Stadt Erlangen

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Stadt Erlangen
Typ
kreisfrei
Bundesland
Bayern
Einreichende Dienststelle
Sportamt Erlangen (Ref. I / Amt 52)
Name des Ansprechpartners
Uta Barusel
Funktion des Ansprechpartners
Koordinatorin des GESTALT-kompakt Projektes
Straße/Postfach
Fahrstr. 18
Postleitzahl
91054
Ort
Erlangen
Telefon des Ansprechpartners
+49 9131 861718
Telefax des Ansprechpartners
+49 9131 2587
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

GESTALT-kompakt – Ganzheitliches Bewegungsprogramm zur Prävention von Demenz

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Unsere Initiative zielt auf körperliche, geistige und soziale Aktivierung von älteren Menschen (60+) zur Prävention von Demenz. Das niederschwellige Angebot bringt sozial schwache, körperlich inaktive und isolierte ältere Menschen zusammen, steigert ihr Selbstwertgefühl und fördert nachhaltig ihre körperlich, geistige und seelische Gesundheit. Das Besondere an GESTALT-kompakt ist seine Vielfalt – inhaltlich wie kooperativ.

GESTALT-kompakt (=GEhen, Spielen, Tanzen Als Lebenslange Tätigkeiten) ist ein 12-wöchiges Bewegungsprogramm, das strukturiert Übungen, Spiele, Tänze, Ausflüge, Gedächtnistraining mit Geselligkeit und Theorie über Demenz und gesundheitsförderliches Bewegungsverhalten verbindet.

Dies passiert in systematischer Kooperation mit den Teilnehmer/innen, Präventions-anbietern, Sportvereinen, anderen Ämtern (wie Seniorenamt, Gesundheitsamt), Politik, Ärzten u.w., evidenzbasiert, wissenschaftlich entwickelt und betreut vom Institut für Sportwissenschaft und Sport der FAU Erlangen.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation

In den letzten Jahren ist Bewegung als eine mögliche Form der Prävention demenzieller Erkrankungen verstärkt diskutiert worden. Hierbei wurden Nachweise für die protektive Wirkung von Bewegung erbracht. Eine Reihe von wissenschaftlichen Studien zeigt, dass für Abbauprozesse des Gehirns ähnliches gilt, wie für den Abbau von Muskulatur: "use it or lose it".

Um die Gehirnfunktionen bis ins hohe Alter aufrecht zu erhalten und möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, müssen Menschen regelmäßig körperlich, geistig und sozial aktiv sein. Diese Aktivitäten verbessern die Gehirndurchblutung, ökonomisieren die Gehirnleistung und können sogar zu Nervenneubildung im Gehirn führen. Gleichzeitig werden weitere modifizierbare Risikofaktoren, die eine Demenz begünstigen wie z.B. Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, positiv beeinflusst. Basierend auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen wurde am Institut für Sportwissenschaft und Sport (ISS) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ein abwechslungsreiches Bewegungsprogramm entwickelt, mit dem Menschen ab 60 Jahren dabei unterstützt werden, vielseitige körperliche und geistige Aktivitäten (wieder-) aufzunehmen und langfristig beizubehalten.

Anlass

Demenzielle Erkrankungen sind ein globales Gesundheitsproblem und nehmen infolge der Bevölkerungsalterung in ihrer Bedeutung zu. Die Stadt Erlangen hatte im Jahr 2014 von ihrer Einwohnerzahl 18,7% über 65-Jährige zu verzeichnen, Tendenz steigend. Die Zahl der Demenzkranken wird sich – national betrachtet – in den nächsten 40 Jahren verdoppeln.

Im Zuge dieses demografischen Wandels steht die Stadt Erlangen u.a. im Bereich der Gesundheitsförderung vor neuen Herausforderungen und beabsichtigt, die Angebotspalette für Seniorinnen und Senioren, insbesondere in Hinblick auf sozial benachteiligte ältere Menschen, zu erweitern. Zudem soll das strategische, übergeordnete Ziel des Sportamtes "Förderung des Sports in Anerkennung seiner gesundheitlichen, bildungspolitischen und sozialen Bedeutung" durch erfolgsversprechende Projekte und Maßnahmen verwirklicht werden. Daher hat die Stadt Erlangen ein großes Interesse am Transfer des wissenschaftlichen Modellprojekts GESTALT in die kommunalen Strukturen. Das 2010 durch das ISS ins Leben gerufene Projekt wurde bereits 2012 von der Volkshochschule als Träger des Projekts übernommen. Seit 2013 ist das Sportamt der Stadt Erlangen Träger von GESTALT.

