Stadt Lippstadt

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Stadt Lippstadt
Typ
kreisangehörig
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Einreichende Dienststelle
Fachbereich Familie Schule und Soziales, Fachdienst Soziales und Integration
Name des Ansprechpartners
Anita Polder
Funktion des Ansprechpartners
Mitarbeiterin de Senioirenbüros
Straße/Postfach
Geiststr. 47
Postleitzahl
59555
Ort
Lippstadt
Telefon des Ansprechpartners
+49 29 41980-681
Telefax des Ansprechpartners
+49 29 4178980-681
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Senioren- Busbegleiter der Stadt Lippstadt

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Lippstädter  Seniorinnen und Senioren, sowie Eltern mit Kinderwagen erhalten Hilfestellung und Unterstützung bei der Nutzung der Stadtbusse. Ehrenamtliche, sogenannte Busbegleiter, fahren regelmäßig an den Markttagen in den Stadtbussen mit. Sie sind behilflich beim Ein- und Aussteigen, insbesondere wenn schwere Einkäufe mitgeführt werden, sowie bei der sicheren Unterbringung von Rollatoren, Rollstühlen und Kinderwagen in den Bussen. Sie geben Fahrplanauskünfte und sind u.a. in Erster Hilfe geschult.

Das Besondere und Innovative des Projektes liegt in der Kombination von Ehrenamt und Unterstützung der Mobilität im Alter, sowie in der Kooperation, Kommune und Wirtschaftsunternehmen. Es bietet den Busbegleitern eine sinnvolle ehrenamtliche Tätigkeit mit hohem Anerkennungswert und den Nutzerinnen und Nutzern ein hohes Maß an Unterstützung und Hilfestellung und trägt wesentlich zur Erhaltung der Mobilität insbesondere von älteren Menschen bei. Es ist unkonventionell umgesetzt worden und belastet den öffentlichen Haushalt nicht.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation/Anlass

Die Stadt Lippstadt ist mit 71.571 Einwohnerinnen und Einwohnern (Kernstadt und 17 Ortsteile), die größte Stadt im Kreis Soest ( NRW ). Davon sind  13.848 Menschen über 65 Jahre alt und älter. Allein in der Kernstadt leben 41.590 Personen, von denen 7.582 über 65 Jahre alt sind.

Die Stadt Lippstadt beteiligte sich im Jahr 2008/2009 am Bundeswettbewerb, "Aktiv älter werden". In einer Umfrage und in Diskussionen mit Aktiven in der Seniorenarbeit wurde ein Unterstützungsbedarf  bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln deutlich. Insbesondere bei der Nutzung von Stadtbussen.

Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt "Senioren – Busbegleiter" ins Leben gerufen.

Eine bis dahin einmalige Idee.

Das Seniorenbüro der Stadt, sowie Mitglieder des Seniorenbeirates erarbeiteten in Kooperation mit dem Anbieter des ÖPNV, der Regionalverkehr Ruhr- Lippe GmbH folgendes Konzept mit dem Ziel, die Mobilität und Unabhängigkeit älterer Menschen zu unterstützen und möglichst lange zu erhalten.

Das Konzept  und  die Zielgruppe

Interessierte Männer und Frauen (Zielgruppe ab 60Jahren) fahren ehrenamtlich an den Lippstädter Markttagen, jeweils mittwochs und samstags, sowie einmal monatlich am Donnerstag in den fünf Stadtbuslinien mit. Sie helfen beim Einsteigen, unterstützen beim Heben von Einkäufen in den Bus und wieder hinaus, helfen Rollstuhlnutzern und sind bei der Mitnahme von Rollatoren behilflich. Sie achten darauf, wann die gewünschte Haltestelle erreicht ist und sorgen ggf. für das Anhalten des Busses. Sie sind auch Eltern beim Transport von Kinderwagen behilflich.

Die Busbegleiter werden auf ihre Aufgabe durch folgende Schulungen vorbereitet:

  • Vermittlung von Grundkenntnissen in der "Erste Hilfe",
  • Teilnahme an Fahr- und Sicherheitstrainings in den Bussen,
  • Teilnahme an Deeskalationstrainings und
  •  Schulungen zu Fahrplanauskünften.

Busbegleiter bekommen eine blaue Weste, mit einer entsprechenden Aufschrift, damit sie als solche von den Fahrgästen zu erkennen sind.

Ein ehrenamtlicher Koordinator ist erster Ansprechpartner für die Busbegleiter, er organisiert die Einsatzpläne. Die Busbegleiter treffen sich an jedem 4. Montag im Monat, um die Pläne zu erarbeiten und ggf. anfallende Fragen zu besprechen.

Das Projekt wird vom Seniorenbüro/ Büro für bürgerschaftliches Engagement der Stadt Lippstadt regelmäßig begleitet.

Umsetzung

Das Projekt konnte, dank der guten Kooperation der Regionalverkehr Ruhr- Lippe GmbH sowie der Einsatzfreude der Ehrenamtlichen unkonventionell und kurzfristig, nach nur wenigen Wochen Vorbereitungszeit, bereits im Dezember 2009 mit zunächst sechs Ehrenamtlichen starten. Das Projekt wurde  im Rahmen einer Pressekonferenz, die in einem Stadtbus durchgeführt wurde, beworben.

Heute sind in diesem Projekt 19 Herren und eine Dame aktiv.

Ergebnisse/Erreichtes

Die Busbegleiter sind eine feste Instanz für die älteren Fahrgäste der Stadtbusse geworden. Viele ältere Menschen planen ganz gezielt ihre Einkaufs- oder Arztfahrten, wenn sie wissen, dass die Busbegleiter in den Bussen mitfahren, um ihnen behilflich sein zu können. Deren Anwesenheit gibt den älteren Fahrgästen Halt und Sicherheit. Dadurch werden sie ermutigt, den ÖPNV zu nutzen und eigenständig und mobil zu bleiben.

Dieses Projekt  ist  durchaus eine sogenannte "Win-Win Situation" für alle Beteiligten.

Busbegleiter auch in anderen Kommunen

Bereits im Jahr 2010 wurde die Stadt Paderborn auf das Lippstädter Projekt aufmerksam. Dort wird es inzwischen ebenso erfolgreich nach dem Lippstädter Vorbild mit 18 Ehrenamtlichen umgesetzt. Es besteht ein reger Austausch und Kontakt beider Gruppen.

Weiterhin hat die Stadt Arnsberg dieses Projekt übernommen.

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere
C 29a Wenn "Weitere"... Welche?: 
ÖPNV/ Besprechungsraum Stadtverwaltung

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Seniorenbeirat
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja, welche?: 
Das gesamte Projekt in Paderborn und Arnsberg

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 3

D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

E Anlagen