Stadt Hanau

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Stadt Hanau
Typ
kreisangehörig
Bundesland
Hessen
Einreichende Dienststelle
Fachbereich Stadtentwicklung | Stabsstelle Demografie
Name des Ansprechpartners
Lothar Hain
Funktion des Ansprechpartners
Leiter Stabsstelle Demografie
Straße/Postfach
Am Markt 14 – 18
Postleitzahl
63450
Ort
Hanau
Telefon des Ansprechpartners
+49 6181 295-354
Telefax des Ansprechpartners
-
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Wohlergehen, Gesundheit und Pflege

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

siehe Beschreibung des Wettbewerbsbeitrages

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

"Wohlergehen, Gesundheit und Pflege"

Die skizzierten konzeptionellen Überlegungen zu dem Themenbereich "Wohlergehen, Gesundheit und Pflege" wurden im Rahmen eines Stadtteilentwicklungsprozesses mit Bürgerinnen und Bürgern entwickelt.

Das Ziel der Überlegungen ist es, mit einer Vielzahl von Netzwerkpartnern ein strategisches Konzept zur nachhaltigen Sicherung einer demografiesensiblen, qualitativ hochwertigen medizinischen und pflegerischen Gesundheitsversorgung unter den Bedingungen einer alternden und schrumpfenden Bevölkerung zu entwerfen.

Die Basis für die Entwicklung praxisbezogener Lösungen ist die demografische Entwicklung sowie die gesundheitliche und pflegerische Versorgungsinfrastruktur in Hanau bzw. in den Stadtteilen von Hanau und der Region.

Gesundheitspolitik muss sich um die Frage drehen:

  • Welche Rahmenbedingungen müssen wir entlang des gesamten Lebenszyklus im System schaffen, damit wir möglichst alt werden, ohne durch Krankheit und Siechtum unnötig geplagt zu werden? [1]

Die möglichen, sich ergebenden, Entwicklungsziele müssen als ein "Paket" gesehen werden!

  • Ein zentrales Entwicklungsziel wird die Entwicklung eines neuen (gewerblichen) Schwerpunktes; hier: Zukunftsbranche "Wohlergehen, Gesundheit, Pflege & Co" für die Stadtteile von Hanau sein.
  • Damit (eng) verbunden ist die Frage des (innerörtlichen) Wohnens und auch Arbeitens in entsprechenden Praxen, Instituten und Einrichtungen der Wohlergehens-, Gesundheits- und Pflegebranche.

Wohlergehens- und Gesundheitsbranche meint hier medizinische und auch nicht-medizinische Angebote von der Apotheke über die Physiotherapie, das Sonnenstudio, dem Fitness Center, Sportangebote (der Vereine), Massagen und Salzgrotte und  …. bis hin zum Friseur, dem Beautyshop und dem Angebot entsprechender (Freizeit- / Sport-) Bekleidung sowie die Vermittlung von Angeboten (Kuren und Reisen); Aktionen der Krankenkassen u.a..              

  • Dazu gehört dann der entsprechende innerörtliche und überregionale öffentliche Nahverkehr, das gastronomische Angebot, event. auch Übernachtungsangebote, die Aufenthaltsqualität des privaten (Stichwort: Gartenwirtschaft) und öffentlichen Raums (Stichwort: Verkehrsberuhigung).
  • Touristische Angebote, die Pflege der Festkultur und die Veranstaltungen der Vereine sind ein unverzichtbarer Bestandteil eines wie auch immer zu gestaltenden Entwicklungsweges.
  • Ebenso darf, ja muss, auf die Entwicklung der Stadtteile als Teile der Stadt Hanau mit ihrer neuen Innenstadt und den überregionalen Aspekten (Grimm-Festspiele) hingewiesen; geworben werden.
  • Ungeachtet dessen muss das Ziel sein, einen Imageträger für die Entwicklung zu kreieren.

