Landkreis Emsland

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Landkreis Emsland
Typ
Landkreis
Bundesland
Niedersachsen
Einreichende Dienststelle
Landkreis Emsland
Name des Ansprechpartners
Frau Kerstin Knoll
Funktion des Ansprechpartners
Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen im Landkreis Emsland (SPN)
Straße/Postfach
Ordenierderung 1
Postleitzahl
49716
Ort
Meppen
Telefon des Ansprechpartners
+49 5931 44-1255
Telefax des Ansprechpartners
+49 5931 44-39155
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Gesund(e) Nachbarschaften miteinander

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Familienstrukturen haben sich stark verändert und nur sehr selten leben noch mehrere Generationen unter einem Dach. Auch hat die Nachbarschaftshilfe nicht mehr die Bedeutung, die sie früher hatte. Aus diesen Gründen setzte sich der Senioren- und Pflegestützpunkt in den letzten zwei Jahren mit Nachbarschaftsinitiativen auseinander. Zentrale Fragen des Alters standen dabei im Mittelpunkt, wie: "Wer hilft mir, wenn ich nicht mehr selbst einkaufen gehen kann? Wie erreiche ich die nächste Arztpraxis? Wer wechselt mir meine Lampe aus? Wie bleibe ich solange wie möglich fit?"

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation

Im Landkreis Emsland leben aktuell 314.295 Einwohner (Stand: 30.06.2014).1
Die Altersstruktur2 zeigt sich, wie folgt:
Unter 18 Jahren sind 19% der Bewohner; 18 bis 25 Jahre sind 9%; 25 bis 45 Jahren sind 25%; 45 bis 65 sind 30%; der Anteil der Senioren ab 65 Jahre und älter beträgt 18%. Prognosen sagen für das Jahr 2030 einen Zuwachs der Senioren ab 65 bis 79 Jahre von 53% voraus; ebenso einen Zuwachs von 83% bei den Senioren ab 80 Jahre.

Anlass (konkrete Auslöser/Gründe für den Ansatz/die Maßnahmen)

Mit über 2880 km² ist der Landkreis Emsland flächenmäßig der zweitgrößte Landkreis in Deutschland. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt ca. 95 km und die Ost-West Ausdehnung beträgt ca. 56 km. Im Durchschnitt beträgt die Anzahl der Einwohner pro km² 108,8.

In diesem "Flächenlandkreis" konzentriert sich der ÖPNV auf die einzelnen Städte und Gemeinden. Somit sind die Bürger auch auf einen privaten PKW angewiesen. Die Familienstrukturen haben sich stark verändert und nur sehr selten leben noch mehrere Generationen unter einem Dach. Auch aus anderen Regionen (wie bspw. dem Ruhrgebiet und den Niederlanden) sind Senior(inn)en ins Emsland gezogen, weil die Immobilien vergleichsweise günstig sind. Diese Senior(inn)en haben ihr ursprüngliches soziales Umfeld verlassen, ihre Kinder sind vielfach beruflich sehr eingebunden und wohnen entfernt. Auch hat die Nachbarschaftshilfe nicht mehr die Bedeutung, die sie früher hatte.

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

Zentrale Fragen des Alters stehen auf der Suche nach konzeptionellen Antworten dabei im Mittelpunkt, wie:

  • Wer hilft mir, wenn ich nicht mehr selbst einkaufen gehen kann?
  • Wie erreiche ich die nächste Arztpraxis?
  • Wer wechselt mir meine Lampe aus?
  • Wie bleibe ich solange wie möglich fit (und gesund)?

Der Wettbewerbsbeitrag gliedert sich somit in 3 Einzelmaßnahmen:

  • Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote für ehrenamtlich Engagierte in der Seniorenarbeit
  • Anstoßen von Nachbarschaftsinitiativen
  • Zukunftsregion Gesundheit im Emsland mit dem Schwerpunkt zu der Frage: Wie kommen Senior(inn)en in den Genuss ärztlicher Unterstützung bei Immobilität?

Zielgruppenbeschreibung

Mit den Qualifizierungs- und Fortbildungsangeboten werden ehrenamtlich Engagierte sowohl in der Gruppenbetreuung, als auch in der Einzelbetreuung angesprochen.

