Stadt Braunschweig

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Stadt Braunschweig
Typ
kreisfrei
Bundesland
Niedersachsen
Einreichende Dienststelle
Fachbereich Soziales und Gesundheit, Seniorenbüro
Name des Ansprechpartners
Herr Knospe
Funktion des Ansprechpartners
Sachbearbeiter
Straße/Postfach
Kleine Burg 14
Postleitzahl
38100
Ort
Braunschweig
Telefon des Ansprechpartners
+49 531 470-3341
Telefax des Ansprechpartners
+49 531 470-2951
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Braunschweiger Senioren – bewegt und mobil

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Bereits viele Jahre beschäftigt sich die Stadt Braunschweig mit der Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen. Die Altenhilfeplanung der Stadt Braunschweig, ein kontinuierlicher Prozess unter Einbindung von Institutionen, der betreffenden Fachbereiche der Stadt und der älteren Menschen selbst, ließ eine Struktur von Angeboten entstehen, die der Bewegungs- und Mobilitätsförderung älterer Menschen dienen bzw. ein Bewusstsein dafür fördern.

Die Altenhilfeplanung umfasst speziell Angebote zur Erreichung altersbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung, Bewegungsangebote im Quartier, barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raums, Entwicklungen des ÖPNV, Ausbau von Mobilitätsdiensten, die Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie die Unterstützung von institutionellen und ehrenamtlichen Akteuren bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen der Bewegungs- und Mobilitätsförderung älterer Menschen.

Ein vertrauensvolles Zusammenspiel zwischen Verwaltung, Wohlfahrt, Institutionen und Ehrenamt ermöglicht die vielen der Gesundheitsförderung dienlichen Angeboten für ältere Menschen unserer Stadt. Unser verlässliches Netzwerk ist über Jahrzehnte gewachsen und ermöglicht die Umsetzung von Projekten unkonventionell und in kurzen Zeiträumen.

Als Schwerpunkt für diese Ausschreibung haben wir Kooperationen mit der Polizeiinspektion Braunschweig und der örtlichen AOK ausgewählt.

Mögliche Verwendung eines Preisgeldes

Natürlich werden wir mögliche Gelder für die Weiterentwicklung unserer vorgestellten Projekte verwenden. Wir hoffen, dass der Wettbewerb uns neue Anregungen im Bereich Bewegung und Mobilität für Seniorinnen und Senioren unserer Stadt hervorbringt und wir die Mittel dann ggf. dafür verwenden können.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

In der Stadt Braunschweig leben 249.485 Einwohner/-innen, von denen 52.087 Personen 65 Jahre und älter sind (Stand  31.12/2014). Die Anzahl der Hochbetagten Menschen ist zunehmend, die Zahl der 90 Jährigen und älteren beläuft sich auf 3.300 Personen, nicht alle leben in stationären Einrichtungen. Schon in der Vergangenheit hat die Stadt einen hohen Altenanteil verzeichnen können, sie lag immer über dem Bundesdurchschnitt – obwohl sie parallel durch die Universität einen großen Anteil jüngerer Menschen temporär beherbergt.

Die kommunale Altenhilfe wurde Mitte der 60 Jahre aktiv und es wurden Strukturen geschaffen, die permanent weiterentwickelt und durch Altenhilfeplanung angepasst wurden. Die dritte aufgelegte Altenhilfeplanung, die nunmehr Orientierung und Handlungsrahmen ist, konnte auf einer soliden Basis aufbauen und einen Fokus auf Stadtteilorientierung legen (s. Anlagen "Handlungskonzept", "Altenhilfeplanung" und "Leitbild").

Das Vorgehen, die Bedürfnisse der älteren Generation nicht aus dem Blick zu verlieren, entwickelte sich im Lauf der Jahre auch zu einem Standortvorteil in Bezug auf den demographischen Wandel. Im Rahmen der Daseinsfürsorge kann eine Kommune nicht allein die Aufgaben der demographischen Entwicklung bewältigen. Die Herausforderungen sollen in gemeinsamer Verantwortung angegangen werden.

Unter der Überschrift "Braunschweig- lebenswert auch im Alter" (s. Anlage "Faltblatt Braunschweig – lebenswert auch im Alter") wurde u. a. auch der Aspekt Prävention besonders beleuchtet. Mobilität und Bewegung sind wichtige Aspekt für Teilhabe und damit auch Lebensqualität. Dieses Bewusstsein ist erfreulicherweise auch außerhalb der kommunalen Altenhilfe bei den unterschiedlichen Akteuren vorhanden und trägt dazu bei das Thema voranzutreiben:

Ein ehrenamtlicher Einkaufsbegleitdienst für ältere Menschen in einem Quartier (in einem weiteren Quartier gerade im Aufbau) ist umgesetzt.