Übergeordnete Grundlagen sind:

  • Stadtplanungsamt: Leitbild der Stadtentwicklung Hanau 1998
  • Seniorenbüro der Stadt Hanau: Altenhilfeplan für die Stadt Hanau (Fakten – Analysen – Empfehlungen) 1999
  • Fachstelle Sport: Sportentwicklungsplan Hanau 2008

Im Leitbild der Stadtentwicklung wird u.a. ausgeführt, dass die Schwerpunkte der Grün- und Freiflächenplanung in Hanau neben der Erhaltung der offenen Landschaft auf der "Förderung und Entwicklung des innerstädtischen Grüns" liegt.

Beispiel: Bürgerpark Hochgericht (Stadtteil Kesselstadt/Weststadt)

Neuer Bürgerpark am Hochgericht [2]

Die Stadt Hanau investiert in den Park in der Weststadt rund drei Millionen Euro, verteilt auf sechs Jahre. Somit wird es auch einige Zeit dauern, bis das "Hochgericht" komplett fertiggestellt sein wird. Bis dahin werden auf dem insgesamt 120.000 Quadratmeter großen Areal auch Jogging- und Inliner-Wege, ein Naturlehrpfad, ein Dschungelspielplatz und eine Sandbank samt gestrandeter Mainschiffe entstehen, außerdem ein Marktplatz in der Mitte, auf dem die verschiedensten Aktionen stattfinden sollen. Viele Anwohner haben Ideen geliefert. Rund 180 Vorschläge unter einen Hut zu bringen, ist so einfach nicht. Dennoch ist das offensichtlich gelungen, und 70 Prozent der Ideen aus der Bürgerschaft werden auch umgesetzt. ….. Zum Auftakt soll das zukünftige "Spielband" gebaut werden. Dazu sollen Drehpilze, eine Wellenwiese, Riesenstühle, ein Kletternetz, eine Balancier-Scheibe und vieles andere gehören. Die Weststädtler sind ausdrücklich aufgerufen, tatkräftig mitzuarbeiten, so eine Mitteilung der Stadt.

Enorme Beteiligung der Anwohner

Die Gesamtplanung, so entschied eine Jury, liegt bei der "Forschungsstelle für Frei- und Spielraumgestaltung" aus Hohenahr-Altenkirchen. Dort war man außerordentlich erstaunt über die große Beteiligung der Menschen, für die der Park gebaut wird. Rund 500 Anwohner, darunter auch Kinder der Kinderburg West, hatten Vorschläge geliefert. Das, so die Planer, hätten sie in ihrer 18-jährigen Tätigkeit noch nie erlebt.

Die Stadt investiert in den Park rund drei Millionen Euro, verteilt auf sechs Jahre. Somit wird es auch einige Zeit dauern, bis das "Hochgericht" komplett fertiggestellt sein wird. Bis dahin werden auf dem insgesamt 120.000 Quadratmeter großen Areal auch Jogging- und Inliner-Wege, ein Naturlehrpfad, ein Dschungelspielplatz und eine Sandbank samt gestrandeter Mainschiffe entstehen, außerdem ein Marktplatz in der Mitte, auf dem die verschiedensten Aktionen stattfinden sollen.

Die Lebenszufriedenheit im Alter, so die Ausführungen der Altenhilfeplans für die Stadt Hanau, hängt in hohem Maße von der sozialen Einbettung ab. Soziale Kontakte, Kommunikaltion und begegnung, Zusammensein und Gemeinschaft, Aktivität und Engagement sind notwendig für ein selbständiges und erfülltes Leben im Alter, …. Dazu bedarf es entsprechender Angebote, u.a. auch zur Erhaltung der Mobilität. "Die Veranstaltungen, Maßnahmen u.a. müssen Aktivitäten der älteren Menschen fordern und Kompetenzen fördern." Die Angebote zur Kommunikation, Begegnung und Gemeinschaft müssen, so heißt es weiter, ihren Ort im Wohnumfeld, im Stadtteil haben, damit sie mit den konkreten Lebensbedingungen der Menschen in einer Beziehung stehen. Aktionsformen müssen gefunden werden, die aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen aufgreifen und ggf. die zukünftig Alten miteinbeziehen.

