Stadt Deggendorf

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Stadt Deggendorf
Typ
kreisangehörig
Bundesland
Bayern
Einreichende Dienststelle
Hauptamt/OB-Büro
Name des Ansprechpartners
Sandro Pfeiffer
Funktion des Ansprechpartners
stellv. pers. Referent des Oberbürgermeisters
Straße/Postfach
Franz-Josef-Strauß-Str. 3
Postleitzahl
94469
Ort
Deggendorf
Telefon des Ansprechpartners
+49 991 2960-117
Telefax des Ansprechpartners
+49 991 2960-109
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Deggendorf im Wandel

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Deggendorf ist eine große Kreisstadt im ländlichen Raum Niederbayerns und daher besonders vor die Herausforderung "Demografischer Wandel" gestellt. Aus diesem Grund hat die Stadt ein Handlungskonzept erstellt, das zum Ziel hat, den Lebensstandard im Alter künftig aufrecht zu erhalten und für eine gesunde Altersstruktur zu sorgen. Zentrale Ziele des Konzepts sind unter anderem die Sicherstellung der Mobilität auch in den kleineren Stadtteilen, durch erreichen der Barrierefreiheit und dem Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, sowie die Förderung der Aktivität der Seniorinnen und Senioren durch altersgerechte Gestaltung der Freizeitangebote. Die Umsetzung der Pläne erfolgt dabei Schritt für Schritt. Oberste Wertvorstellung bleibt selbst bei Fortschreibung des demografischen Handlungskonzepts im Jahr 2016 die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger ganz im Sinne des Leitbegriffs "Wohlfühlstadt Deggendorf!".

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

"Die Veränderung des Altersaufbaus unserer
Gesellschaft ist ein Thema, das eigentlich jeden
angeht, der Verantwortung in unserem Land
trägt. Dieser demografische Wandel vollzieht
sich ja auf unfassbare Weise, er vollzieht sich
schleichend. Wenn man eine Weile nicht
hingeschaut hat, dann merkt man, dass sich
etwas verändert hat . . ."

Bundeskanzelerin Dr. Angela Merkel zum Demografiegipfel in Berlin am 04.10.2012

1. Entleerungsregion Ostbayern - eine Mittelstadt vor neuen Herausforderungen

"Der demografische Wandel geht einher mit einem
sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel.
Dies hat Folgen für das Miteinander in den Kommunen und
schlägt zurück auf die kommunale Aufgabenerfüllung . . ."

Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Ulrich Maly zur Vollversammlung des
Bayerischen Städtetags mit dem Thema "Demografischer Wandel in Stadt und Land"
am 22.07.2015 in Passau

 

Deggendorf ist mit seinen rund 32.000 Einwohnern eine Mittelstadt im Herzen Niederbayerns. Topographisch wie auch verkehrstechnisch liegt die Donaustadt sehr günstig, da sie sich auf den direkten Verkehrsachsen München-Prag und Frankfurt-Wien befindet. Durch die exklusive Lokalisierung der Stadt an der Mündung der Isar in die Donau sowie am Südrand des Bayerischen Waldes erhielt sie schnell den Beinamen "Tor zum Bayerischen Wald". Scheint die Ausgangslage auf den ersten Blick auch noch so wohlgesonnen, so stellt sie sich bei genauerem Hinsehen als durchaus kritisch dar. Deggendorf leidet insbesondere unter dem massiven Bevölkerungsrückgang der umgebenden Landkreise, der Entleerungsregion Ostbayern. Besonders problematisch ist dabei die Situation des Wegzugs junger Menschen aus dem ländlichen Raum in die Metropolregionen. Wegen niedriger Geburtenraten sowie aufgrund des medizinischen Fortschritts und einer gesundheitsbewussten Gesellschaft, die zu einem langen Leben führen, steigen Altersdurchschnitt und Seniorenzahlen in der Stadt erheblich an. Als Folge dieses demografischen Wandels ändern sich die Bedürfnisse der Bürgerschaft hin zu seniorengerechtem Ausbau der Infrastruktur, des kulturellen Programms sowie der Gesundheitsvorsorge. Die sich verändernden Lebensverhältnisse erfordern von der Kommune ein Umdenken im Planen, Handeln und Gestalten, um den sich wandelnden Erwartungen gerecht werden zu können. Die Städte und Gemeinden müssen sich bei ihren Pflichtaufgaben aber auch bei den für freiwillige Leistungen verfügbaren Mittel auf diese Veränderungen einstellen, um hohe Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger sicher zu stellen und Standortfaktoren nachhaltig positiv zu beeinflussen.