Nachbarschaftsinitiativen sprechen unterschiedliche Personengruppen an:

  • Personen mit Unterstützungsbedarf und deren Angehörige
  • Senior(inn)en, Pflegebedürftige mit und ohne Pflegstufe, Personen mit einen Grad der Behinderung
  • Angehörige, die einen älteren Menschen begleiten, betreuen, pflegen, versorgen sowie
  • ehrenamtlich engagierte Menschen jeglichen Alters, die Senior(inn)en Hilfe anbieten möchten.

Die Zukunftsregion Gesundheit spricht u. a. mit einem Teilprojekt Medizinische Fachangestellte und Krankenpflegekräfte mit langjähriger Berufserfahrung an, die durch eine Qualifizierung Ärzte dadurch entlasten können, dass sie Hausbesuche durchführen.

Konzeption, Vorgehen und Umsetzung

siehe Beschreibung der Einzelprojekte

Ergebnisse und Erreichtes

  • Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote für ehrenamtlich Engagierte in der Seniorenarbeit
    Der Senioren- und Pflegestützpunkt nutzt seine Kontakte zu vielen Ehrenamtlichen in der Seniorenarbeit und bietet seit Jahren Schulungen und Qualifizierungen für diesen Personenkreis an u. a. auch mit dem Ziel, dass (ältere) Menschen durch Bewegung gesund älter werden. Das Interesse an diesen Angeboten steigt stetig.
  • Nachbarschaftsinitiativen
    Seit dem Beginn der konkreten Planung im Jahr 2014 und dem öffentlichen Informationsnachmittag mit der Vorstellung prämierter Initiativen am 19.05.2015 haben sich bis heute bereits fünf Nachbarschaftsinitiativen im Emsland gebildet. Mit den bereits bestehenden und in der Gründungsphase befindlichen (ehrenamtlichen) Projekten, wie DUO – Seniorenbegleiter(innen), Schülerfirmen, Mobile Einkaufswagen, Mobile (Kultur)Begleiter(innen) und Nachbarschaftsinitiativen erstreckt sich bereits ein fast flächendeckendes Netz an ehrenamtlichen Unterstützungsmöglichkeiten, das weiter ausgebaut werden soll. (siehe Übersichtskarte Nachbarschaftsinitiativen)
  • Zukunftsregion Gesundheit mit dem Schwerpunkt zu der Frage:
    Wie kommen Senior(inn)en in den Genuss ärztlicher Unterstützung bei Immobilität?
    Im Rahmen des Projekts "Zukunftsregion Gesundheit" wurde u. a. das Projekt "Delegation ärztlicher Leistungen" zur ärztlichen Unterstützung von Senior(inn)en entwickelt.

Medizinische Fachangestellte und Krankenpflegekräfte mit Berufserfahrung werden im Rahmen einer Fortbildung nach einem Mustercurriculum der Bundesärztekammer dafür qualifiziert, arztentlastende Tätigkeiten und Hausbesuche zu übernehmen.

Der erste Fortbildungskurs startete im Oktober 2012 im Schulungszentrum am Krankenhaus Ludmillenstift in Meppen. 18 "NÄPA's" haben die Abschlussprüfung in Theorie und Praxis erfolgreich abgeschlossen. Aufgrund der guten Resonanz auf die Ausschreibung des Kurses wird das Curriculum auch weiterhin angeboten.

 

1 Basis Zensus 2011
2http://www.komsis.de/regis-si-lk/de/profile/SI-40290;jsessionid=56ECF5F613AA88B1B8FD0D48CB99C870 Stand 31.12.2013

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Ehrenamtservice, Fachbereich Gesundheit
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
"Riedlinger Konzept" der Nachbarschaftshilfen
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote für ehrenamtlich Engagierte in der Seniorenarbeit
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 13a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Teilweise Unterstützung durch Krankenkassen
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 15 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Der Senioren- und Pflegestützpunkt betreut in Netzwerken unmittelbar 193 DUO – Seniorenbegleiter(innen), die aktuell 233 Senior(inn)en begleiten und auch in der Mobilität unterstützen. Ferner werden 37 Pflegebegleiter(innen) und 50 Wohnberater unmittelbar betreut.

Über das Netzwerk der Freiwilligenagenturen bestehen Kontakte zu ca. 150 Seniorengruppen. Für Fortbildungen wird ferner im "Seniorenrundbrief aktuell" geworben, der seit September 2013 viermal pro Jahr erscheint und inzwischen rd. 1.600 Leser(innen) erreicht.