Erlangen ist ausgewiesene Medizin- und Gesundheitsstadt. Die Stadt hat als langjährigen Kooperationspartner das hervorragende ISS als wissenschaftliche Betreuung an seiner Seite. Das ISS wurde im März 2014 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum ersten Kooperationszentrum für Bewegung und Gesundheit in Europa ernannt und ist damit zugleich die erste sportwissenschaftliche Institution in einer solchen Rolle.

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

Die ursprüngliche Konzeption des GESTALT-Projektes überspannt ein Bewegungsprogramm – GESTALT – von 6 Monaten, in welchen 2 x wöchentlich á 90 Minuten Körper, Geist und Seele aktiviert werden und zusätzlich eine telefonische Beratung stattfindet. Im Fokus der Bewegungsberatung stehen die Integration von körperlicher Aktivität in den Alltag der Teilnehmer/innen und die Aufrechterhaltung des aktiven Lebensstils nach dem Programm. Die einzelnen Inhalte des Bewegungsprogramms gliedern sich in die drei Bereiche "Tanz & Bewegung zu Musik", "Sport & Spiel" sowie "Bewegung im Alltag - Gehen". Dabei wird stets eine Integration von kognitiven, physiologischen, sozialen und emotionalen Stimulierungen angestrebt, die evidenzbasiert präventiv auf demenzielle Erkrankungen wirken.

Zentrales Ergebnis dieser Studie ist die Erkenntnis, dass es für einen flächendeckenden Transfer des Programms in die Präventionspraxis von entscheidendem Vorteil wäre, wenn durch eine Reduktion des Programmumfangs der Zugang der Zielgruppe und die Durchführbarkeit für die Anbieter erleichtert und durch eine Anpassung an die im GKV-Leitfaden vorgegebene Kursform die Durchführung von den Krankenkassen gefördert werden könnte. (weitere Ergebnisse der begleitenden Studie sind unter 5. zusammengefasst).

Auf Grundlage dessen wurde das lange und aufwendige Konzept überarbeitet und 2014 zu GESTALT-kompakt umstrukturiert, wobei die Kernelemente und -ziele von GESTALT (u.a. 3 Bereiche; Integration verschiedener Stimuli; Bindung an wirksame Bewegungsformen zur Vorbeugung von Demenzerkrankungen) erhalten bleiben. Auch GESTALT-kompakt wird aktuell von einer Studie des ISS begleitet (bis 04/2016).
Im Folgenden wird näher auf das GESTALT-kompakt-Programm eingegangen, da aktuell ausschließlich diese Version umgesetzt wird.

Hier gilt es, innerhalb 12 Wochen, 1 x 90min pro Woche inklusive Theorie, die gleichen Erfolge zu erreichen, wie sie bereits im GESTALT-Programm, der längeren Version, evaluiert wurden. Im GESTALT-kompakt Manual ist festgelegt, dass nach den ersten 6 Wochen des Kennelernens und Übens in der Gruppe (im 3. Quartal des Kurses) zusätzlich wöchentliche Ausflüge in Absprache mit den Teilnehmer/Innen stattfinden, z.B. Wanderung, Nordic Walking, Minigolf, Kegeln, Besuch einer Tanzstunde in einem Tanzhaus etc. Im 4. Quartal werden die Teilnehmer/innen dazu ermutigt, solche Ausflüge oder Probestunden in einem Sportverein selbständig, d.h. zusammen mit anderen Gruppenmitgliedern, jedoch ohne Begleitung des Übungsleiters, zu unternehmen.

