Stadt Karlsruhe

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Stadt Karlsruhe
Typ
kreisfrei
Bundesland
Baden-Württemberg
Einreichende Dienststelle
Umwelt- und Arbeitsschutz
Name des Ansprechpartners
Norbert Hacker / Mechtild Bauer
Funktion des Ansprechpartners
Amtsleiter / Sachbearbeiterin Koordinationsstelle Kommunale Gesundheitsförderung
Straße/Postfach
Markgrafenstr. 14
Postleitzahl
76131
Ort
Karlsruhe
Telefon des Ansprechpartners
+49 721 133-3101
Telefax des Ansprechpartners
+49 721 133-3109
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

IN SCHWUNG Karlsruhe

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Gesamtkonzept "IN SCHWUNG Karlsruhe – Mehr Lebensqualität im Alter"

(Anlage 1)

IN SCHWUNG Karlsruhe ist ein präventives Gesundheitsprojekt für Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Im Mittelpunkt stehen speziell angepasste Bewegungsprogramme, Informationsveranstaltungen, Ernährungsberatung und Beratung zu alltäglichen Fragen des Älterwerdens. Speziell ausgebildete Übungsleiterinnen und –leiter  bieten Programme für "Fitte Mobile", "Neu- und Wiedereinsteigerin im Gesundheitssport", "Ältere mit eingeschränkter Mobilität" und "Hochbetagte". Zudem bietet das Projekt Programme für an Diabetes Erkrankte und Sturzgefährdete an. Die besondere Projektstruktur senkt Zugangsbarrieren. Kirchengemeinden, Vereine, Institutionen, Alteneinrichtungen, Altentreffs und die engagierte Bürgerschaft organisieren das Programm an Runden Tischen im  Quartier oder im Stadtteil und stellen die Räumlichkeiten zur Verfügung. Die Angebote sind offen, keine Anmeldung oder Mitgliedschaft erforderlich, nach sechs Wochen wird ein Unkostenbeitrag erhoben. Fachkompetenz und Profession werden durch einen Netzwerkbeirat gesichert.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation der Stadt Karlsruhe (u.a. Altersstruktur in der Kommune)

Altersstruktur Karlsruhe:  Anlage 2

Sport und Bewegung fördern und erhalten Beweglichkeit und Selbständigkeit älterer Menschen. Regelmäßige körperliche Aktivität ist einer der wichtigsten Faktoren, um den Erhalt und die Förderung von Gesundheit bis ins hohe Alter zu ermöglichen.

Diese Erkenntnisse sind die wissenschaftliche Grundlage konkreter Projekte der professionellen Akteure im städtischen Seniorenbüro und beim Schul– und Sportamt in Karlsruhe (siehe auch:
http://www.karlsruhe.de/b3/soziales/personengruppen/senioren,
http://www.karlsruhe.de/b3/freizeit/sport)

Leitgedanke dabei ist, die motorische und psychische Beweglichkeit älterer Menschen zu fördern und damit eine wesentliche Voraussetzung für ein selbstständiges Leben im eigenen Haushalt  zu geben.

Diese kommunale Aufgabe wird auch von der Arbeitsgruppe "Gesund älter werden" im Rahmen der Kommunalen Gesundheitskonferenz als Handlungsempfehlungen formuliert (siehe Anlage 3).

Bei der Umsetzung stellt seit vielen Jahren die Initiative "IN SCHWUNG Karlsruhe" eine wesentliche Säule dar. IN SCHWUNG hat sich aus dem Sportkreis Karlsruhe heraus entwickelt und bietet ein dezentrales, stadtteilbezogenes Bewegungsangebot für Seniorinnen und Senioren in Karlsruhe an.

Ausgangssituation von IN SCHWUNG

IN SCHWUNG startete 2005 mit einem Modellstadtteil. Anlass für das Projekt IN SCHWUNG war die demografische Entwicklung, und zwar dass im Jahr 2060 jeder dritte Bürger und jede dritte Bürgerin über 65 Jahre alt sein wird. Außerdem die Langzeitstudie der sportwissenschaftlichen Hochschule Karlsruhe, dass sich nur 15 bis 20 Prozent der älteren Menschen regelmäßig – mindestens 1 oder 2 mal pro Woche – bewegen, obwohl 77 Prozent der Befragten, wissen, dass Sport und Bewegung wichtig für Ihre Gesundheit ist.

