Stadt Köln

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Stadt Köln
Typ
kreisfrei
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Einreichende Dienststelle
Gesundheitsamt der Stadt Köln
Name des Ansprechpartners
Erika Meißner
Funktion des Ansprechpartners
Koordinatorin "Gesundheitsförderung im Alter"
Straße/Postfach
Neumarkt 15-21
Postleitzahl
50667
Ort
Köln
Telefon des Ansprechpartners
+49 221 221-24754
Telefax des Ansprechpartners
+49 221 221-6569681
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

"gesund & mobil im Alter"

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

"Bewegung, Ernährung, Soziale Teilhabe", diese drei Bereiche bilden den Leitgedanken, der sich in allen Angeboten und Projekten "gesund & mobil im Alter" wiederfindet.
Mobilitätseinschränkungen gehören zu den wichtigsten Risikofaktoren für Hilfebedürftigkeit im Alter. So können beispielsweise ein unsicherer Gang zu einer Ursache für Unfälle und Stürze werden, die weitere Funktions- und Autonomieverluste nach sich ziehen. Regelmäßige körperliche Aktivität steigert auch im Alter die Lebensqualität. Andererseits ist ein körperlich inaktiver Lebensstil ein wichtiger gesundheitsbezogener Risikofaktor.

Mit Blick auf die jeweilige Zielgruppe und damit verbunden auch auf ihre Erreichbarkeit und finanzielle Situation, liegt der Fokus auf wohnortnahe, niederschwellige und kostenlose/-günstige sowie auf Dauer ausgerichtete Angebote/Projekte. Neben der Einbeziehung möglicher Kooperationspartner bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen spielt die Einbindung der Senioren eine zentrale Rolle in der gesamten Arbeit.

Bei allen genannten Grundsätzen und Zielen steht ein wichtiger Aspekt immer mit im Vordergrund: Spaß und Freude an dem Angebot zu haben.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation

In der Millionenstadt Köln liegt der Anteil an Personen, die 60 Jahre und älter sind, bei fast einem Viertel (23%). Laut Prognose des Kölner Amtes für Stadtentwicklung und Statistik zeichnen sich für die nächsten 25 Jahre in Köln folgende Trends ab:

  • Der Anteil an Personen ab 65 Jahre an der Gesamtbevölkerung wird sich leicht erhöhen, der Anteil der Personen ab 80 Jahre wird hingegen deutlich steigen.
  • Die aktuelle demografische Situation lässt darauf schließen, dass der Anteil an älteren Kölnerinnen und Kölner mit Migrationshintergrund erheblich zunehmen wird.
  • Die ältere Kölner Bevölkerung ist nicht gleichmäßig über das Stadtgebiet verteilt. Diese Tendenz wird sich voraussichtlich noch verstärken.
  • Das Einkommen älterer Menschen liegt derzeit laut Auswertung des statistischen Bundesamtes unter dem Durchschnitt der Bevölkerung. Das Armutsrisiko ist zwar niedriger als bei der übrigen Bevölkerung, jedoch sind bestimmte Gruppen besonders stark von Armut betroffen, beispielsweise Frauen und die "älteren" Alten. Knapp 6% der Kölner Bevölkerung ab 65 erhält als öffentliche Zuwendung "Grundsicherung im Alter".
  • Selbstständiges Wohnen in vertrauter Umgebung ist ein wichtiges Anliegen älterer Menschen. In Köln wohnen 30% der 65- bis 80jährigen allein. Mit zunehmendem Alter steigt die Quote der Single-Haushalte an. Der überwiegende Anteil dieser Single-Haushalte ist weiblich.
  • Teilhabe ist Voraussetzung und gleichzeitig Ausdruck gesunden Alterns. Unter Teilhabe ist soziale Einbindung zu verstehen, die im Aufrechterhalten von alltäglichen Kontaktmöglichkeiten, von Familienleben, reger Nachbarschaft, bürgerschaftlichem Engagement sowie Berufstätigkeit bestehen kann. Etwa jede vierte Person ab 65 in Köln ist bürgerschaftlich engagiert. Als ein positiver Trend ist zu verzeichnen, dass in der Altersgruppe ab 70 der Anteil die sich bürgerschaftlich engagieren, in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat.