Erste Qualifizierungsmaßnahmen wurden bereits im Jahr 2012 zum Thema: "Im Alter IN FORM - Gesunde Lebensstile fördern" durchgeführt. Den Teilnehmenden wurde dazu die IN FORM MitMachBox vorgestellt. Durch den Einsatz der IN FORM MitMachBox sind die Teilnehmenden in der Lage, in ihren Seniorengruppen vor allem die Umsetzung einer ausgewogenen Ernährung und gesundheitsfördernden Bewegung im Alltag erlebbar zu machen. 2 Koffer wurden angeschafft, die sich seitdem regelmäßig in der erlebbar zu machen. Zwei Koffer wurden angeschafft, die sich seitdem regelmäßig in der Ausleihe befinden und aktiv von den Multiplikatoren genutzt werden.
Ebenso wurden seit 2012 Fortbildungen zu den Themen

  • NASIA (Niedrigschwellige Angebote bei Substanzgebrauch im Alter)
  • Informationstag im Kompetenzzentrum für Barrierefreies Bauen und Wohnen in Garrel
  • Gedächtnistraining
  • Biografiearbeit
  • Trauerbegleitung
  • Psychische Veränderungen im Alter
  • Validation

angeboten, tlw. mehrfach aufgrund der hohen Nachfrage.

Der Senioren- und Pflegestützpunkt (SPN) erstellte 2013 eine Broschüre mit dem Titel "Das 'A' und 'O' fürs Leben" mit Informationen zum Trinkverhalten, Bewegungsübungen und den Unterstützungsangeboten des Landkreises Emsland. Rd. 6.000 Exemplare wurden seither im Landkreis Emsland verteilt.

Seit 2011 verfügt der Senioren- und Pflegestützpunkt (SPN) über zwei sogenannte "Alterssimulationsanzüge", mit der Intention, die Bedürfnisse der Älteren aufzuzeigen, die jüngere Generation für diese zu sensibilisieren und allgemein für Toleranz und Geduld zu werben. Mittlerweile stößt der Alterssimulationsanzug bei Vertretern kommunaler Einrichtungen, Dienstleistungsunternehmen, Firmen, bei allgemeinbildenden Schulen sowie Fachschulen für Altenpflege auf großes Interesse, die sich aufgrund des demographischen Wandels auf die Bedürfnisse älterer Menschen einstellen wollen. Jeder kann den Alterssimulationsanzug testen oder für Workshops kostenfrei innerhalb des Landkreises Emsland ausleihen.

Weiterführender link:
http://www.ehrenamt-emsland.de/index.php?con_cat=119&con_art=202&con_lang=1

Bereits zum 9. Mal kooperierte der Senioren- und Pflegestützpunkt mit dem Kreissportbundes und war beim AGIL-Sporttag präsent.

Aktuell bietet der Senioren- und Pflegestützpunkt (SPN) in Kooperation mit der AOK ei-ne Qualifizierung zur Sturzprävention an. Ehrenamtliche Seniorengruppenleiter(innen), DUO – Seniorenbegleiter(innen) und Pflegebegleiter(innen) sollen damit die Kompe-tenz erwerben, ein 15minütiges Gleichgewichtstraining niederschwellig und effektiv durchzuführen: regelmäßig, dezentral, wohnortnah, nachhaltig, z. B. in regelmäßigen Seniorengruppentreffen, sowie mit "Ihren" Senior(inn)en bzw. pflegenden Angehörigen.

Einzelprojekts Nr. 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 

Anstoßen von Nachbarschaftsinitiativen

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 25 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Eine wachsende Zahl von Senior(inn)en wird zur Bewältigung ihres Alltags und zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben Unterstützung benötigen. Dabei möchten die meisten so lange wie möglich in ihrer häuslichen Umgebung bleiben.

Regelmäßig wird der Alltag durch kleinere Einschränkungen geprägt, für die oft eine organisierte Form der Hilfe fehlt.

Vor mehr als 20 Jahren wurde im baden-würtembergischen Riedlingen ein Projekt von der damaligen Landesregierung initiiert. Das Projekt nennt sich dort "Seniorengenossenschaft Riedlingen e. V." (www.martin-riedlingen.de/senioren). Die Grundidee basiert auf der Hilfestellung unter dem Stichwort "Bürger(innen) helfen Bürger(innen)". Dabei wird hilfsbedürftigen Menschen verlässliche Unterstützung von anderen Mitgliedern des Vereins angeboten. Es wird angestrebt, dass diese Menschen so lange wie möglich in ihrer gewohnten häuslichen und sozialen Umgebung bleiben können. Die Hilfen werden von freiwilligen Helfern geleistet, die dafür ein Entgelt auf der Basis der sogenannten Übungsleiterpauschale erhalten. Dieses Projekt läuft in Riedlingen seit mehr als 20 Jahren finanziell unabhängig und erfolgreich.

