beteiligende Seniorenarbeit umzustellen. Dabei ist wiederum gezielt darauf zu achten, dass die Themen, welche von entscheidender Bedeutung in der Seniorenarbeit sind, wie beispielsweise Beratung, Wohnen, Gesundheit, Bildung, Partizipation und Sicherheit, in ausreichendem Maße in der Angebotspalette Beachtung finden.

In diesem Zusammenhang wurde folglich auch angeregt, die Seniorentreffs in den Stadtteilen, die bis dato als reine Seniorenbegegnungsstätte fungierten, als multifunktional nutzbare Stadtteilzentren aufzubauen, die sich darüber hinaus auf jeweils ein besonderes Schwerpunktthema spezialisieren und entsprechende Angebote entwickeln sollen.

Die zunächst anvisierten Schwerpunktthemen waren:

  1. Kultur
  2. Gesundheit und Prävention
  3. Bildung und neue Medien
  4. Engagement und Partizipation

Die Schwerpunktzentren sollten selbstverständlich sehr gut vernetzt sein und sich in ihrer Gesamtheit gegenseitig ergänzen.

Im Zuge des angestoßenen Innovationsprozesses wurde 2005 in Kooperation mit dem Seniorenrat der Stadt Ludwigshafen e.V. aus dem ehemals klassischen Seniorentreff in Ludwigshafen – Oggersheim eine mehrdimensional genutzte moderne Einrichtung unter dem Namen "Vital-Zentrum" aufgebaut, in welchem alle gesundheitsfördernden und -erhaltenden Angebote aus dem Themenbereich Gesundheit, Bewegung und Selbsthilfe zusammenlaufen und einer breiten Schicht der interessierten Bevölkerung zugänglich gemacht werden sollen.

Hierbei wurde der Begriff "Gesundheit" im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtungsweise ausgelegt, d.h. gesund ist, was zum aktiven, zufriedenen und selbstbestimmten Leben beiträgt.

Gespräche, Kontakte, Geselligkeit gehören demnach ebenso dazu, wie auch Bewegungs-, Fitness- oder Beratungsangebote. Unstrittig war dabei von Anfang an die Erkenntnis, dass das Thema Bewegungsförderung eine wichtige Schlüsselrolle inne hat und dass daher verstärkt niedrigschwellig angesiedelte Bewegungs- und Fitnessangebote passend für unterschiedliche Altersgruppen und Lebenslagen ausgebaut werden sollen.

Vital-Zentrum - Zentrum für Gesundheit, Bewegung und Selbsthilfe

Konzeptionelle Eckpunkte

Lage/Austattung

Ludwigshafen-Oggersheim, zentral im Stadtteil gelegen, barrierefrei zugänglich, gute Verkehrsanbindung

Räumlichkeiten

  • Saal
  • Cafeteria
  • Küche
  • Büro- bzw. Beratungsraum mit Vorzimmer
  • Foyer / Wartezone
  • Gruppenraum
  • Wohlfühlraum
  • Terrasse

Öffungszeiten

Montag – Freitag, Angebote sowohl vormittags, nachmittags und abends Cafeteria-Betrieb: Montag - Freitag 13 – 18 Uhr

Ziele

  • Gesundheitsbewusstsein der Bürger stärken
  • Menschen in ihrem Bestreben nach aktiver und positiver Lebensgestaltung unterstützen
  • Ratsuchenden Orientierungshilfe für eine gesunde Lebensführung geben
  • Eigenverantwortung und Eigeninitiative der Menschen stärken

Zielgruppen

Seniorinnen und Senioren aus dem Stadtteil, Bewohnerinnen und Bewohner des angrenzenden Betreuten Wohnens, Seniorinnen und Senioren aus dem Stadtgebiet– Generation 60 +, interessierte Bürgerinnen und Bürger mittleren Alters – Generation 40 + aus dem Stadtgebiet, Selbsthilfegruppen, Vereine, Verbände, die mit dem Thema Gesundheit und Bewegung befasst sind