2. Ziele und Wege Deggendorfs zur altersfreundlichen Stadt

"Die Grundlage moderner und nachhaltiger Generationenpolitik muss die Vielfalt der individuellen Lebensentwürfe, gerade auch älterer Menschen sein. . "

Vorwort zur Broschüre "Kommunale Seniorenpolitik" des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

Aus gegebenem Anlass hat sich die Stadt Deggendorf bereits im Jahr 2007 dazu entschlossen, das "Handlungskonzept Demographie" zu erstellen. Dieses basiert auf den statistischen Kennzahlen, die die Bertelsmann-Stiftung im Rahmen einer Untersuchung zum Demografischen Wandel in Kommunen der Bundesrepublik Deutschland mit über 5.000 Einwohnern, ermittelte. Aus den Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung und zur Altersstruktur wurden anschließend Handlungsempfehlungen an die Städte und Gemeinden gerichtet. Die Vorschläge der Bertelsmann-Stiftung wurden von der Stadt Deggendorf schließlich in ein Handlungskonzept eingearbeitet, das die mittel- und langfristige Planung bezüglich Infrastrukturausbau, Flächenmanagement, Arbeitsplatz- und Freizeitangebot enthält. Die Strategien werden dabei durch klare Zielformulierungen operationalisiert. Neben des Ausbaus des Bildungs- und Betreuungsangebotes, der Effizienzsteigerung in der regionalen Kooperation, der Unterstützung der Initiativen der regionalen Wirtschaft sowie vieler anderer Planungsbereiche, wurde als weiteres Ziel der Ausbau des Angebotes für die Generation 55+ als notwendig erachtet und in das Handlungskonzept eingebaut. Das bereits bestehende breite Spektrum an seniorengerechten Wohnungen, Tourismus- und Freizeitaktivitäten, Bürger- und Seniorenarbeit soll dabei erhalten und stetig aus-geweitet werden, um dem zukünftig großen Bevölkerungsanteil der sich im zweiten Lebensalter befindenden (60 bis 79 Jahre) und Hochaltrigen (ab 80 Jahre) ein lebenswertes, selbstbestimmtes und aktives Dasein gewährleisten zu können, um somit die Aufenthaltsqualität insgesamt zu steigern. Das "Handlungskonzept Demographie" dient der Stadt Deggendorf als Entscheidungsgrundlage in grundsätzlichen Entwicklungsfragen.

3. Demografiemanagement in der Stadt

"Vor nichts muss sich das Alter mehr hüten, als sich der Lässigkeit und Untätigkeit zu ergeben."

Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr. – 43 v. Chr.), römischer Politiker, Schriftsteller und Philosoph

Seniorenpolitik bedeutet, Menschen in fortgeschrittenem Alter in Alltagssituationen zu unterstützen und die Lebensqualität bei abnehmender Beweglichkeit und Mobilität aufrecht zu erhalten sowie die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu fördern. Auch die Stadt Deggendorf hat sich dies im Rahmen ihrer Daseinsvorsorge zur Aufgabe gemacht. Sie arbeitet jedoch nicht allein, vielmehr stehen ihr eine Vielzahl an Vereinen, Freiwilligen und Initiatoren helfend zur Seite, die zu einem stetig seniorengerechter werdenden Deggendorf beitragen.