Unser Ziel ist es, gerade Menschen im fortgeschrittenen Alter zusammen zu bringen, damit sie sich regelmäßig gemeinsam bewegen, Bewegungs- und Freizeitangebote in ihrem Umfeld kennen lernen und wahrnehmen, gemeinsame Unternehmungen durchführen, Spaß haben und neue Freundschaften schließen. Damit wird durch Bewegung und Begegnung ein Beitrag dazu geleistet, dass auch das höhere Erwachsenenalter als wertvolle und erstrebenswerte Phase des Lebens erlebt und angesehen wird.

Schwerpunktmäßig konzentriert sich unsere Initiative auf diejenigen Zielgruppen, die am meisten von einem solchen Programm profitieren können, aber schwer zu erreichen sind: sozial isoliert Lebende, Alleinstehende, Menschen mit niedrigem Bildungsstatus oder mit Migrationshintergrund. Darunter insbesondere diejenigen, die bisher wenig oder gar nicht körperlich aktiv sind, was bei diesen Zielgruppen überdurchschnittlich oft der Fall ist.

Diesen sozio-kulturellen Risikofaktoren in Bezug auf Demenz kann dabei nur durch ein integriertes Konzept begegnet werden, das Menschen nicht defizitär als Patienten oder Risikogruppe betrachtet, sondern als gewinnbringenden Teil unserer Gesellschaft. Daher arbeiten wir systematisch daran, geeignete Zugangswege zu diesen älteren Menschen aufzubauen und sie bei der Aufnahme eines aktiven Lebensstils zu unterstützen. Um dies zu erreichen, bezieht unsere Initiative sowohl die Nutzer/innen, als auch lokale Präventionsanbieter, wie Vereine, Ärzte und Vertreter/innen der Kommune (z.B. Sport-, Seniorenamt, Volkshochschule und Stadtteilzentren) mit ein.

Das GESTALT-kompakt Programm selbst (in seiner komprimierten Form - überschaubare Zeitspanne von 12 Wochen, abwechslungsreiches Programm 1x wöchentlich 90 Minuten + zusätzliche Ausflüge, Theorievermittlung in Geselligkeit) sowie die Beteiligung der Teilnehmer/innen an der Angebotsgestaltung, Teilnehmerwerbung und Organisation begleitender Veranstaltungen, die Möglichkeit, Ermäßigungen bis 100% der Kursgebühren zu erhalten und die wohnortnahen Kurs-Räumlichkeiten über das Stadtgebiet Erlangens verteilt führen dazu, dass schwer erreichbare ältere Menschen ihre soziale Isolation überwinden, aktiv ihre Gesundheit erhalten und ihre vielfältigen Potenziale zum gegenseitigen Nutzen (wieder) in die Gesellschaft einbringen.

Vorgehen und Umsetzung

Als ein Kernstück des GESTALT-Projekts wurde eine kooperative Planungsgruppe ins Leben gerufen, welche sich seit 2010 in regelmäßigen Abständen mit der Planung, Durchführung und Nachhaltigkeit des Projekts beschäftigt. Die kooperative Planung kennzeichnet sich durch systematische und umfassende Beteiligung von Vertretern aus Praxis (u.a. die Zielgruppe), Politik und Wissenschaft. Die Planungsgruppe in Erlangen setzt sich derzeit aus folgenden Kooperationspartnern zusammen:

  • Praxis: Stadtteilzentren der Stadt Erlangen, kirchliche Verbände, Gesundheit und Medizin Erlangen e.V., Geriatrie Netzwerk Erlangen, Hausärzte Erlangen und Umgebung e.V., Turnverein 1848 Erlangen e.V., ATSV 1898 Erlangen e.V.
  • Schnittstelle Politik & Praxis: Seniorenamt der Stadt Erlangen, Sozialamt der Stadt Erlangen, Gesundheitsamt der Stadt Erlangen, Sportamt der Stadt Erlangen, Volkshochschule Erlangen;
  • Politik: Seniorenbeirat der Stadt Erlangen, Mitglieder des Stadtrats, Pressestelle der Stadt
  • Wissenschaft: Institut für Sportwissenschaft und Sport