Beispiel: Sicher mit Rad und Pedelec

Seniorenbüro startet neues Projekt "Sicher mit Rad und Pedelec" [3]

Das Fahren mit Pedelecs (Fahrräder mit Elektro-Unterstützung) erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Deshalb startet das Hanauer Seniorenbüro ein gestaffeltes Präventionsprojekt, damit die Nutzerinnen und Nutzer  sicher ans Ziel kommen. Die ehrenamtlichen Tourenleiterinnen und Tourenleiter - unterstützt durch die Hanauer Polizei und Fahrradhändler - sorgen für eine hohe Qualität der Kurse. In verschiedene Module unterteilt, starten im Februar die Pannenkurse. Danach folgt in den Osterferien ein Sicherheits- und Geschicklichkeitskurs. Weitere sind in Planung.

Am Donnerstag, 26. Februar, 10 Uhr, erklären erfahrene Fachleute in den Räumen von VeloZeit (Nordstraße 86)  verschiedene  Pedelec-Modelle und leiten anschließend die bis zu neun Teilnehmer beim Üben "kleinerer Reparaturen" an deren eigenen Pedelecs an. Ein zweiter Kurs mit gleichem Inhalt findet am Mittwoch, 18. März, 10 Uhr, bei Fahrrad-Landau ( Kurt-Blaum-Platz 2) statt.

Der in den Osterferien vorgesehene Kurs  drei bis vierstündige Kurs steht unter dem Thema "Sicherheit und Geschicklichkeit".  Termin und Ort werden noch bekanntgegeben.  Nach einem Vortrag über Verkehrsrecht und Unfallschwerpunkte durch einen Polizeibeamten werden in einem abgegrenzten Parcours Geschicklichkeit und besondere Situationen geübt. Dabei kann das eigene Fahrverhalten eingeordnet und optimiert werden.  Pedelecs werden im Verkehr von anderen Verkehrsteilnehmern oft falsch eingeschätzt; daher sollten sich die Benutzer/innen mit der Reaktion ihres Fahrzeugs in Grenzsituationen vertraut machen; denn sie haben bekanntlich keine Knautschzonen.

Die Sportentwicklungsplanung ist ein Teilbereich der Stadtentwicklung. Die Zukunft des Sports ist  - nicht nur aufgrund der demografischen Entwicklung – alles andere als eindimensional. Das Spannungsverhältnis ergibt sich aus der Entwicklung immer neuer sogenannter Trendsportarten auf der einen und den traditionellen Sportangeboten (der Vereine) auf der anderen Seite. Dazwischen gibt es eine Vielzahl von Angeboten, die sich an Zielgruppen wenden bzw. generationsübergreifend angeboten werden. Sport ist mehr als nur Gesunderhaltung, Sport ist heute "Lifestyle". "… Sport ist sowohl Spiegel, Zielbild wie auch zunehmend zentraler Inhalt unseres Lebens." [4] Sport adressiert sieben Bedürfnisse moderner Gesellschaften: Unterhaltung, Selbstdarstellung, Ausgleich, Gesunderhaltung, Selbsterweiterung, Identitätsbildung und "Thrill" (Lebenssinn).