Neben Aktivitäten an der TU Braunschweig, die Kooperationen mit der Verkehrs-AG durchführen, um die Mobilität mittels Smartphone-Einsatzes für Senioren zu erhöhen, einen Stadtteil barrierefrei gestalten helfen, finden viele weitere Aktivitäten statt. Um nur einige Beispiele zu nennen:

Im Rahmen der Gesundheitsregion wird die Thematik transportiert, ein öffentlich zugängiger Mehrgenerationenpark fordert zur Bewegung auf, Turngeräte für Senioren im öffentlichen Raum stehen zur Verfügung, das Netzwerk Depression organisiert Spaziergänge, ein Wohlfahrtsverband setzt einen speziellen Parcours zur Förderung der Bewegung im Stadtteil um.

Ein umfangreiches Sport- und Bewegungsangebot steht für Senioren ebenso zur Verfügung. Es wird mittels der Broschüre "Seniorenfreizeit- und Seniorenbildung auf einen Blick" mit einer Printauflage von 10.000 Exemplaren zur Verfügung gestellt, um möglichst breit gestreut diese Information zu transportieren.

Darin werden für Senioren über 60 Sport- und Bewegungsangebote von ca. 15 Vereinen, Institutionen und Begegnungsstätten angeboten. Außerdem haben 30 Freizeitgruppen Bewegungsangebote als Grundlage ihrer Treffen. Und ca. 25 Seniorenkreise bieten 45 Bewegungsangebote.

In der Fortbildungsreihe "Alter verstehen, Alter gestalten" zur Qualifizierung von Seniorengruppenverantwortlichen wird als separates Modul Bewegung und Ernährung im Alter angeboten (s. Anlage "Seniorenfreizeit & Seniorenbildung auf einen Blick").

"Wer rastet, der rostet" war das Thema einer Woche der Senioren 2008. Aufgeteilt in vielen Quartieren der Stadt wurde ein umfangreiches Vortrags- und Mitmachangebot zum Thema Bewegung erfolgreich präsentiert (s. Anlage Faltblatt "Wer rastet, der rostet").

Zwei Projekte sollten jedoch besonders hervorgehoben und als Wettbewerbsbeitrag eingereicht werden

  1. Verkehrssicherheitsaktion
  2. Sturzprophylaxe

Das erste Beispiel zeigt die ganz pragmatische Umsetzung einer Idee, die sich im Lauf von Jahrzehnten gewandelt und den Bedürfnissen angepasst hat und einen Schwerpunkt in der TN am öffentlichen Verkehr hat.

Das zweite Beispiel zielt darauf ab, mit ganz kleinen Maßnahmen Menschen zu bewegen, ihre Verantwortung für ihr eigenes Wohlbefinden zu unterstützen und zu erkennen, dass in der eigenen Häuslichkeit Bewegung erfolgen kann, die die Gesundheit stärkt.

Es kann erfreulicherweise resümiert werden, dass ein funktionierendes Netzwerk mit verlässlichen Partnern existiert. Die langjährig gewachsenen  Braunschweiger Strukturen haben ein Netzwerk von Partnern auf den unterschiedlichsten Ebenen entstehen lassen. Es eint der Gedanke, ein gutes Ergebnis zu erzielen, die Zusammenarbeit ist geprägt von dem Wissen, was man voneinander zu halten und zu erwarten hat. Dass Zusammenspiel zwischen Verwaltung, Wohlfahrt, Ehrenamt und Institutionen ermöglicht pragmatische Umsetzung von Projekten in kürzester Zeit. Dies berechtigt auch zu der Unterstellung, prospektiv für und mit der älteren Generation in Braunschweig Dinge bewegen zu können.