Diese Entwicklung hat eine zentrale Bedeutung für alle Bereiche einer Kommune, insbesondere jedoch für die Bereiche Gesundheit und Soziales. Dieser sich in Zukunft fortsetzende Strukturwandel der Bevölkerung wird mit wachsenden Anforderungen an die soziale Sicherung und die medizinische Versorgung verbunden sein.
Vor diesem Hintergrund ist wichtig, wie gesund ältere Menschen sind. Denn die Gesundheit entscheidet darüber, in welchem Umfang medizinische und pflegerische Versorgung erforderlich ist. Gute Gesundheit ist zugleich eine wichtige Grundlage für die Beteiligung am gesellschaftlichen Leben. Sie bildet ein zentrales Gut – nicht nur im Alter. Die rechtzeitige Vorbereitung darauf ist eine bedeutende gesellschaftspolitische Aufgabe.

Anlass

Lebenszufriedenheit, Aktivität und Kompetenz im Alter sind von Einstellungen, Handlungen und Verhaltensweisen beeinflusst, die in früheren Lebensphasen ausgebildet wurden. Die Erhaltung der körperlichen sowie der seelisch-geistigen Aktivität im Alter bildet eine bedeutende Voraussetzung für Mobilität und Selbständigkeit im Alter. Dabei ist es für Veränderungen nie zu spät, auch im Alter bestehen durchaus Lern- und Veränderungsmöglichkeiten.

"Gesund alt werden – eine Herausforderung für die Zukunft"

Mit der Veränderung der Altersstruktur unserer Gesellschaft und der gestiegenen Lebenserwartung haben Fragen der Prävention und Gesundheitsförderung in der zweiten Lebenshälfte eine wesentliche Bedeutung gewonnen. Aufgabe des Gesundheitssystems muss es sein, älteren Menschen möglichst lange ihre Mobilität zu sichern, damit sie ein selbständiges Leben führen können und nicht frühzeitig auf fremde Hilfe und Pflege angewiesen sind. So ließen sich langfristig auch die Pflegekassen entlasten. Die Chancen für ein gesundes Altern werden durch eine präventive Gesundheitsvorsorge erhöht.
Hier setzt das Konzept des Kölner Gesundheitsamtes an.

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

Was können Menschen in der zweiten Lebenshälfte frühzeitig tun, um ihre Gesundheit zu erhalten? Wie kann ein möglichst verantwortlicher Umgang mit der eigenen Gesundheit gefördert werden?
Diesen und anderen Fragen stellte sich das Kölner Gesundheitsamt verstärkt unter dem Leitgedanken "gesund & mobil im Alter". Der Rat der Stadt Köln hat zu diesem Zweck seit 2008 eine Stelle "Gesundheitsförderung im Alter" im Gesundheitsamt eingerichtet.

Schwerpunkte des Kölner Konzeptes

  • Einen umfassenden Interventionsansatz zur Erhaltung von Gesundheit, Selbständigkeit, Selbstverantwortung im Alter zu entwickeln um nicht frühzeitig auf fremde Hilfe und Pflege angewiesen sein zu müssen.
  • Das Wissen von Akteuren im Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen über körperliche und seelisch/geistige Alternsprozesse zu fördern und damit zur Nutzung von Präventionspotenzialen im Alter beizutragen.
  • "Gesundheit im Alter" in die bestehenden, kleinräumigen Strukturen und Netzwerke zu verankern, mit besonderem Gewicht auf die Zielgruppenorientierung der Angebote und auf die Orientierung an der Lebenslage der älteren Menschen.
  • Die körperliche sowie die geistige Fitness und Aktivität als Voraussetzung für Mobilität und Selbständigkeit im Alter und die Einbindung in soziale Beziehungen zu erhalten, bzw. auszubauen.
  • Information zu einem gesundheitsförderlichen Lebensstil geben und für die Umsetzung zu motivieren.
  • Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention für ein gesundes Alter(n) entwickeln und die Einbettung des Themas als Querschnittsaufgabe der Kommune zu implementieren.

Zielgruppe

Zielgruppe sind Männer und Frauen ab ca. 60 Jahren, die nicht mehr berufstätig (bzw. rentennah) sind, die selbständig zu Hause leben und nicht pflegebedürftig sind. Bei Planung und Umsetzung gilt die besondere Aufmerksamkeit den sozial benachteiligten ältere Menschen, den älteren Migrantinnen und Migranten sowie den schwererreichbaren Seniorinnen und Senioren.