Programmatische Ansätze und Inhalte

  • Beratungen (durch Soziale Dienste, Vereine, Verbände, Selbsthilfegruppen ...) Kurse (z.B. Rückenschule, Gymnastikkurse, Yoga, Entspannungs-übungen, Kochkurse ...)
  • Vorträge zu Gesundheitsthemen
  • Schulungen und Seminare
  • Aktivitäten im Bereich Bewegung und Sport (z.B. Gymnastik, Wanderungen, Nordic-Walking, Jogging, Schwimmen oder Wassergymnastik…)
  • Selbsthilfegruppen, Gesprächskreise
  • Möglichkeit zu Muskel- und Krafttraining schaffen (gegen Gebühr nutzbar)
  • Blutzucker, Blutdruck- und Pulskontrolle oder auch Fußpflege als regelmäßiges Angebot

Kooperation und Vernetzung

  • Innerhalb der Stadtverwaltung: z.B. mit den Bereichen Weiterbildung (VHS) und Sport, Gleichstellungsbeauftragte, Behindertenbeauftragte, Migrationsbeauftragte
  • Außerhalb der Stadtverwaltung: Seniorenrat , GAG-Wohnungsunternehmen, Gesundheitsamt, Krankenkassen, Pflegestützpunkte, Interessensverband Behinderter und ihrer Freunde, Verbraucherberatung, Vereine, Verbände, Ehrenamtsbörse und Selbsthilfegruppen

Trägerschaft

Stadtverwaltung Ludwigshafen – Abteilung Seniorenförderung.

Die Entwicklung und Durchführung der Angebote erfolgt jedoch in enger Absprache mit dem runden Tisch (Arbeitskreis), der alle beteiligten Institutionen einbindet. Die Trägerschaft kann bei Bedarf geändert werden, z.B. als eingetragener Verein oder Trägerverbund.

Kosten

  • Einmalig: Ausgaben für den Aufbau und für die Einrichtung und Ausstattung (z.B. Herrichten der Räume, Beschaffung der benötigten Geräte oder Materialien...): ca. 20.000 Euro
  • Laufend: ca. 40.000 Euro jährlich für Personal- und Sachkosten

Umsetzung des Projekts - Entwicklung des Vital-Zentrums

  • Eröffnung am 16.04.2005
  • Anfangsangebote: Gymnastikgruppe (Seniorenförderung) sowie in Kooperation mit dem Kneipp-Verein Ludwigshafen und der VHS diverse Yoga-Gruppen + Männerkochkurse

Sukzessiver Ausbau der Angebote, u. a.:

  • Beratungsangebote z.B. Sozialberatung, Wohnberatung, Gesundheitsberatung, Ernährungsberatung…
  • Vortragsveranstaltungen mit niedergelassenen Ärzten + Kliniken
  • Wohlfühlangebote wie klassische Massage, Fußreflexzonenmassage oder Fußpflege
  • Vortragsveranstaltungen + Treffen von Selbsthilfegruppen
  • Schulungsangebote für Angehörige von demenziell erkrankten Menschen in Kooperation mit der Alzheimer-Gesellschaft Rheinland-Pfalz
  • Offene Bewegungsangebote (Einstieg jederzeit möglich) – Gymnastik, Rücken-Fitness, Chi Gong und "Tanz dich fit"
  • Tanzveranstaltungen
  • Kooperation mit dem St- Marienkrankenhaus und dem Bereich Sport - Absprache der Angebote zum Thema "Sturzprävention" (Vorträge, Veröffentlichung von Artikeln, Kurs "Standfest älter werden")
  • Aktionstage: "Tage der Bewegung", 2007, 2009 und 2012 (u.a. mit Radsternfahrt zum Vital-Zentrum aus den Stadtteilen, Bewegungs- und Beratungsangeboten vor Ort).
  • neueste Angebote: Line Dance, Pilates und Gehirn-Jogging
  • Selbsthilfegruppen, Gesprächskreise, z. B.:
    • Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Lu. e.V.
    • SeHT – Selbständigkeitshilfe bei Teilleistungsschwächen
    • Deutsche Parkinson Vereinigung * Schnarchen und Schlaf-Apnoe 
    • Lupus Erythematodes (LE)
    • Interessengemeinschaft der Dialysepatienten Rhein-Neckar e.V.
    • Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. Neuerkranktengruppe Ludwigshafen

(vgl. auch aktuelles Programmheft - erscheint 1/4-jährlich)

Derzeit sind im Vital-Zentrum 4 ehrenamtliche MitarbeiterInnen (3 Frauen, 1 Mann) im Cafeteria-Betrieb unterstützend tätig (incl. Urlaubs- / Krankheitsvertretung der hauptamtlichen Mitarbeiterin).