Die sport- und bewegungsgerechte Stadt "soll als lebenswerter Ort gestaltet werden, als vernetzter Bewegungsraum, der für die Bürger aller Altersstufen in unterschiedlichen Lebensbereichen Gelegenheiten für körperliche Aktivitäten bietet. Eine an neuesten Erkenntnissen orientierte Sportentwicklungsplanung muss zum Ziel haben, ein engmaschiges und qualitativ hochwertiges Versorgungsnetz für Spiel- und Bewegungsaktivitäten aller Menschen auf- und auszubauen" (Wetterich, 2002, S. 14). [5]

Beispiel: Hanauer Aktivteam & Bewegungsparcours im Schlossgarten

Hanauer Aktivteam dient der Gesundheit und dem Miteinander

Das Hanauer Aktivteam, eine Gruppe aus sieben Frauen und Männern, verfolgt seit April 2012 ein gemeinsames Ziel: die Gesundheit und das soziale Miteinander von Hanauerinnen und Hanauern zu fördern. Die Gruppe bietet seit September 2012 verschiedene Aktionen an: Nordic Walking, Bewegungsparcours und Boule. Das Hanauer Aktivteam ist ein Modellprojekt des Landessportbundes Hessen, das in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Landesehrenamtsagentur sowie der Fachstelle Sport, der Freiwilligenagentur und dem Seniorenbüro der Stadt Hanau umgesetzt wird. Gefördert wird es von der Hessischen Landesregierung.

Land eröffnet Bewegungsparcours für Seniorinnen und Senioren [6]

  • Sozialminister Stefan Grüttner: "Gesunder Lebensstil gewinnt an Bedeutung – Prävention von Alterskrankheiten steht im Vordergrund"

Hanau. Die Hessische Landesregierung hat heute im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie zusammen mit der Stadt Hanau, dem Landessportbund, der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, der Hochschule Darmstadt sowie der Hochschule RheinMain als beteiligten Projektpartnern im Hanauer Schlossgarten einen Bewegungsparcours für Seniorinnen und Senioren eröffnet. "Bewegung ist ein wesentlicher Faktor zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit – und zwar in allen Lebenslagen. Vor allem vor dem Hintergrund der zunehmenden Alterung der Bevölkerung gewinnt ein gesunder Lebensstil von klein auf immer mehr an Bedeutung. Wer möglichst lange aktiv und selbstständig lebt und am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch länger körperlich und seelisch gesund bleiben. Deswegen freue ich mich, heute diesen Bewegungsparcours der Öffentlichkeit übergeben zu können", sagte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner heute in Hanau.

Hanau freue sich, Pilotstadt für das neuartige Bewegungsprogramm zu sein, erklärte Claus Kaminsky, Oberbürgermeister der Stadt Hanau: "Dieses niederschwellige und durchaus spielerische Angebot für Menschen, die nicht sportlich aktiv sind, passt gut zu unseren Bemühungen, in einer Gesellschaft langen Lebens die Interessen älterer Menschen auch und gerade bei der Gesundheitsprävention in den Blickpunkt zu rücken."

Der Landessportbund Hessen begrüßt die Einrichtung von Bewegungsparcours für ältere Menschen in öffentlich gut zugänglichen Parkanlagen als Erweiterung von Infrastrukturen für Sport- und Bewegungsangebote. "Sie können eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Vereinsangebote sein, insbesondere wenn eine Beratung und Einführung zur Nutzung der Geräte stattfindet", unterstrich Dr. Susanne Lapp, Vizepräsidentin des Landessportbundes. "Daher werden wir gemeinsam mit dem Sportkreis Hanau und den örtlichen Sportvereinen Sorge dafür tragen, dass zeitweise Bewegungsberater für die Bewegungsparcours zur Verfügung stehen. Die Vereine werden wir anregen, die neue Sportstätte kreativ zu nutzen und in ihre Organisationsstruktur einzubinden."

Hanau ist neben Darmstadt eine der beiden hessischen Pilotstädte, in denen das Hessische Sozialministerium je einen Bewegungsparcours für ältere Menschen zur Verfügung stellt. In einer ersten dreimonatigen Testphase erproben 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter wissenschaftlicher Anleitung und Auswertung den Bewegungsparcours. Für die wissenschaftliche Begleitung zuständig sind die Hochschule Darmstadt, die Abteilung Sportmedizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt sowie die Hochschule RheinMain.

