Stadt Brandenburg an der Havel

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Stadt Brandenburg an der Havel
Typ
kreisfrei
Bundesland
Brandenburg
Einreichende Dienststelle
Fachbereich Jugend, Gesundheit und Soziales
Name des Ansprechpartners
Anett Höfer
Funktion des Ansprechpartners
Sozialplanerin
Straße/Postfach
Wiener Str. 1
Postleitzahl
14772
Ort
Brandenburg an der Havel
Telefon des Ansprechpartners
+49 3381 585037
Telefax des Ansprechpartners
+49 3381 585004
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

"Brandenburg besucht und bewegt"

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Es zeigt sich, dass älter werdende Menschen immer mehr Angst entwickeln, allein aus der Wohnung zu gehen. Mit den zunehmenden Einschränkungen, wie Gehbehinderungen, schlechteres Sehen, die Angst zu fallen oder sich nicht mehr zu Recht zu finden, ziehen sie sich zurück.

Diesen Menschen ermöglicht der Besuchsdienst durch persönliche Zuwendung und Unterstützung, wie z.B. Begleitung, Motivation und Anregungen zur körperlichen und geistigen Aktivierung, den Weg aus der Isolation zu gehen oder Vereinsamung überhaupt zu vermeiden. Die regelmäßige Bewegung und der persönliche Kontakt erhöhen ihre Lebensfreude und Lebensqualität spürbar.

Die Besonderheit des Besuchsdienstes liegt in seinem ganzheitlichen Ansatz. Die ehrenamtlich fungierenden Besuchenden und die hauptamtliche Koordinatorin sind hierfür sensibilisiert und geschult. Mit ihrem Blick für die Gesamtsituation des Besuchten und ihrem guten Einfühlungsvermögen fungieren sie auch als Orientierungshelfer und Vermittler für weiterführende Hilfen. Diese wirken einer Verschlechterungen des Gesundheitszustandes oder der Alltagsabläufe entgegen und ermöglichen so einen längeren Verbleib in der Häuslichkeit. Der Besuchsdienst ist gut mit den lokalen Strukturen vernetzt. Er bezieht die verschiedenen Angebote anderer Träger, wie Beratungsangebote, Bürgerzentren und Begegnungsstätten, mit ein.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation

Die Stadt Brandenburg an der Havel (nachfolgend Stadt BRB genannt) setzt sich seit vielen Jahren mit der Entwicklung notwendiger Versorgungsstrukturen in Bezug auf das Älterwerden seiner BewohnerInnen auseinander. Damit kommt sie ihrem Auftrag aus § 2 Abs. 2 der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg nach, die Gemeindeentwicklung harmonisch zu gestalten und die gesundheitliche und soziale Betreuung sowie Freizeit und Erholungsbedingungen für ihre EinwohnerInnen zu entwickeln. Eingeschlossen hierbei ist ebenso die Förderung des kulturellen Lebens. Unter Zugrundelegung der Zweckbestimmung lt. Artikel 1 des "Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" ist hierbei die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen  an der Gesellschaft zu gewährleisten.

Des Weiteren beschreibt § 1 Abs. 1 des Landespflegegesetzes[1] neben der Sicherstellung einer leistungsfähigen, wirtschaftlichen und zahlenmäßig ausreichenden pflegerischen Versorgungsstruktur auch Hilfen im Vor- und Umfeld der Pflege, um ebenso eine pflegevermeidende (also präventive) Angebotsstruktur zu fördern. Dazu zählt auch die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, des Ehrenamtes, der familiären, sozialen und regionalen Netzwerke sowie der nachbarschaftlichen Hilfestrukturen in der häuslichen Pflege.  