Vorgehen und Umsetzung

Zur Durchführung der Aufgabe gehört die Analyse und Bewertung der gesundheitlichen Situation älterer Menschen in Köln sowie die Entwicklung und Initiierung von Maßnahmen und Projekten, Kooperationen, Koordination und Vernetzung und darauf aufbauend eine kontinuierliche Gesundheitsberichterstattung (s. Gesundheitsbericht "gesund altern in Köln", 2012).

Dies spiegelt sich in den zahlreich durchgeführten Angeboten, Projekten und Aktionen wieder. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass eine erfolgreiche Gesundheitsförderung konkrete Maßnahmen anbieten muss, die an den spezifischen Problemen und Bedürfnissen von Seniorinnen und Senioren ansetzen. Es kommt darauf an, mit allen beteiligten Akteuren speziell auf die Zielgruppe zugeschnittene Angebote zu erarbeiten. Dabei wird bewusst an vorhandene Strukturen angeknüpft. So können wertvolle Erfahrungen einbezogen sowie existierende Projekte weiterentwickelt und ausgeweitet werden.

Dem Konzept "gesund & mobil im Alter" liegen folgende Grundsätze zugrunde:

  • Gesundheitsvorsorge und gesundheitsgerechtes Verhalten haben neben Umweltfaktoren und genetischen Einflüssen eine erhebliche Auswirkung.
  • Es ist (fast) nie zu spät, sein Leben gesundheitsgerechter zu gestalten.
  • Es geht nicht nur um "Verhalten", sondern auch um die Gestaltung der "Verhältnisse".
  • Dies erfordert eine Institutionen- und Sektor übergreifende Kooperation und Netzwerkbildung. Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen in der Kommune umzusetzen ist nur dann erfolgreich, wenn sie fachübergreifend und über organisatorische Abgrenzungen hinweg mit allen relevanten Akteuren vor Ort entwickelt und umgesetzt werden.
  • Gesundheitsförderung versteht sich als Querschnittsaufgabe, die eine abgestimmte interdisziplinäre, multiprofessionelle und sektorenübergreifende Strategie erfordert. Sie orientiert sich an dem Bedarf und den Bedürfnissen, unterscheidet nach Geschlecht, sozialem und kulturellem Hintergrund und differenziert nach Lebensphasen (junge Alte, mittlere Alte, Hochaltrige, etc.).

Um diesem Ansatz Rechnung zu tragen, wirkt "gesund & mobil im Alter" in Köln auf vier Ebenen.

1. Amtsintern

KompetenzTeam im Gesundheitsamt:

Ein wichtiges Planungs- und Steuerungsinstrument zur Umsetzung der Ziele und der Aufgaben ist das 2007 gegründete "KompetenzTeam Gesundheit im Alter" im Gesundheitsamt Köln. Um die Erfahrungen und Ansätze innerhalb des Amtes zusammenzuführen, zu bündeln und zu vernetzen arbeiten Experten und Expertinnen mit unterschiedlichen Kompetenzen und aus unterschiedlichen Fachgebieten der einzelnen Abteilungen zusammen. Themen wie: Medikamente, Verhütung übertragbarer Krankheiten, Ernährung, Zahngesundheit, psychische Gesundheit gehören maßgeblich ebenso dazu wie die gesundheitliche Aufklärung der Bevölkerung.
Das KompetenzTeam trifft sich einmal monatlich und besteht zurzeit aus 8 Personen.

Interne Fortbildungen:

Für interessierte Kolleginnen und Kollegen des Gesundheitsamtes werden zu Themen der Gesundheitsförderung im Alter interne Fortbildungen angeboten.

Abteilungsübergreifende Zusammenarbeit:

Bei diversen Aktionen arbeiten Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Abteilungen zusammen (z.B. Aktionstage "gesund & mobil im Alter" im Gürzenich Köln).

2. Sozialräumlich

Stadtteilbezogene Veranstaltungen und Angebote wie die Teilnahme an "Runden Tischen", Stadtteilkonferenzen u.v.m. sind ebenso Bestandteil der Arbeit wie die Ausweitung der Projekte/Angebote in die Kölner Stadtteile (siehe: "Gesundheit vor Ort", "gesund & mobil – fit für 100", "Ein Rundgang mit Tiefgang").
Für diesen Ansatz sind Kooperationen mit den Akteuren vor Ort (wie SeniorenNetzwerke, Seniorenvertretung, Sozialraumkoordinatoren, etc.) unbedingte Voraussetzungen. 

