Landeshauptstadt Stuttgart, Stadtbezirk Botnang

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Landeshauptstadt Stuttgart, Stadtbezirk Botnang
Typ
kreisfrei
Bundesland
Baden-Württemberg
Einreichende Dienststelle
Landeshauptstadt Stuttgart, Bezirksamt Botnang
Name des Ansprechpartners
Wolfgang Stierle
Funktion des Ansprechpartners
Bezirksvorstehe
Straße/Postfach
Klinglerstr. 7
Postleitzahl
70195
Ort
Stuttgart
Telefon des Ansprechpartners
+49 711 21660-900
Telefax des Ansprechpartners
+49 711 21660-899
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Botnang – lebenswert für jung und alt

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Als Stadtbezirk mit seit Jahren steigendem und hohem Durchschnittsalter (46 Jahre) haben wir uns frühzeitig mit allen Fragen der Demografie befasst. Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt wurden 2008 – 2009 in sieben AGs Ideen entwickelt, die seitdem peu à peu praktisch umgesetzt werden. Die Bewerbung zeigt die Ergebnisse aus einem Zeitraum von 2010 bis 2015 auf.

Aufgrund der topographischen und räumlichen Gegebenheiten konzentrieren wir uns zunächst primär auf die Generation "60plus" und haben in diversen Projekten versucht, den Gedanken "Senioren helfen Senioren" zu verwirklichen: Unsere Projekte arbeiten häufig mit Senioren ab 60, die Senioren ab 75 zur Seite stehen. Dabei spielen naturgemäß Kommunikation, Teilhabe und wohnortnahe Strukturen eine besondere Rolle. Insbesondere der Mobilität und damit verbunden dem möglichst langen Verbleib im gewohnten Umfeld haben wir unsere Aktivitäten untergeordnet.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation, Anlass

Die Landeshauptstadt Stuttgart verfolgt seit Jahren einen stadtbezirksbezogenen Ansatz, um Antworten auf Fragen zur demografischen Schieflage möglichst unmittelbar vor Ort und unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zu finden. Für den Stadtbezirk Botnang war diese Thematik von Anfang an von besonderer Bedeutung, da der Stadtbezirk über Jahre hinweg das höchste Durchschnittsalter aller Stuttgarter Stadtbezirke aufweist. Hinzu kommt die besondere Lage inmitten bewaldeter Höhenzüge und mit steilen Wohnstraßen. Dies führt zum einen zu Mobilitätsschwierigkeiten, gerade für ältere und gesundheitseingeschränkte Personenkreise, zum anderen gibt es aufgrund der - zwar sehr schönen, jedoch weitgehend natur- oder landschaftsgeschützten Umgebung - keinerlei Entwicklungspotenziale, um bspw. Bau- und Wohnprogramme für junge Familien o.ä. anzubieten. Eine Entwicklung und "Reaktion" auf die Fragestellungen des demografischen Wandels ist nur im Bestand möglich.

Botnang hat derzeit ca. 12.700 Einwohner, die Einwohnerprognose des Statistischen Amtes der Landeshauptstadt Stuttgart (Quelle: Monatsheft "Statistik und Informationsmanagement" 1/2014) geht von einem Einwohnerrückgang auf 12.370 (2021), 12.240 (2025) und 11.980 (2030) aus. Im selben Heft wird ausgeführt, dass der Anteil der Einwohner "80 und älter" von 910 auf rd. 1.200 (2025) ansteigen wird. Insgesamt wird bei der Bevölkerungsgruppe "80 und älter" bis 2030 ein Anstieg um 21,9% prognostiziert, während alle anderen Bevölkerungsgruppen rückläufig sein werden.

Das Durchschnittsalter in Botnang steigt seit 1975 kontinuierlich an. Von damals 38,7 auf 42,9 (1990) und 44,8 (2000). Mittlerweile sind wir bei 46,0 Jahren (31.12.2014, Quelle: Statistisches Amt) "angekommen". Zum Vergleich: Die Gesamtstadt liegt aktuell bei 42.6 Jahren und es gibt "junge" Stadtbezirke mit Zahlen um die 39 - 40 Jahren.