Ausgehend vom Vitalzentrum als "Leuchtturmprojekt" wurden in den vergangenen 10 Jahren ergänzend zu dieser Einrichtung und ihren speziellen Angeboten weitere Gesundheits- und Bewegungsangebote entwickelt und in den Stadtteilen implementiert.

Solche sozialraumorientierten Angebote sind:

  • Gymnastik- und Tanzgruppen in den über das ganze Stadtgebiet verteilten Einrichtungen – Refinanzierung durch "Teilnehmergebühren"
  • Senioren-Schwimmen – Refinanzierung durch "Teilnehmergebühren"
  • Boule-Gruppen in Kooperation mit Petanque-Vereinen
  • Kegelgruppen aus den Stadtteilen, die jedes Jahr bei der von der Seniorenförderung ausgetragenen Stadtmeisterschaft im Seniorenkegeln teilnehmen
  • 2 Bewegungsparcours für Senioren (diese wurden vom Seniorenrat in Eigenregie initiiert, geplant und finanziert und nach Fertigstellung der Stadt zum Unterhalt übergeben. Beide Parcours befinden sich an gut erreichbaren öffentlichen Plätzen und werden sehr gut angenommen und rege frequentiert. Regelmäßig werden auch geführte Gruppenbesuche zu den Parcours organisiert
  • Bewegungsangebote des Seniorenrates in Kooperation mit Sportvereinen, Sicherheitstraining und Selbstbehauptungstraining ("Nein heißt nein!) des Seniorenrates in Kooperation mit der Polizei

Weiterhin werden in einem anderen Schwerpunkt-Zentrum namens "LU kompakt" – Zentrum für kompetente und aktive Senioren, von Senioren für Senioren organisierte und durchgeführte Bewegungsangebote bereitgehalten, die sich großer Beliebtheit erfreuen:

  • Energiearbeit
  • Exkursionen (ganztägig oder mehrtägig) und mehrtägige Reisen mit abwechslungsreichen Unternehmungsprogramm in Gruppen
  • Parkbesuche – Senioren besuchen gemeinsam die Parkanlagen in Ludwigshafen und Umgebung

Evaluation

Mit der Vielfalt der Angebote des Vital-Zentrums können präventive, kompensatorische wie auch versorgungstechnische Aspekte im Bereich der Gesundheitsförderung abgedeckt werden (Unabhängigkeit im Alter bewahren, bestehende Einschränkungen reduzieren, nötige Versorgung gewährleisten).

Es kann festgestellt werden:

  • Das Vitalzentrum hat sich mittlerweile als eine feste Größe in der offenen Seniorenarbeit in Ludwigshafen etabliert und gibt wichtige Impulse für alle Senioreneinrichtungen
  • Es verursacht keine Mehrkosten gegenüber herkömmlichen Seniorentreffs und erreicht einen hohen Grad an Akzeptanz, Zufriedenheit und Produktivität
  • Es hat als eines der vier Schwerpunktzentren eine Schlüsselfunktion in der städtischen Seniorenarbeit
  • Es leistet einen wichtigen Beitrag zur gesunden und aktiven Lebensführung der älteren Menschen
  • Die im Bereich Gesundheit und Bewegung entwickelten Angebote lassen sich sozialraumorientiert überall implementieren. Da erfolgreiche Gesundheitsförderung und Prävention in den Lebenswelten der Menschen ansetzen muss, also dort wo Menschen leben, was insbesondere für das Alter und im Alter wichtig ist, wurde gezielt sozialraumorientiert an die Bedürfnisse der Menschen nach Bewegung, Fitness und Gesunderhaltung angeknüpft. Dabei konnte auch eine nicht zu vernachlässigende soziale Dimension, nämlich die Ermöglichung sozialer Kontakte und Vorbeugung von Isolation berücksichtigt werden.