Das war Ausgangspunkt für Diskussionen im organisierten Sport in Karlsruhe, welche neuen Wege seitens der Sportvereine gegangen werden können, um mehr ältere Bürgerinnen und Bürger für Gesundheitssport im Alter zu gewinnen.

Konzeption -  Ziele und Zielgruppen

IN SCHWUNG ist ein Gesundheits-Präventionsprojekt mit dem Ziel Selbstständigkeit und Wohlbefinden im Alter zu fördern.

Zielgruppen sind vor allem ältere Menschen, ab 50 Jahren, die den Weg zu den Bewegungsangeboten in den Sportvereinen und zu den vielfältigen Beratungsangeboten (städtisch und/oder soziale Trägerschaft) nicht gefunden haben.

IN SCHWUNG überwindet Zugangsbarrieren durch neue Strukturen und die Bildung neuer Netzwerke. IN SCHWUNG bündelt Fachkompetenz, Profession und Engagement auf zwei Ebenen: Ebene1 ist der Netzwerkbeirat, Ebene2 ist der jeweilige Stadtteil (initiiert über Runde Tische vor Ort). Die Ärzteschaft wird ebenfalls eingebunden.

Zentral ist die neue Angebotsstruktur: Zielgruppenorientiert (Fitte Mobile, Neu- und Wiedereinsteigerinnen im Gesundheitssport, Ältere mit eingeschränkter Mobilität und Hochbetagte).

Angebote: Offen, keine Mitgliedschaft erforderlich, aufsuchend (IN SCHWUNG findet dort statt, wo die Menschen leben, sich treffen), frei zugänglich (keine Anmeldung, keine Verpflichtung), neue Entgeltstrukturen (die ersten sechs Wochen sind frei, dann werden je nach Angebot 2,50 bis 4 € pro Übungseinheit erhoben, Quartiersorientierung. Die Übungsstätten für mobil Eingeschränkte und Hochbetagte sind barrierefrei zugängig.

Die Angebote von IN SCHWUNG sind den Lebenslagen der einzelnen Zielgruppen angepasst, beispielsweise Sitzgymnastik für mobil Eingeschränkte und Hochbetagte, Boule oder Kurzwanderungen für die noch fitten Seniorinnen und Senioren.

Die Übungsleitungen  sind speziell für Seniorensport ausgebildet. Das Übungsniveau richtet sich nach dem Potential der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Neue Kooperationen im Stadtteil: Einrichtungen wie Kirchengemeinden, Tagestreffs, Baugenossenschaften  stellen Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung, Sportvereine führen dort ihre Bewegungsangebote durch, die Info -Veranstaltungen finden auch dort statt.

IN SCHWUNG spricht auch spezielle Zielgruppen an: a) Diabetes mellitus Typ II-Erkrankte (in Karlsruhe gibt es ca. 25.000 Diabeteskranke. Bewegung und Aufklärung führen gerade bei dieser  Gruppe zu sehr guten Ergebnissen. Zu Beginn 2007 gab es in Karlsruhe keine speziellen Bewegungsangebote für Diabetiker/innen. – b) Sturzgefährdete: Ein Drittel der über 65-Jährigen stürzt mindestens einmal im Jahr, die Folgen sind teilweise dramatisch. IN SCHWUNG hat die Ausbildung von sportlichen Übungsleiterinnen und –leitern  für Sturzprävention (analog Ulmer Modell) in Kooperation mit dem Badischen Sportbund und dem Geriatrischen Zentrum Karlsruhe realisiert; damit wurden zum ersten Mal Übungsleitungen  aus Sportvereinen für Sturzprävention ausgebildet.