Vorgehen, Zielgruppen, Umsetzung

Das Bezirksamt Stuttgart-Botnang hat deshalb in den Jahren 2008 – 2009 eine Zukunftswerkstatt durchgeführt. Die Dokumentation (Frage C 1) dieses bürgerorientierten Prozesses ist beigefügt.

Obwohl eine Zukunftswerkstatt naturgemäß ganzheitlich angelegt ist, war bei diesen Zahlen klar, dass in der praktischen und nachhaltigen Umsetzung der verschiedenen Ideen zumindest kurz- bis mittelfristig ein Schwerpunkt bei der älteren Generation liegen muss.

Alle sieben Arbeitsgruppen wurden nachhaltig angelegt und arbeiten bis heute weiter. Beispielhaft haben wir für diese Bewerbung einige Ergebnisse herausgegriffen.

Ein sehr bedeutendes und in Stuttgart in dieser Form einmaliges Ergebnis dieser Arbeit ist der "BOB" – der "Botnanger OrtsBus". Es ist dies die einzige rein ehrenamtlich betriebene Buslinie in Stuttgart, die an 6 Tagen der Woche verkehrt. Diese Linie dient aufgrund unserer nicht einfachen Topografie ganz besonders der Teilhabe von Seniorinnen und Senioren sowie behinderter Menschen am Gemeindeleben. Dieser Bürgerbus sichert wohnortnahe Strukturen, weil er die Senioren zu den Dienstleistern und Geschäften im Ort bringt und zugleich deren Mobilität, Kommunikation, Teilhabe und oftmals den Verbleib im gewohnten Wohn- und Lebensumfeld. Er ist zugleich ein hervorragendes Beispiel, bei dem "jüngere" Senioren betagten Senioren konkret bei der Bewältigung des Alltags helfen.

Ergebniss, Erreichtes

1. Aus der AG Mobilität

Botnanger Ortsbus (BOB)

Ausgangsidee

Der Stadtbezirk Stuttgart-Botnang ist das kleine Spiegelbild Stuttgarts und liegt landschaftlich reizvoll als sogenannte Rodungsinsel inmitten der Höhenzüge des Kräherwalds sowie des Rot- und Schwarzwildparks, teilweise mit erheblichen Steigungen, Staffeln und steilen Wohnstraßen. Wegen seiner hohen Wohnqualitäten sind Botnangs Hanglagen sehr gefragt, jedoch gerade für ältere MitbürgerInnen, für mobilitätseingeschränkte Personen und für Mütter mit Kinderwagen mit großen Anstrengungen und Problemen verbunden. Zahlreiche BürgerInnen tun sich nun mit den alltäglichen Dingen des Lebens entsprechend schwer. Das Einkaufen, der Gang zum Arzt, zur Post oder zum Bezirksrathaus aber auch die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben im Bürgerhaus oder anderen Veranstaltungsorten, sind für viele ältere Menschen eine Belastung geworden.

Durch die Stadtbahnlinien U2 und U9 (zeitweise) der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) ist Botnang bestens an die Stuttgarter Innenstadt angebunden. Allerdings verkehrt die Stadtbahn nur in der Tallage. Nur dort sind im Ortszentrum auch sämtliche Infrastruktureinrichtungen zu finden. Die SSB-Buslinie 91 erschließt nur einen kleinen Teil der Höhenzüge und keinerlei Nebenstraßen. Hinzu kommt der Friedhof, der von den zumeist älteren BesucherInnen nur über große Distanzen von der nächsten ÖPNV-Haltestelle aus erreichbar ist. Lediglich der Ortsbus fährt in inzwischen direkt an.

Etliche Quartiere Botnangs sind weit mehr als 300 bis 600 m von der nächstgelegenen ÖPNV-Haltestelle entfernt; dies ist der Richtwert aus dem Nahverkehrsplan. Bei zahlreichen Wohnstraßen sind es teilweise mehr als 1.000 m, inklusive Steilheit! Nachdem die SSB früh signalisiert hat, Ergänzungslinien aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht selbst übernehmen zu können, wurde der Stadtbezirk selbst aktiv.

