Stadt Eschborn (Main-Taunus-Kreis)

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Stadt Eschborn (Main-Taunus-Kreis)
Typ
kreisangehörig
Bundesland
Hessen
Einreichende Dienststelle
Magistrat der Stadt Eschborn, Fachbereich 4 Soziales, Kinder, Jugend und Senioren
Name des Ansprechpartners
Susanne Däbritz
Funktion des Ansprechpartners
Altenhilfeplanerin und Altenhilfekoordinatorin
Straße/Postfach
Rathausplatz 36
Postleitzahl
65760
Ort
Eschborn
Telefon des Ansprechpartners
+ 49 6196 490-320
Telefax des Ansprechpartners
+ 49 6196 490-422
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Bewegendes Eschborn - Senioren in Bewegung

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Der hier eingereichte Wettbewerbsbeitrag richtet sich schwerpunktmäßig an mobilitäts- und anderweitig eingeschränkte SeniorInnen ab 65 Jahre. Bewegung und damit gesellschaftliche Teilhabe, auch für SeniorInnen mit vielfältigen Einschränkungen zu ermöglichen ist Ziel der verschiedenen Anstrengungen. Die Stadt Eschborn sieht sich hier einerseits in der Rolle der Koordinatorin der Anbieter und Angebote; der inhaltlichen Begleitung, aber auch teilweise in der Rolle des Vorreiters.

Die Strategie ist, einerseits mit den Taxi-Scheinen und dem Behindertenfahrdienst die Menschen zu vorhandenen Angeboten zu bringen, und auf der anderen Seite Sportangebote dort anzusiedeln, wo mobilitätseingeschränkte SeniorInnen wohnen. Das Angebot "Wir Tanzen wieder" soll als inklusives Sportangebot Demenzkranke und gesunde SeniorInnen mit ihrem Können zusammenbringen und Freude bereiten.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation

Am 31.12.2011 lebten 21.335 Einwohner, davon 3.993 Personen (18,71%) über 65 Jahren in Eschborn. Von den 1.803 Menschen, die einen Schwerbehindertenausweis haben, sind 68% 60 Jahre und älter.

Eschborn hat eine ehrenamtliche Stadträtin, die für die Belange der SeniorInnen zuständig ist.

475 der Eschborner SeniorInnen wurden 2011 mehrmals bei der Senioren-Wohnberatung der Stadt Eschborn vorstellig oder von ihnen zu Hause aufgesucht. Der Schwerpunkt der Beratungen liegt naturgemäß bei den älteren und hochaltrigen SeniorInnen, so sind bei den über 90jährigen Einwohnern rund 70% regelmäßig mit den städtischen Seniorenberatern in Kontakt. Ein Ziel der Seniorenberatung ist häufig, die beratenen SeniorInnen, die bis dato oft sehr zurückgezogen leben, in ein bestehendes Gruppenangebot einzubinden.

Das Sachgebiet Senioren umfasst drei MitarbeiterInnen: Eine Stelle für die Altenhilfekoordination und Altenhilfeplanung, zwei MitarbeiterInnen für die Senioren- und Wohnberatung.

In den beiden Stadtteilen Eschborns werden zudem jeweils anteilig eine Mitarbeiterin für die Seniorenarbeit, insbesondere Angebote für Menschen mit Demenz, mit städtischen Zuschüssen gefördert.

Die Altenhilfeplanung in Eschborn ist als "Lernendes System" aufzufassen. Die städtischen Seniorenberater und das Seniorennetzwerk sowie die ehrenamtliche Seniorendezernentin und die Altenhilfeplanerin der Stadt Eschborn selbst, entwickeln Ideen und Angebote, spüren Lücken im System auf, recherchieren im Internet oder Fachzeitschriften und besuchen Fachtagungen, um Bedarfe und Optionen zu deren Deckung frühzeitig festzustellen, zu diskutieren und auf den Weg zu bringen. Dies ist auch der Grund, warum über den Altenhilfeplan der Stadt Eschborn hinaus wenig Energie in übergreifende Konzepterstellung investiert wird.

