Ortsgemeinde Sarmersbach

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Ortsgemeinde Sarmersbach
Typ
kreisangehörig
Bundesland
Rheinland-Pfalz
Einreichende Dienststelle
Ortsgemeinde Sarmersbach
Name des Ansprechpartners
Dieter Treis
Funktion des Ansprechpartners
Ortsbürgermeister
Straße/Postfach
Hilgerather Str. 2
Postleitzahl
54552
Ort
Sarmersbach
Telefon des Ansprechpartners
+49 6592 8189
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Dorfgesundheitshütte Sarmersbach

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Die Bürger der Ortsgemeinde Sarmersbach haben in einer Zukunftskonferenz im März 2015 verschiedene Themen erarbeitet, um die sie sich seitdem in unterschiedlichen Arbeitskreisen aktiv kümmern. Ein von allen Teilnehmern befürwortetes Projekt befasst sich mit den Themen Sport, Bewegung und präventiver Gesundheitsförderung. Fitness bis ins hohe Alter – der Schlüssel hierfür ist Prävention zur Förderung eines hohen  Gesundheitsstands in jedem Alter. Die aus dieser Idee entstandene Arbeitsgruppe verfolgt den Plan, eine Dorfgesundheitshütte einzurichten – nach dem Vorbild des Mannebacher
Mobilitätsmodells. Die Dorfgesundheitshütte soll ein Ort sein, der mit mehreren Sport- und Fitnessgeräten ausgestattet ist und von jedem Bürger des Ortes und der umliegenden Gemeinden – gleich welchen Alters – zur präventiven Gesundheitsvorsorge und zum Austausch genutzt werden kann.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Die Auswirkungen des demographischen Wandels sind überall spürbar. Gerade in ländlichen Regionen sind zahlreiche Kommunen von der Überalterung der Bevölkerung
betroffen. Die jüngere Generation zieht es oftmals in die Städte, der Nachwuchs
bleibt aus. Gleichzeitig steigt die Zahl der Älteren.

Auch Sarmersbach in der Vulkaneifel ist vom demographischen Wandel betroffen. In dem etwa 200-Seelen-Dorf in der Verbandsgemeinde Daun sind ca. 23% der Bevölkerung älter als 65 Jahre. 16% der Bevölkerung sind unter 20 Jahre. Die Statistiken zeigen, dass sich die Zahlen allein innerhalb der letzten zehn Jahre stark zu Gunsten der älteren Bevölkerung verändert haben – bei gleichzeitiger Reduzierung des Anteils der Unter-20-Jährigen um mehr als 10%.

Sarmersbach hat trotz der beschriebenen Entwicklung eine gut funktionierende Dorfgemeinschaft und eine aktive Jugend. Um sich gemeinsam den demographischen Herausforderungen zu stellen, wurde im März 2015 eine zweitägige Zukunftskonferenz mit Unterstützung der Verbandsgemeindeverwaltung Daun initiiert, bei der gemeinsame Lösungen und Schritte für die Zukunft entwickelt wurden. Die große Teilnehmerzahl (mehr als 60 Personen bei einer Einwohnerzahl von knapp 200) verdeutlichte den starken Zusammenhalt und das große Engagement in der Dorfgemeinschaft. Jung und Alt erarbeiteten aktiv und engagiert an zwei Tagen verschiedene Themen zur Gestaltung des demographischen Wandels im Ort. So bildeten sich schließlich acht Arbeitsgruppen zu den Themen Dorfmobil, Spielenachmittage, Kochen/Backen/Basteln, Renaturierung der Weiherheide,  Dorfschrebergarten, geführte Wanderungen/Wanderwege, Vermarktung der Baugrundstücke sowie Gesundheitshütte/Dorfladen/Dorfcafé.

Alle acht Arbeitsgruppen – in denen auch zahlreiche Jugendliche mitwirken – arbeiten
seitdem aktiv an der Umsetzung ihrer Projekte und stehen im ständigen Austausch mit dem Ortsgemeinderat und dem Ortsbürgermeister Dieter Treis.