Der Informations- und Beratungsblock von IN SCHWUNG (v.a. durchgeführt von der Ärzteschaft des Geriatrischen Zentrums und der Liga der Freien Wohlfahrtspflege) nutzt die neu entstandenen Kooperationen im Stadtteil. Die Themen kreisen um wichtige Fragen der Gesundheit und des Alltags im Alter (Ernährung, altersangepasste Wohnungsgestaltung, Vorsorgeplanung bis hin zur Freizeitgestaltung).

In Bezug auf Freizeitgestaltung wird auch angeboten: PC-Einsteiger-Kurse, Umgang mit Internet, Handy-Kurse, auch in Form von "Junge helfen Älteren".

Vorgehen und Umsetzung

Es wurden zwei Netzwerke geschaffen, das Trägernetz zur Sicherung von Professionalität und Qualität und der Runde Tisch auf Stadteilebene, auf dem lokale Akteure das Programm jährlich zusammenstellen und  die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung stellen.

Das Trägernetzwerk besteht aus:

Liga der Freien Wohlfahrtspflege (Seniorenfachberatungsstellen), -  Medizinischer Bereich: Ärzteschaft, Geriatrisches Zentrum Karlsruhe, Hausärzte, Fachärzte - Stadt Karlsruhe (Seniorenbüro  und Seniorenrat, Schul- und Sportamt) - AOK- Mittlerer Oberrhein, (fachliche Unterstützung) - Sportkreis Karlsruhe als Vertretung der Sportvereine. Das Trägernetz ist das Lenkungsgremium und sichert die fachliche und medizinische Qualität der Angebote von IN SCHWUNG.

Netzwerke auf Stadtteilebene  - Runde Tische:

Der Runde Tisch besteht aus: Soziale Organisationen, im Stadtteil,  Verbände und Vereine, die in der Altenhilfe, bzw. in der Altenarbeit tätig sind (Altentreffs, Alten- und Pflegeheime), Bürgerschaftliche Vereine und Organisationen des Bürgerschaftlichen Engagements, Kirchengemeinden, Sportvereine, Selbsthilfegruppen, Bürgerzentren, Ärzteschaft

Die Aufgaben des Runden Tisch sind: Bestandsaufnahme im Stadtteil, Sammeln von Projektideen und (neuen) Kooperationsmöglichkeiten, Vereinbarungen über Projekte, Begleitung der Entwicklung im Stadtteil, Erstellung eines Angebot-Programms über ein Jahr.

Ergebnisse und Erreichtes

Projektstand Juli 2015

  • Teilnehmende der Bewegungsangebote – über 2.000
  • 142 neue Bewegungs-Projekte in  16 Karlsruher Stadtteilen

Altersstruktur:

  • 30 Prozent zwischen 50 und 65 Jahre
  • 50 Prozent zwischen 65 und 75 Jahre
  • 20 Prozent ab 75 Jahre

 

  • Infoveranstaltungen – ca. 180 – pro Veranstaltung zwischen 25 und 30 Teilnehmende
  • Organisation von Stadtteil übernommen: 6 Stadtteile
  • Sturzprävention: Weiterbildung von 200 Übungsleiterinnen und -leiter
  • Sturzprävention: 30 Projekte in 16 Stadtteilen
  • Diabetes: 8 Reha-Projekte und 17 Präventionsangebote
  • Derzeit 8 PC- und Internetkurse
  • in sechs Stadtteilen haben die Netzwerke die selbständige Organisation der Angebote übernommen
  • die ersten beiden Stadtteile (Durlach und Neureut) sind seit zehn Jahren dabei

Bitte erläutern Sie auch, inwieweit die Bewertungskriterien des Wettbewerbs erfüllt sind (vgl. Merkblatt, Ziffer 5)

Zielerreichung:

