Landkreis Esslingen

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Landkreis Esslingen
Typ
Landkreis
Bundesland
Baden-Württemberg
Einreichende Dienststelle
Landratsamt Esslingen, Altenhilfefachberatung/-planung
Name des Ansprechpartners
Renate Fischer
Funktion des Ansprechpartners
Altenhilfefachberatung/-planung
Straße/Postfach
Pulverwiesen 11
Postleitzahl
73726
Ort
Esslingen
Telefon des Ansprechpartners
+49 711 3902-2582
Telefax des Ansprechpartners
+49 711 5-3902-2582
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

B.U.S. – Bewegen, Unterhalten, Spaß haben - Eine Bewegung zieht sich durch den Landkreis Esslingen

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

B.U.S. bringt jede Woche etwa 500 ältere Menschen an 26 Orten im Landkreis Esslingen zur Bewegung zusammen. Treffpunkt: Ein fester Ort im Freien. Durch geschulte, ehrenamtliche Bewegungsbegleiter angeleitet verbringen sie eine unterhaltsame Stunde mit dem Bewegungsprogramm "5 Esslinger", einer halben Stunde möglichst raschen Gehens und einer Menge Spaß.

Die älteste Gruppe kommt seit 2011 zusammen, die jüngste ging Ende Juli an den Start. Die Gruppen wurden für viele der häufig alleinlebenden TeilnehmerInnen, (die Sport bisher eher mieden), ein wichtiger Treff- und Begegnungsort durch den weitergehende Kontakte entstanden. Die Schulung der Bewegungsbegleiter veranstaltet das Landratsamt, vor Ort werden sie durch einen hauptamtlichen Ansprechpartner in der Organisation, Öffentlichkeitsarbeit, bei Problemen und mit Dank unterstützt.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation und Anlass

Im Landkreis Esslingen leben rund 520 000 Menschen in 44 Städten und Gemeinden. Etwa ein Fünftel sind davon älter als 65 Jahre.

In Planungsgesprächen der Altenhilfefachberatung/-planung in verschiedenen Kommunen im Landkreis Esslingen zeigte sich immer wieder, dass ein großer Teil der älteren Menschen sich, trotz zunehmender Angebotsvielfalt, zu wenig bewegt, eine Teilnahme an den vorhandenen Sportangeboten für Ältere aber ablehnt. Bewegungsangebote werden vor allem von Menschen genutzt, die sich schon immer sportlich betätigt haben oder denen Bewegung ärztlicherseits dringend "verschrieben" wurde, um eine ernsthafte oder weitere Gesundheitsgefährdung zu vermeiden.

Demgegenüber steht die Erkenntnis dass eine Abnahme der Muskelkraft in höherem Lebensalter bei mangelhaftem Training 1-2% im Jahr ausmacht, die Standsicherheit nachlässt, (um 7% pro Jahr), das Gehtempo langsamer wird (um 5% pro Jahr) und die Fähigkeit des freien Aufstehens vom Stuhl nachlässt (um 11% pro Jahr) (Quelle: LZG Rheinland-Pfalz) und diese die Risikofaktoren für Unfälle und Stürze darstellen.

Parallel dazu gibt es die Entwicklung hin zu kleinen Haushalten. In Baden-Württemberg leben mehr als 70% aller Personen in Ein- oder Zweipersonenhaushalten. Mit wegfallender Berufstätigkeit werden Alltagskontakte seltener, Kontakte müssen bewusst gesucht werden. Mit zunehmendem Alter entfallen alte Kontakte wegen mangelnder Mobilität oder Erkrankungen und Todesfällen. Die Gefahr der Vereinsamung alter Menschen steigt.

Im Fall einer Pflegebedürftigkeit ist diese Entwicklung zusätzlich problematisch, das häusliche Pflegepotenzial in Form einer Angehörigen fehlt, da Kinder und Schwiegerkinder aufgrund notwendiger beruflicher Mobilität häufig nicht mehr vor Ort leben.