3.1 Gesundheit - Prophylaxe und Förderung im Alter

Deggendorf stellt den Bürgerinnen und Bürgern eine umfangreiche gesundheitliche Versorgung zur Verfügung. Die Große Kreisstadt ist nicht nur Standort des Donau-Isar-Klinikums mit 17 Stationen sowie eines Medizinischen Versorgungszentrums, sondern zudem Betreiber eines städtischen Pflegeheims. Daneben werden vom Bayerischen Roten Kreuz und privaten Institutionen insgesamt sieben weitere Senioren- und Pflegeheime auf dem Stadtgebiet betrieben. Neben den Behandlungs- und Pflegezentren für akute Fälle bietet die Stadt in Zusammenarbeit mit ihren zahlreichen Aktiven ein vielseitiges Programm zur gesundheitlichen Vorsorge sowie zur Erhaltung und Förderung körperlicher und geistiger Fitness im Alter, das unter anderem sportliche Aktivitäten, Bildungsveranstaltungen für Senioren, Lesungen, Gedächtnistraining, Denkspiele und viele weitere Prophylaxe-Aktionen umfasst. So wird der Generation 60+ durch den Senioren-Aktiv-Club eine Teilnahme an einem der häufig schnell ausgebuchten Computerkurse im eigens hierfür eingerichteten Internet-Café angeboten. Darüber hinaus organisiert der Verein regelmäßig Wanderungen, stellt Sportgeräte, einen Garten und eine Kneippanlage zur Verfügung und bietet Gymnastikkurse, Line-Dance, Brett- und Kartenspielturniere, Gehirnjogging und vieles weitere an. Im Ganzjahresbad "elypso" erfreuen sich viele ältere Bürgerinnen und Bürger des Seniorentags mit kostenfreier Aquagymnastik und ermäßigtem Eintritt. In Deggendorf existiert des Weiteren ein Bewegungsparcours, der Fitness und Dynamik im Alter erhält. Körper und Geist werden unter anderem durch die Seniorenmannschaften der lokalen Sportvereine für die Sportarten Fußball, Tennis, Turnen, Leichtathletik und Eisstock, Lesepatenschaften, Sturzprophylaxe und Selbsthilfegruppen geschult.

Im Jahr 2012 wurden die Bemühungen der Stadt Deggendorf im Bereich der umfangreichen Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürgern mit dem Qualitätssiegel "Gesundheitsregion Bayern" anerkannt, welches die Bayerische Staatsregierung verleiht. Im Zentrum steht derzeit der Ausbau der Gesundheitsregion Bayern-Böhmen, an welchem sich die Stadt Deggendorf beteiligt.

3.2 Mobilität - schnell und sicher von Ort zu Ort

Im Zentrum der Seniorenpolitik der Stadt Deggendorf steht der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs sowie der Verkehrsinfrastruktur, um optimale Erreichbarkeit aller Stadtteile gewährleisten zu können. So stehen bereits aktuell vier Stadtbuslinien zur Verfügung, die die Innenstadt selbst und die zentrumsnahen Stadtteile in regelmäßigem Takt anfahren. In beinahe allen periphereren Ortschaften halten die Busse der Regionalbus Ostbayern GmbH, welche dabei auch die umliegenden Städte und Gemeinden mit Deggendorf verbindet. Seniorinnen und Senioren ab dem 65. Lebensjahr erhalten bei Fahrten einen Rabatt von 25 %. Die Stadt Deggendorf bietet darüber hinaus ein besonderes Modell zur Förderung der Mobilität im Alter an: bei freiwilliger Abgabe des Pkw-Führerscheins können Personen, die das 75. Lebensjahr vollendet haben, das breitgefächerte ÖPNV-Angebot kostenlos nutzen. So wird die Erreichbarkeit des gesamten Stadtgebietes für ältere Bürgerinnen und Bürger sichergestellt. Die Nutzer dieses Modells haben so die Möglichkeit, die Innenstadt, Nahversorgungszentren, Ärztehäuser, Pflegeheime, Naherholungsgebiete und Veranstaltungsorte bequem von zu Hause aus zu erreichen. Ein weiteres Projekt, das in Deggendorf erfolgreich umgesetzt wurde ist das so genannte "Anruf-Sammeltaxi". Die Bürgerinnen und Bürger können sich zu festgelegten Zeiten und ausgehend von einer Vielzahl von Abfahrtorten telefonisch bei dem Taxi-Dienst melden, der die anfragenden Personen zu einem Preis von maximal 5,50 EUR/Person (bei Abgabe des Führerscheins ab 75 Jahren auch gratis, analog der Nutzungsmöglichkeit des ÖPNV) im gesamten Stadtgebiet direkt zum gewünschten Ziel befördert.