3. Gesamtstädtisch

Ämterübergreifende Zusammenarbeit:
mit dem Amt für Soziales und Senioren, dem Stadtplanungsamt, dem Amt für Stadtentwicklung und Statistik, dem Kulturamt, etc.

Kommunale Gesundheitskonferenz Köln /KGK

Auf der 14. Sitzung der Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln (KGK) im Juni 2007 wurde über die Symposien des Gesunde Städtenetzwerks "Gesund altern – individuelle Verantwortung und kommunale Aufgabe" (2006) und "Gesund älter werden in Städten und Regionen" (April 2007) berichtet. Zur konkreten Umsetzung der Handlungsfelder für die Gesundheitsförderung und Prävention für älter werdende Menschen auf kommunaler Ebene beschloss die KGK einstimmig, eine Arbeitsgruppe "Gesundheit im Alter" einzurichten.
Seit November 2007 treffen sich die 22 Mitglieder dieser Arbeitsgruppe vierteljährlich im Gesundheitsamt.

Stadtarbeitsgemeinschaft Seniorenpolitik

Kooperation, Vernetzung und Steuerung innerhalb der Stadtverwaltung und mit externen Partner/Partnerinnen ist Ziel der "Stadtarbeitsgemeinschaft Seniorenpolitik. In diesem Gremium sind die Wohlfahrtsverbände, die Seniorenvertretung Köln sowie die Stadtverwaltung vertreten.

Kooperation und Vernetzung

gibt es mit der Ärztekammer, dem Gesunden Städtenetzwerk der Bundesrepublik Deutschland, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und den Hochschulen vor Ort (z.B. Deutsche Sporthochschule), Vereine, Verbände und Institutionen in Köln.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Durch die Beschreibung und Darstellung des Alters und alter Menschen in den Medien, aber auch durch Annahmen und Vorstellungen sowie persönliche Kontakte entstehen Altersbilder, die einen prägenden Einfluss auf die Lebenssituation alter Menschen ausüben. Es ist von großer Bedeutung, wie alte Menschen in den Medien dargestellt und welche Rollen ihnen zugeschrieben werden. Altersbilder, die durch Beiträge in den Medien vermittelt werden, entsprechen nicht immer der Wirklichkeit. Haben sich Altersbilder, Altersstereotypen erst einmal gefestigt, so sind sie schwer zu ändern oder zu korrigieren, auch wenn sie durch die Realität widerlegt werden. Dem entgegenzuwirken ist ein großes Anlieger der "Gesundheitsförderung im Alter" (beispielsweise durch Aktionen wie der Flashmob "Generationen bewegen" in Kölns Fußgängerzone in der Innenstadt). Pressemitteilungen, Pressekonferenzen und Pressegespräche zu Angeboten, Projekten und Aktionen im Rahmen "gesund & mobil im Alter" finden kontinuierlich statt.  

4. Bundesweit

Die Stadt Köln ist seit Januar 1991 Mitglied im Gesunde Städte-Netzwerk der Bundesrepublik Deutschland und seit 2012 zum Kompetenz-Zentrum "Gesundheit im Alter" ernannt worden. Damit werden das Fachwissen und die Erfahrungen weitergegeben und Anderen zur Verfügung gestellt. Andere Kommunen werden durch das Kompetenz-Zentrum bei ihrer eigenen Arbeit im Bereich "Gesundheitsförderung im Alter" beraten und unterstützt. Bei der inhaltlichen Vorbereitung und Durchführung von Fachtagungen, Symposien und Mitgliederversammlungen berät und wirkt das Kölner Kompetenz-Zentrum ebenfalls mit.

Neben der Teilnahme an Workshops, Tagungen, Arbeitskreisen etc. wird das Gesundheitsamt Köln auch als Referentin zum Thema Gesundheitsförderung im Alter zu diversen Fachtagungen und Veranstaltungen eingeladen.

Ergebnisse und Erreichtes

Wir alle werden älter und wünschen uns ein langes und gesundes Leben. Gesund zu sein, ist allerdings keine Selbstverständlichkeit. Nicht nur die Medizin, sondern auch jede/r Einzelne kann seine Gesundheit selbst auf vielfältige Weise fördern und erhalten.

