Landeshauptstadt Dresden

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Landeshauptstadt Dresden
Typ
kreisfrei
Bundesland
Sachsen
Einreichende Dienststelle
Geschäftsbereich Soziales, WHO-Projekt "Gesunde Städte"
Name des Ansprechpartners
Dr. Peggy Looks
Funktion des Ansprechpartners
Beauftragte WHO-Projekt "Gesunde Städte"
Straße/Postfach
Richard-Wagner-Str. 17
Postleitzahl
1219
Ort
Dresden
Telefon des Ansprechpartners
+49 351 488 5352
Telefax des Ansprechpartners
+49 351 488 995352
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

"Förderung der körperlichen Aktivität in der Landeshauptstadt Dresden"

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Die Landeshauptstadt Dresden arbeitet im WHO-Projekt "Gesunde Städte" seit mehr als 20 Jahren zu den Schwerpunkten "Förderung der körperlichen Aktivität" sowie zum "Gesunden und aktiven Altern". Dresden verfügt über ein strategisches Gesamtkonzept zur Förderung körperlicher Aktivität, welches sowohl im Sportentwicklungsplan wie auch im Aktionsplan "Aktives Altern" verankert und mit konkreten Maßnahmen - insbesondere auch für Menschen der Generation 50 Plus - untersetzt ist. Zwei der Maßnahmen sollen exemplarisch dargestellt werden, die sowohl auf Verhaltens- wie auch Verhältnisebene abzielen und ganzheitlich (Verknüpfung von körperlicher und geistiger Aktivität mit Förderung der Partizipation) präventiv wirksam sind. Dabei werden insbesondere zwei Maßnahmen beschrieben, die in Stadtteilen mit besonderen sozialen Bedarfen nachhaltig realisiert wurden. 

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangslage

Die Landeshauptstadt Dresden ist mit derzeit mehr als 540.000 Einwohner/innen und saldierten Zuwanderungen von aktuell ca. 5.000 Personen pro Jahr eine wachsende Stadt. Ein Zuzug, insbesondere junger Familien aus der Umgebung, ist für die Zukunft weiter prognostiziert. Ebenso zählt Dresden zu den Städten mit den höchsten Geburtenraten in Deutschland. In 2014 wurden mehr als 6.000 Kinder geboren. Dennoch können die hohe Geburtenraten sowie der Zuzug junger Menschen, den demografischen Wandel in Dresden nicht vollständig aufhalten. 39% der Einwohnerschaft sind über 50 Jahre alt. Der Altersdurchschnitt liegt derzeit bei 43 Jahren. Zugleich wird die Lebenserwartung zunehmen, so dass Frauen durchschnittlich 84,5 Jahre und Männer etwa 79 Jahre in 2025 leben werden. Gesundheitsbezogene Daten zeigen, dass die subjektive Gesundheit und das Wohlbefinden mit steigendem Alter abnehmen. Während etwa zwei Drittel der Befragten zwischen 45 und 54 Jahren ihren Gesundheitszustand als gut einschätzen, ist dies in der Altersgruppe der 65 bis 74 Jährigen nur noch etwa ein Drittel. Dabei beurteilen etwa 25% der über 75 Jährigen v.a. das Alleinsein und die Eintönigkeit im täglichen Leben als negativen Faktor für Gesundheit.

Objektive Daten zum Gesundheitszustand, die auf der Krankenhausstatistik beruhen, geben Aufschluss über die Morbidität der alternden Bevölkerung. Insbesondere Männer, aber auch ein zunehmender Anteil von Frauen zwischen 50 und 60 Jahren werden aufgrund von psychischen Verhaltensstörungen infolge von Alkoholmissbrauch stationär eingewiesen, was in dieser Altersgruppe die häufigste Diagnose darstellt. Anzunehmen ist, dass es hier auch einen Zusammenhang mit den berichteten Empfinden des Alleinseins bzw. der Eintönigkeit im Leben gibt. Ferner sind Krebserkrankungen sehr häufig Gründe für eine stationäre Behandlung. Bei Frauen zwischen 50 und 60 Jahren ist die häufigste Diagnose, die einen stationären Aufenthalt erforderlich macht, Brustkrebs. Bei den Männern zwischen 60 und 70 Jahren ist die häufigste Diagnose Prostatakrebs. Ebenso nehmen kardio-vaskuläre Erkrankungen mit dem Alter stark zu.  In der Altersgruppe der über 70 Jährigen sind mehr als 1.100 Einweisungen aufgrund dessen zu verzeichnen. Menschen ab dem 80. Lebensjahr werden sehr häufig aufgrund von intrakraniellen bzw. chirurgischen Verletzungen, welche sicherlich auf Stürzen basieren, stationär behandelt.