Seniorennetzwerk

Die Stadt Eschborn hat seit 2004 ein Seniorennetzwerk, es wurde zur Erstellung des 2. Altenhilfeplans der Stadt Eschborn 2004 gebildet. In diesem Netzwerk arbeiten Anbieter für Altenhilfe, gewerbliche und freigemeinnützige Organisationen, die MitarbeiterInnen der Senioren- und Wohnberatung der Stadt Eschborn sowie bürgerschaftlich engagierte Personen zusammen. Die Aufgabe ist es, Strukturen und Angebote zu entwickeln bzw. zu erhalten, die es SeniorInnen ermöglicht, selbstbestimmt mit und ohne Behinderungen, Pflegebedarfe und/oder Demenz gut leben zu können. Dazu gehört auch, die Menschen zu bewegen, aus dem Haus zu gehen und aktive Teilhabe zu ermöglichen.

Hauptaugenmerk wird auf die Bedarfe von SeniorInnen mit Einschränkungen gelegt, allerdings sind jüngere SeniorInnen als potenzielle "Ehrenamtler" ebenfalls im Fokus der Beteiligten.

Werden im Seniorennetzwerk "Lücken im System oder bei Angeboten" identifiziert, finden sich in der Regel bei den beteiligten Anbietern oder Organisationen immer jemand, der sie schließt. Die Altenhilfeplanerin der Stadt Eschborn koordiniert und leitet das Seniorennetzwerk und bringt ggf. entsprechende Vorlagen in die städtischen Gremien ein.

Fahrdienst für mobilitätseingeschränkte Menschen

Die Stadt Eschborn hat sich 2007 entschlossen, Menschen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung/Rollstuhlnutzern acht Fahrscheine im Monat zur freien Verfügung zu geben, rund 25 Eschborner nutzen dieses Angebot.

Bald stellte sich insbesondere in der Seniorenberatung der Stadt Eschborn heraus, dass Personen, die "nur" den Eintrag "G" in ihrem Schwerbehindertenausweis hatten, auch "Taxischeine" brauchen, um die zahlreichen Angebote, aber auch Läden und Ärzte, in Eschborn nutzen zu können. Dieses bundesweit einmalige Angebot für diese Zielgruppe wird mit rund 250 teilnehmenden Personen sehr gut angenommen. Sinn und Zweck dieses Fahrdienstes ist, die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zu verbessern.

Gruppenangebote

Insbesondere in der Altenarbeit sind Gruppenangebote, die teilweise aus der Einzelberatung entstanden, an vielen Orten der Stadt zu finden. Nicht immer sind sie explizit an SeniorInnen gerichtet, wie zum Beispiel die Wassergymnastik des "DRK Eschborn", aber nicht zuletzt aufgrund der Zeiten, in denen diese Angebote stattfinden, werden sie hauptsächlich von dieser Altersgruppe genutzt. Da die weit überwiegende Zahl der Gruppen unbefristet ist, führt dies zu stabilen Kontakten der Nutzer. Soziale Kontakte, die dauerhaft und regelmäßig sind, führen von den Initiatoren mitgedacht und mitgewollt auch zu sozialer "Kontrolle". "Warum ist denn Frau Maier heute nicht da, sie hatte sich gar nicht abgemeldet?", fragt eine Teilnehmerin und verkündet, dass sie auf dem Rückweg gleich mal vorbeischauen will, ob denn alles in Ordnung sei. Sie ist bewegt und das mögliche Schicksal lässt sie nicht unberührt. Die Inhalte der unterschiedlichen Gruppen müssen für die Besucher interessant sein, sonst ließen sie sich nicht dazu bewegen, hinzugehen. Aus Sicht der hauptamtlichen MitarbeiterInnen ist insbesondere wichtig, dass die SeniorInnen teilnehmen, die Eine die Andere "mitzieht".

Grenzen verschwimmen, und das ist gut so!