Die Umsetzung dieses Konzeptes soll im Folgenden an einigen bereits durchgeführten, bzw. in Durchführung befindlichen Projekten exemplarisch verdeutlicht werden. Durch diese Projekte, Aktionen und diversen Angebote der Gesundheitsförderung im Alter wurden Impulse und Anregungen gegeben, Kooperationspartner auf unterschiedlichen Ebenen gewonnen und seit Jahren konkrete Maßnahmen wohnortnah, niederschwellig, kostengünstig und nachhaltig umgesetzt.

Das Einzelprojekt "gesund & mobil – fit für 100" wird auf den folgenden Seiten noch detaillierter beschrieben, doch um einen Eindruck über das Ergebnis und das Erreichte zu bekommen, exemplarisch eine kurze Zusammenfassung der Auswertung.

Auswertung des Fragebogens:

  • Evaluationszeitraum: Oktober 2011 bis Februar 2012
  • 85 Personen (von 100 P.) haben den Fragebogen ausgefüllt
  • Gruppen aus 10 Kölner Stadtteile waren beteiligt
  • Der Anteil der Frauen lag bei 88%
  • 83% der Teilnehmenden waren Deutsche
  • Das Alter der Teilnehmenden lag zwischen 63 - 87 Jahre
  • 56% waren alleinlebend
  • Selbsteinschätzung der Beweglichkeit: vor dem Training "mittelmäßig" bis "eher schlecht"
  • Selbsteinschätzung der Beweglichkeit: nach zwei Monaten Training "wesentlich besser"
  • ca. ein Drittel haben gemeinsam mit anderen Teilnehmenden noch andere
    Aktivitäten entwickelt
  • Grund für die Teilnahme:
    Verbesserung des Allgemeinzustandes, beweglich bleiben, beweglicher werden,
    etwas für mich und meine Gesundheit tun, Eigenständigkeit erhalten,
    Gruppengemeinschaft, Neugier, ärztlicher Rat, Empfehlung,
  • Anregungen, Hinweise, Kritik:
    sehr zufrieden mit diesem Angebot, der Kurs gefällt mir, mir gefällt alles, auch
    die Gruppe, das Angebot soll noch lange bleiben, ich kann die Treppen wieder
    besser gehen, das Bücken fällt mir nicht mehr so schwer, ich mag keinen Sport,
    aber Bewegungsübungen wie das Muskelaufbautraining ist sehr gut, es sollte
    noch mehr Kurse speziell für ältere Leute geben, die ff100-Übungen halte ich für
    gut ausgewählt, es ist toll, dass es dieses Angebot in meinem Stadtteil gibt,

Die im Merkblatt Ziffer 5 "Form der Wettbewerbsbeiträge" geforderten Bewertungskriterien des Wettbewerbs sind erfüllt.

Dem Antrag sind beigefügt:

  • Angaben zur Kommune,
  • die Beschreibung des Wettbewerbsbeitrages,
  • die Beantwortung standardisierter Fragen zum Wettbewerbsbeitrag,
  • die Beschreibung von drei bereits umgesetzten Einzelprojekten sowie
  • die Illustrierung des Beitrages durch Fotos und diversen Anlagen.

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Seniorenvertretung Köln
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 32a Wenn ja, welche?: 
Anmeldung "gesund & mobil - fit für 100" und Einverständniserklärung der Träger, Beteiligung an den Aktionstagen "gesund" & mobil im Alter"
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja, welche?: 
Übertragung in andere Kölner Stadtteile, Übernahme der Idee/Konzept in andere Städte/Gemeinden, Organisationen,

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
"gesund & mobil - fit für 100"
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 15 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Um die Gesundheit im Alter zu unterstützen, hat das Gesundheitsamt Köln mit dem Institut für Bewegungs- und Sportgerontologie der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) das Projekt "gesund & mobil – fit für 100" entwickelt.
Gemeinsam wurde ein effektives Bewegungsangebot für Kölner Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahre als kontinuierliches, niederschwelliges, und kostengünstiges Angebot wohnortnah in die örtlichen Strukturen integriert und implementiert. Es steigert gezielt die Kraft- und Gleichgewichtsfähigkeiten, fördert die Gedächtnisleistung und stärkt die Aufmerksamkeit und Konzentration um auf diese Weise Stürze zu verhindern.
Zweimal in der Woche wird das Programm in einer Gruppe mit max. 15 Teilnehmenden durchgeführt. Dadurch bleibt die Muskulatur nicht nur erhalten, sondern sie wird auch wieder aufgebaut. Eine Trainingseinheit dauert ca. 60 Minuten. Zu Beginn jedes Trainings werden anspruchsvolle und abwechslungsreiche Koordinations- und Gleichgewichtsübungen zur Geh- und Stehfähigkeit durchgeführt.
Da die Trainingsintensität auf die Fähigkeit jedes Einzelnen abgestimmt wird, die Teilnehmenden trotz Gruppentraining individuell betreut werden, nehmen auch Personen mit Einschränkungen (z.B. gehbehindert, leichte Demenz) daran teil. Alle Übungsleitungen sind durch die Deutsche Sporthochschule qualifiziert und zertifiziert. Durch die Teilnahmebeiträge, sie liegen zwischen 3 – 4 Euro/Std., tragen sich alle Gruppen selbständig.