Zielsetzung

Mit einem ehrenamtlich betriebenen Ortsbus sollte in Botnang pilothaft für Stuttgart eine bürgerschaftlich geprägte Variante für Ergänzungsverkehre eingeführt werden. Das Bezirksamt hat die organisatorischen Fragen geklärt sowie eine Bedarfsanalyse durchgeführt. Jeder Haushalt Botnangs wurde dabei befragt. Der Rücklauf der Fragebögen war ansprechend und aussagekräftig. Gemeinsam mit einem örtlichen Experten (Busunternehmer) wurde von uns eine erste Kosten-Nutzen-Kalkulation erstellt. Im Rahmen der Zukunftswerkstatt wurde das Projekt mit der interessierten Bürgerschaft konkretisiert. Die Trägerschaft ging später an den Botnanger Bürgerverein, der für das ganze Projekt bislang lediglich 7.000 Euroo öffentliche Gelder als Anschubfinanzierung vom Botnanger Bezirksbeirat erhalten hat. Alle sonstige Ausgaben wurden eigenständig aufgebracht (Neupreis eines entsprechend umgebauten Kleinbusses damals zwischen 60.000 und 80.000 Euroo, inzwischen rd. 100.000 Euroo).

Der Busbetrieb startete im September 2010 und feiert somit demnächst sein 5jähriges Jubiläum. Im September 2014 gehörte der Botnanger Bürgerverein mit seinem "BOB" zu den Gründungsmitgliedern des Landesverbands proBürgerBus Baden-Württemberg, der dritten Einrichtung dieser Art bundesweit. Im Landesverband übernimmt Bezirksvorsteher Wolfgang Stierle die Position des für die Finanzen zuständigen Vizepräsidenten. Präsident ist Herr MdL Sascha Binder.

Der Botnanger Ortsbus verfolgt neben den erwähnten sozialen Zielen - nämlich Erschwernisse aus der Topografie für ältere, behinderte Menschen und Kinder auszugleichen sowie die Teilhabe am sozialen Leben zu erleichtern - auch Ziele des Umwelt- und Naturschutzes durch Reduzierung des Individualverkehrs und durch Luftreinhaltung.

Ferner sollten Ehrenamtliche, bevorzugt aus der Generation '55-plus', gewonnen werden - was geglückt ist. Die Ideengeber waren sich sicher, dass das Fahren eines Ortsbusses eine kommunikative und interessante ehrenamtliche Tätigkeit für Ruhe- oder Vor-RuheständlerInnen sein könnte. An den begeisterten FahrerInnen lässt sich die Richtigkeit dieser Annahme deutlich aufzeigen.

Inzwischen ist "BOB" auch ein Projekt "von Senioren für Senioren" geworden. Die überwiegende Mehrzahl der aktuell 4 Fahrerinnen und 16 Fahrer gehört der Generation "60-plus" an und unterstützt somit ehrenamtlich überwiegend die Generation der über 75jährigen.

"BOB" ist aber viel mehr als Mobilitätsförderung:

Es gibt Rückmeldungen zahlreicher Senioren, die betonen, dass sie ohne diese Unterstützung ihr vertrautes Umfeld längst gegen einen Heimplatz hätten eintauschen müssen. "BOB" sichert die wohnungsnahe Teilhabe und Infrastruktur, in dem auch die Ladengeschäfte und Dienstleister des Ortes profitieren, was wiederum direkt den älteren Menschen zugutekommt. Andernorts wird über verödete Ladenzentren und Ortsmitten diskutiert - wir stärken diese auch über den Ortsbus. Gerade ältere Menschen wissen ortsnahe Einkaufsmöglichkeiten sehr zu schätzen.

Darüber hinaus nutzen gerade die - oft einsamen - älteren Mitbürger die Fahrt im Ortsbus zur regen Kommunikation, sowohl mit den Ehrenamtlichen als auch mit Bekannten, die man ansonsten aus den Augen verloren hätte.