  • Die Netzwerkstrukturen haben sich bewährt, IN SCHWUNG ist ein Teil des Stadtteillebens geworden.
  •  Die Stadtteilangebote sind durchweg gelungen und laufen weiter
  • Sehr geringe Fluktuation der Teilnehmenden
  • Der sukzessive Aufbau der Zielgruppen-Module ist gelungen
  •  Die Veranstaltungsreihen haben ihre komplettierende Funktion sehr gut erfüllt und schaffen Brückenfunktion zu den Bewegungsangeboten
  •  Die Öffentlichkeitsarbeit (Presse/Stadtteilzeitungen, Flyer) aber auch Mundpropaganda haben die Angebote im Stadtteil bekannt gemacht
  •  Die Etablierung der Sportvereine auf dem neuen Terrain ist gelungen
  •  Das Geriatrische Zentrum Karlsruhe als Ausbildungsstätte für Übungsleitungen stellt die hohe Qualität der zielgruppenbezogenen Angebote sicher
  •  Die Zusammenarbeit der Akteure auf Stadtteilebene trägt zur Hebung der Aufmerksamkeit für die Belange älterer Menschen bei
  •  Die älteren Menschen sind sehr angetan bis begeistert – Teilnehmende von 50 bis über 90 Jahren

Nachhaltigkeit:

  • Stadtteilorientierung
  •  Durch die runden Tische entstehen stabile Kooperationen
  •  Die Angebote finden im nahen Wohnumfeld statt (Quartier)
  •  Niedrige Zugangsschwellen – keine Mitgliedschaft
  •  lebensnahe Bewegungsangebote (Wandern, Radfahren, Boule)
  •  Neue Zielgruppe der Hochbetagten sind etwa 20 Prozent der Teilnehmenden
  •  Durch die Vorträge werden Interessierte und Teilnehmende gewonnen
  •  Durch Qualifizierung der Übungsleitungen in Sturzprävention wurde ein neues Angebotsprofil geschaffen, das sich auch in den Sportvereinen etabliert hat
  •  Nach Anfangsphase durch IN SCHWUNG übernehmen viele Stadtteile die Organisation der Runden Tische selbst
  • Geschäftsführung über Finanzmittel der Stadt Karlsruhe gesichert

Weitere Kriterien, die erfüllt wurden:

Wohnortnahe Infrastruktur:

Runder Tisch im Stadtteil (siehe oben), die Angebote von IN SCHWUNG sind aufsuchend, die Projekte finden im Stadtteil und im Quartier statt, wohnortnah, in Seniorentagestreffs, in betreutem Wohnen, in Bürgerhäusern, in Pflegeheimen, Gemeinschaftsräume von Mieterorganisationen, Kirchenräumen und Angebote in Parks und Grünanlagen (Boule, Tai Chi und weitere)

Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen:

Dazu bietet IN SCHWUNG sein Programm "Älter werden selbst gestalten" an (siehe oben)

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Übungsleitungen, die Weiterqualifizierung "Kraft und Balance" zur Sturzprävention absolviert haben
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 24a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Ausbildung "Kraft und Balance" zur Sturzprävention in Kooperation mit dem Badischen Sportbund, Ausbildung "Demenz" in Kooperation mit dem Rehabilitations- und Behindertensportverband
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere
C 29a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Sportverbände zur Ausbildung

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Koodinationsstelle Kommunale Gesundheitsförderung beim Umwelt- und Arbeitsschutz
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Geriatrisches Zentrum Karlsruhe
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 32a Wenn ja, welche?: 
Partnerschaftsvereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern des Netzwerkbeirates, siehe Anlage 4
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
Ulmer Modell zur Sturzprävention
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja, welche?: 
Sturzprävention / Diabetes-Angebote durch Sportvereine, Netzwerkstruktur in Stadtteilen, aufsuchende Bewegungsangebote und andere

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Bewegungsprogramm für Diabetiker Typ II
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 15 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Diabetes ist eine der großen Zivilisationskrankheiten, in Karlsruhe gibt es ca. 25.000 Diabetes-Erkrankte. Ursachen sind meistens falsche Ernährung und zu wenig Bewegung. Bewegung kann hier viel in der Prävention bei Bluthochdruck und Schlaganfallgefährdung usw. leisten.

Beim Start von IN SCHWUNG gab es in Karlsruhe keine speziellen Bewegungsangebote für Diabetes-Kranke.