Ziele des Projektes:

  • Stabilisierung bzw. Verbesserung der Alltagskompetenz und Lebensqualität,
  • Kraftaufbau und Sturzprophylaxe,
  • Wohnortnahes, kostengünstiges Angebot,
  • Soziale Kontakte fördern,
  • Zugang zu den Regelangeboten erleichtern, Hemmschwellen abbauen,
  • Eigenverantwortung und Gesundheitskompetenz erweitern.

Nach den Erfahrungen eines 5-monatigen Pilotprojektes im November 2010 mit zwei Trainingsgruppen im Gesundheitsamt Köln, konnte das Projekt erstmals in drei Kölner Stadtteile übertragen werden. Parallel zu der Pilotphase wurden und werden bis heute von der DSHS interessierte Personen aus den Berufsfeldern: Seniorenarbeit, Gesundheit, Sport, etc. zu "fit für 100"-Übungsleitungen ausgebildet, damit genügend qualifizierte Übungsleitungen in den Stadtteilen zur Verfügung stehen. Gleichzeitig werden Institutionen, Organisationen, Vereine, Verbände angesprochen, die sich als Träger einer "gesund & mobil – fit für 100"-Gruppe in den Stadtteilen am Projekt beteiligen möchten.

Rückmeldungen der Teilnehmenden und Übungsleitungen zeigten, dass positive Auswirkungen auf physischer und psycho-sozialer Ebene wahrgenommen wurden, wobei der Austausch untereinander und die Freude an der Bewegung im Vordergrund standen. Das Feedback der Teilnehmenden war durchgehend positiv. Das Angebot wird als eine besondere Leistung wahrgenommen: "Man fühlt sich angesprochen und ernstgenommen", "Mir fällt das Treppensteigen wieder leichter", "Ich habe neue, nette Leute kennengelernt", so einige Zitate von Teilnehmenden.
Inzwischen gibt es 20 Gruppen in 16 Kölner Stadtteilen mit insges. 300 Teilnehmer*innen und das Interesse nach weiterem Ausbau des Angebotes ist groß. Die Träger der Trainingsgruppen stammen aus sehr unterschiedlichen Bereichen: von Bürgerzentren, Kirchengemeinden, Krankenhäusern über SeniorenNetzwerke/-einrichtungen, bis zu Wohlfahrtsverbänden, Sportvereinen und Tanzschulen.

Die Informationen zu den einzelnen Gruppen sind in einer kostenlosen Informationsbroschüre zusammengefasst, die vom Gesundheitsamt immer aktualisiert und neu herausgegeben wird.
Unterstützt wird dieses Projekt von den Krankenkassen AOK, Barmer GEK, mhPlus Krankenkasse und Pronova BKK, ebenso wie durch das Auslegen der Broschüre, beispielsweise in Kölner Arztpraxen und Apotheken in den Stadtteilen, von Seiten des Apothekerverbandes und von ärztlicher Seite

Unter folgendem Link finden Sie die Broschüre:
http://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf53/gesund_und_mobil-fit_für_100.pdf