Der Kooperationsverbund "gesundheitsziele.de" hat 2012 das Gesundheitsziel "Gesund älter werden" verabschiedet. Betreffend die von der Seniorenförderung der Stadt Ludwigshafen in enger Zusammenarbeit mit dem Seniorenrat der Stadt Ludwigshafen E.v. sowie zahlreichen Kooperationspartnern entwickelte Angebotspallette bleibt festzustellen, dass diese Elemente aller 3 herausgearbeiteten Handlungsfelder enthält (1. Gesundheitsförderung und Prävention: Autonomie erhalten; 2. Medizinische, psychosoziale und pflegerische Versorgung sowie 3. Besondere Herausforderungen).

Der Schwerpunkt des vorliegenden Konzeptes liegt auf einer bewegungsfreundlichen Gestaltung des Lebensumfeldes. Mit einem breiten, niedrigschwelligen und über das ganze Stadtgebiet verteilten Bewegungsangebot werden die Grundvoraussetzungen für ein aktives Bewegungsverhalten geschaffen. Damit werden sowohl Elemente der Verhaltens- als auch der Verhältnisprävention berücksichtigt.

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Seniorenrat der Stadt Lu. e. V.
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
z.B. Wohlfühl- (Massage etc.) und Bewe-gungsangebote (Chi Gong etc.)
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja, welche?: 
z.B. Aufbau von Bewegungsparcours

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
"Auf Achse" – Ludwigshafener Seniorinnen und Senioren unterwegs
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 13a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Teilnehmergebühren
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 15 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Die Seniorenförderung der Stadt Ludwigshafen organisiert Ausflüge in die nähere und weiter Umgebung und mehrtägige Reisen. Durchgeführt und begleitet werden die Ausflüge / Reisen ebenfalls von älteren Menschen.

Drei Angebotsstrukturen lassen sich dabei unterscheiden:

  1. Ausflüge in die unmittelbare Wohnortnähe, z.B. Besuch von Gartenanlagen und Parks, alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.
    • Zielgruppe: Ältere Seniorinnen und Senioren und Menschen, die wieder aktiver werden wollen ("Einsteiger") oder wenig finanzielle Mittel haben.
  2. Ausflüge in die weitere Umgebung mit Bus oder Bahn
    • Zielgruppe: Unternehmungslustige, aktive sowie kultur- und erlebnisorientierte ältere Menschen .
  3. Mehrtägige Reisen
    • Bisher werden jährlich zwei einwöchige Reisen zu Zielen in ganz Deutschland angeboten, in der Regel mit dem Bus.
    • Zielgruppe: Paare und Alleinstehende, die begleitete, seniorengerechte Reisen vorziehen oder sich alleine einen Urlaub nicht zutrauen. 

Im Alter unterwegs zu sein, neue Eindrücke zu sammeln, bedeutet länger mobil und interessiert zu bleiben. Des Weiteren können in der Gruppe Erfahrungen geteilt und das Erlebte intensiver genossen werden. Viele Alleinstehende trauen sich die Erfahrungen, die sie in diesem Projekt machen können, alleine nicht zu. Aufgehoben in der Gruppe werden zudem soziale Kontakte geknüpft, die auch im Alltag tragen und die latente Einsamkeit, die im Alter droht, verringert.

Die Reisebegleitung aller Ausflüge / Reisen wird ehrenamtlich von älteren Menschen gewährleistet, was den prophylaktischen Aspekt weiter ausbaut.