Weitere Projekte der Stadt zur Förderung der Mobilität im Alter stellen unter anderem die Bordsteinabsenkungen im gesamten Stadtgebiet dar, die Zug um Zug vorgenommen werden. Darüber hinaus wurde der Hauptbahnhof im Jahr 2014 mit einem Aufzug ausgestattet und dieser somit absolut barrierefrei. Im Zuge dessen wurde auch der bevölkerungsreichste Stadtteil Deggendorfs durch den Einbau eines weiteren Fahrstuhls im Jahr 2015 barrierefrei an das Zentrum angebunden. Auch die Asphaltierung des Bogenbachweges, der wichtigsten Verbindung für Fußgänger zwischen den wichtigsten Naherholungs- und Freizeiträumen Donau- und Stadtpark, auf einer Strecke von über 1,5 km, trägt zur Barrierefreiheit Deggendorfs bei. Dieses Projekt wird noch im Herbst 2015 fertiggestellt werden.  

3.3 Lebensqualität - Aktivität und Spaß am Leben

Älter werden ist für viele Menschen ein Tabu-Thema. Der Lebensabend sei von zunehmenden körperlichen Beschwerden geprägt, die den Alltag und das Leben in der Gesellschaft erheblich einschränken. Doch gerade dies ist oft nicht der Fall: zahlreiche Senioren in Deggendorf engagieren sich in Vereinen oder unterstützen soziale Projekte wie der Kleiderladen oder die Tafel. Gerade diese Tätigkeiten tragen wesentlich zur physischen und psychischen Gesunderhaltung der Seniorinnen und Senioren bei. Die Stadt Deggendorf fördert die Aktivität im Alter, indem sie im Jahr 2000 die Aktion "Bürgerarbeit" ins Leben gerufen hat. Hierbei kümmert sich eine Beschäftigte der Stadt Deggendorf um die Koordination der Ehrenamtlichen und vermittelt diese an Bedürftige und soziale Vereine und Einrichtungen. Hierbei entstanden unterschiedliche dauerhaft angelegte Einzelprojekte, zu denen die Aktionen "Senior-Trainer", Altersheimbesuchsdienst sowie Lese- und Umweltpatenschaften gehören. Die entstandene Ehrenamtskultur wird von der Stadt Deggendorf gefördert und gewürdigt, indem die freiwilligen Helferinnen und Helfer an zwei Abenden im Jahr zu einem Dinner mit dem Oberbürgermeister eingeladen werden.

Doch auch der Senioren-Aktiv-Club gestaltet den Alltag abwechslungsreich und vielfältig. So werden neben den wöchentlich stattfindenden  Veranstaltungen, zu denen unter anderem das Kartenspieltreffen, die Mal- und Bastelgruppe, die Singgemeinschaft und die Wandergruppe zählen, auch monatlich stattfindende Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten, Naherholungsgebieten oder auch zu Festen in und um Deggendorf angeboten. Mehrmals jährlich bereisen die Seniorinnen und Senioren weiter entfernte Ziele wie im Frühjahr 2015 die französischen Städte Strasbourg und Colmar sowie im Herbst 2015 die italienische Insel Sardinien. Das vielfältige Angebot des Senioren-Aktiv-Clubs trägt somit zu einer kurzweiligen und unterhaltenden Freizeitgestaltung bei.