Aufbau von reinen Diabetes mellitus Typ II- Bewegungsgruppen

Dies deshalb, weil diese Zielgruppe spezielle Bedürfnisse (beispielsweise Möglichkeiten zur Zuckermessung während der Übungseinheiten, Möglichkeit der Nahrungsaufnahme während der Übungseinheiten) hat, die unbedingt berücksichtigt werden müssen.

Die Bewegungsarten sollten möglichst vielfältig sein (beispielsweise Gymnastik, Tanz, Schwimmen, Joggen, Walking)

Bewegungsangebote auf zwei Ebenen:

  1. Im Rehabilitationsbereich
  2. Im niederschwelligen präventiven Bereich

Haus- und Facharztpraxen werden in dieses Konzept eingebunden:

Diese Praxen werden über das Projekt IN SCHWUNG informiert

Sie bekommen dann jährlich einen Informations-Flyer mit dem von IN SCHWUNG initiierten Bewegungsprogramm für Diabetikerinnen und Diabetiker in Karlsruhe

Die Arztpraxen bauen diese Bewegungsangebote in ihre Diabetes-Beratung mit ein

Fachärztinnen und Fachärzte werden eingeladen, in Stadtteilen Vorträge über Diabetes und Diabetes-Prävention zu halten. 

Übungsleiterinnen und -leiter, die keine Reha-Ausbildung haben, werden für die Bewegungsangebote von IN SCHWUNG in Zusammenarbeit mit dem Städtischen Klinikum Karlsruhe speziell für das Umgehen mit Diabetikern weitergebildet, beispielsweise: wie erkenne ich Unterzuckerung bei Teilnehmenden, welche Hilfeleistungen sind dann erforderlich?

Einzelprojekts Nr. 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 

Kraft- und Balancetraining zur Sturzvorbeugung

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 25 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Die größte Unfallursache bei Älteren sind Stürze mit oft gravierenden Folgen. Vorbild für diese präventiv wirkende Maßnahme ist das an der Universität Ulm entwickelte Sturzpräventionsprogramm mit dem Schwerpunkt Kraft- und Balancetraining.

Ausgangsziel ist es dieses Kraft- und Balancetraining flächendeckend in den Stadtteilen und den Sportvereinen anzubieten, indem die Sturzprävention im ambulanten Bereich stadtteilorientiert , beispielsweise  im Betreuten Wohnen, in Tagestreffs, Altenheimen, Seniorenkreisen, in den Kirchengemeinden und in Sportvereinsstätten stattfindet. 

Grundvoraussetzung dafür ist eine Übungsleiterausbildung für Kraft- und Balancetraining zur Sturzvorbeugung analog dem Ulmer Modell. Diese Ausbildung wurde von IN SCHWUNG initiiert und wird vom Badischen Sportbund in Abstimmung mit dem Geriatrischen Zentrum Karlsruhe angeboten. Das Geriatrische Zentrum Karlsruhe (GZK) ist Ausbildungsstätte für das Kraft- und Balancetraining zur Sturzvorbeugung. Zudem hat der Badische Sportbund Nord das GZK in seine Ausbildungsstätten für sportliche Übungsleitungen aufgenommen

Teile des originären Sturzpräventionsprogramms können auch gezielt in Einrichtungen des Breitensports (Seniorensportgruppen in Vereinen) angewendet oder angeboten werden.

Es wurden bisher 200 Übungsleiterinnen und –leiter fortgebildet. In 16 Karlsruher Stadtteilen bietet IN SCHWUNG derzeit 30 Angebote „Kraft- und Balancetraining zur Sturzvorbeugung“ an. Mittlerweile haben viele Karlsruher Sportvereine dieses Sturzpräventionsangebot übernommen. Die AOK Karlsruhe stellt für dieses Übungsprogramm die Manschetten und Gewichte zur Verfügung.

Einzelprojekts Nr. 3

D 30 Titel des Einzelprojekts Nr. 3: 
Älter werden selbst gestalten
D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 33a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Eigenmittel der Wohlfahrtsverbände
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 35 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

IN SCHWUNG möchte einen Beitrag dazu leisten, dass ältere Menschen ihr Leben möglichst lange in Selbstständigkeit verbringen können und sich dabei so gut wie möglich fühlen. Entsprechend diesem ganzheitlichen Ansatz ergänzt eine umfangreiche Informationsreihe zu Alltagsfragen älterer Menschen die Bewegungsangebote. Öffentliche Vorträge fungieren als Brücke zu individuellen Beratungs- und Unterstützungsdiensten der Wohlfahrtsverbände.

Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe: durch Information und Beratung erkennen, dass jede/r aktiv für sein Wohlergehen beim Älterwerden etwas tun kann und wo es Unterstützung dafür gibt, die sich jede/r leisten kann.

An den Runden Tischen im Stadtteil werden die Orte der Informationsveranstaltungen festgelegt. Fachkräfte der Wohlfahrtsverbände Paritätischer Wohlfahrtsverband, Caritasverband, Diakonie, des Geriatrischen Zentrums Karlsruhe und der Sportvereine referieren zu Themen aus den Bereichen:

Ernährung: altersangepasste Ernährung, Ernährung bei Diabetes und anderen Krankheitsbildern, Umgang mit Medikamenten

Wohnen: sichere und bequeme Wohnungseinrichtung, Stolperfallen erkennen und vermeiden, technische Hilfen und Beratungsangebote

Vorsorgeplanung: Rentenansprüche, Betreuungsrecht, Patientenverfügung bis hin zu Fragen erbrechtlicher Angelegenheiten

Freizeitgestaltung: viele Menschen suchen nach Abschluss ihres Berufslebens eine sinnvolle Beschäftigung; hier werden Beratung und Vermittlung zu Angeboten bürgerschaftlichen Engagements geleistet.

Das Konzept lässt die Kombination von Angeboten zu, beispielsweise eine Übungseinheit Sturzprävention aus dem Projekt Bewegung kombiniert mit einer Beratung zur Frage:" Wie kann man das Sturzrisiko in der Wohnung durch Umgestaltung verringern?". Dadurch wird die Hemmschwelle niedriger, Wohnungsveränderungen vorzunehmen.

Vermittlung von Einzelfallberatung an Fachberatungsstellen

Die kostenlosen Vorträge werden stadtteilorientiert angeboten und sind für alle gut erreichbar. Sie fungieren auch als Türöffner zu Einrichtungen und Diensten im Stadtteil. Altenhilfe und Gesundheitshilfe sind in Karlsruhe als traditionelle Kernbereiche der Wohlfahrtsverbände untereinander vernetzt.

Fachleute der Ligaverbände entwickeln und erproben Konzepte insbesondere zu neuen Wohnformen, zur Betreuung Demenzkranker und anderer. Die Verbände bringen ein umfangreiches Netzwerk aus Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen oder alltagsunterstützenden Diensten ein.

Aus diesem praktischen Erfahrungsschatz werden die Vortragsthemen je nach Bedarf aktualisiert und ergänzt. Aktuell sind im Angebot:

  • Mit Schwung gesund alt werden - Wissenswertes über Bewegung, Kraft und Muskelaufbau im Alter
  • Atem - die Lust am Leben
  • Fit im Alter - gesund essen, besser leben
  • Osteoporose
  • Stürzen - ich doch nicht! Sturzvorbeugung im Alter
  • In den Schuhen des anderen gehen - Mut im Umgang mit dementen Menschen
  • Gedächtnistraining - geistig fit im Alter
  • Vitalität und Lebensfreude im Alter - Wie wir altern und was uns jung hält
  • Wohnen im Alter - am liebsten zu Hause
  • Wohnen für Hilfe - Neue Wohnformen für Ältere
  • Finanzen im Griff - Tipps zur Haushaltsplanung
  • Patientenverfügung, Vollmacht, Betreuungsverfügung - Möglichkeiten individueller Vorsorge
  • Wenn`s alleine nicht mehr so richtig geht - Hilfsangebote für Senioren
  • PC-Kurs für Anfänger ohne Vorkenntnisse
  • Am liebsten bliebe ich liegen – vom Hindernis, sich zu bewegen
  • Ess- und Trinkprobleme aktiv angehen

E Anlagen