Diese Vorgaben hat die Stadt BRB konzeptionell aufgegriffen in dem Bericht "Entwicklung ambulanter Versorgungsstrukturen für ältere Menschen mit und ohne Behinderungen in Brandenburg an der Havel – eine strategische Ausrichtung", SVV-Bericht 242/2011 (nachfolgend Strategiepapier genannt, Anlage 1). Den darin enthaltenen Empfehlungen liegt der Wunsch vieler älter werdender Menschen zu Grunde, ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung oder im gewohnten Wohnumfeld, trotz gewisser im Alter auftretender gesundheitlicher Einschränkungen zu führen. Die Stadt BRB hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesem Wunsch entsprechend und dabei dem Leistungsprinzip "ambulant vor stationär" folgend, Selbständigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter zu fördern und zu erhalten. Ziel dabei ist, eine wohnortnahe Versorgung im gesamten Stadtgebiet zu erreichen, vorhandene Strukturen einzubinden und zu stärken sowie das bürgerschaftliche Engagement zu erweitern. Diese Zielstellung stützt sich zugleich auf den "Masterplan der Stadt Brandenburg an der Havel", Fortschreibung 2011, INSEK-Integriertes Stadtentwicklungskonzept-vom 24.10.2012[2]. Hier wird speziell in Ziffer 10.4 "Bildung und Soziales" dargelegt, dass Versorgungsangebote innerhalb der Stadtteile und Wohngebiete so entwickelt sein sollen, dass sie fußläufig erreichbar sind und dass die Ressourcen älterer Menschen im Rahmen einer wirksamen Engagementförderung stärker einzubeziehen sind.

Die Stadt BRB schließt sich damit den Erkenntnissen der Altersforschung an, die belegen, dass Prävention und Gesundheitsförderung bis ins höchste Lebensalter wirksam sind[3]. Der Erhalt körperlicher und geistiger Funktionsfähigkeiten, eine gesundheitsbewusste Ernährung sowie geistige Aktivität und anregende soziale Beziehungen (Begegnungen, Bewegung und Kommunikation) sind für den Erhalt der Lebensqualität im Alter von zentraler Bedeutung: sie wirken dem körperlichen und geistigen Abbau entgegen, steigern das individuelle Wohlbefinden und wirken gegen eine Vereinsamung und Isolation. Damit verringern sie nicht nur das Risiko von Krankheiten, sondern erhöhen auch die Chance, den Eintritt körperlicher und/oder geistiger Beeinträchtigungen oder Behinderungen sowie den Eintritt von Pflegebedürftigkeit zu verzögern. Sie erhöhen also nicht nur die Lebensqualität der betroffenen Menschen sondern wirken gleichzeitig Kosten mindernd  - sowohl für die Betroffenen selbst als auch für die sozialen Leistungssysteme, wie z.B. der Sozialhilfe und der Leistungen der Pflege.

Die konkrete Umsetzung dieser Zielstellungen erfolgt über die Förderrichtlinie "Fördergrundsätze Seniorenangebote" (Anlage 2). Hier ist unter Ziffer 3.2 speziell die Unterstützung für in der Häuslichkeit wirkende ehrenamtliche Dienste als Fördermaßnahme benannt (Baustein 2). Die hier benannten Zielstellungen sollen durch Besuche, Begleitungen im öffentlichen Raum, beim Einkaufen oder zu bzw. bei Freizeitangeboten ermöglicht werden. Seit September  2013 unterstützt die Stadt BRB nunmehr den Aufbau eines stadtteilorientiert wirkenden ehrenamtlichen Besuchsdienstes. Dieses Projekt ist an das Freiwilligenzentrum in Trägerschaft des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin e.V. angegliedert.

Anlass

Bereits bei der Erarbeitung des Strategiepapiers (s. Anlage 1) wurde durch die Mitglieder der Arbeitsgruppen bekundet, dass die Vereinsamung älterer Menschen ein aktuelles Thema ist und hier dringend Abhilfe geschaffen werden sollte. Dies drückt sich z.B. in der Handlungsempfehlung zum Erhalt von Unterstützungsmöglichkeiten in der Häuslichkeit durch z.B. ehrenamtliche Dienste aus (s. Anlage 1, Ziff. 2.3.4, S. 24).