Der Senioren-Aktiv-Club ist nur einer der zahlreichen Vereine, die spezielle für ältere Mitglieder angelegte Veranstaltungen und Aktionen durchführen.

4. Mehrwert der Seniorenpolitik und ihre Ergebnisse

Die Stadt Deggendorf hat sich, wie sich aus dem Handlungskonzept aus dem Jahr 2007 ergibt, zur Aufgabe gemacht, sowohl für junge Familien als auch für Senioren attraktiver Wohnstandort zu werden. Dieser generationenübergreifende Ansatz hat letztlich zum Ziel, eine ausgewogene und gesunde Altersstruktur sicherzustellen, um auf den nahenden und bereits eingesetzten demografischen Wandel reagieren zu können und den Lebensstandard im Alter aufrecht zu erhalten und diesen sogar auszubauen. Hierzu ist die Stadt Deggendorf auf ihre Vielzahl von freiwilligen Helferinnen und Helfer sowie auf die Vereine und Verbände angewiesen, die sie stets in der Umsetzung dieser Ziele unterstützen und damit einen wichtigen Beitrag zum gemeinschaftlichen zusammenleben in der Kommune leisten. Der ursprüngliche Sinn einer "Gemeinde", zusammen als eine Gemeinschaft zu agieren und sich für diese mit seiner Tatkraft einzusetzen, wird damit voll erfüllt!

Derzeit arbeitet die Stadt Deggendorf an der Fortführung des demografischen Handlungskonzepts, basierend auf der im Jahr 2012 erfolgten Befragung der älteren Bürgerinnen und Bürgern. Voraussichtlich wird dieses 2016 fertiggestellt sein, sodass die bereits 2007 formulierten Ansätze weiterverfolgt und neuformulierte Ziele Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt werden können. Zudem plant die Stadt ein Seniorenkonzept, das speziell auf die Belange der älteren Bewohner Deggendorfs eingeht.

"Wohlfühlstadt Deggendorf..."

..ist letztlich das oberste Ziel, das es zu erreichen gilt!

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere
C 29a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Senioren-Aktiv-Club

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
"Bürgerarbeit" und Familienbeauftragte
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Freiwillige im Rahmen der "Bürgerarbeit"; Senioren-Aktiv-Club
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 32a Wenn ja, welche?: 
Bürgerabeit koordiniert; Beschluss des Stadtrates 2000
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
Seniorenkonzeption der Hochschule wurde in das Handlungskonzept einbezogen, dieses selbst aber nicht realisert
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Öffentlicher Personennahverkehr in Deggendorf
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 15 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Einer der wichtigsten Aspekte für die Aufrechterhaltung von Lebensqualität im Alter ist die Sicherstellung einer zuverlässigen und lückenlosen Mobilität. Aus diesem Grund steht die Gewährleistung eines flächendeckenden ÖPNV-Netzes bei der Stadt Deggendorf im Zentrum der Seniorenpolitik. Hierbei kooperiert die Stadt mit einem privaten Busunternehmen, das die Beförderung im Zentrum Deggendorfs mittels Stadtbussen übernimmt, sowie mit der Regionalbus Ostbayern GmbH und der Deutschen Bahn bezüglich des überregionalen Personenverkehrs.

Die vier Stadtbuslinien, die in stündlichem Takt die vier der acht zentrumsnäheren und bevölkerungsreicheren Stadtteile anfahren, garantieren ein zügiges Vorankommen innerhalb des Stadtgebiets, wobei sowohl der Busbahnhof als auch der Stadtplatz als Knotenpunkte für einen einfachen Umstieg auf andere, teils überregionale Linien sowie auf die "Waldbahn", dient.