Durchführung und Finanzierung

Der Bus verfügt über 8 Sitzplätze, eine Hebe- und Sicherungsvorrichtung für einen Rollstuhl. Er kann somit mit der Führerscheinklasse B (früher 3) gefahren werden, was die Gewinnung und das Einlernen Ehrenamtlicher erleichtert. Gemeinsam mit dem örtlichen Busunternehmer Udo Nehr  werden die Interessenten auf die fahrtechnischen Anforderungen vorbereitet. Der Reigen an Partnerschaften mit der örtlichen Wirtschaft wurde durch ein umfängliches und gesponsertes Versicherungspaket ergänzt.

Die Kosten für die erforderlichen amtsärztlichen Untersuchungen und für die Ausstellung des Ergänzungsführerscheins zur Fahrgastbeförderung (BCE) übernimmt der Botnanger Bürgerverein. Seit 2015 kann hierfür ein Zuschuss vom Land beantragt werden, ebenso wie für eine Neubeschaffung solcher Kleinbusse - ein erster Erfolg des oben beschriebenen Landesverbandes.

Wir werden noch in diesem Jahr ein Ersatzfahrzeug für rd. 100.000 Euroo erwerben, wofür es einen Landeszuschuss in Höhe von 22.500 Euroo geben soll.

Allein die Fahrgastzahlen belegen den Erfolg des Projektes wie auch den raschen Bedarf für ein neues, dann niederfluriges Euroo-6-Fahrzeug: 2010 mit 742 Fahrgästen in 17 Kalenderwochen gestartet, hatte der Ortsbus 2012 bereits 8.910 Fahrgäste p.a. befördert. 2014 belief sich die Zahl auf 10.703 beförderte Personen.

Derzeit fahren 4 Damen und 16 Herren ehrenamtlich an sechs Wochentagen, unter der Woche vor- und nachmittags. Im Hintergrund arbeiten vier weitere Ehrenamtliche des Botnanger Bürgervereins als Kassier, im Bereich Recht und Finanzwesen sowie im Sponsoring und PR. Das Bezirksamt unterstützt weiterhin im organisatorisch-rechtlichen Bereich.

Der BOB verkehrt im sogenannten 'Wink System' auf vier fest vorgegebenen Routen als Kleeblatt mit einigen fixen Haltepunkten. Dabei wird die Ortsmitte viertelstündlich, also nach "jedem Kleeblatt" angefahren. Der Fahrgast muss sich lediglich zu den bekannt gemachten Uhrzeiten vor sein Wohnhaus begeben und dem ankommenden Fahrzeugführer winken. Der Gang zur Haltestelle entfällt, im Zweifel sind die Ehrenamtlichen bei Ein- und Ausstieg oder auch bei schweren Gegenständen (Einkaufstaschen) behilflich.

Besonders wichtig für die Gesundheit der älteren Mitbürger: Unser Ortsbus fährt erst los, wenn alle Fahrgäste sitzen und angeschnallt sind - es gibt keine Stehplätze. Das Unsicherheitsgefühl im "normalen" ÖPNV, die Angst vor Stürzen u.ä. gibt es beim "BOB"-Fahren für die älteren Menschen definitiv nicht! Unser Ortsbus hat und nimmt sich diese Zeit.

Fahrpreis: 1,50 Euro pro Fahrt mit Einzelfahrschein bzw. 1,20 Euro pro Fahrt mit 10er Fahrschein.

Der Rollatorweg

Das Bezirksamt und der örtliche Bürgerverein haben 2011 (Waldbereich) und 2014 (Straßenquerung zu einer Vereinsgaststätte) gemeinsam mit dem Revierförster und dem städtischen Tiefbauamt in unmittelbarer Nähe des Karl-Wacker-Heims (Pflegeheim und betreutes Wohnen) einen rollator- und rollstuhlgerechten Rundweg eingerichtet.

Das mit 127 Pflegeplätzen, 10 Tagespflegeplätzen sowie 26 betreuten Wohnungen ausgestattete Heim in Trägerschaft der Evangelischen Heimstiftung liegt am Ortsende Botnangs unmittelbar am Waldrand (Naherholungsgebiet Rot- und Schwarzwildpark). Das Heim bzw. seine Bewohner hatten dennoch bis dato keine Möglichkeit, die umliegenden Wälder direkt zu nutzen, da es nur einen kleinen und holprigen, oft zugewachsenen Trampelpfad zu den ca. 1 km entfernten Hauptwanderwegen gab.