Die Stärkung präventiver Angebote, Angebote, die helfen Isolation zu vermeiden, Stürze zu verhindern und die körperliche Fitness so lange wie möglich zu erhalten, sind also besonders für die "unsportlichen" Senioren wichtig.

2010 wurden im Rahmen der Pflegereform Pflegestützpunkte gegründet. Im Landkreis Ess-lingen entstanden 7 Teil-Pflegestützpunkte, die neben der Beratung und Vernetzung pflegerelevanter Themen und Akteuren auch präventive Unterstützungsangebote und bürgerschaftlich gestützte Projekte entwickeln sollten.

Ziele

Ältere Menschen, die sich selber als unsportlich, unbeweglich oder als zu alt für Bewegung empfinden, zu einer positiv erlebten Form der Bewegung zu bringen. Isolation vermeiden, indem B.U.S. zu einem fester Termin in der Woche wird, der Spaß macht und bei dem Kontakte zu anderen Menschen entstehen.

Zielgruppe

Ältere Menschen s.o., Handicaps (seien sie körperlicher oder seelischer Art) sind kein Hinderungsgrund.

Inhalte

B.U.S. ist ein Bewegungsangebot, das neben einem gezielten Muskeltraining zum Erhalt von Beweglichkeit, Sturzprävention und Fitness (den 5 Esslingern - Dr.Runge), Kontaktmöglichkeiten und viel Spaß ermöglicht.

Eine B.U.S. Gruppe dauert ca. 60 Minuten, davon werden 30 Minuten Übungen Fünf Esslinger
gemacht, anschließend ein zügiger Spaziergang absolviert auf den dann je nach Lust
und Laune Geselliges folgt, z.B., zusammen ins Cafe zu gehen.

Die Idee von B.U.S. ist ebenso einfach wie überzeugend:

  • Es gibt keine Zugangsbarrieren: Die Treffen finden an einem zentralen, aber doch geschützten, möglichst fußläufig erreichbaren Ort im Freien statt, ohne Sportkleidung, ohne Anmeldung, ohne Beitrag.
  • Die Gruppe wird durch ehrenamtlich engagierte, geschulte Bewegungsbegleiter, die
    häufig ebenfalls im höheren Lebensalter sind, angeleitet.
  • Der Spaß ist im Vordergrund
  • Statt Leistung, Antrieb und Konkurrenz stehen Humor, Lachen, Lust an der Bewegung
    im Vordergrund.
  • Das Bewegungsprogramm 5 Esslinger zielt darauf Muskeln und Knochen so lange
    wie möglich fit zu halten und basiert auf Forschungen der Altersmedizin, der Physik
    sowie Physiologie der Bewegung. Es geht um die Stärkung von Muskelkraft, Muskelleistung, Elastizität und dynamischer Kontrolle des Einbeinstands. Die Teilnehmer lernen einfache Übungen z.B. In die Hocke gehen, Tandemstand oder Trippeln auf den Vorderfüßen, führen sie mit eigenen Tempo und Intensität aus, wobei es eine sinnvolle Anzahl von Wiederholungen gibt.
  • B.U.S. bietet Möglichkeiten der Unterhaltung, buchstäblich beim Laufen oder sinnbildlich bei anschließenden gemeinsamen Unternehmungen.

Umsetzung

Viele Erfahrungen mit ehrenamtlich Tätigen mündeten im Landkreis Esslingen in das sogenannte
"Volunteers-Konzept", das landkreisweite Anwendung bei neuen Projekten findet:

Ehrenamtlich Tätige müssen für ihre Aufgabe "passen", sie brauchen eine gute Vorbereitung für ihre Aufgabe und hauptamtliche Unterstützung für organisatorische Aufgaben, Geldbeschaffung, Öffentlichkeitsarbeit und Hilfe bei Problemen.