In Kooperation von Seniorenbeirat, Behindertenbeirat, Stadtverwaltung und Freiwilligenzentrum wurde die Idee des Besuchsdienstes besprochen und entwickelt. Hierzu  wurde im Juni 2011 ein Workshop mit verschiedenen Akteuren in der Stadt durchgeführt. Teilnehmende waren MitarbeiterInnen regionaler Seniorenangebote, verschiedener Pflegeheime und Pflegedienste, der Kirchengemeinden, der ansässigen Kliniken und des Mehrgenerationenhauses als auch ehrenamtliche VertreterInnen z.B. der politischen Parteien oder von Bürgervereinen. Im Ergebnis dieses Workshops wurde ein Konzept für einen überwiegend ehrenamtlich fungierenden Besuchsdienst entwickelt. Darüber hinaus entstanden wertvolle Vernetzungen untereinander, an denen fortfolgend angeknüpft werden konnte. Die Bewerbung der Stadt BRB im Oktober 2011 mit diesem Konzept an dem Interessenbekundungsverfahren des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend "Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen" fand leider keine Berücksichtigung. Somit konnte das Projekt erst mit Wirksamwerden der o.g. "Fördergrundsätze Seniorenangebote" (s. Anlage 2) ab dem Jahr 2013 weiter aufgebaut werden. Durch eine verstärkte Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen wurde das Konzept des Ehrenamtlichen Besuchsdienstes im Hinblick auf eine Beteiligung der "Aktion Mensch" erweitert. Angesichts der demografischen Entwicklung in den nächsten Jahrzenten werden verstärkt Ansätze und Strukturen benötigt, die ein längeres selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Dabei ist der Besuchsdienst ein wichtiger Baustein, da er mit seinem Konzept (Anlage 3) die Versorgung in der eigenen Häuslichkeit stärkt und die Inklusion älterer Menschen fördert. Er bringt damit aber auch generationsübergreifend Menschen am Wohnort zusammen und unterstützt damit die gesellschaftliche Teilhabe.

Zielgruppen und Ziele

Der Besuchsdienst richtet sich an ältere Menschen mit und ohne Behinderungen (nachfolgend NutzerInnen genannt). Er zielt darauf ab, die vorhandene oder drohende Vereinsamung zu verhindern bzw. zu verringern und die Teilhabe der NutzerInnen am gesellschaftlichen Leben durch Gespräche, Spaziergänge, Aktivitäten etc. zu fördern. Durch Information über weiterführende Hilfen wird das Selbsthilfepotential der NutzerInnen gestärkt.  Auf diesem Wege kann eine längere Verweildauer in der Häuslichkeit ermöglicht werden. In diesem Sinne wirkt der Besuchsdienst auch als Frühwarnsystem zur Prävention von Hilfs- und Pflegebedürftigkeit.

Aufgaben, Angebote und Leistungen

Der Besuchsdienst ist ein Baustein in der Versorgung und Aktivierung älterer Menschen und von Menschen mit Behinderungen. Mit der Mobilisierung der körperlichen und geistigen Aktivitäten bis ins hohe Alter soll die Alltagsmotorik möglichst lange erhalten bleiben. Um diese Ziele zu erreichen setzt der Besuchsdienst auf den Einsatz von gut ausgebildeten und motivierten Freiwilligen. Es wird immer wichtiger, die gesellschaftliche Solidarität zu stärken und Verständnis in allen Lebenslagen füreinander zu entwickeln.

Die Ehrenamtlichen besuchen die NutzerInnen in der Häuslichkeit. Die NutzerInnen werden zur regelmäßigen Bewegung sowie zur körperlichen und geistigen Aktivität mobilisiert. Dies erfolgt durch Gespräche, kleine Bewegungsübungen, Übungen zur Sturzprävention oder durch Begleitung. Das können gemeinsame Spaziergänge oder der gemeinsame Besuch zu  Gruppenaktivitäten sein. Die Ehrenamtlichen ermöglichen so den NutzerInnen wieder einen Zugang zum Wohnumfeld und zur Nachbarschaft sowie zu Angeboten im Stadtteil. Im Einzelfall kann auch die Begleitung zu einer Behörde oder zu Ärzten stattfinden. Der Ehrenamtliche nimmt zum Teil auch eine Lotsenfunktion wahr, indem er bei Bedarf oder bei auftretenden Schwierigkeiten über professionelle Angebote, wie Beratungsstellen und weitere Dienste informiert bzw. dorthin vermittelt. Damit können Hilfen möglichst frühzeitig ansetzen und einer potentiellen Verschlechterung der Lebenssituation präventiv begegnet werden.

Vorgehen und Umsetzung

Der Besuchsdienst ist im Freiwilligenzentrum angedockt, so dass sich eine optimale Synergie von Ressourcen und Fachwissen ergibt. Der Grundsatz der trägerübergreifenden Arbeit des Freiwilligenzentrums gilt auch für den Besuchsdienst. Für die kontinuierliche und verlässliche Arbeitsweise des Besuchsdienstes ist die Einbindung einer hauptamtlichen Koordinierungskraft von wesentlicher Bedeutung. Die Stelleninhaberin verfügt über eine sozialpädagogische Qualifikation und besitzt gerontologisches Grundlagenwissen und Erfahrungen in diesem Themenfeld. Die Strukturen von Politik, Verwaltung und Akteuren der Senioren- und Behindertenhilfe sind ihr geläufig. Die Koordinatorin verbindet die NutzerInnen mit den Ehrenamtlichen. Sie berät hinsichtlich der Möglichkeiten des gewünschten Besuches und unterstützt die Ehrenamtlichen in ihrem freiwilligen Engagement. Gleichfalls nimmt auch die Koordinatorin im Zuge ihrer Beratungsfunktion zum Besuchsdienst die Gelegenheit wahr, auf mögliche weitergehende Hilfen hinzuweisen. Sie macht im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit auf vielfältige Weise auf den Besuchsdienst aufmerksam.