Ergänzt wird das Stadtbusangebot durch die derzeit 29 überregionalen Buslinien der Regionalbus Ostbayern GmbH, die das Stadtgebiet Deggendorf anfahren. Dabei beginnen bzw. enden die Buslinien jeweils im Zentrum der Stadt und halten an den Knotenpunkten Busbahnhof und Hauptbahnhof Deggendorf. Diese Linien fahren sämtliche Stadtteile an und stellen die Anbindung der kleineren Weiler und Ortschaften selbst mit weniger als 30 Einwohnern an das Stadtzentrum Deggendorf her.

Die "Waldbahn" ist die Zugverbindung zwischen der Tschechischen Republik und dem nahe gelegenen Bahnverkehrskreuz Plattling, von wo aus Regionalzüge und Inter-City-Expresse von Wien bis Dortmund, Köln und Berlin verkehren. Der Hauptbahnhof Deggendorf liegt also auf der wichtigsten bayerischen Bahnverkehrsachse zwischen München und Südböhmen.

Das besonders erfolgreiche Angebot der Stadt Deggendorf, das die kostenfreie Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel gegen Abgabe des Führerscheins ab einem Lebensalter von 75 Jahren vorsieht, wird von vielen Seniorinnen und Senioren bereitwillig angenommen.

Durch die enge Vernetzung des öffentlichen Personennahverkehrs in Deggendorf haben die Nutzer die Gelegenheit, in kurzer Zeit das Zentrum, sowie entferntere Stadtteile und umliegende Städte und Gemeinden zu erreichen. Letztlich ist durch die Bahnanbindung auch die Fernverkehrsmöglichkeit gegeben.

Einzelprojekts Nr. 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 

Senioren-Aktiv-Club und seine Aktionen

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 25 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Untrennbar verbunden mit dem Thema "Seniorenpolitik" ist die Daseinsvorsorge der Gemeinschaft für die älteren Bürgerinnen und Bürger. Sie bezeichnet die Grundversorgung der Bürger, zu welcher unter anderem Kultur- und Brauchtumspflege, Teilhabe an der Gesellschaft und gemeinschaftliche Unterstützung in sämtlichen Lebenslagen gehören. Wesentlich unterstützt wird die Stadt Deggendorf hierbei durch den Senioren-Aktiv-Club Landkreis Deggendorf e.V., der von, für und mit älteren Einwohnern Veranstaltungen durchführt, Kurse anbietet, Hobbykreise bildet und Reisen unternimmt.

Dabei sorgen sich die vielen freiwilligen Mitglieder und Veranstalter sowohl um das körperliche als auch das geistige Wohl der Senioren:

Das große Angebot an sportlichen Aktionen, die laufend stattfinden, stellt zugleich Förderung und Erhaltung des Gesundheitszustandes sowie Prophylaxe gegen potenzielle Erkrankungen dar, die den Teilnehmern in der Gruppe darüber hinaus Freude bereitet. Im Programm etabliert sind dabei neben einigen Gymnastik-Kursen auch Line-Dance, Zumba Gold und wöchentliche Wanderungen. Außerdem gehören zum Seniorentreff ein Gemeinschaftsgarten, der von den Mitgliedern bewirtschaftet wird, sowie eine Kneippanlage, ein Billardtisch und eine Tischtennisplatte.

Auch die geistige Fitness der Rentnerinnen und Rentner wird durch Veranstaltungen geschult. Besonders hervorzuheben ist dabei die Aktion "Senior-Trainer", eine EDV-Schulung speziell für Senioren, die dabei erlernen, mit den neuen Medien umzugehen, ihre Möglichkeiten aber auch Gefahren zu erkennen und sich die Vorzüge der E-Kommunikation zunutze zu machen. Hierzu steht den Mitgliedern ein Internet-Café im Seniorentreff zur Verfügung. Zusätzlich tragen diverse Vorträge, Lesungen und regelmäßig stattfindende Quiz zu einem gesunden Geist bei.