Dies ist jetzt anders. Direkt am Heim beginnt nun ein rollatorgerechter Rundweg, der zugleich auch als "Zubringer" zu den erwähnten Hauptwegen genutzt werden kann. Somit ist gewährleistet, dass sowohl Bewohner eigenständig, bspw. mit dem Rollator oder Gehstock, auf dem Rundweg spazieren und zum Heim zurück gelangen können als auch mit Betreuern oder Besuchern gemeinsam zu den Spazierwegen kommen. Dies ist wiederum auch für an den Rollstuhl gebundene Heimbewohner wichtig, die auf dem beschriebenen "Trampelpfad" nicht geschoben werden konnten. Der Weg ist natürlich mit entsprechender Symbolik ausgeschildert, verfügt über einen Belag, der sowohl den Naturschutzanforderungen (wasserdurchlässig) als auch den Bereifungen der Rollatoren gerecht wird und über zahlreiche Sitzgelegenheiten.

2. Aus der AG Bildung

Der Studiengang Allgemeinbildung kompakt am Montagnachmittag

Ein besonderer Erfolg dieser AG ist die unter dem Begriff "KulturRaum" gelungene Erwachsenenbildung. Gemeinsam mit der Volkshochschule Stuttgart gelang es zum einen, dezentrale Kurse außerhalb der Stuttgarter City zu etablieren und damit Wege für interessierte Senioren zu verkürzen und zum anderen eine Art "Allgemeinbildungskurs" für Erwachsene dauerhaft und neu im Bürgerhaus Botnang einzurichten.

Der Kurs nennt sich "Studiengang Allgemeinbildung kompakt am Montagnachmittag" und bietet ein fundiertes und umfassendes Wissensangebot in den Bereichen Politik und Wirtschaft, Literatur, Religion und Gesellschaft sowie Kunstgeschichte an. Die Seminare bestehen in der Regel aus einer Mischung aus Vortrag und Diskussion. Auf Wunsch der Gruppe werden auch Führungen, Museums- oder Konzert- und Theaterbesuche durchgeführt.

Wir sind überzeugt davon, auch damit gerade die Generation "60plus" anzusprechen und sowohl soziale Kontakte, Kommunikation wie auch die Stärkung der geistigen Fähigkeiten zu erreichen.

3. Aus den AGs Dienstleitungen im Alltag und Ortsmitte

Die Neue Ortsmitte mit Begegnungsstätte

Diese Arbeitsgruppen setzten sich im weiteren Verlauf seit 2009 besonders stark im Rahmen der Bürgerbeteiligungsverfahren zur Neugestaltung der Botnanger Ortsmitte und des Botnanger Marktplatzes ein.

Die Neue Ortsmitte wird im Oktober dieses Jahres mit einem Grußwort von Herrn Oberbürgermeister Fritz Kuhn eröffnet. Mit der Fertigstellung des Marktplatzes rechnen wir im Spätsommer 2016.

Teil der Neuen Ortsmitte ist u.a. eine Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt (AWO), die sich dann - gemeinsam mit dem benachbarten Bürgerhaus synergetisch um die ältere Generation und deren Teilhabe am Gemeindeleben kümmern wird. Im Bürgerhaus selbst findet seit über 30 Jahren die gemeinsam von Evangelischer und Katholischer Kirchengemeinde, dem Bürgerhausverein und der AWO durchgeführte Reihe "Mittwoch Nachmittag" statt, die mit einem vielseitigen Programm ebenfalls besonders die Generation "60 plus" anspricht. Botnang war bis 2015 der einzige Stuttgarter Stadtbezirk ohne Begegnungsstätte - insofern auch dies ein großartiges Ergebnis der mit den Bürgern erarbeiteten Ideen aus der Zukunftswerkstatt.