Im Einzelnen:

Nachdem eine Bedarfsmeldung eingegangen ist, wird nach einem "passenden" Ehrenamtlichen gesucht.

Die Koordinatorin akquiriert die Ehrenamtlichen für den Besuchsdienst. In einem persönlichen Gespräch erfolgt die Abklärung der Motivation, der persönlichen Eignung und der verfügbaren zeitlichen Ressourcen sowie der Versicherungsfragen usw. Durch Schulungen werden die Ehrenamtlichen auf ihren Einsatz vorbereitet bzw. begleitet. Dazu arbeitet der Besuchsdienst mit verschiedenen Trägern zusammen, die als Referenten fungieren und /oder unterstützen.

Die Vermittlung der Ehrenamtlichen an die NutzerInnen erfolgt auf der Grundlage eines persönlichen Gesprächs und möglichst stadtteilbezogen. Beim ersten Gespräch ist die Koordinatorin anwesend. Beide Seiten werden aufeinander vorbereitet. Die Koordinatorin steht für Fragen, Probleme, zur Motivation und zur allgemeinen Unterstützung sowohl den NutzerInnen als auch den Ehrenamtlichen zur Verfügung. Durch die intensiven persönlichen Kontakte während der Begleitung der NutzerInnen können auch auf andere, vor allem auch auf professionelle Hilfen hingewiesen werden, wenn es sich aus der jeweiligen Situation ergibt. Dies dient vor allem der Erhaltung und Verbesserung des Gesundheitszustandes der NutzerInnen. Diese können durch die persönlichen Kontakte wieder einen sozialen Bezug erhalten und haben damit oft wieder mehr Freude am Leben. Diese Verbesserung des mentalen und seelischen Zustandes der älteren Menschen bewirkt ein positives Lebensgefühl. Sie kann somit helfen, den Genesungsprozess nach Krankheit oder Krankenhausaufenthalt zu verkürzen und steigert damit die Lebensqualität.

Erreichtes/Bericht aus der Praxis

Mit dem Start des Projektes zum 01.10.13 lag ein Schwerpunkt in der Installierung, Bekanntmachung und Vorstellung des Projektes in der breiten Öffentlichkeit. Voraussetzung für die Arbeit des Besuchsdienstes ist der Kontakt und die Kooperation mit den unterschiedlichsten Verbänden, Vereinen, Einrichtungen und Initiativen im Sinne einer breiten Netzwerkarbeit. Denn es sollen ja gerade die erreicht werden, die von Einsamkeit und Isolation betroffen sind (eben durch ihre Einschränkungen) und einen entsprechenden Bedarf haben. Daher wird auch die weitere Bekanntmachung ein Dauerthema bleiben, denn gerade verschiedene Netzwerkpartner wie Hauskrankenpflegen, Ärzte, Pflegestützpunkt usw. erfahren eher um die Not der Einzelnen.  Je nach Stadtteil ergeben sich zusätzlich weitere Netzwerkpartner und stadtteilbezogene, kleinräumigere Vernetzungen, die konzeptionell eingebunden werden. So konnten insgesamt 34 Personen mit dem ehrenamtlichen Besuchsdienst unterstützt werden, für zwei Personen wird z.Z. noch nach einem passenden Ehrenamtlichen gesucht. Für einige Ehrenamtliche waren es zeitlich begrenzte Einsätze, um in besonders schwierigen Situationen unterstützend zu wirken. So waren es die SozialarbeiterInnen des Krankenhauses die für die Zeit nach der Entlassung und bis zur weiteren Genesung um Unterstützung bei der Aktivierung baten oder bis zum Umzug in eine geeignete Einrichtung Hilfe nötig war. So waren in dieser Zeit auch entsprechend viele Ehrenamtliche im Einsatz.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass die älter werdenden Menschen immer mehr Angst entwickeln, allein aus der Wohnung zu gehen. Körperliche und psychische Gesundheit sind eng verknüpft. Mit den zunehmenden Einschränkungen, wie Gehbehinderungen, immer schlechteres Sehen oder einfach nur die Angst zu fallen bzw. sich nicht mehr zu Recht zu finden,  ziehen sich viele zurück. Depressive Verstimmungen, Herzerkrankungen oder eine beginnende Demenz begrenzen viele Betroffene in ihrem Aktionsradius. In vielen Fällen wohnte die Familie nicht in der Nähe bzw. gab es keine Kontakte mehr oder auch keine Angehörigen. Einige waren bereits längere Zeit nicht mehr selbst aus ihrer Wohnung gekommen. Diese waren zwar versorgt (Hauskrankenpflege, Reinigung, Einkaufsdienst), aber trotzdem von großer Einsamkeit betroffen und an ihre Wohnung gebunden. Hier konnte der Besuchsdienst oft erfolgreich ansetzen. Die meisten Ehrenamtlichen besuchen 1x pro Woche ihre/n NutzerIn und unternehmen etwas: Spazieren gehen, Spielen, Bewegungsspiele (Sturzprävention), Rätsel lösen, gemeinsam einkaufen, Geschichten vorlesen, einander zuhören und vor allem miteinander Zeit verbringen und reden.