Daten des Statistischen Landesamtes Sachsen erlauben Aussagen über den Body-Mass-Index. Verbunden mit dem modernen Lebensstil, welcher charakterisiert ist durch einen Mangel an Bewegung und hoch-kalorische Ernährung, sind Gewichtszunahmen in der (alternden) Bevölkerung zu beobachten. Der Anteil von Menschen mit Übergewicht und Adipositas nimmt mit dem Alter zu. 40% der Menschen über 65 Jahren sind übergewichtig mit einem kritischen Body-Mass-Index von 25 bis 30 kg/m².

Im Rahmen der Fortschreibung zur Sportentwicklungsplanung der Landeshauptstadt Dresden wurde 2010 eine Sportverhaltensstudie (einschließlich repräsentativer Befragung) durchgeführt.  Aus der Sportverhaltensstudie ist erkennbar, dass Dresden einerseits eine sehr aktive Stadt ist. Etwa 60% der Dresdner/innen treiben regelmäßig Sport bzw. sind körperlich aktiv, wobei lediglich 17% in einem Sportverein organisiert sind. Andererseits nimmt der Anteil der Aktiven mit zunehmendem Alter ab.  Ab dem 45. Lebensjahr ist ein deutlicher Rückgang körperlicher Aktivität in der Bevölkerung zu verzeichnen. Während in der Altersgruppe der 45-54 Jährigen noch ein Drittel regelmäßig aktiv ist, sind mehr als die Hälfte der über 75 Jährigen inaktiv. Die Ergebnisse der regelmäßig durchgeführten Kommunalen Bürgerumfrage bestätigen das Sportverhalten der Dresdnerinnen und Dresdner.

Die Daten zur subjektiven Gesundheit/Wohlbefinden sowie zur körperlichen Aktivität wurden ebenso stadträumlich ausgewertet. Stadträume mit einem höheren Anteil an sozial-benachteiligten Menschen, weisen einen niedrigeren Anteil von Menschen mit einem guten subjektiven Gesundheitszustand auf und hier leben weniger körperlich aktive Menschen.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass chronische Erkrankungen - physischer wie auch psychischer Art - im Alter zunehmen und die subjektive Gesundheit geringer eingeschätzt wird. Die körperliche Aktivität mit fortschreitendem Alter abnehmend ist und der Anteil der (älteren) Menschen mit hohen BMI-Werten hoch ist. Zu beobachten sind stadträumliche Differenzen sowohl bei der subjektiven Gesundheit wie auch bei der körperlichen Aktivität, v.a. in Stadträumen mit sozialen Bedarfen bestehen Handlungspotenziale.

Altern wird durch die Stadt Dresden als ein Prozess angesehen, der den gesamten Lebensverlauf berücksichtigen muss. Je früher Prävention und Gesundheitsförderung stattfindet, umso wirksamer kann chronischen Erkrankungen (s.o.) vorgebeugt werden. Der Fokus vieler Aktivitäten liegt daher auf dem "frühen Alter" (ab 50 Jahre), aber auch im höheren Lebensalter können durch Sekundär- und Tertiärprävention die Folgen von Krankheit abgemildert werden. Kommunale Gesundheitsförderung der Stadt Dresden richtet sich sowohl an Maßnahmen der Verhaltens- (z. B. Aufklärung, Beratung, Angebote...) aber auch der Verhältnisprävention (z. B. Gestaltung der bewegungsfreundlichen öffentlichen Räume entsprechend dem Walkability-Ansatz) aus.

Anlass (Auslöser/Gründe für die Maßnahmen)

Die Landeshauptstadt Dresden ist seit 1991 Mitglied im Europäischen Netzwerk "Gesunde Städte" der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dresden arbeitet seitdem u.a. zu den Kernthemen "Gesundes und aktives Altern" sowie "Förderung der körperlichen Aktivität" mit zahlreichen Programmen/Projekten und Aktionen. Auf Basis von umfangreichen Datenanalysen (z.B. zu gesundheitsbezogenen Daten der Kommunalen Bürgerumfrage; Sportverhaltensstudie; Sozialdaten etc.) wurde der Sportentwicklungsplan 2005, 2008 und 2013[1] sowie der Aktionsplan "Aktives Altern" 2008 mit Stadtratsbeschluss verabschiedet.