Zunehmend lösen sich starre inhaltliche Grenzen bei den Gruppenangeboten auf. In den Gruppenangeboten zur niedrigschwelligen Demenzbetreuung wird neben Kaffee und Kuchen, Gedächtnistraining, bekannten Gesellschaftsspielen, zunehmend auch gesungen, getanzt, Übungen aus der Seniorensitzgymnastik angeboten. Das Angebot "Wir Tanzen wieder", welches seit 10.03.2015 in der Eschborner Tanzschule Hurow stattfindet, richtet sich insbesondere an Menschen mit Demenz. Da diese monatlichen Tanznachmittage extrem viel Spaß machen, finden sich auch immer wieder jüngere SeniorInnen, die einfach nur tanzen wollen oder als Blinde die Ansagen zwischen den Tänzen und das Mehr an Achtsamkeit zu schätzen wissen. Das Tanzen wurde von den Beteiligten des Seniorennetzwerks als ein zukünftiges Angebot im Altenhilfeplan der Stadt Eschborn 2013 gewünscht und nun mitgetragen. SeniorInnen aus dem Eschborner Pflegeheim oder Gäste aus der Tagespflege werden gebracht und ehrenamtliche DemenzbetreuerInnen der Kirchengemeinden tanzen mit, achten aber auch auf ausreichendes Trinken.

Die TeilnehmerInnen der Wassergymnastik gehen in einer größeren Gruppe im Anschluss zum Mittagessen, diejenigen, die freitags beim ASB gemeinsam den stationären Mittagstisch einnehmen, gehen im Anschluss auf den Rathausplatz in die Eisdiele. In einer Eschborner Seniorenwohnanlage, wo die Stadt Eschborn seit 2007 auch ein Seniorenberatungsbüro unterhält, findet zweimal im Monat "ein Seniorenfrühstück" statt. Da die BewohnerInnen zwischenzeitlich selbst ein durchschnittliches Alter von 84,5 Jahren haben und vielfach selbst das Frühstücksangebot nur mit Hilfe eines Rollators benutzen können, wurde beim DRK Eschborn angefragt, ob nicht in diesem Raum ein Angebot der Seniorensitzgymnastik stattfinden kann. Inzwischen läuft die Gruppe seit fünf Jahren.

Gerade Sportgruppen/Angebote, die von den SeniorInnen schon mehrere Jahre genutzt werden, ermöglichen auch TeilnehmerInnen, die dement werden, noch länger daran teilzunehmen, da vielfach die erforderlichen Bewegungsabläufe gut eingeschliffen sind und daher regelgerecht abgerufen werden können.

Ergebnisse und Erreichtes

Mobilitätsangebote

Die zusätzlich zum Angebot des Main-Taunus-Kreises vergebenen "Taxi-Scheine" zur Benutzung beim ASB oder des örtlichen Taxi-Unternehmens ermöglichen insbesondere Personen ab 65 Jahren (beide Angebote zusammen 275 Teilnehmer), ihr Leben sehr viel selbständiger zu gestalten und zudem mehr sozial eingebunden zu sein, als es ohne dieses städtische Angebot möglich wäre. Auch für den Haushaltsentwurf 2016 der Stadt Eschborn sind die Mittel für diese Fahrdienste wieder beantragt.

Bewegungsangebote für Hochaltrige bzw. Demenzkranke

Die Gruppenangebote für die Senioren(Sitz)-gymnastik des DRK, die vor allem in den Räumen der Seniorenwohnanlage bzw. dem Nachbarschaftstreff der Stadt Eschborn stattfinden, werden wöchentlich von rund 45 SeniorInnen besucht. Ein Teil dieser Gruppenangebote wurde anfangs z. T. von der Stadt Eschborn subventioniert, mittlerweile tragen sich diese Gruppen durch die Teilnehmerbeiträge selbst.

"Wir tanzen wieder", der Fortbildungstag für das Tanzlehrer-Ehepaar und die Mitglieder des Seniorennetzwerkes und der ehrenamtlichen DemenzbetreuerInnen wurde durch den Förderverein der evangelischen Andreasgemeinde finanziert. Die Unterstützung der Stadt Eschborn ist insbesondere durch die regelmäßige Anwesenheit der Altenhilfekoordinatorin bei den monatlichen Tanznachmittagen und den Besuchen durch die politisch verantwortlichen Bürgermeister, Seniorendezernentin und der damit verbundenen Pressearbeit gegeben. Die Nachmittage selbst (30 bis 40 Teilnehmer, davon ca. 8 bis 9 BetreuerInnen, die nichts zahlen müssen) werden durch den Teilnahmebeitrag von 5,00 Euro finanziert. Da die Inhaber der Tanzschule voll hinter dem Projekt stehen, reicht ihnen eine schwarze Null aus, damit auch 2016 dieses Angebot weitergeführt wird.