Zunächst waren an der kooperativen Planung in erster Linie Menschen – auch ältere Menschen – beteiligt, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit mit Senioren befasst sind (z.B. Mitglied Geriatrie-Netzwerk oder Vertreter Seniorenamt). Im 2. Durchlauf wurde vor dem Hintergrund der Evaluationsergebnisse (siehe Publikation im Anhang) und dem verstärkten Fokus auf sozial benachteiligte ältere Menschen, gezielt die Zielgruppe in die Planung eingebunden. Dabei konnten Teilnehmer/innen des GESTALT-Programms für eine Mitarbeit im Projekt in Form einer peer-to-peer Werbung gewonnen werden. Zudem sind Teilnehmende des Bewegungsprogramms bei der Planung und Umsetzung von Veranstaltungen im Rahmen von GESTALT beteiligt und tragen wesentlich zu deren Gelingen bei. Die Rückmeldungen der Teilnehmer/innen beeinflussen wesentlich die Gestaltung der Bewegungsangebote, indem diese an deren Anforderungen und Alltag angepasst werden. Um vermehrt körperlich Inaktive und sozial isoliert Lebende zu erreichen, d.h noch niederschwelliger zu arbeiten und der heterogenen Zielgruppe noch besser gerecht zu werden, wie oben erwähnt – neben der ursprünglichen Version von GESTALT (22 Wochen, 2 x wöchentlich) – GESTALT-kompakt (12 Wochen, 1 x wöchentlich à 90min.) entwickelt.

Unter Einbeziehung der Stadtteilzentren ist ein enges Netz der Räumlichkeiten entstanden, in welchen die Kurse stattfinden. Die Räume zeichnen sich durch gute Erreichbarkeit, Helligkeit und durch ihre Mehrzweckgestaltung aus, die den Teilnehmer/innen die Angst vor Leistungsdruck und Versagen nehmen, welche sonst oft gerade bei unseren Adressaten mit Sport und Bewegung verbunden werden.

Ergebnisse und Erreichtes

Unsere Initiative verändert das Bild des Alters insbesondere dahingehend, dass durch GESTALT wie auch GESTALT-kompakt in der Öffentlichkeit sichtbar wird, dass positives und aktives Altern nicht nur ein Privileg der deutschen Mittel- und Oberschicht ist, sondern auch sozial Benachteiligte, gesundheitlich eingeschränkte Menschen oder Ältere mit Zuwanderungsgeschichte ihr Alter selbstbewusst und aktiv selbst gestalten können.

Beispielsweise entstand aus einer GESTALT-Gruppe mit Deutschen, Türk/innen und Spätaussiedler/innen heraus die Initiative, regelmäßig gemeinsam kegeln zu gehen (Bilder im Anhang). Damit verändert sich das Bild des Alters in der Öffentlichkeit der Kegelbahnbesucher, die nun miterleben können, wie sich türkische Frauen mit Kopftuch mit deutschen Männern auf der Kegelbahn messen. Durch GESTALT kommen Einheimische, Zuwanderer und Menschen aus verschiedenen sozialen Schichten zusammen, die ihr ganzes (Berufs-)Leben eher nebeneinander her gelebt haben und entdecken neben der Kultur der jeweils anderen, auch die Menschen, die diese Kultur auf vielfältige Art leben. Durch die gemeinsamen Aktivitäten im GESTALT-Programm entwickelt sich ein starker Zusammenhalt in den Gruppen, so dass Freundschaften entstehen und über das Programm hinaus bewegungsbezogene und kulturelle Unternehmungen in der Gruppe geplant und durchgeführt werden. Damit und durch gegenseitige Besuche, gemeinsame Geburtstagsfeiern und Telefonate unterstützen sich die Teilnehmer/innen gegenseitig hin zu einem aktiven Lebensstil. Dies ist insbesondere für diejenigen ein besonderer Gewinn, die bereits ihre Angehörigen verloren haben. Auch auf individueller Ebene entstehen Veränderungen des Altersbildes. Teilnehmer am Programm entdecken, dass sie auch im Alter neue Bewegungsformen erlernen, ausüben und auch genießen können. Z.B. hat ein Teilnehmer, der sich als eher introvertiert bezeichnet, davon berichtet, dass er Qi-Gong für sich als neue Bewegungsform entdeckt hat und darüber auch wieder motiviert wurde, den Kontakt zu anderen Menschen zu suchen. Eine alleinstehende Teilnehmerin mit schwerer Depression berichtet, dass GESTALT das einzige ist, das sie noch dazu motiviert, nicht nur das Bett, sondern auch das Haus zu verlassen.