"Die in einem Vierteljahr erzielbaren Effekte objektiv zu messen ist wissenschaftlich und gesundheitspolitisch von hoher Bedeutung und wird dazu beitragen, attraktive Bewegungsangebote für ältere Menschen zu etablieren und den Einstieg in ein körperlich aktives und damit gesünderes Alltagsverhalten zu erleichtern," betont Prof. Dr. Lutz Vogt von der Abteilung Sportmedizin der Goethe Universität Frankfurt am Main.

"Über die psychologischen Wechselwirkungen werden die Lebensqualität und die Lebensfreude der Teilnehmer und Teilnehmerinnen gefördert, dauerhaft angeregt und stabilisiert. Wissenschaftliche Erkenntnisse weisen darauf hin, dass als Folge von sportlicher Aktivität eine Verminderung von Ängsten und Depression, eine erhöhte Stresstoleranz, eine Verbesserung der Grundstimmung und eine grundsätzlich höhere Zufriedenheit erreicht werden kann. Auch die soziale Dimension spielt bei diesem Prozess eine erhebliche Rolle. Der Bewegungsparcours bietet die Chance, sich bei Sport und Bewegung zu begegnen und der sozialen Isolation, Ausgrenzung und Stigmatisierung im Alter die rote Karte zu zeigen", unterstrich Prof. Dr. Volker Beck, vom Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt.

Ziel des Parcours ist es, Seniorinnen und Senioren zur gesundheitsfördernden Bewegung an der frischen Luft zu motivieren. Das Konzept kommt aus Asien und ist inzwischen auch in Portugal und an einigen Standorten in Deutschland umgesetzt worden. Die Prävention vor Alterskrankheiten wie Herzinfarkt und Diabetes steht bei einem solchen Bewegungsangebot im Vordergrund. Jeder Fünfte (insgesamt 1,2 Millionen Menschen) in Hessen ist mittlerweile über 65, mit steigender Tendenz. Die Erkrankungshäufigkeit an Diabetes-Typ-2, der erworbenen oder Altersdiabetes, steigt deutlich mit dem Lebensalter, kann aber durch gezielte Präventionsprogramme mit Fokus auf Bewegung und Ernährung verhindert werden. Unter den 70-Jährigen in Hessen leidet heute ungefähr jeder Fünfte an Diabetes. Bei den 75- bis 80-Jährigen steigt der Anteil auf 25 Prozent. Diabetes-Typ-2 ist dadurch eine der wichtigen und in ihren Konsequenzen teuersten chronischen Erkrankungen in Hessen.

"Gesundheitliche Prävention ist eine der wichtigen gesellschaftspolitischen Querschnittsaufgaben, die viele einzelne Politikbereiche betrifft, vernetzt und aufeinander abgestimmte Konzepte erfordert", betonte Sozialminister Grüttner. Aus diesem Grund habe die Hessische Landesregierung im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie das Gesundheitsförderprogramm "GesundLeben – GesundBleiben" aufgelegt. Es soll die Prävention in den verschiedenen Lebensphasen durch Projekte und Programme fördern. Die Bewegungsparcours für ältere Menschen sind ein Baustein in diesem Maßnahmenbündel.

Handlungspläne und Programme für das aktive Altern [7]

Die Berücksichtigung der Anliegen des aktiven Alterns bei der Entwicklung von Handlungsplänen und Programmen kann viel dazu beitragen, die mit dem Älterwerden von Einzelpersonen und Populationen insgesamt verbundenen Probleme zu lösen. Wenn das aktive Altern von der Arbeitsmarktpolitik, von der Beschäftigungspolitik, von der Schul- und der Sozialpolitik entsprechend berücksichtigt wird, so kann dies:

  • zu einer Verringerung vorzeitiger Todesfälle von Personen, die sich in den produktivsten Lebensstadien befinden, führen, sowie
  • zur Abnahme der Anzahl von Behinderungen, die mit chronischen Erkrankungen im Alter einhergehen;
  • zur Zunahme der Zahl jener Menschen, die auch noch im Alter über eine gute Lebensqualität verfügen;
  • sowie zur Zunahme der Zahl jener älteren Menschen, die aktiv am sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Leben der Gesellschaft teilnehmen, und in ihrer häuslichen, familiären und sozialen Umgebung in bezahlten und unbezahlten Positionen eine wichtige Rolle spielen; und schließlich
  • zu einer Verringerung der Kosten für medizinische Behandlung und Pflege.