Niedrigschwellige Demenzgruppen nach § 45b SGB XI

Die Betreuungsgruppen wurden auf Anregung der Stadt Eschborn bei den beiden Kirchengemeinden aufgebaut und sind entsprechend der Pflegeversicherung finanziert. Die Stadt engagiert sich einerseits über die Teilfinanzierung der leitenden KirchenmitarbeiterInnen und durch die Beteiligung von städtischen Mitarbei-terInnen bei der Ausbildung der ehrenamtlichen DemenzbetreuerInnen. Die Gruppen finden wöchentlich statt und haben zusammen ca. 16 bis 18 Teilnehmer. Die Finanzierung der Gruppen ist über die Pflegeversicherung und Mitteln des Main-Taunus-Kreises auf Dauer gesichert.

Aus der Demenzgruppe ist 2015 eine eigene "Bewegungsgruppe Auszeit" entstanden, hierfür müssen die Teilnehmer mit 50,00 Euro für acht Treffen einen recht hohen Beitrag leisten. Ob dieses Angebot weitergeführt wird, ist noch offen.

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 24a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Einbeziehung von Menschen mit Demenz in Angebote für ältere Menschen
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere
C 29a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Kirchengemeinden, DRK

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Seniorendezernentin/Altenhilfeplanerin
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Tanzschule, Taxiunternehmer
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 32a Wenn ja, welche?: 
Allerdings Vernetzung über regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen des Seniorennetzwerks. Die Teilnahme der Kirchengemeinden ist darüber hinaus über Fördervereinbarungen festgelegt.
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
Projekt "Wir tanzen wieder"
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja, welche?: 
"Wir tanzen wieder"

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Fahrdienste für mobilitätseingeschränkte Menschen
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 15 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Fahrservice für Rollstuhlnutzer in Eschborn

Im Oktober 2007 hat die Stadt Eschborn für Rollstuhlnutzer ohne eigenes Auto die Möglichkeit geschaffen, monatlich acht Fahrten mit dem ASB-Eschborn durchzuführen.

Die Fahrscheine ermöglichen den zwischen 15 und 25 Teilnehmern, in einem Umkreis von 35 Kilometern um Eschborn Ziele anzufahren. Bei Bedarf können auch Tragehilfen angefordert werden, um beispielsweise eine Wohnung im zweiten Stock zu erreichen. Eine Einkommensgrenze für den Erhalt der Fahrscheine besteht nicht. Dieses Angebot sollte und hat stark mobilitätseingeschränkte Personen, insbesondere SeniorInnen, in die Lage versetzt, selbstbestimmt ihre Wünsche nach gesellschaftlicher Teilhabe zu verwirklichen. Da 2006 keine Zahlen für die Stadt Eschborn vorlagen, wie viele Menschen Anspruch auf solche Fahrten haben würden, mussten sich die politischen Gremien und der Dienstleister an die Bedarfslage herantasten. Das Finanzvolumen für dieses Angebot liegt mittlerweile bei 55.000,00 Euro und hat sich somit um 150% erhöht.

Fahrservice für Menschen mit Eintrag „g“ in ihrem Schwerbehindertenausweis

Die Eschborner Senioren- und Wohnberatung erlebt in ihren Beratungen zunehmend die Problematik, dass SeniorInnen zwar stark gehbehindert waren, aber keine Möglichkeiten hatten, in den Genuss des Fahrdienstes zu kommen. Schon das Aufsuchen von Bushaltestellen in Eschborn stellte für viele eine unüberwindliche Hürde dar. Insbesondere kulturelle, gesellige oder informative Veranstaltungen und Angebote wurden nicht mehr wahrgenommen und Rückzugstendenzen verstärkt. Die Politik war offen für diese Problematik und stimmte dem Projekt von Taxi-Fahrscheinen für diese Zielgruppe zu, auch hier konnten vor Beginn keine Zahlen über den berechtigten Personenkreis beschafft werden. Auch diese Nutzer dürfen kein eigenes Auto auf sich zugelassen haben. Mittlerweile nehmen rund 250 Personen am Fahrdienst teil. Bis zu drei Fahrteilnehmer pro Taxi können innerhalb Eschborns und zu einzelnen festgelegten Zielen im Main-Taunus-Kreis achtmal im Monat für 1,50 Euro bzw. 2,50 Euro Fahrscheine nutzen. Das Finanzvolumen liegt mittlerweile bei 65.000,00 Euro pro Jahr.