Im Übrigen wird mit den Akteuren immer abgeklärt, ob der Besuchsdienst die richtige Unterstützung ist. Denn oftmals stellt sich im Gespräch heraus, dass nur eine Hilfe im Haushalt und Pflegeunterstützung gesucht wird. Hier wird dann an entsprechende Dienstleister verwiesen und der Zwecks bzw. das Ziel des Besuchsdienstes erklärt.

Für die Ehrenamtlichen werden regelmäßig Fortbildungen mit folgenden Themen angeboten: Gestaltung des Besuches, Grundlagen zur Kommunikation, Gespräche führen, Klärung der eigenen Motivation, Verständnis für Mitmenschen entwickeln, Selbst-und Fremdeinschätzung, Zuhören u.a. sowie einen damit verbunden Austausch. Dies fand im Jahr 2014/2015 z.B. statt als viertägige Weiterbildung mit Partnern wie die Akademie 2. Lebenshälfte, der AOK und der Europäischen Sportakademie: "Mehr Bewegung und Sicherheit im hohen Alter – angeregt durch ehrenamtliche BesucherInnen". Hinzu kommen Infos über das in der Stadt BRB existierende Hilfenetz.

Erfüllung der Bewertungskriterien

Das Projekt ist in die bestehenden Grundlagenkonzepte Stadt BRB eingebunden (s. Darstellungen unter "Ausgangsposition", Seite 1).

Die Analyse der Ausgangslage und des Bedarfes erfolgte in Arbeitsgruppen. Unterstützt durch Befragungen der älteren Menschen im öffentlichen Raum sowie von Anbietern altersgerechten Wohnraums und durch Aufbereitung vorhandener Statistiken konnte die Situation der älteren Menschen erfasst und beschrieben werden. Die geführten Diskussionen um die Vereinsamung älterer Menschen sowie um die Bedeutung von Mobilität und Mobilitätsverlust waren zentrale Elemente zur Entwicklung des Ehrenamtlichen Besuchsdienstes.

Aus dem Strategiepapier wurde folgende Zielstellung für die Förderung von Seniorenangeboten abgeleitet (s. S. 2, Fördergrundsätze Seniorenangebote):

"Die Ergebnisse und Empfehlungen des Berichtes 242 / 2011 zusammenfassend geht es um die Zielstellung:

  • älteren Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen
  • eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen und somit
  • Isolation zu vermeiden.

Dies soll verbunden werden mit

  • Elementen einer gesundheitsfördernden Lebensweise

und

  • der Förderung des ehrenamtlichen Engagements von älteren Menschen und für ältere Menschen."