Projekt 1

  • Anlass (konkrete Auslöser/Gründe für den Ansatz/die Maßnahmen)
  • Konzeption, Ziele und Zielgruppen
  • Vorgehen und Umsetzung
  • Ergebnisse und Erreichtes

Projekt 2

  • Anlass (konkrete Auslöser/Gründe für den Ansatz/die Maßnahmen)
  • Konzeption, Ziele und Zielgruppen
  • Vorgehen und Umsetzung
  • Ergebnisse und Erreichtes

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Polizeiinspektion und Verkehrswacht
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja, welche?: 
Ladys on tour (ein Radfahrtraining für Migrantinnen in Braunschweig): Anfragen diverser Städte (unbekannte Umsetzung)

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Verkehrssicherheitsaktionen für Senioren
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 13a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Polizeiinspektion, Verkehrswacht (notwendige Materialausstattung)
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 15 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

"Das Risiko, als Fußgänger oder Radfahrer über 65 Jahre zu verunglücken, ist um ca. 40 % höher als für Menschen mittleren Alters; fast 50% der getöteten Fußgänger gehören zur Gruppe der Senioren. Das 75. Lebensjahr stellt eine kritische Schwelle dar, nach dem das Risiko stark ansteigt. Bedenklich ist, dass sich ältere Fußgänger oder Radfahrer Risikos meist nicht bewusst sind."

(Kaiser, Heinz-Jürgen, Eher Opfer als Täter – Senioren im Straßenverkehr, in: Albrecht/Hass-Klau 2012 )

Die Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Braunschweig, die Verkehrswacht Braunschweig und das Seniorenbüro der Stadt Braunschweig führen aus diesem Grund seit mehr als 20 Jahren verschiedenste Aktionen zu dem Thema Senioren im Straßenverkehr durch.

Ziel ist es, die Unfallzahlen zu senken sowie die Mobilität der Senioren zu erhalten, damit diese weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und somit die sozialen Kontakte aufrecht halten können.

Das Programm der drei o. a. Institutionen findet immer unter einem anderen Motto statt (z. B. "Was soll schon groß passieren?", "Alles im Griff?!", "Ich und die anderen – Standpunkte im Verkehr", "Sicher mobil…", usw.) (s. Foto "Verkehrssicherheit Auftaktveranstaltung").

Zu einer Auftaktveranstaltung (s. Foto "Verkehrssicherheit Auftaktveranstaltung"), die alle zwei Jahre stattfindet, werden die Verantwortlichen der über 200 Seniorengruppen eingeladen, in der das Programm der jeweiligen Aktion vorgestellt wird. Diese werden dann in den jeweiligen Gruppen, aber auch als zentrales Angebot, veranstaltet.

Im Laufe eines Aktionszeitraumes werden bis zu 100 Veranstaltungen von den Polizei-Moderatoren in den Gruppen durchgeführt, an der insgesamt bis zu 3.000 Personen teilnehmen.

Rauf auf's Radl

Das Ziel dieser Aktion ist es, älteren Menschen, die länger mit dem Fahrrad pausiert haben, zum Motivieren, die eigenen Fähigkeiten zu entdecken, aber auch die Gruppe als Kommunikationsort schätzen zu lernen.

In dieser Reihe werden wichtige und neue Radfahrvorschriften vermittelt, Tipps zum richtigen Umgang mit dem Fahrrad gegeben und motorische Übungen im Schonraum durchgeführt. Zum Abschluss der Reihe wird Im Rahmen einer Radtour durch die Stadt das theoretische Wissen durch praktisches Erleben vertieft (s. Fotos "Radfahrtraining - Motorische Übungen 1 und 2" und "Radfahrtraining Radtour").

Rauf aufs Rad'l hat im Jahr 1997 einen Bundespreis für Gemeinschaftsprojekte im Wettbewerb zu Thema "Bewegung, Spiel und Sport im Alltag" erhalten.

Im Laufe der über 20 Jahre, in denen die Aktion läuft, haben mehrere hundert Personen daran teilgenommen.

Neben dem eigenen Fahrrad können Interessierte auch Pedelecs, Dreiräder und seniorengerechte Fahrräder nicht nur anschauen sondern auch unter fachkundiger Anleitung ausprobieren (s. Flyer "Rauf aufs Rad'l").

Fahren mit Bus und Bahn

In Zusammenarbeit mit der Braunschweiger Verkehrs GmbH und der Verkehrswacht Braunschweig werden Interessierte von Fachleuten über das richtige Ein- und Aussteigen, das Verhalten an der Haltestelle sowie die richtige Planung einer Fahrt mit dem ÖPNV informiert. Es wird aber nicht nur theoretisches Wissen vermittelt. Vielmehr steht die Praxis im Mittelpunkt einer solchen Veranstaltung, die mehrmals im Jahr angeboten wird.

Rollatorsicherheitstraining

Seit 2010 wird von der Polizei und der Verkehrswacht Braunschweig ein Rollatorsicherheitstraining angeboten. Ziel dieser theoretischen und praktischen Unterweisung ist es, auf die Gefahren beim Umgang mit dem Rollator aufmerksam zu machen, über die richtige Handhabung aufzuklären, die richtige Handhabung zu üben und über weitere Hilfsangebote zu informieren.