Das Programm von Bürgerhaus und Begegnungsstätte wird ab Herbst 2015 besonderes Gewicht auf Angebote für die ältere Generation legen, auch und gerade was alltagsbezogene Bewegungsförderung, Gesundheitskompetenz, Ernährung (günstiger Mittagstisch) und natürlich wohnortnahe Teilhabe (Hol- und Bringsystem der Begegnungsstätte zusätzlich zum "BOB") angeht.

Der seniorenfreundliche Service und Reparaturservice

Im Rahmen dieser AGs wurde auch der "Seniorenfreundliche Service" in Botnang etabliert. Dabei wurden Einzelhandelsbetriebe auf ihre Seniorenfreundlichkeit überprüft und zertifiziert (ein stadtweites Projekt des Stuttgarter Seniorenrates). Ferner gibt es in Kooperation mit dem Nachbarbezirk S-Feuerbach einen kostenlosen Reparaturservice, bspw. für Klein- oder Elektrogeräte, der gerade von Senioren gerne genutzt und von Senioren für Senioren betrieben wird. Zu bezahlen sind lediglich die evtl. Materialkosten. Auch hier, wie bei "BOB": Der Grundgedanke "Senioren helfen Senioren".

4. Aus der AG Integration und Kultur

Der Neubürgerspaziergang

Seit 2013 führt der Bezirksvorsteher persönlich den angeregten Neubürgerspaziergang durch. Damit soll die Integration in den Ort, für jung und alt, deutsch oder nichtdeutsch, erleichtert werden. Zugleich wird versucht, etwas von der Tradition, der Geschichte und über die Einrichtungen des Ortes zu vermitteln. Selbstredend wird auf die genannten Angebote eingegangen, da die ersten Spaziergänge bereits gezeigt haben, dass insbesondere junge Familien und die "reiferen" Zuzügler dieses Angebot gerne wahrnehmen.

Der Brückenbauer

Das Projekt "Brückenbauer" war ursprünglich primär für die Kinder aus Migrantenfamilien gedacht, weitet sich nun aber aufgrund der demografischen Entwicklung auch in den Seniorenbereich aus. Es gibt immer mehr Senioren mit Migrationshintergrund, die im Alter ganz besonders auf Begleitung bei Behördengängen u.ä. angewiesen sind. Im Rahmen dieses von der stellvertretenden Bezirksvorsteherin und dem Familien- und Nachbarschaftszentrum federführend betreuten Projektes, werden muttersprachliche Ehrenamtliche geworben, die Migranten kostenlos bei einfacheren Behördengängen (sofern kein amtlicher Dolmetscher notwendig) oder allgemeinen Lebensfragen (welche Vereinsangebote gibt es? Wie wird man Mitglied? Wo kann man was einkaufen? Wie funktioniert der ÖPNV? usw.) unterstützen. Auch informative Stadtrundgänge oder kulturhistorische Spaziergänge gehören zum Programm der "Brückenbauer".

Ferner beteiligen sich die Brückenbauer an örtlichen Festivitäten und binden dabei die Migranten und Neu-Zugezogenen mit ein.

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Behinderte aller Altergsgruppen
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere
C 29a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Bürgerverein; Kirchen

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Förster; Bezirksvorsteher; Bezirksbeirat
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Bürgerverein
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
Angebote des Sportamtes, Gesundheitsamtes etc. Darüber hinaus unterstützen sich die Bürgerbusprojekte im Land gegenseitig.
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja, welche?: 
Ebenfalls Bürgerbus - wir beraten bspw. andere Interessenten

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
BOB (Botnanger Ortsbus)
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 13a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Werbung auf und im Fahrzeug; Ticketverkauf
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 15 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

siehe Bescheibung des Wettbewerbsbeitrages, sowie Anlage "Einzelprojekt 1"

Einzelprojekts Nr. 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 

Rollatorweg

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 25 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

siehe Beschreibung des Wettbewerbsbeitrag

Einzelprojekts Nr. 3

D 30 Titel des Einzelprojekts Nr. 3: 
Brückenbauer
D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 35 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

siehe Beschreibung des Wettbewerbsbeitrag, sowie Anlagen "Einzelprojekt 3"

E Anlagen