Einzelprojekts Nr. 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 

Bewegungsparcours

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 25 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Im Jahr 2011 als Idee zur Weiterentwicklung der Bewegungsangebote der Seniorenförderung in den Seniorenrat eingebracht, ging es recht schnell an die Planung eines Bewegungsparcours für Seniorinnen und Senioren in Ludwigshafen. Der Seniorenrat wollte den Trend der Zeit aufgreifen und den Gedanken der Prävention durch das Angebot von attraktiven gesundheitsfördernden Bewegungsmöglichkeiten in die Tat umsetzen. Nach dem JA der Oberbürgermeisterin, Frau Dr. Eva Lohse, ging es sehr schnell in die Planung mit dem Grünflächenamt und bald war der Standort "Schneckennudelbrücke" gefunden. Nur kurze Zeit später konnten auch die ersten Sponsoren für dieses Projekt gewonnen bzw. begeistert werden. Dann ging es Schlag auf Schlag: Am 4. Okt. 2012 erfolgte der Spatenstich für den 1. Ludwigshafener Bewegungsparcours. Am 3.11.12 erfolgte die Einweihung des Parcours mit 4 Geräten und schnell war klar, es sollen mehr werden. Im Januar 2014 war es geschafft! 6 Geräte standen jetzt den bewegungsfreudigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zur Verfügung. Sehr gut angenommen von Jung und Alt wurde dieser Parcours am Rhein zu einer echten Erfolgsstory.

Bereits zu diesem Zeitpunkt war auch ein Parcours für den Ebertpark Gesprächsthema. Die Reise von "Kuh Bella" durch LU sowie deren Versteigerung und ein Benefizkonzert der Musikschule Ludwigshafen halfen u. a. diese Idee zu verwirklichen. Der 28. Aug. – die offizielle Einweihung des 2. Ludwigshafener Bewegungsparcours im Ebertpark - ist nicht nur für den Seniorenrat der Stadt Ludwigshafen ein Ereignis von besonderer Bedeutung. Viel bürgerschaftliches Engagement, viel Unterstützung von behördlicher, wirtschaftlicher wie auch privater Seite zeigen, wir können gemeinsam auf eine Initiative stolz sein, die letztlich allen Ludwigshafener Bürgerinnen und Bürgern (generationenübergreifend!) zu Gute kommt.

Einzelprojekts Nr. 3

D 30 Titel des Einzelprojekts Nr. 3: 
Pétanque (Boule) im Zewdtwitzpark
D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 35 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Die Seniorenförderung der Stadt Ludwigshafen initiierte im Mai 2012 das Projekt „Petanque-Spiel“ im Zedtwitzpark. Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenwohnhauses "Franz Siegel" und weitere Interessierte aus dem Stadtteil Mundenheim sollten die Möglichkeit haben, das Boule-Spiel kennenzulernen. Kooperationspartner war und ist die Deutsch-Französische Gesellschaft (DFG).

Die Initiative verlief sehr erfolgreich. Anfangs einmal wöchentlich und zwischenzeitlich zweimal in der Woche treffen sich regelmäßig Seniorinnen und Senioren, im Schnitt von 70 Jahren, zum gemeinsamen Boule-Spiel.

Folgende Strukturen haben sich entwickelt:

  1. Es finden regelmäßige Treffen nach den Spielen statt. Im nahegelegenen Seniorentreff "Mundenheim Aktiv" lassen die Teilnehmerinnen bei Getränken, Kuchen und Kaffee die Nachmittage ausklingen.
  2. Es gibt zwei große Festivitäten im Jahr, bei denen sich alle Spieler zum gemeinsamen Feiern zusammenfinden.
  3. Ausflüge zu größeren Petanque -Turnieren, zuletzt in Straßburg, werden von den Spielern gerne angenommen.
  4. Spielleiter und Spieler organisieren inzwischen auch eigene Turniere und feiern gemeinsam im Anschluss.
  5. Inzwischen gibt es in zwei weiteren Seniorenwohnhäusern Petanque-Angebote. Angestrebt werden Turniere, bei denen sich die Spieler aller Häuser vergleichen können.

Im Alter fit und beweglich bleiben, soziale Kontakte pflegen, soziale Kompetenzen ausbauen und sich engagieren können, sind die Ziele des Projektes.

Petanque eignet sich hervorragend als Seniorensport, Alter und Grad der Fitness spielen keine Rolle. Auch Menschen, die diesbezüglich noch unerfahren sind, können sich an recht einfache Bewegungsabläufe herantasten und so die körperliche Stabilität unterstützen.

Die Geselligkeit und das gemeinsame Ziel im Spiel fördern Wohlbefinden und wirken der Isolation und Vereinsamung entgegen. Zudem geben die regelmäßigen Treffen der Gruppe eine gewisse Alltagsstruktur.

Gesundheit im ganzheitlichen Sinne wird so optimal unterstützt und gefördert.

E Anlagen