Der Senioren-Aktiv-Club bietet über das Jahr verteilt zahlreiche Tagesausflüge und Kurzreisen an. So besuchten die Seniorinnen und Senioren im Jahr 2015 bereits die Gemeinde Außernzell, die Allianz-Arena in München, die französischen Städte Strasbourg und Colmar, die Landesgartenschau in Landau/Pfalz, das Altmühltal, mehrere Klöster sowie die italienische Mittelmeerinsel Sardinien.

Letztendlich kommt im Senioren-Aktiv-Club auch der Spaß nicht zu kurz: so veranstalten die Mitglieder zu verschiedenen Anlässen Feiern und Feste, so beispielsweise zu Fasching, ein Starkbierfest, ein Weinfest oder ein Grillfest mit den Geißkopfsängern.

Einzelprojekts Nr. 3

D 30 Titel des Einzelprojekts Nr. 3: 
Barrierefreiheit in Deggendorf
D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 35 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Mobilität bedeutet nicht nur das Überwinden von weiten Strecken, vielmehr beginnt sie schon im Kleinen – oft werden Menschen mit Gehbehinderungen sowie Personen mit Rollstühlen oder Rollatoren durch Bordsteine, Treppen, Schotterwege und Pflasterflächen daran gehindert, jeden beliebigen Ort zu erreichen. Aus diesem Grund hat es sich die Stadt Deggendorf zur Aufgabe gemacht, die Hindernisse Schritt für Schritt abzubauen und den barrierefreien Zugang zu allen Stadtteilen zu ermöglichen.

So wurde neben dem Hauptbahnhof Deggendorf, auch dessen Unterführung, welche die bedeutendste Verbindung zwischen der Innenstadt und dem bevölkerungsreichsten Stadtteil Schaching darstellt, durch den nachträglichen Einbau von Personenfahrstühlen endgültig barrierefrei. Zuvor war der Zugang zur Bahnunterführung nur über eine lange Treppe möglich und damit unpassierbar mit Gehhilfen und Rollstühlen.

Aktuell steht die Asphaltierung des linken Bogenbachweges auf der Agenda der Stadt Deggendorf. Es handelt sich dabei um die für Fußgänger wichtigste Wegstrecke der Stadt, die die Verknüpfung der Naherholungszentren Donau- und Stadtpark darstellt. Auf einer Länge von 1.550 m erhält der bisher nur geschotterte Pfad ein neues Gesicht und wird so für Seniorinnen und Senioren künftig bequem und ohne Rollwiderstand begeh- und befahrbar. Die Bauarbeiten für diese Maßnahme werden noch 2015 abgeschlossen sein, sodass pünktlich zum Beginn des Winters eine sichere Verbindungsachse zwischen den zentrumsnahen Freizeitarealen gewährleistet ist.

2014 war für die Stadt Deggendorf ein sehr besonderes Jahr, da die Stadt die Landesgartenschau ausführen durfte und hierzu ein großes Areal entlang der Donau entwickelte. In diesem Zusammenhang wurde auch auf die barrierefreie Gestaltung der baulichen Maßnahmen geachtet. So wurden zum Beispiel Wege mit nur geringfügigen Steigungen und Gefällen gebaut. Ebenfalls wurde ein Aufzug bei dem Festplatz "Ackerloh" errichtet, die Infotafeln mit Blindenschrift versehen, sowie ein Audioguide erstellt.

Zu den laufenden Maßnahmen der Stadt Deggendorf zur Erreichung der Barrierefreiheit zählen die Bordsteinabsenkungen, die beispielsweise umfangreich im Zuge der Sanierung des Bahnhofsvorplatzes vorgenommen wurden, sowie Ausbesserungsarbeiten der gepflasterten Flächen im Innenstadtbereich.

E Anlagen