Die Senioreninitiative AntiRost Braunschweig e. V. unterstützt mit Ehrenamtlichen handwerklich die Aktionen. Es werden notwendige Einstellungen des Rollators und das Anbringen von Sicherheitsreflektoren vorgenommen (s. Foto "Rollatortraining Theorie" und Flyer "Der Rollator – mobil mit der Gehhilfe…").

Die Verkehrswacht Braunschweig hat zu diesem Thema eine DVD herausgebracht. In vier kurzen Sequenzen werden die o. a. Bereiche erläutert und das Verhalten mit einem Rollator beim Fahren mit einem Bus dargestellt.

Fit im Auto – eine Initiative für sicheres Autofahren (geplant)

Im Herbst 2015 wird in Braunschweig erstmals die Aktion " Fit im Auto" angeboten. Bei dem neuen Fahrtraining wird Senioren die Möglichkeit geboten, das eigene Können hinter dem Steuer praktisch zu testen und gemeinsam mit Experten zu hinterfragen.

Teile aus einem Fahrsicherheitstraining, eine Übungsfahrt sowie Wissenswertes zu technischen Neuerungen im Auto sowie die aktuellsten Änderungen in der Straßenverkehrsordnung sind die Inhalte dieser neuen Aktion.

Beteiligt sind die Verkehrswacht Braunschweig, Fahrlehrer aus der Region und Polizeibeamte der Polizeiinspektion Braunschweig.

Einzelprojekts Nr. 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 

Gleichgewichtstraining für Seniorengruppenverantwortliche

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 25 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Seniorinnen und Senioren sind besonders von Stürzen und deren Auswirkungen betroffen:

  • ca. 30% der über 65 jährigen Menschen stürzen 1x pro Jahr
  • etwa jeder 10. Sturz führt zu behandlungspflichtigen Verletzungen
  • auf etwa 20 Stürze kommt ein Bruch

Hier langfristig Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, ist gesellschafts- und gesundheitspolitisch notwendig. Dieses Projekt unterstützt das Bedürfnis aller Beteiligten, möglichst lange körperlich fit und selbständig im eigenen Wohnumfeld mit den sozialen Kontakten leben zu können, u. a. Stürze zu vermeiden und die körperliche Leistungsfähigkeit zu stabilisieren und zu verbessern.

Die Netzwerkpartner, AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen, das Seniorenbüro der Stadt Braunschweig und das Gesundheitsamt und Gesundheitsplanung der Stadt Braunschweig, bieten eine kostenfreie Fortbildung für Seniorengruppenleiter zum Thema "Gleichgewichtstraining für Seniorengruppenleiter" an. Nach der Maßnahme sind die Seniorengruppenleiter befähigt, regelmäßig in ihren Gruppen ein 15minütiges Gleichgewichtstraining anzubieten. Für die Akquise, Planung, Durchführung, Dokumentation und Evaluation der Maßnahme ergänzen sich die Fähigkeiten und Kompetenzen der beteiligten Partner.

Die Seniorengruppenverantwortlichen erhalten eine 24stündige Fortbildung zum Thema "Gleichgewichtstraining für Seniorengruppenleiter" (s. Flyer "Fortbildung Gleichgewichtstraining für LeiterInnen von Seniorengruppen") an 6 Terminen mit je 4 Unterrichtsstunden.

Inhalte sind: Gleichgewichtstraining/Praxis (14 UE), Theorie zum Gleichgewicht (2 UE), Praxis/Theorie Krafttraining (2 UE), Methodik (2 UE), Arztvortrag zum Thema Schwindel, Sturz und Gleichgewicht (2 UE), der Bereich "häusliche Sturzgefahren" (2 UE). Unterstützend erhält jeder Teilenehmer eine sehr ausführliche Kursmappe.

Darüber hinaus ist eine telefonische oder persönliche Begleitung und Unterstützung bei Fragen zur Umsetzung sichergestellt. Außerdem finden für alle Teilnehmer Feedback-Treffen statt.

Zentraler Baustein ist die Fortbildung der Multiplikatoren (Senioren). Bewegung als Schutzfaktor wird so in bestehende Seniorengruppen getragen: langfristig, niederschwellig, dezentral, wohnortnah, nachhaltig und kostenfrei – es gibt keine Zugangsbarrieren und die Praxis erfolgt in der Lebenswelt der Teilnehmer. Damit ist dieses Angebot als settingorientierte Maßnahme einzuordnen.