Die Arbeitsgruppe zur Erarbeitung eines Konzepts für die Gesundheitshütte besichtigte nach einem ersten Arbeitskreistreffen zunächst die Gesundheitshütte in Mannebach im Kreis Trier-Saarburg, um sich über das Projekt Dorfgesundheitshütte im Rahmen des Mannebacher Mobilitätsmodells zu informieren und ein genaueres Bild zu erhalten. Seitdem steht die Arbeitsgruppe im engen Austausch mit dem Mannebacher Bürgermeister Bernd Gard, der seine Unterstützung bei allen auftauchenden Fragen zugesagt hat. Im Anschluss stellte die Arbeitsgruppe mehrere Vorschläge für den Standort der geplanten Hütte heraus, stellte Vor- und Nachteile dar, erarbeitete jeweils eine Kosten- und Risikoabschätzung und informierte sich über Finanzierungs- und Organisationsstrukturen.

Zu einer zweiten Exkursion nach Mannebach wurden dann alle Sarmersbacher eingeladen,
um sich selbst über das erfolgreiche Konzept zu informieren. Insgesamt nutzten 40 Personen das Angebot.

Im Juli wurde schließlich eine Umfrage unter den Sarmersbacher Bürgern gestartet, um die generelle Akzeptanz und Unterstützung einer Dorfgesundheitshütte zu erfragen und   gleichzeitig auch zu eruieren, wie groß die Zahl der potenziellen Nutzer im Dorf wäre,  welchen Betrag die Bürger bereit wären, monatlich in ihre Gesundheit zu investieren und ob Interesse an einer regelmäßigen Aufklärungs- und Informationsveranstaltung zu diesem Thema besteht.

Bei einer Umfrage-Beteiligung von 49% stimmten 86% davon für die Gesundheitshütte.
Die Akzeptanz im Dorf ist demnach sehr groß.

Die Dorfgesundheitshütte soll dazu beitragen, jedem Bürger die Möglichkeit zu geben vor Ort aktiv zu werden und etwas für seine Gesundheit zu tun. Sport, Bewegung und Gesundheitsförderung können dazu beitragen, einen hohen Gesundheitsstand zu erhalten
bzw. zu erreichen und auch im Alter noch lange mobil zu bleiben. Auch im (hohen) Alter kann ein moderates Kraftausdauertraining betrieben und so die eigene Fitness erhöht werden. Das Konzept aus Mannebach zeigt, dass die Annahme und die Beteiligung durch die Bürger im Ort groß sind und das Angebot rege genutzt wird. Auch die große  Zustimmung in Sarmersbach lässt erahnen, dass das Angebot gut genutzt werden wird.

Neben den Sarmersbachern sollen auch weitere Bürger der umliegenden Orte die  Möglichkeit haben, an den Fitnessgeräten in der Dorfgesundheitshütte zu trainieren.
Neben dem Aspekt der physischen Gesundheit werden durch das Projekt ebenfalls Aspekte der psychischen und sozialen Gesundheit angesprochen. Die Dorfgesundheitshütte dient als Treffpunkt für Jung und Alt. Hier kann Austausch stattfinden und gemeinsam am Ziel der Gesundheit und Fitness gearbeitet werden. Dadurch steigt
nicht nur die persönliche Motivation, sondern auch die kollektive. Gemeinsames Trainieren verbindet Menschen und Generationen.

Das Projekt wird mit Hilfe von Eigenkapital finanziert. Hierfür stellt die Gemeinde einen
eigenen Posten im Haushalt bereit. Zusätzlich wird versucht, Fördermittel und Zuschüsse zur Finanzierung des Baus zu generieren. Laufende Kosten sollen durch die Mitgliedsbeiträge gedeckt werden, sodass eine Nachhaltigkeit des Projektes sichergestellt ist. Sollten entgegen der Erwartungen die Ausgaben höher als die Einnahmen sein, so werden die anfallenden Mehrkosten durch den Haushalt der Gemeinde gedeckt werden.

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Alle Bürgerinnen und Bürger Sarmersbach und der umliegenden Gemeinden
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 24a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Informationsveranstaltungen zu Gesundheits- und Präventionsthemen
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere
C 29a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Dorfgemeinschaftshaus, Jugendraum

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Verbandsgemeindeverwaltung
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Vorgesehen: Ärzte, Physiotherapeuten, Verein Bürger für Bürger e. V.
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
Dorfgesundheitshütte Mannebach, Kreis Trier-Saarburg
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja, welche?: 
Noch nicht, soll aber als Vorbild dienen und nach Möglichkeit Nachahmer finden. Der persönliche Austausch ist vorgesehen.

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 3

D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

E Anlagen