Für den Ehrenamtlichen Besuchsdienst wurden diese Ziele konzeptionell verankert:

Zentrale Anliegen des Ehrenamtlichen Besuchsdienstes sind es,

  • die Vereinsamung älterer Menschen mit und ohne Behinderungen zu verringern oder zu verhindern,
  • die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern, durch z.B. Gespräche, die die geistigen Aktivitäten anregen und durch Spaziergänge, die die Beweglichkeit der Besuchten fördern und ihre Mobilität erhalten helfen, ihnen wieder einen Zugang zu ihrem Wohnumfeld und ihrer Nachbarschaft ermöglichen sowie
  • über mögliche Beratungsstellen, Dienste und Angebote zu informieren. Damit besteht auch die Chance, bei auftretenden Schwierigkeiten frühzeitige Hilfen anzubieten und damit einer potentiellen Verschlechterung der Lebenssituation präventiv zu begegnen. (s. Anlage 3)

Die Stelle der Koordinatorin  ist mit einer entsprechenden Fachkraft (Dipl.-Sozialpädagogin) besetzt. Zur Aufrechterhaltung der fachlichen Qualität der Arbeit und zur Sicherung der Arbeit auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand stellt der Träger Fort- und Weiterbildung des Personals, dessen Teilnahme an Fachtagungen und Erfahrungsaustausch sowie den Zugang zu einschlägiger Fachliteratur sicher. Die MitarbeiterInnen sind zur Teilnahme an Teamsitzungen und aufgabenspezifischer Fort- und Weiterbildung verpflichtet.

Die Arbeit wird regelmäßig evaluiert. Anhand der regelmäßigen Gespräche/Begleitung der Ehrenamtlichen und der NutzerInnen sowie der Statistik werden Probleme deutlich. Sie werden gewichtet und eventuell daraus resultierende Maßnahmen abgleitet oder als Schwerpunkte für Fortbildungen oder den Austausch behandelt.

Der Ehrenamtliche Besuchsdienst ist gut in die vorhandenen Strukturen eingebunden. Er hat durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit einen guten Bekanntheitsgrad bei den einschlägigen Beratungsstellen und weiteren Diensten der Alten- und Behindertenhilfe sowie unter den Ärzten erzielt. Eine sehr enge Zusammenarbeit besteht mit dem Pflegestützpunkt. Insbesondere die einzelfallbezogene Vernetzung zwischen den Akteuren schärft den Blick für die gesamte Situation der jeweiligen Person und dient somit einer ganzheitlichen Versorgung der NutzerInnen.

Der ehrenamtliche Besuchsdienst ist als ein "Bürgerprojekt" bewusst an das Freiwilligenzentrum der Stadt BRB angegliedert, so dass bereits vorhandene Strukturen optimal genutzt werden können.  Das Freiwilligenzentrum tritt für die öffentliche Wahrnehmung und Anerkennung des bürgerschaftlichen Engagements durch Gesellschaft und Politik ein. Ziel ist die Entwicklung eines engagementfreundlichen Klimas, dass die Kenntnis bezüglich notwendiger Rahmenbedingungen für die Förderung der Freiwilligenarbeit beinhaltet. Freiwilligenarbeit ist eine Herausforderung und eine Notwendigkeit für ein lebendiges bürgerschaftliches Gemeinwesen. Gelingende Netzwerkstrukturen und Kooperationen sind Voraussetzung für eine neue Kultur der Freiwilligenarbeit, die das Freiwilligenzentrum gezielt voranbringt. Auf dem Weg zu einer gelingenden Bürgergesellschaft versucht der ehrenamtliche Besuchsdienst einen positiven Beitrag für die gesellschaftliche Entwicklung zu leisten.

Der Aufbau des Besuchsdienstes erfolgt stadtteilorientiert, d. h. es wird angestrebt die Ehrenamtlichen an NutzerInnen aus dem gleichen Stadtteil zu vermitteln. Schlüsselpersonen, Institutionen und Netzwerke eines Stadtteils werden genutzt, um NutzerInnen und Ehrenamtliche zu finden und in Kontakt zu bringen. Diese Vorgehensweise soll die Engagementbereitschaft erhöhen, indem der Besuchsdienst als Nachbarschaftshilfe gewertet wird. Der konsequente stadtteilbezogene Ansatz führt zu gelebter Bürgernähe und ist im Sinne ehrenamtlichen Engagements erfolgversprechend, weil hierdurch das Engagement für die Helfenden vereinfacht wird (kurze Wege, schnelle Kommunikation) und damit ihre Bereitschaft zum Engagement gesteigert werden kann. Die Nutzung vorhandener hauptamtlicher Angebote für die Etablierung des ehrenamtlichen Dienstes bewirkt eine direkte Vernetzung der Hilfen in den Stadtteilen.