Die Vereinbarungen mit dem Behindertenfahrdienst und dem Taxi-Unternehmen werden für zwei Jahre abgeschlossen und dann jeweils neu ausgeschrieben. Diese freiwillige Leistung der Stadt Eschborn ist allerdings immer an den jährlich beschlossenen Haushalt und den dort eingesetzten Haushaltsmitteln geknüpft. Wenn die Nutzerzahlen aufgrund des demografischen Wandels weiter steigen, kann es durchaus sein, dass zumindest an der Anzahl der monatlichen Fahrten Beschneidungen vorgenommen werden.

Einzelprojekts Nr. 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 

"Wir tanzen wieder"

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Eintrittsgelder
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 25 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Wir tanzen wieder!

Tanzen weckt bei den meisten Menschen glückliche Erinnerungen: an die Jugend, an die große Liebe, an fröhliche Feiern. So empfinden auch Menschen mit Demenz.

"Wir tanzen wieder!" ist eine bundesweite Initiative für Menschen mit und ohne Demenz in Tanzschulen. Spaß, Freude und Geselligkeit stehen im Vordergrund.

Träger der Initiative "Wir tanzen wieder!":
Pia Causa Köln GmbH,
eine Tochter der Alexianer Köln GmbH
Kölner Straße 64
51149 Köln
www.alexianer.de

Eschborn hat schon im Jahr 2010 versucht, das Projekt "Wir tanzen wieder" in Eschborn zu etablieren. Kontakte zu Stefan Kleinstück, Alexandrina Köln und der Eschborner Tanzschule Hurow waren hergestellt, die Werbung mit Anzeigen, Pressemitteilungen usw. erfolgte, aber es meldeten sich keine interessierten Tänzerinnen und Tänzer.

Es brauchte die Fokussierung auf das Thema Demenz, die Einrichtung niedrigschwelliger Betreuungsgruppen und damit verbunden die jetzt schon mehrjährig durchgeführten Schulungsgruppen für die ehrenamtlichen DemenzbetreuerInnen, die Ausweitung auf mittlerweile drei Gesprächskreise für pflegende Angehörige, ein erfolgreiches Theaterprojekt der evangelischen Andreasgemeinde zum Thema Demenz, einen Demenz-Infotag des Seniorennetzwerkes, um diesmal erfolgreich das Projekt "Wir tanzen wieder" in Eschborn implementieren zu können. Am 10. Februar 2015 fand in der Tanzschule die Multiplikatoren- und Tanzlehrer-Schulung durch Stefan Kleistück und Hans-Georg Stalling, ADTV-Tanzlehrer, in der Tanzschule Hurow statt. Zu den eingeladenen Multiplikatoren zählten auf der einen Seite MitarbeiterInnen von Eschborner Anbietern der Altenpflege/Tagespflege, Heim, Pflegedienste und 24-Stunden-Betreuungsanbieter und die ehrenamtlichen DemenzbetreuerInnen aus den kirchlichen Betreuungsgruppen der beiden Stadtteile Eschborns. Damit sollte bei den Einrichtungen ein tiefes Wissen um den Spaß und Freude, die dieses Angebot hervorbringt, vermittelt werden und dass sich der Aufwand lohnt, Tagesgäste, HeimbewohnerInnen oder ambulant gepflegte SeniorInnen zu der Tanzschule zu bringen. Die ehrenamtlichen BetreuerInnen sollten ebenfalls etwas über Spaß und Freude lernen, nämlich die, die sie selbst bei dieser Fortbildung hatten, aber auch ihre Rolle und Aufgabe bei den Tanznachmittagen. Keiner soll sitzenbleiben, alle werden zu Paar- oder Gruppentänzen animiert, mit zu tun. Die Balance lernen, die Teilnehmer durchaus zu fordern und zur Anstrengung zu locken, aber auch bei sichtbarer Erschöpfung auch auf ein kleines "Päuschen" zu dringen.