Die "Qualitätsanforderungen" für passende Freiwillige ergeben sich aus dem Angebot B.U.S.: Sie müssen offen für die neue Aufgabe sein, Lust an Bewegung haben, Bewegung nicht unter Leistungsgesichtspunkte stellen, kommunikativ sein, offen auftreten können, von der Idee überzeugt sein und natürlich sich gut vorbereiten wollen.

Das Finden der passenden Freiwilligen war von Anfang an einfach: mit einer "Stellenanzeige" wurde geworben, ein "Vorstellungsgespräch" machte Inhalte, Anforderungen und Rahmenbedingungen deutlich und dann war ausreichend Zeit für die Entscheidung beider Seiten, der Volunteers und der hauptamtlichen Stelle.

Eine gute Vorbereitung bedeutet eine Fortbildung, das Qualifizierungskonzept beinhaltet 5 Teile:

  • Basiswissen über Alter, Bewegung, Motivation, Öffentlichkeitsarbeit, notwendige Rahmenbedingungen
  • Erlernen des Bewegungsprogramms "Fünf Esslinger-Dr. Runge- Programm für lebenslange Fitness"
  • Erste Hilfe für mögliche Notfälle in einer Bewegungsgruppe
  • Konkretes Üben in der Anleitung der Gruppe im geschützten Rahmen

Die hauptamtliche Koordinationsstelle sichert die Begleitung im Hintergrund, sie stellt den
Träger der Maßnahme dar, organisiert Öffentlichkeitsarbeit, finanzielle Mittel, betreut die ehrenamtlich
tätigen Bewegungsbegleiter. Die ersten Koordinationsstellen waren die 7 Teil-Pflegestützpunkte des Landkreises. Mit ihnen konnten schon Ende 2011 die ersten 7 Gruppen aufgebaut werden. Nach einem Jahr waren 20 Volunteers in 9 Gruppen engagiert tätig. Vielfach waren die (Ober-) Bürgermeister bei der Eröffnung dabei. Die Gruppen waren sehr rasch so groß, dass einige geteilt werden mussten.

Die große Herausforderung war und ist die flächendeckende Verbreitung im Landkreis Esslingen. Ziel ist B.U.S. mit gleicher Qualität in jede der die 37 Städten und Gemeinden zu bringen, bei denen kein Pflegestützpunkt angesiedelt ist. 2013 warb die Altenhilfefachberatung des Landkreises erstmals bei den kommunalen Anlaufstellen für Fragen der Altenhilfe. In diesen Anlaufstellen, die bei den Kommunen ohne Pflegestützpunkten eingerichtet wurden (quasi als Vorstufe zu einem Pflegestützpunkte) erhalten Bürgerinnen und Bürger erste Informationen zu Fragen der Altenhilfe und werden an die für ihre Fragestellen richtigen Stellen gelotst. Die dort tätigen Hauptamtlichen Kräfte begleiten die bürgerschaftlich Engagierte als Koordinationsstelle.

Ergebnisse und Erreichtes

Von September 2011 bis heute entwickelte sich die Idee zu einer Bewegung im Landkreis:

Verbreitung

Heute gibt es im Landkreis Esslingen 25 B.U.S. Gruppen im Landkreis. Die 26zigste Gruppe wird im September eröffnet. Dabei spielt die Größe der Kommune keine Rolle, selbst in sehr kleinen Gemeinden, haben die Gruppen großen Zulauf. Es gibt Gruppen in Altbach, Bissingen, Denkendorf (Ober- und Unterdorf), Deizisau, Erkenbrechtsweiler, Frickenhausen, Großbettlingen,Holzmaden, Kirchheim (3 Standorte), Lenningen (5 Standorte), Leinfelden-Echterdingen, Nürtingen, Nürtingen-Roßdorf, Ostfildern, Plochingen. Die Menschen in kleinen Gemeinden brauchen allerdings manchmal einen besonderen Zugang, um zu B.U.S. zu kommen: So brachte z.B. in Lenningen-Gutenberg (770 Einwohner) ein Teilnehmer beim ersten Mal seine Schneeschippe zur Gruppe mit. Inzwischen kommt er aber ohne diesen Hinweis aufs "Schaffen" und nimmt regelmäßig an der Gruppe teil.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Die B.U.S. Gruppen werden von ca. 500 Seniorinnen und Senioren wöchentlich regelmäßig besucht. Die Gruppengröße liegt durchschnittlich bei ca. 18 Personen, die Spanne zwischen 10 und 50 Personen, die Mehrzahl hat um die 20 Teilnehmer und das unabhängig von der Größe der Gemeinde. Das Alter der TeilnehmerInnen liegt zwischen 60 und 93 Jahren, im Schnitt ¾ Frauen ¼ Männer. Die Teilnahme geschieht auf eigene Verantwortung, die Bewegungsbegleiter weisen darauf hin bei Unsicherheiten mit dem Hausarzt Rücksprache zu halten und nur so viel mitzumachen, wie jedem Einzelnen gut tut. Manche TeilnehmerInnen haben eine körperliche Einschränkung und kommen mit Gehhilfe oder auch Rollator. Einige TeilnehmerInnen leiden an einer demenziellen Erkrankung und werden i.d.R. durch Angehörige mitgebracht. B.U.S. ist ein Angebot für alle Menschen, solange sie selbstverantwortlich teilnehmen können oder eine andere Person diese Verantwortung übernimmt. Die B.U.S.-Gruppen leben Inklusion, ohne dies ausdrücklich zu benennen.

Erfolge und "Das Besondere"

Die meisten TeilnehmerInnen kommen von Anfang an regelmäßig in ihre Gruppe. Sie äußern sich durchweg positiv, freuen sich auf die Teilnahme, loben ihre Bewegungsbegleiter und sind mit Begeisterung dabei.
Die Beweglichkeit und Kraft nimmt bei den TeilnehmerInnen tatsächlich mit der Zeit zu, was an häufigeren Wiederholungen der Übungen spürbar ist.

Die Zielerreichung Kontakte zu ermöglichen und Isolation zu vermeiden zeigt sich an der Häufigkeit der Teilnahme auch an geselligen Veranstaltungen. Viele Gruppen gehen im Anschluss an die Stunde noch ins Cafe, besuchen jahreszeitliche Events (Spargelbesen, Weihnachtsmarkt). Die Bewegungsbegleiter berichten aber auch von gegenseitigen Besuchen der TeilnehmerInnen und dem regelmäßigen Nachfragen, falls jemand fehlt. Häufig melden sich die Teilnehmerinnen sogar ab, wenn sie einmal nicht kommen können.

Mit zunehmender Sicherheit variieren die Bewegungsbegleiter die Inhalte der B.U.S. Treffen. Kern bleibt dabei immer die Übungen der 5 Esslinger, dazu kommen aber andere Übungen und persönliche Stärken werden eingebracht (eine Bewegungsbegleiterin ist Clownin und lockert so die eine oder andere Stunde auf, eine erzählt frei Geschichten und gestaltet damit ein Abschiedsritual, eine dritte bereichert die Stunde mit Tai Chi Chuan Übungen usw.) Die Gruppen finden z.T. seit mehreren Jahren statt und haben immer noch dieselben ehrenamtlich engagierten Bewegungsbegleitungen.

Die Gruppen finden wöchentlich ohne Unterbrechungen durch Schließzeiten in den Ferien statt. Sie finden wetterunabhängig statt, bei leichtem Regen, bei Frost, bei Hitze, gemäß dem Motto: es gibt kein Wetter, bei dem man sich nicht bewegen kann. Es gibt eine Ausnahme: Glatteis. Die Gruppen, die unter ein Dach (dichtstehende Bäume, Vorbau eines Gemeindehauses, überdachter Teil eines Schulhofes o.ä.) unterstehen können, haben es bei Starkregen und großer Hitze natürlich angenehmer.