[1] Quelle: Erik Händeler und Christian Rauch: Silberne Revolution, Gesundheit, Arbeit, Märkte in der Alterskultur; Zukunfts:Institut, 2008

[2] Hanau Post; 31. Oktober 2009

[4] "Sportivity – Sport als Modell postmoderner Gesellschaften; :zukunfts|institut

[5] Sportentwicklungsplanung Hanau Abschlussbericht, Seite 13

[6] 01.06.2011 - Pressemitteilung

[7] Aktiv Altern | Rahmenbedingungen und Vorschläge für politisches Handeln (Weltgesundheitsorganisation 2002)

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Einrichtung eines Bewegungsparcours
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 15 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Die Stadt Hanau hat in einem Projekt zusammen mit der Hessischen Landesregierung, dem Landessportbund, der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, der Hochschule Darmstadt sowie der Hochschule RheinMain als beteiligten Projektpartnern im Hanauer Schlossgarten einen Bewegungsparcours für Seniorinnen und Senioren eröffnet.

Der Bewegungsparcours der Stadt Hanau wurde mit Geräten errichtet, der durch seine Gestaltung neugierig und bei seiner Nutzung viel Spaß macht und auch "bewegungsscheue" Menschen anspricht. Dieses niederschwellige Bewegungsangebot ist sehr gut geeignet für Menschen fortgeschrittenen Alters. Es war und ist ein wesentliches Ziel, dass der Bewegungsparcours nicht nur als eine angenehme Form der Bewegung wahrgenommen wird, sondern auch dazu dient, soziale Kontakte unter den Nutzern zu knüpfen.

Einen bedeutenden Erfolgsfaktor bildete in den ersten Jahren das öffentliche und für die Nutzer kostenfreie Angebot von Übungsstunden, die von fachkundigen Übungsleitern angeleitet werden. "Bewegungsneulinge" werden an die Nutzung der Geräte herangeführt. Es gab sehr viele verschiedene Rückmeldungen von Nutzern, die ihre anfängliche Unsicherheit – teilweise auch Angst – überwunden haben, immer selbstbewusster und sicherer wurden und dabei viel mit anderen Nutzern kommuniziert und gelacht haben. Die Übungsleiter haben einen "Eisbrechereffekt".  Zwischenzeitlich gibt es nicht mehr über die "Sommersaison" angeleitete Einheiten sondern nur noch phasenweise "Einsteigerkurse".  Die Geräte des Bewegungsparcours sind selbsterklärend und die Beschilderung hilft im einen oder anderen Fall. Der Parcours wird zwischenzeitlich von einer Vielzahl von Menschen ohne fachliche Begleitung angenommen.

Der ganz große Teil der Nutzer freute sich, dass es eine Bewegungsmöglichkeit im Freien und für jedermann gibt, die sie immer nutzen können, ohne in einen Verein eintreten oder einen Kurs belegen zu müssen. Dessen ungeachtet steht der Parcours auch Vereinen zur Verfügung, wenn sie dort vereinsgebundene Bewegungsangebote angehen möchten.

Da in der Nähe des Standortes auch eine große Schule liegt, wird der Parcours in den großen Pausen auch von den Schülern genutzt – dabei kommt es zu sehr schönen Begegnungen zwischen den Generationen.