In den stattfindenden Fortbildungen und Gesprächen der Ehrenamtlichen mit der Koordinatorin wird versucht, ein Bewusstsein für  einen achtsamen und gendersensiblen Umgang  mit den NutzerInnen zu erzeugen. Dazu werden Grundlagen der Kommunikation und personenzentrierte Kommunikationsmethoden behandelt. Ehrenamtliche und NutzerInnen werden dahingehend sensibilisiert, dass mehr Verständnis füreinander und ein bewussteres Miteinander erzeugt werden kann.

Der Besuchsdienst ist für die Nutzer kostenlos. Er steht damit vor allem auch den Menschen zur Verfügung, die unter schwierigen Lebensbedingungen leben (oftmals im Existenzminimum) und in der Regel privat finanzierte Dienstleistungen nicht nutzen können.  Auch die Kooperationspartner wie z.B. der Pflegestützpunkt bzw. die Pflegedienste werden hier sensibilisiert.

Die Gesundheitsförderung und Prävention wird in der Stadtverwaltung BRB als Querschnittsaufgabe angesehen. In dem durch die MitarbeiterInnen und mit Unterstützung der Verwaltungsführung erarbeiteten Leitbild (Anlage 4) ist die Wahrnehmung der gemeinsamen Verantwortung formuliert, um BRB zu einer  attraktiven Stadt zum Leben, Wohnen und Arbeiten zu machen. Dazu gehören u.a. die Unterstützung beim Ausbau ortsnaher Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sowie der Erhalt und die Förderung der vielfältigen kulturellen-, sportlichen und Freizeitangebote sowie die nachhaltige Unterstützung des Ehrenamtes. Dies spiegelt sich auch in den Ämterstrukturen wider: so umfasst der Fachbereich Jugend und Soziales ebenso den Bereich Gesundheit und Wohnen. Die Kommunikationswege zwischen der Sozialplanung und z.B. der Gesundheitsförderung oder zum Pflegestützpunkt sind somit sehr kurz.

Arbeitsgruppen wurden und werden regulär aus mehreren VertreterInnen der einschlägigen Verwaltungsbereiche und mit externen Fachkräften gebildet. Darüber hinaus hat sich in der Stadt BRB der Verein "Gesund in Brandenburg e.V."[4] gegründet. Er ist eine Art Dachverband für regionale Gesundheitsthemen und vereint zahlreiche Mitglieder aus verschiedenen Bereichen der Gesundheitswirtschaft. Des Weiteren gibt es den Seniorenbeirat der Stadt BRB[5], der ebenfalls verschiedene Vereine der Alten- und Behindertenhilfe vereint und eng mit der Sozialplanung verbunden ist. Oder den Stadtsportbund[6], welcher Sportvereine in der ganzen Stadt unterstützt. Das Freiwilligenzentrum und die Selbsthilfekontaktstelle wirken unter dem Dach desselben Trägers[7] und profitieren so von Synergieeffekten. Aus diesen Netzwerken heraus entstehen Projekte im Zusammenwirken vieler Akteure, z.B. die jährliche Großveranstaltung "Fit für die Enkel", eine Veranstaltung mit vielen Bewegungs- und Sportangeboten sowie Informationsangeboten aus den Bereichen  Gesundheit, Beratung, Pflege sowie Freizeit- und Bildungsangebote für die ältere Bevölkerung. Weitere Projekte sind z.B. das jährliche Event "3000 Schritte" oder vielfältige Großveranstaltungen an zentralen Plätzen zum Thema Ernährung, Tag der Behinderten, Tag des Ehrenamtes, Engagement-Marktplatz und weitere Veranstaltungen, z.B. im Rahmen der jährlichen Seniorenwoche.

Die Stadt BRB ist langfristig daran interessiert, gesundheitsfördernde und präventive Strategien anzuwenden. Dies ist gesichert im Masterplan, welcher die Gesundheitswirtschaft zum Wohle der Bevölkerung entwickeln will und hierfür Akzente setzt. Die Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlung, insbesondere der Ausschuss für Gesundheit, Soziales und Seniorenfragen werden über Aktivitäten und Ergebnisse informiert und in die Entscheidungsketten einbezogen.