Die Begeisterung der bürgerschaftlich Engagierten ist ungebrochen, sie suchen selber nach Ferienvertretung falls sie einmal nicht da sein können. Die Qualifizierung eines Tandems, das sich unterstützen kann, hat sich sehr bewährt.

Qualifizierung und Pflege/Begleitung

Ende Juli 2015 wurde die vierte Qualifizierungsmaßnahme erfolgreich beendet. In Summe knapp 80 bürgerschaftliche Engagierte seit 2011 den Kurs und brachten sich engagiert ein. Die Bürgerschaftlich Engagierten werden durch die Pflegestützpunkte und Koordinationsstellen der Altenhilfe geworben, ausgewählt und zur Qualifizierungsmaßnahme angemeldet. Die Qualifizierungsmaßnahme wird nach jedem Durchlauf ausgefeilt und weiterentwickelt. Sie wird von der Altenhilfefachberatung/-planung des Landkreises veranstaltet und umfasst 5 halbe Tage. Sie wird in Kooperation mit dem Fortbildungszentrum des geriatrischen Zentrums Esslingen-Kennenburg und der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Esslingen durchgeführt. Besonderer Wert wird dabei auf die Vermittlung der Idee von B.U.S. gelegt –"die Unerreichten zu erreichen, Spaß zu haben, niedrigschwellig zu sein, ein gezieltes Bewegungskonzept anzubieten, das auch zu Hause geübt werden kann und Kontakte zu ermöglichen".

Qualitätssicherung

Die Bewegungsbegleiter erhalten eine Begleitung für ihre Arbeit:

  1. Die Koordinierungsstelle lädt sie ein-bis zweimal im Jahr zum Austausch ein, steht bei Problemen zur Verfügung und bringt eine Form des Danks an die Bewegungsbegleitungen. Das kann die Weihnachtseinladung, der Geburtstagsgruß, eine Einladung zum Danke-Abend für alle bürgerschaftlich Engagierte der Kommune u.ä. sein.
  2. Die Altenhilfefachberatung/-planung des Landkreises lädt einmal im Jahr alle BEwegungsbegleitungen zu einem Austauschtreffen ein. Seit zwei Jahren hat dieses zunehmend Fortbildungscharakter, der durch kollegiale und externe inhaltliche Beiträge gestaltet wird. Gemeinsam wird an einem "Schatzkästchen" gearbeitet, in das nach jedem Treffen neue Übungen, Anregungen für die Begrüßung, den Abschied, Auflockerung während der Treffen u.ä. gefüllt werden können. Darüber hinaus werden Fragestellungen der Teilnehmer aufgegriffen und diskutiert.
  3. Die AHFB erstellt einen Landkreisflyer und hält Kontakt zu den Koordinationsstellen. Sie erhebt jährlich einen Ist-stand der Gruppen und Fortbildungsbedarfe.
  4. Das Konzept wird auch anderen Landkreisen angeboten, wurde landesweit vorgestellt. Die AHFB berät auf Anfrage Kollegen anderer Landkreise zum Aufbau.

Kosten

Die Teilnahme an einer B.U.S. Gruppe ist kostenlos. Die bürgerschaftliche Engagierten Bewegungsbegleiter tragen die Kosten der Qualifizierungsmaßnahme selber (derzeit 65 Euro) und erhalten diese dann von ihrer Koordinierungsstel-le erstattet, wenn sie sich ca. 6 Monate engagiert haben. Sie erhalten i.d.R. eine Aufwandsentschädigung für Fahrtkosten.

Der Landkreis Esslingen unterstützt das Projekt durch die personellen Kapazitäten der Altenhilfefachberatung, stellt die Räume für Schulung und Austauschtreffen zur Verfügung und übernimmt die Bewirtung, sowie den Abmangel, falls eine Qualifizierungsmaßnahme nicht kostendeckend ist. Den Aufwand für die Begleitung der bürgerschaftlich Engagierten vor Ort tragen die Städte und Gemeinden selber.