Das in GESTALT entwickelte Selbstbewusstsein und der starke Zusammenhalt der Teilnehmer/innen des Programms wurde in der Öffentlichkeit und gegenüber der Lokalpolitik dadurch deutlich sichtbar, dass bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung für die Weiterfinanzierung des wissenschaftlichen Modellprojekts die Teilnehmer/innen durch ihre überaus starke Präsenz und engagierte Mitgestaltung dazu beitrugen, die Lokalpolitiker von der Wichtigkeit des GESTALT-Programms für eine positive aktive Gestaltung des Alters zu überzeugen. Die Evaluationsergebnisse von GESTALT zeigen, dass sich das Bewegungsprogramm positiv auf die kognitive Leistungsfähigkeit der Teilnehmer/innen (hier 75 Personen), im Besonderen auf das Kurzzeit- und Arbeitsgedächtnis, ausgewirkt hat. 60% der Teilnehmenden haben während und nach GESTALT zusätzliche Bewegungsaktivitäten aufgenommen und auch 6 Monate danach beibehalten. Dadurch wurde das Ziel der Bindung an einen aktiven Lebensstil für eine Mehrzahl der Teilnehmer/innen erreicht.

Die Idee wurde bislang vom Sportamt Erlangen übernommen und inzwischen mit einer viertel Haushaltsstelle für die Koordination des GESTALT-Projekts fest in das Angebot der Stadt Erlangen integriert. Darüber hinaus wurde die Idee vom Gesundheitsamt für den Landkreis Erlangen-Höchstadt übernommen, die derzeit in zwei weiteren Städten des Landkreises das GESTALT-Programm mit lokalen Partnern anbieten. Anfragen aus zwei weiteren Städten sind bereits eingegangen. Interesse an der Idee wurde zudem von der BARMER GEK signalisiert.

Bislang war das Interesse für und die Wirkungen von GESTALT vornehmlich auf lokaler (Umsetzung in der Stadt & dem Landkreis von Erlangen) und regionaler Ebene (Anfragen aus Bayern) zu vernehmen. Dies liegt vermutlich daran, dass trotz der Auszeichnung mit dem Erlanger Medizinpreis (2013) und dem bayerischen Gesundheitsförderungs- und Präventionspreis (2013), hauptsächlich lokale Presse und Aufmerksamkeit erzeugt wurde. Durch eine Nominierung oder den Gewinn des Bundeswettbewerbs der BZgA erhoffen wir uns u.a. eine sehr breite mediale Aufmerksamkeit, die genutzt werden würde, um das erfolgreich erprobte Projekt auf nationaler Ebene bekannt zu machen und zu übertragen.

Aufgrund der Erfolge des GESTALT-Projekts in Erlangen, insbesondere in Hinblick auf die äußerst positive Resonanz der Zielgruppe, würde das Preisgeld sowohl in die personelle Unterstützung eingehen als auch der bundesweiten Disseminierung von GESTALT zukommen. Es gilt, Schulungen von Übungsleiter/innen zu finanzieren, Werbemaßnahmen (wie Stände und Vorträge auf diversen Veranstaltungen) und die Teilnehmer- und Netzwerkpartnerakquise vor Ort zu unterstützen.

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Praxis
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 24a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Aufbau und Erweiterung eines Netzwerks zur Fortführung und Weiterentwicklung von GESTALT & Aufbau von Versorgungsstrukturen
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
VHS
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg, Institut für Sportwissenschaft und Sport (ISS)
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 32a Wenn ja, welche?: 
Zwischen ISS und allen Projektpartnern (im Anhang exemplarisch ISS und Stadt Erlangen); TK und Stadt Erlangen
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
GESTALT-kompakt Manual des ISS
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja, welche?: 
- Übertragung auf den Landkreis Erlangen-Höchstadt - Übertragung auf weitere Kommune (Evangelischen Bildungswerk Schwabach) - Auf weitere Settings (=Betreutes Wohnen: Wohnstift Rathsberg & Diakonie Sophienstraße)

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 3

D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

E Anlagen