Einzelprojekts Nr. 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 

"Rundgang mit Tiefgang"
Stadtteilrundgänge

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 25 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Diese Idee soll ältere Menschen motivieren in die "Bewegung" - körperlich wie geistig - zu kommen. Dabei geht es nicht um Leistungssport, sondern um Spaß und Freude an der Bewegung. Der Rundgang ist in einer Broschüre zusammengefasst und kann selbstorganisiert allein, zu zweit, oder mit anderen gemeinsam unternommen werden.
Es müssen nicht immer weite Ausflüge in die Umgebung gemacht werden. In jedem Stadtteil gibt es etwas Neues zu entdecken, etwas Vergessenes wieder aufzufrischen, oder etwas Bekanntes zu vertiefen. Ein Spaziergang im Stadtteil zum Beispiel kann ein Anfang sein.
Es ist ein kostenloses, niederschwelliges und "zeitloses" Angebot. Niemand muss sich irgendwo anmelden, Zeitvorgaben, wann es losgeht, gibt es nicht. Der Start liegt gleich vor der Haustür, es gibt keine großen Anfahrtswege. Durch diese Rundgänge kommt nicht nur der Körper sondern auch der Geist "in Bewegung". Man geht mal mit einem anderen Blick durch seinen Stadtteil, man lernt neue Menschen kennen, man kommt mit anderen ins Gespräch und vieles mehr. Der Rundgang kann mit Freunden, Bekannten, Nachbarn, etc. oder auch alleine durchgeführt werden.

Die Stadtteilrundgänge sind handliche Broschüren, die über Sehenswürdigkeiten, Besonderheiten und Eigentümlichkeiten des Stadtteils informieren. In der Stadtteilkarte ist der Rundgang übersichtlich dargestellt und die Stationen, zu denen Informationen, Wissenswertes, Geschichten zusammengetragen wurden, sind in der Karte markiert.
Eine Besonderheit der Broschüre sind die Hinweise auf Pausen-und Sitzmöglichkeiten, Toilettenbenutzung und auf die Barrierefreiheit des Rundganges. Die Länge der Rundgänge ist auf max. 3000 m begrenzt (Dauer ca. 1 – 1 ½ Stunden Spaziergang je nach Gangart). Durch Anregung einiger NutzerInnen, gibt es in den neueren Rundgängen nun den Hinweis, welche Haltestelle (Bus/Bahn) in der Nähe ist, wenn man aus einem anderen Stadtteil anreist.

2008 wurde der erste "Rundgang mit Tiefgang" für einen Stadtteil vom Gesundheitsamt entwickelt und herausgegeben. Mit der Veröffentlichung dieses ersten Rundganges sollte das Interesse geweckt werden, dass Menschen, die Ideen für einen Rundgang in ihrem Stadtteil haben, aktiv werden, diese mit dem Gesundheitsamt gemeinsam zu realisieren.

Mittlerweile gibt es in fünf Stadtteilen einen "Rundgang mit Tiefgang" sowie ca. sechs Rundgänge im Entwurfsstadium. Das Gesundheitsamt griff die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger auf und unterstützt mit seinem Wissen und seiner Ausstattung die Herausgabe neuer Rundgänge.
Das Konzept ist je nach den Bedürfnissen, Möglichkeiten, Anforderungen und Ideen der Bürgerinnen und Bürger und des jeweiligen Stadtteils erweiterungs- und ausbaufähig. Es kann zu angeleiteten Führungen, zu größeren Touren, oder durch Einbeziehung z.B. von Fahrrädern und/oder des ÖPNV weiterentwickelt und ergänzt werden.
Durch die Entwicklung und Planung von neuen Rundgängen und der Auseinandersetzung mit dem eigenen Stadtteil, werden ältere Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Ressourcen eingebunden. Die Akteurinnen und Akteure entwickeln schon im Vorfeld des Rundganges eine geistige und soziale Aktivität, die das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärkt und zur sozialen Gesundheit beiträgt.
Die während des Rundganges von Seniorinnen/Senioren gemachten Erfahrungen, z.B. fehlende Bänke und Toiletten, Stolperfallen auf den Gehwegen, mangelnde Verkehrsanbindungen, zu großer Abstand der Haltestellen, etc.) wurden von ihnen in Form von schriftlichen Eingaben in verschiedene Gremien (Politik, Verwaltung, etc.), zur Verbesserung des Lebensumfeldes zugunsten einer für Seniorinnen und Senioren gesundheitsfördernden Mobilität eingebracht.

Entscheidende Voraussetzungen für den Erfolg des Konzeptes ist der kleinräumige, auf den Stadtteil/Sozialraum bezogene Ansatz, die Kooperation der verschiedenen Akteure/innen vor Ort, die Einbindung der vor Ort vorhandenen Strukturen, die Partizipation der Menschen / Organisationen in den Entstehungs- und Entscheidungsprozess sowie die Übertragbarkeit des Konzeptes auf andere Kommunen/Gemeinden.