Auch in Niedersachsen bildeten sich im Laufe der Jahre solche Nachbarschaftsinitiativen. Um auch solche Initiativen im Emsland anzuregen, hat sich der Seniorenstützpunkt über einige Modellprojekte näher informiert, die auch im niedersächsischen Wettbewerb "Pflege im Quartier 2012" ausgezeichnet wurden, darunter die Grafschafter Bürgergemein-schaft e. V. im benachbarten Landkreis Grafschaft Bentheim.

Folgende Schritte wurden geplant:

  1. Gemeinsames Gespräch zwischen Vertretern der Kreisverwaltung und des Vereins Grafschafter Bürgergemeinschaft e. V., um das Konzept kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen.
  2. Öffentliche Informationsveranstaltung am 19.05.2015 für interessierte Bürger(innen), Vereine, Freiwilligenagenturen und –zentren und Vertreter der Kommunen. In kleineren Foren präsentierten sich der Verein Grafschafter Bürgergemeinschaft e. V. sowie die Projekte AntiRost Braunschweig; Nachbarschaftsinitiative Feriendorf in Quakenbrück und Wohnen und Leben in Neuenkirchen und beantworteten die Fragen der Interessierten. (Infos über die Veranstaltung unter
    http://www.emsland.de/senioren_demografie/seniorenstuetzpunkt/der_seniorenstuetzpunkt_niedersachsen_im_landkreis_emsland_spn.html
  3. Im Zuge der Planung und Öffentlichkeitsarbeit haben sich seit 2014 und speziell seit der Veranstaltung am 19.05.2015 bereits fünf Initiativen im Emsland gebildet. Die Ergebnisse und weitere nachbarschaftliche Unterstützungsmöglichkeiten sind in der Übersichtskarte Nachbarschaftsinitiativen dargestellt.
    Der Senioren- und Pflegestützpunkt (SPN) wird die Nachbarschaftshilfen zukünftig in einem Netzwerk begleiten. Initiativen, die sich gründen möchten, erhalten Beratung und Vernetzungsangebote mit bestehenden erfolgreichen Initiativen.

Einzelprojekts Nr. 3

D 30 Titel des Einzelprojekts Nr. 3: 
Zukunftsregion Gesundheit mit dem Schwerpunkt zu der Frage: Wie kommen Senior(inn)en in den Genuss ärztlicher Unterstützung bei Immobilität?
D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 35 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Im Landkreis Emsland haben sich regionale Vertreter des Gesundheitswesens und die Ärztekammer Niedersachsen engagiert und ein Pilotprojekt zur Weiterqualifizierung der Medizinischen Fachangestellten ins Leben gerufen. Medizinische Fachangestellte und Krankenpflegekräfte mit Berufserfahrung werden im Rahmen einer Fortbildung nach einem Mustercurriculum der Bundesärztekammer dafür qualifiziert, Arzt entlastende Tätig-eiten und Hausbesuche zu übernehmen. Durch diese Erbringung delegierbarer Leistungen der "nichtärztlichen Praxisassistenz" (NÄPA) werden Ärztinnen und Ärzte im Landkreis Emsland unterstützt.

Die nicht-ärztlichen Praxisassistentinnen dürfen nach Anordnung des Arztes selbstständig Hausbesuche und Besuche in Alten- oder Pflegeheimen durchführen. Dabei versorgen sie zum Beispiel Wunden, kontrollieren Blutdruck- und Blutzuckerwert. Sie beurteilen das häusliche Umfeld, den Krankheitsverlauf und führen krankheitsbezogene Beratungen der Patienten und Angehörigen durch. Sie koordinieren zudem die Zusammenarbeit mit der ambulanten Pflege und anderen Leistungserbringern. Für diese vielfältigen Aufgaben benötigen die medizinischen Fachangestellten auch Fachwissen in der Palliativversorgung, der Onkologie oder dem Schmerzmanagement.

weiterführende Links:

E Anlagen