Landkreis Fürth/Bayern

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Landkreis Fürth/Bayern
Typ
Landkreis
Bundesland
Bayern
Einreichende Dienststelle
Koordinationsstelle für Seniorenangelegenheiten des Landkreises Fürth
Name des Ansprechpartners
Margot Körner
Funktion des Ansprechpartners
Koordinatorin für Seniorenangelegenheiten
Straße/Postfach
Stresemannplatz 11
Postleitzahl
90763
Ort
Fürth
Telefon des Ansprechpartners
+49 911 9773-1226
Telefax des Ansprechpartners
+49 911 9773-1223
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Fit und Froh - Bewegung und Sport mit betagten Senioren in Seniorenheimen

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Im Landkreis Fürth (116.336 Einwohner) leben 1314 Menschen in 16 stationären Einrichtungen. Bei dem Projekt Fit+Froh geht es um die Menschen, die dort ihren Lebensabend verbringen. Ins Leben rief das Projekt Herr Erich Flöttl, Beauftragter "Sport für Ältere"  des Bayerischen Landes-Sportverbands.

Gemeinsam mit dem Landkreis Fürth wählte H. Flöttl zwei Pilot-Altenheime aus. Gleichzeitig wurden beim BLSV Übungsleiterinnen speziell für die Gymnastik mit hochaltrigen Menschen ausgebildet. Pro Woche bieten diese Übungsleiterinnen nun 1 Stunde Gymnastik im Altenheim an. Dabei werden Fähigkeiten wie Kraft, Koordination, Beweglichkeit und Gleichgewicht trainiert. Die Übungsleiterinnen arbeiten ehrenamtlich und erhalten lediglich eine Aufwandsentschädigung. Diese wird aus Sponsorenmitteln, Benefiz-Veranstaltungen und den Zuwendungen der Landkreis-Stiftung finanziert. Den Teilnehmern und den Seniorenheimen entstehen keine Kosten.

Zurzeit nehmen 4 Altenheime an dem Projekt teil, eine Ausweitung ist geplant, sobald die entsprechenden Mittel zur Verfügung stehen.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation

Mitglieder des Bayerischen Landes-Sportverbands wünschten sich nach (privaten) Besuchen im Altenheim mehr Ansprache, mehr Beschäftigung für die Bewohner und mehr Aktivitäten zum Erhalt oder sogar Wiederherstellung der motorischen und auch geistigen Fähigkeiten der dort lebenden Menschen. Es stellte sich die Frage, wie mehr Bewegung zur Förderung des Wohlbefindens und der geistigen und körperlichen Fitness in die Altenheime kommt, ohne dass den Teilnehmern Kosten entstehen. Der Beauftragte "Sport für Ältere" des Bayerischen Landes-Sportverbands entwickelte daher gemeinsam mit engagierten Übungsleiterinnen das Konzept für "Fit+Froh". Zur Umsetzung und Finanzierung nahm er Kontakt mit dem Landkreis Fürth auf. Landrat Matthias Dießl sicherte Unterstützung sowohl durch die Koordinationsstelle bei der Suche nach geeigneten, interessierten Einrichtungen als auch finanziell durch die Landkreis-Stiftung zu. Weitere Förderer aus Politik und Wirtschaft konnten gewonnen werden.

Konzept

Im ersten Schritt werden erfahrene Übungsleiterinnen für den Sport mit Hochbetagten weitergebildet. Sie müssen auf die besonderen körperlichen und geistigen Fähigkeiten der Teilnehmer eingehen können. Die Schwerpunkte der Ausbildung sind rhythmische Bewegung mit Sportgegenständen (Theraband, Tücher..), Entspannungstechniken, atemtherapeutische Übungen, Krafttraining, Gedächtnistraining, Schulung von Beweglichkeit und Gleichgewichtssinn, Trainieren von Balance und Körperhaltung, Steigerung der Koordinationsfähigkeit, Sturzprophylaxe, Erkennen der Grenzen der Beweglichkeit. In Kooperation mit der Landkreisverwaltung werden gleichzeitig geeignete Altenheime angefragt. Neben einem grundsätzlichen Interesse an einer zusätzlichen Sport-Stunde für die Bewohner müssen ein geeigneter Raum und aufgeschlossenes Personal vorhanden sein, das die Bewohner dazu anregt, an den Sportstunden teilzunehmen.  Pro Woche wird eine Stunden Sport mit Hochaltrigen im Altenheim angeboten. Weder dem Seniorenheim noch den Teilnehmern an der Übungsstunde entstehen Kosten. Die Aufwandsentschädigung der ehrenamtlich tätigen Übunglseiterinnen trägt das Projekt "Fit+Froh" aus den Mitteln der Landkreisstiftung und Sponsorengeldern.

Zielgruppe

Hochaltrige und/oder bewegungseingeschränkte Bewohnerinnen und Bewohner von Seniorenheimen oder auch ambulant betreuten Wohngemeinschaften, sofern die Bewohner-Gemeinschaft dafür ist.

Ziel

Steigerung der Motorik, der Kraft, der Koordination, der Beweglichkeit und des Gleichgewichts-Sinns Hochaltriger bzw. behinderter Menschen. Steigerung des Wohlbefindens durch gemeinsame Aktivitäten in der Gruppe. Reduktion des Sturzrisikos. Förderung der Selbständigkeit durch mehr Beweglichkeit.

Vorgehen

Ausbildung von Übungsleiterinnen für hochaltrige Menschen, Suche nach Sponsoren, Suche nach geeigneten Altenheimen. Koordination aller Beteiligten.

Umsetzung

Nachdem zwei Altenheime erfolgreich als Pilotprojekt "Fit+Froh" eingeführt haben, nehmen zwei weitere im Landkreis das Angebot des Bayerischen Landes-Sportverbands an. Im Verlauf der Übungsstunden wurde von den Übungsleiterinnen bei fast allen Teilnehmern Fortschritte der körperlichen und auch geistigen Fähigkeiten festgestellt. Bei den Bewohnern, die keine Fortschritte machten, wurde eine Stabilisierung ihres Gesundheitszustands registriert, was bei dem hohen Alter der Beteiligten sehr positiv zu bewerten ist. Besonders hervorgehoben wird von allen Teilnehmern die Freude an den Übungsstunden. Kontakte, die in den Übungsstunden geknüpft wurden, haben sich verfestigt. EinigeTeilnehmer treffen sich auch außerhalb der Übungsstunden zu Aktivitäten. Ergänzend dazu s. die Berichte des Projektverantwortlichen Erich Flöttl, der Übungsleiterin Edda Wagner (mit Informationen aus zwei Seniorenheimen), die als Anlage beigefügt sind.

Ausblick

Eine sukzessive Erweiterung des Projekts auf alle Landkreis-Seniorenheime ist geplant. Sollte der Wettbewerbsbeitrag prämiert werden, würde der Preis eingesetzt werden, um weiteren Übungsleiterinnen die Aufwandsentschädigung für den Einsatz in den Seniorenheimen zu zahlen.

 

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja, welche?: 
Weitere Altenheime im Landkreis Fürth und in der Stadt Fürth.

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 3

D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

E Anlagen