Mit einer teilnehmerorientierten Ausrichtung, der Verbindung von körperlicher Erfahrung und Theorie und der Sinnperspektive macht Lernen im Alter Spaß. Die von allen Durchführenden (Seniorengruppenleiter und Teilnehmer) berichtete Freude auf die Aktivität und Veränderung des Befindens sind besonders erwähnenswert.

Die Inhalte der Fortbildung beruhen weitestgehend auf dem Ulmer Modell. Unterstützend ist zusätzlich die inhaltliche und methodische Vielfalt aus der Praxis der Feldenkrais-Methode – Bewusstheit durch Bewegung.

Damit stützt sich die Fortbildung auf wissenschaftlich anerkannte Angebote/Literatur und eine breite Praxiserfahrung. Die Kursleiter/Referenten kommen aus dem Bereich Prävention (Sportpädagogen/Physiotherapeuten).

Die Maßnahme wurde ausführlich mit den Netzwerkpartnern geplant. Zentraler Aspekt in der Vorbereitung war im Netzwerk die Suche nach einem mehrstufigen Verfahren zur Ansprache der Teilnehmer. Die Seniorengruppenleiter wurden auf sehr differenzierte Weise angesprochen: über dezentrale Treffen der Seniorengruppenverantwortlichen die in engen Kontakt mit dem Seniorenbüro stehen. Presseartikel sowie direkte Anschreiben an die Interessierten mit Informationsmaterial.

Von den ca. 200 Seniorengruppen in Braunschweig haben sich über 40 ehrenamtliche Teilnehmer bereit erklärt, sich fortbilden zu lassen. Sie wurden befähigt, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihren Gruppen zu einem regelmäßigen 15minütigem Gleichgewichtstraining zu motivieren und anzuleiten. Besonders bedeutsam ist es, dass die Seniorengruppenleiter als "Laien" die Begeisterung, Freude und Kompetenz ihrer Bewegungs-/Lernerfahrungen in ihre Gruppen übertragen konnten. Acht Gruppen bieten das Training nicht nur in ihrer Gruppe sondern auch für interessierte Seniorinnen und Senioren aus den jeweiligen Stadtteilen an (s. Flyer "Gleichgewichtstraining Sturzprävention in Braunschweig").

In den Unterlagen zur Fortbildung sind auch Kopiervorlagen für die Teilnehmer in den Gruppen vorhanden. Das motiviert zusätzlich zu weiteren – auch häuslichen – Aktivitäten.

Ein Abschlussgespräch am Ende der Fortbildungen und die Evaluation von Fragebögen wurden im Netzwerk besprochen und führten zu einem Transfer – dies betrifft sowohl Inhalte der Fortbildung als auch organisatorische Strukturen.

Die Evaluation hat zu sehr positiven Ergebnissen geführt. Die Abschlussfragebögen führten zu Noten von 1 - 2. Die Seniorengruppenleiter bestätigten eine große Praxisnähe und Umsetzungsmöglichkeit der Inhalte. Sie beschrieben eindrücklich den Prozess ihrer persönlichen Entwicklung (eigene Bewegungsfähigkeiten, das Agieren als "Bewegungsanleiter"). Sie schätzten die von Beginn an bestehende "Arbeit" in Kleingruppen, bei der jeder in wechselnden Gruppen "Anleiter" war. Die ausführlichen und sehr hilfreichen Teilnehmer-Unterlagen wurden positiv hervorgehoben.

Durch Hinweise der Teilnehmer nach der 1. Weiterbildung konnten Inhalte angepasst und die Organisation sowie der Zeitumfang verändert werden (von 20 auf 24 Unterrichtsstunden und weniger Stunden pro Tag - von 5 auf 4).

Die Evaluation zeigt auch, dass das Netzwerk auf eine echte Bedarfslücke gestoßen ist. Inhalte und Organisation werden in partizipativen Prozessen weiterentwickelt (weitere Fortbildungen, Auffrischungstage, Austausch, ...).

Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel von regionaler Aktivierung älterer Menschen über ein Netzwerk von Institutionen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich mit partizipativer Ausrichtung.

Nach der Pilotphase in Braunschweig wurde das Angebot in acht Städten und Landkreisen (Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine und Salzgitter) der Region fortgesetzt. Es konnten so weitere 40 Multiplikatoren fortgebildet werden (s. "Präsentation mit Fotos_Sturzprävention").

Bisher haben vier Fortbildungen stattgefunden. die ca. 80 geschulten Multiplikatoren erreichen zz. mehr als 800 Teilnehmer, die sich regelmäßig "bewegen".

Einzelprojekts Nr. 3

D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

E Anlagen