Weitere Informationen sind dem Leitfaden für die Einrichtung von Bewegungsparcours des Hessischen Sozialministeriums - Bewegung für Gesundheit im Alter zu entnehmen.

Einzelprojekts Nr. 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 

Sicher mit Rad und Pedelec

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 25 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Seit über 25 Jahren veranstaltet das Hanauer Seniorenbüro unterschiedliche Touren, die unter dem Titel "Im Alter gut auf Achse" angeboten werden.

Die Angebote stammen ausschließlich von ehrenamtlichen Tourenleiterinnen und Tourenleitern. Es sind Tages- und Mehrtagestouren für Wanderer und Radfahrer,  Oma/Opa-Enkel-Touren, Stadt- und Museumsführungen, Bus und Motorradtouren. Unter dem Motto "Von Senioren, mit Senioren, für Senioren" werden auch  Ältere und weniger Bewegliche "mitgenommen".

Jährlich nehmen ca. 2000 Teilnehmer die überwiegend kostenfreien oder zum Selbstkostenpreis bereit gestellten Angebote wahr.

Es geht im Kern darum bestehende Beziehungen zu erhalten, sowie neue soziale Kontakte zu ermöglichen und die Mobilität der Senioren in allen Altersstufen zu trainieren. Die Erhaltung der Gesundheit und der individuellen körperlichen Kraft und Ausdauer soll ein langes selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

Unser Tourenangebot wird stetig weiterentwickelt, so auch im Fahrradsegment. Zum einen war eine starke Beteiligung von Pedelecs an den Radtouren zu verzeichnen. Die unterschiedlichen Ressourcen hinsichtlich Geschwindigkeit und Reichweite sorgten für Diskussionen, offenbarten aber auch Schwierigkeiten im Handling. Andererseits bietet das Pedelec eine neue Mobilitätsform, die mehr Aktivität vom PKW hin zum Zweirad erleichtert.

Daraus ist in 2015 die neue Projektreihe "Sicher mit Rad und Pedelec" entstanden.

Unterteilt in 4 Module werden Fahrtechnik und Handhabung, die Wartung und die Sicherheit im Straßenverkehr vermittelt und trainiert.

Ab Winterhalbjahr 2015/16 wird mit "Wasser-biking" eine Form des Krafttrainings imHallenbad angeboten und in jedem Frühjahr die seit 2000 beliebte Pedelec-Testwoche am Edersee weitergeführt.

In Planung befindlich ist ein spezielles Bewegungsangebot zur Verbesserung der Schulter- und Rumpfgürtelbeweglichkeit. Die Module sind attraktiv gestaltet um Senioren für die Nutzung ihres neuen Pedelecs im Alltag, also über die Freizeit hinaus, zu gewinnen.

Pedelecs bringen gegenüber dem Auto auf kurzen bis mittleren Strecken große Vorteile. Vermindert doch gerade die Benutzung des Autos schleichend das körperliche Leistungsvermögen und damit die Mobilität. Wir nutzen mit den Modulen den Trend zum Elektrorad. Wir bieten Interessierten nach dem Kauf eines Pedelecs ein Programm an und zeigen die Schwachstellen von Mensch und Material.

Kooperationspartner sind die Fahrradfachhändler in Hanau, die das Angebot sehr positiv aufgegriffen haben. Sehr kooperativ zeigt sich auch die zuständige Polizeidirektion Südost-Hessen durch die flexible Bereitstellung der Verkehrsschule.

Weitgehend geplant und begleitet wird das gesamte Projekt durch engagierte ehrenamtliche Tourenleiter des Hanauer Seniorenbüros.