Das Innovative Element am Besuchsdienst besteht in dem Wechsel von der bisher überwiegend praktizierten "Komm-Struktur" hin zur "Geh-Struktur" und der Orientierung auf stadtteilnahe Angebote.  Es hatte sich gezeigt, dass es vielen NutzerInnen nicht mehr möglich ist, die vorhandenen lokalen Angebote aufzusuchen. Im Vergleich mit einem Landkreis erscheinen die Wege innerhalb einer Stadt zu den vorhandenen Einrichtungen und Angeboten kurz. Allerdings gibt es die Erkenntnis, dass es manchen Menschen nicht einmal mehr möglich ist, die Wohnung überhaupt zu verlassen. Das hat die Stadt BRB dazu veranlasst, stärker als bisher in die Sozialraumorientierung zu gehen und auch die fußläufige Erreichbarkeit von Angeboten nach und nach umzusetzen. Dennoch ist es erforderlich, auch denjenigen Kommunikationsangebote zu machen, die gar nicht mehr aus dem Haus können oder es sich nicht mehr zutrauen. Insofern ist der Weg, aufsuchende Angebote in der Stadt umzusetzen, für die Stadt BRB neu und innovativ; erfordert es doch eine andere Herangehensweise in der Steuerung der Angebote und speziell auch für die Ausbildung derjenigen, die dort wirken wollen.

Die Stadt BRB und das Freiwilligenzentrum gehen davon aus, dass das Konzept des Ehrenamtlichen Besuchsdienstes aufgrund der Niedrigschwelligkeit leicht auf andere Kommunen übertragbar ist. Wichtig ist die Bereitschaft der Kommunen, eine verbindliche Kraft in das Projekt einzubinden, um allen Beteiligten (NutzerInnen, Ehrenamtlichen, Steuerungsverantwortliche und Finanzierungsgeber) eine Verlässlichkeit und Kontinuität zu bieten und die erforderlichen Vernetzungsstrukturen zu erhalten.

Anlagen

  1. Entwicklung ambulanter Versorgungsstrukturen für ältere Menschen mit und ohne Behinderungen in Brandenburg an der Havel – eine strategische Ausrichtung", SVV-Bericht 242/2011, "Strategiepapier"
  2. Grundsätze für die Unterstützung von Angeboten zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe älterer Menschen mit und ohne Behinderungen ("Fördergrundsätze Seniorenangebote"), SVV-Beschluss Nr. 040/2012
  3. Konzept "Koordination Besuchsdienst in der Häuslichkeit"
  4. Leitbild der Stadtverwaltung Brandenburg an der Havel, 13.09.2010

[1] Gesetz über die pflegerische Versorgung im Land Brandenburg (Landespflegegesetz-LPflegeG) vom 29.06.2004, zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12.07.2011 ()GVBl.I/11, [Nr.15]

[2] Masterplan, siehe auch http://www.stadt-brandenburg.de/leben/wohnen/stadtentwicklung/masterplan

[3] Land Brandenburg (2005), Gesund alt werden – Soziale und gesundheitliche Lage älterer Menschen im Land Brandenburg, Beiträge zur Sozial- und Gesundheitsberichterstattung Nr. 4.2, S. 52,53

[4] siehe auch http://www.gesundinbrandenburg.com/

[5] siehe auch http://www.stadt-brandenburg.de/leben/buerger/senioren/seniorenbeirat/

[6] siehe auch http://www.ssb-brandenburg.de/

[7] Siehe auch http://www.caritas-brandenburg.de/90833.html

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Es erfolgte diese Mehrfachnennung, weil der Besuchsdienst sich gerade an ältere Menschen wendet (ohne Alterseinschränkung), die aufgrund von körperlichen Einschränkungen bzw. Behinderungen zurückgezogen in ihrer eigenen Wohnung leben und von Vereinsamung bedroht oder betroffen sind. Es sind die Menschen, die sich gerade wegen ihrer Einschränkung nicht mehr allein aus der Wohnung trauen bzw. auf Hilfe angewiesen sind, um mobil zu sein (z.B. Sehbehinderung, Gehbehinderung, Depression). Diese Menschen werden dadurch u.a. zu Bewegung in verschiedener Hinsicht mobilisiert, was in der Regel auch zu einem besseren Wohlbefinden führt. Gleichzeitig sind aber auch die mobilen älteren Menschen angesprochen, sich als Besuchende zu beteiligen.
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere
C 29a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Betreutes Wohnen, da hier oft nur Grundversorgung

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Pflegestützpunkt; Behindertenberatung
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 32a Wenn ja, welche?: 
Vereinbarung zwischen Ehrenamtlichen und Besuchsdienst
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
Einbindung von Schulungsinhalten aus dem Projekt der AOK Nordost „Sturzprävention“; Akademie Zweite Lebenshälfte /Infomaterialien
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 3

D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

E Anlagen