Mindestens in drei Tanznachmittagen waren jetzt auch schon Tanzlehrer von Tanzschulen aus nahgelegenen Gemeinden anwesend, um zu schauen, ob dieses Konzept auch etwas für sie ist. Die evangelische Andreasgemeinde hatte die Fortbildungskosten sowie die Kosten für die Erstellung der Plakate und Werbeflyer übernommen. Dieses Angebot hat gute Chancen, auch über 2015 hinaus weitergeführt zu werden, da die Tanzschule schon bei einer schwarzen Null für die Nachmittage (Eintritt 5,00 €, freier Eintritt für die DemenzbetreuerInnen) bereit ist, weiterzumachen. Zwischen 20 und 30 zahlende Gäste kommen zu dem Angebot. Da dieses Angebot bewusst nicht in Gemeindehäusern oder Gruppenräumen von Seniorenheimen angesiedelt ist, sondern in einer dafür vorgesehenen Tanzschule mit ihrem entsprechenden Ambiente, müssen sich die SeniorInnen, die daran teilnehmen, bewegen und dieses Angebot wird zudem auch interessant für tanzbegeisterte SeniorInnen, die sonst wenig Gelegenheit haben, Standardtänze zu ihren Liedern zu tanzen.

Einzelprojekts Nr. 3

D 30 Titel des Einzelprojekts Nr. 3: 
Gesundheitsangebote des Deutschen roten Kreuz
D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 33a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Kursgebühren, kostenfreie Nutzung städtischer Räume
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 35 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Gesundheitsangebote des Deutschen Roten Kreuzes

Die DRK - Ortsvereinigung Eschborn-Niederhöchstadt - hat ihren Schwerpunkt neben dem Blutspendendienst auf Gesundheitsangebote für SeniorInnen gelegt. Einzig die Herzsportgruppe ist ansonsten bei einem der zahlreichen anderen Sportvereine Eschborns angesiedelt. Wassergymnastik im Eschborner Schwimmbad und Seniorengymnastikgruppen waren der Anfang der Gesundheitsangebote. Auch in den Kirchengemeinden sind zudem noch weitere Sportangebote, beispielsweise Seniorenjoga, angesiedelt. Die BesucherInnen des Seniorenfrühstücks im Pavillon der Seniorenwohnanlage sind überwiegend hochaltrige Menschen (2012 lag das Durchschnittsalter der Mieter bei 84,5 Jahren), die Rollatorendichte, um zum Frühstück aus den verschiedenen Wohnblocks zu gelangen, ist auffällig. Die Altenhilfekoordinatorin fragte daher beim DRK an, ob sie nicht auch Seniorensitzgymnastik im Pavillon in ihr Angebot mit aufnehmen wollen. Mittlerweile besteht die Gruppe dort seit fünf Jahren. Die Teilnehmer zahlen zehn Stunden im voraus, zusammen 25,00 Euro, Fehlstunden müssen nicht bezahlt werden. Im seit 2013 bestehenden städtischen Nachbarschaftstreff in einem Wohngebiet aus den 70iger Jahren wurden gleich zwei Gruppen hintereinander mit Seniorensitzgymnastik installiert, da die Nachfrage von Beginn an groß war. Osteoporose und Wirbelsäulengymnastik werden neben Nordic-Walking zudem seit langem angeboten. Das jüngste Angebot des DRK ist der Seniorentanz, das den TeilnehmerInnen großen Spaß macht und immer wieder auch zu Aufführungen führt. Die Breite der Angebote des DRK ermöglicht auch, dass SeniorInnen, die an dem einen oder anderen Angebot nicht mehr teilnehmen können, andere für sie passende Angebote finden. An den Weihnachtfeiern und Ausflügen sind sie dann immer noch als aktive Sportler dabei, was für einige Personen sehr wichtig ist. Das DRK finanziert diese Angebote über die Teilnehmerbeiträge dauerhaft und bezahlt sowohl die Übungsleiter als auch deren Fortbildungen.

Die Stadt Eschborn beteiligt sich finanziell an diesen Angeboten insoweit, als sie keine Mieten für die Räumlichkeiten der Sportangebote verlangt und sich auch anteilig an dem Bau und Ausstattung der DRK eigenen Räumlichkeiten beteiligt hat.

E Anlagen