Mehr dazu unter: http://www.hanau.de/mam/cms01/lih/gesellschaft/alter/angebot/fahrten_titel_2015_end_web_all.pdf

Einzelprojekts Nr. 3

D 30 Titel des Einzelprojekts Nr. 3: 
Bürgerpark Hochgericht
D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 35 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Die Weststadt entstand ab 1965 als neues Wohnquartier und ist geprägt durch eine Mischung aus Hochhäusern und Einfamilienhäusern. Heute wohnen in dem Gebiet ca. 10.000 Menschen aus vielen Nationen. Die Weststadt weist mit dem „Weststadtkreis“ eine seit rund zwei Jahrzehnten gewachsene bürgerschaftlichen Beteiligungsstruktur auf, in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren, insbesondere der Evangelischen Kirchengemeinde Kesselstadt. Seit vielen Jahren unterstützt die Stadt Hanau die Bemühungen, die Lebensverhältnisse zu verbessern. Seit 2006 fördert die Stadt Hanau dies mittels des Projektes „Soziale Stadtentwicklung Weststadt. Die Evangelische Kirchengemeinde Kesselstadt und die Stadt Hanau unterhalten gemeinsam das Weststadtbüro als Stadtteilbüro.

Da innerhalb des Wohngebietes Freiflächen fehlen, bot sich mit dem Erwerb der nördlich gelegenen landwirtschaftlichen Fläche durch die Stadt Hanau 2005 die Möglichkeit zur Neuanlage eines Parks. Wunsch sowohl seitens der Stadt Hanau als auch des Weststadtkreises war es, den neuen Parks mit den Bewohnern zu planen.

Daher wurde 2006 eine erste große und umfangreiche Bürgerbeteiligung mit den Altersgruppen Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren durchgeführt. Ziel des Verfahrens war es, die Wünsche der Bürger für die Gestaltung der Flächen zu erfragen, um so eine benutzerorientierte Planung erarbeiten zu können. Zunächst wurden die Vorstellungen der einzelnen Altersgruppen erkundet und dann in einem gemeinsamen Workshop ein grober Wunschplan erarbeitet. Dieser Wunschplan war Grundlage für mehrere Planungsbüros, eine Flächen- und Ablaufkonzeption für den Park zu erarbeiten. In der Jury zur Bewertung der verschiedenen Vorschläge waren gewählte Vertreter des Weststadtkreises als wahlberechtigte Mitglieder vertreten. Auf der Grundlage der Juryempfehlung wurde mit dem Büro Forschungsstelle für Frei- und Spielraumgestaltung der Park weiter geplant und weitere Beteiligungen zur vertiefenden Planung einzelner Teilbereiche und Mitmachbaustellen durchgeführt. Die Ergebnisse des Sportentwicklungsplanes wurden berücksichtigt.

Aus allen Altersgruppen kam der Wunsch insbesondere nach Bewegungsangeboten. Diese wurden bei der Umsetzung vorrangig berücksichtigt. Bislang sind drei Bauabschnitte mit einem Gesamtvolumen von über 1,6 Millionen Euro, inclusive Kosten für die Planung und für die Beteiligungen, realisiert, für einen weiteren Bauabschnitt liegen die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung und ein erster Planungsvorschlag vor. Gebaut wurden bislang eine Freisportanlage, drei Spielbereiche für Kinder sowie Teile der Erschließung. Die Freisportanlage umfasst eine große Spielwiese, ein kleines Ballspielfeld, ein Mini-Spielfeld, eine Streetball-Fläche, eine Basketballfläche, einen Skaterpark, einen Kuller/Schlittenhügel, wegebegleitende Fitnesselemente sowie Bänke, Podeste und Chillmatten. Für die Freisportanlage fanden eine Beteiligung für die Planung dieses Bauabschnittes, eine Bürgerbauaktion und eine Einweihungsfeier mit sehr hoher Beteiligung statt.

Die bereits umgesetzten Teilbereiche des Bürgerparks erfreuen sich einer sehr großen Beliebtheit und werden von allen Altersgruppen genutzt. Im Vordergrund stehen hierbei die Bewegungsangebote, die einen hohen Aufforderungscharakter für die Besucher des Bürgerparks Hochgericht aufweisen.

E Anlagen

Fotos