Sollte das Landkreisprojekt "B.U.S." einen Preis bekommen

Das Preisgeld würde vor allem dem Ausbau der Fortbildungen dienen, um eine flächendeckende Verbreitung der Gruppen zu erreichen. Die bisherige Grundschulung würde erweitert zu einem jährlichen Fortbildungs- und DANKE-TAG für die ehrenamtlich engagierten Bewegungsbegleiter.

So könnten immer mehr unerreichte Senioren wohnortnah und niedrigschwellig zu Bewegung, Unterhaltung und Spaß kommen!

Warum glauben wir die Bewertungskriterien des Wettbewerbs zu erfüllen?

Das Konzept B.U.S. ist ein landkreisweites Konzept, es ist ein Bestandteil des Altenhilfenetzwerkes des Landkreises. (siehe Anlage)

B.U.S.:

  • basiert auf einer Bedarfsanalyse, die auf Zahlenmaterial und Erfahrungswerten direkt in den Städten und Gemeinden entstand.
  • hat das klare Ziel: die "Unbewegten" zu bewegen und Isolation zu vermeiden.
  • basiert auf einem Qualitätskonzept und ist qualitätsgesichert.
  • umfasst Körper (Bewegung), Geist (Geselligkeit, Unterhaltung) und ein klein wenig auch die Seele (spürbar in der Stimmung, die in den Gruppen herrscht, die Teilnehmer fühlen sich "aufgehoben" und wohl.)
  • lädt alle ältere Menschen niedrigschwellig ein und findet wohnortnah, für die Teilnehmer meistens fußläufig erreichbar, statt,
  • ermöglicht ein, in einer geriatrischen Rehabilitationsklinik entwickeltes, Bewegungsprogramm, das gleichzeitig Fitnessprogramm, Muskelaufbautraining und Sturzprävention ist: die fünf Esslingen.
  • ist ein Beitrag gegen Isolation älterer Menschen, ermöglicht Kontaktaufnahme und wohnortnahes Kennenlernen zwischen älteren Menschen.
  • schont Ressourcen, ist kostengünstig: es findet durch bürgerschaftliche engagierte Bewegungsbegleiter angeleitet im Freien statt!
  • ist sehr erfolgreich.

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Das Angebot richtet sich an alle älteren Menschen, da es völlig niedrigschwellig abläuft, jeder dazu eingeladen ist und selber bestimmt, welche Übungen er mitmacht, welche er reduziert oder wo er aussetzt. Deshalb wird keine Gruppe ausgegrenzt, in den Gruppen sind auch bewegungseingeschränkte Menschen, Menschen mit Demenz, die Altersspanne liegt zwischen 60 und 90 Jahren.
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere
C 29a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Ein öffentlicher, zentraler, geeigneter Ort in der Kommune im Freien.

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
(Ober-)Bürgermeister von 17 Kommunen, die Teil-Pflegestützpunkte (7), kommunale Anlaufstellen für Fragen der Altenhilfe im LK (37)
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Kreisseniorenrat, Stadtseniorenräte
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 32a Wenn ja, welche?: 
Volunteersgrundsätze des Landkreises, Altenhilfenetzwerk im Landkreis
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
B.U.S. basiert auf einer Idee des Esslinger Stadtseniorenrats.
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja, welche?: 
Beratung im LK Schwäbisch Hall, Gesundheitsamt Freiburg, Altenhilfefachberatung Heilbronn inzwischen gibt es dort auch Gruppen; Vorstellung bei landesweitem Fachtag: Innovative Projekte in Seniorenarbeit und Pflege 11.2.2014; Gemeinsame Broschüre mit dem Landesgesundheitsamt und der Stadt Esslingen: „Bewegungsförderung im Alltag älterer Menschen“

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 3

D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

E Anlagen