2008 wurde das Angebot "Rundgang mit Tiefgang" in die Landesinitiative "Gesundes Land NRW" aufgenommen.

Unter folgendem Link finden Sie die Broschüren der Rundgänge:
http://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf53/rundgang_longerich.pdf

Einzelprojekts Nr. 3

D 30 Titel des Einzelprojekts Nr. 3: 
Flashmob "Generationen bewegen"
D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 33a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Beteiligung Demenz-Servicezentrum Köln
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 35 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Wir werden alle älter und wollen die längere Lebenserwartung natürlich am liebsten ohne Beschwerden und körperliche Einschränkungen genießen können. Um dies zu erreichen spielt Bewegung eine wichtige Rolle, denn Bewegung (körperliche + geistige) hat auf unsere Gesundheit eine enorme Auswirkung. Durch Bewegung wird die Muskelkraft aufgebaut, wird das Gleichgewicht geschult und die Aufmerksamkeit und Konzentration gestärkt. Studien haben gezeigt, dass gerade ältere Menschen häufig körperlich inaktiv sind. Dass Bewegung Spaß macht, gerade auch mit anderen Menschen zusammen, soll mit dem Flashmob "Generationen bewegen" demonstriert werden.
Da körperliche wie geistige Bewegung in jedem Alter von Bedeutung ist, wurde der Flashmob als eine generationsübergreifende Aktion konzipiert. Durch die Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen jeden Alters wurde die Gemeinsamkeit in der Bewegung deutlich.
"Je früher wir starten, je besser, aber – es ist nie zu spät!"

Gemeinsam mit dem Demenz-Servicezentrum Region Köln und das südliche Rheinland hat das Gesundheitsamt Köln den Flashmob "Generationen bewegen" entwickelt und im Juli 2011 und Juni 2015 in Kölns beliebter Fußgängerzone mit ca. 100 aktiven Personen und über 200 Zuschauern durchgeführt.

Zu einem festgelegten Zeitpunkt startete mit Musik eine Gruppe von Seniorinnen und Senioren mit einer vorher abgesprochenen Bewegung, die etwas zeitverzögert von weiteren Personen (Kinder/Jugendliche/jüngere Erwachsene) aufgegriffen wurde, bis der ganze Platz "in Bewegung" geriet. Es war durchaus erwünscht, dass unbeteiligte Passanten/innen zum Mitmachen angeregt wurden.
Der Flashmob dauerte max. 15 Minuten, danach wurde noch viel diskutiert und mit den eingeladenen Pressevertretern über Anlass und Sinn dieser Aktion gesprochen. Mit dieser unkonventionellen Art wollten wir die Öffentlichkeit motivieren, dem Thema "Gesundheit im Alter" mehr Aufmerksamkeit zu schenken und der Dringlichkeit auch im Alter "mobil" zu sein, Ausdruck verleihen.

Den Zuschauerinnen und Zuschauern, aber auch den Medienvertretern, ein anderes Bild vom Alter zu präsentieren, war ein wichtiges Anliegen dieser ungewöhnlichen Aktion. Das Alter nicht automatisch bedeutet, gebrechlich, krank, unglücklich, inaktiv oder zurückgezogen zu sein, dafür wurde ein öffentliches Zeichen gesetzt.

Ein Flashmob – wenn auch spontan durchgeführt – muss doch im Vorfeld gut geplant und vorbereitet sein. Aus diesem Grund wurden Seniorenorganisationen und Einzelpersonen angesprochen und über die Idee, den Sinn und die Art der Durchführung informiert. Da so viele Senior*innen von dieser Idee begeistert waren und unbedingt dabei sein wollten, musste anstatt eines geplanten Probetermins zur Vorbereitung drei Termine durchgeführt werden.

Mittlerweile hat der Flashmob "Generationen bewegen" auch schon begeisterte "Nachahmer" in anderen Städten gefunden: Oktober 2014, Gütersloh und September 2015, Warnemünde.

Unter folgendem Link können Sie sich von der Begeisterung und Freude aller Teilnehmenden des im Juni 2015 in Köln durchgeführten Flashmobs überzeugen:
http://www.wir-tanzen-wieder.de/flashmob-generationen-bewegen/verpasste-flashmobs/koeln-22-juni-2015/

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