Die Pläne bilden die Gesamtkonzeption für die Arbeit und orientieren sich an übergeordneten Strategien und Zielen. Beachtung finden dabei die "Strategie und Aktionsplan für gesundes Altern der Europäischen Region 2012-2020" der WHO, das politische Rahmenkonzept "Gesundheit 2020" der WHO, das sächsische Gesundheitsziel "Aktives Altern - Altern in Gesundheit, Autonomie und Mitverantwortlichkeit" sowie das bundesdeutsche Gesundheitsziel "Gesund älter werden", aber auch die Leitlinien zur Förderung der körperlichen Aktivität seitens WHO und EU.

Derzeit befinden sich beide Pläne in der Fortschreibung. Diese Pläne wurden partizipativ in Planungsrunden bzw. in Gesundheitskonferenzen mit der Bürgerschaft entwickelt und sind miteinander inhaltlich verknüpft. Sie beinhalten Maßnahmen u.a. für die Generation 50 Plus, die zielbezogen ausgewählt wurden. Die Pläne werden nach Laufzeitbeginn evaluiert und deren Fortschreibung vorbereitet.

Exemplarisch sollen zwei Projekte aus den Maßnahmenkatalogen der beiden Pläne für den Bundeswettbewerb beschrieben werden. Dabei handelt es sich um a) das Projekt "Stadtspaziergänge von und für Bürgerinnen und Bürger" und b) "Walking People - It´s never too late to start" - Etablierung von wohnortnahen Lauf- und Bewegungsstrecken. Zur besseren Lesbarkeit werden beide tabellarisch gegenüber gestellt.

Projekt "Stadtspaziergänge von und für
Bürgerinnen und Bürger"

Projekt "Walking People - It´s never too late to start" -
Etablierung von wohnortnahen Lauf- und Bewegungsstrecken

Datengrundlage

wie oben beschrieben (siehe Ausgangslage)

Anlass/Auslöser

Ausgangsbasis für das hier vorgestellte Projekt war ein früheres Modellprojekt, welches 2009 in Kooperation mit der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung sowie dem Quartiersmanagement in einem ausgewählten Stadtteil erfolgreich durchgeführt wurde. In einer Gruppe von interessierten Bürgerinnen und Bürgern wurden "Lieblingsplätze" zusammengetragen. Daraus entstanden geführte Stadtspaziergänge, die 2mal jährlich unter Leitung des Quartiersmanagements themenbezogen (z. B. zur Kunst im öffentlichen Raum) stattfinden. Die Resonanz ist sehr groß, so dass zwischen 30 und 50 Personen an den Stadtspaziergängen teilnehmen. Dies hatte uns veranlasst, ein ähnliches Projekt zu initiieren und auf andere Stadtteile mit entsprechenden sozialen wie auch gesundheitlichen Bedarfen zu übertragen. Dabei fokussierten wir allerdings auf etwas andere Schwerpunkte und erprobten eine neue Vorgehensweise (siehe Ziele und Vorgehen).

Im Rahmen des Europäischen Jahres des "Gesunden Alterns" legte die EU einen Förderschwerpunkt auf. Die Stadt Dresden hatte sich 2013 gemeinsam mit den Städten Florenz, Madrid und Nova Gorica um eine Mitarbeit in dem EU-Projekt "Walking People (WAP)- It is never too late to start" beworben. Die im Projekt verfolgten Ziele - Entwicklung öffentlicher Bewegungsräume - waren bereits 2010 als Bestandteile des Sportentwicklungsplanes beschlossen und konnten aufgrund der Förderung schneller realisiert werden.

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

In dem Projekt ging es um Verhaltens- und Verhältnisprävention von Menschen. Zum einen ging es um die Anregung zur alltagsbezogenen Bewegung direkt im Stadtteil (wohnortnah), zum anderen ging es um die Schaffung von Angeboten (wie z. B. Lauf- und Bewegungsstrecken bzw. Arbeitsgruppen)

Es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der neben der Förderung der körperlichen auch die geistige Aktivität sowie soziale Integration begünstigt. Die Ziele im Einzelnen sind:

  • Förderung der körperlichen alltagsbezogenen Bewegung von Menschen 55 Plus, die direkt im Stadtteil wohnen
  • Förderung der Partizipation und des sozialen Engagement der Bürger/innen: Teilnehmer/innen sollten sich selbst in das Projekt einbringen und eigene "Lieblingsplätze" sammeln, beschreiben sowie dokumentieren. Ziel war es, Rundgänge zu kreieren, die aus der Perspektive der älteren Menschen für ältere Menschen entwickelt wurden.
  • Starker Fokus auf Förderung der mentalen Aktivität, da sich die Bürger/innen mit ihrem Stadtteil aktiv auseinander setzen mussten: "Was sind Lieblingsplätze?", "Was macht diesen Platz besonders?", "Welche Informationen habe ich dazu?", "Wie kann ich mir Informationen besorgen?"
  • Förderung der sozialen Integration und Verbundenheit zur Nachbarschaft durch gemeinsames Arbeiten in einer Gruppe und damit auch ein Entgegensteuern des Alleinseins.

Unter Nutzung vorhandener Wegepotenziale sollten mindestens 3 wohnortnahe Lauf- und Bewegungsstrecken mit einer Gesamtlänge von 25 km etabliert werden. Die Ziele im Einzelnen sind:

  • Unsere Vision: Prävention chronischer Erkrankungen durch Bewegung
  • Förderung der körperlichen Aktivität durch Schaffung öffentlicher Bewegungsräume, u.a. auch in Stadträumen mit besonderen sozialen und gesundheitlichen Bedarfen
  • Partizipation der Bürgerschaft durch Einbindung der Bürger/innen in die Auswahl bzw. Verlaufsplanung der Strecken
  • Katalogisierung der Strecken mit Informationen und Veröffentlichung im Internet
  • Zusammenarbeit mit Partnern zur Sicherung der Verstetigung und Nachhaltigkeit

 

Zielgruppen: Ältere Bewohner/innen ab 55 Jahren - mobilitätseingeschränkte wie auch aktive - von drei verschiedenen Stadtteilen wie Pieschen, Übigau/Mickten, Prohlis/Reick; die Stadtteile weisen erhöhte soziale Bedarfe auf. Versucht wurde, auch Menschen mit Migrationshintergrund zu gewinnen, allerdings konnten keine akquiriert werden.

Zielgruppen: Menschen ab 45 Jahren, da hier ein Abfall der körperlichen Aktivität in der Bevölkerung ersichtlich ist. Die Strecken sollten aber für die breite Bevölkerung nutzbar sein, d.h. Kriterien wie die Eignung für mobilitätseingeschränkte Personen bzw. auch Sicherheit der Strecke für die Benutzung durch Frauen wurde berücksichtigt und kann zumindest für eine Strecke gewährleistet werden. Zudem sind die Strecken generationsübergreifend, d.h. auch für Familien nutzbar.

Vorgehen und Umsetzung

Die Initiierung und Durchführung der Projekte wurde im Beirat "Gesunde Städte" der Landeshauptstadt Dresden beschlossen. Der Beirat setzt sich aus dem Vorsitzenden, Herrn Martin Seidel (Bürgermeister für Soziales), den gewählten Stadtratsvertretern und externen Experten sowie Verwaltungsvertretern zusammen. Dadurch erhalten die Projekte eine politische Bedeutung und werden durch den Bürgermeister explizit unterstützt.

Im Rahmen von Kursen, die in zwei Seniorenbegegnungsstätten der Freien Wohlfahrtsverbände angeboten wurden, wurde das Projekt realisiert. Die Bürger/innen wurden aufgefordert, sich individuell in das Projekt einzubringen, um so das eigene Engagement zu fördern. In einer moderierten Gruppe (Moderation durch Mitarbeiter des Gesundheitsamtes) wurden in 4-5 Sitzungen (mit jeweils ca. 5 Teilnehmern) individuelle Lieblingsplätze, Orte, Sehenswürdigkeiten im Stadtteil gesammelt und fotografisch festgehalten. Die "Lieblingsplätze" konnten sein z. B. ein Theater, eine Bäckerei, eine Bank unter einem Baum. Diese Plätze wurden in eine Statteilkarte eingezeichnet und zu einem Rundgang verbunden. Zudem wurden die Orte von den Teilnehmern beschrieben, was deren Besonderheit ausmacht (z. B. die Geschichte einer Schule). Damit erhielten die Teilnehmer/innen zugleich auch die Möglichkeit sich geistig mit dem Ort bzw. der Besonderheit des Stadtteils auseinander zu setzen. Die Rundgänge sind zwischen 2 und 4 km Länge und starten an einer ÖPNV-Haltestelle. Der Rundgang wurde dokumentiert in einer Broschüre, wobei jeder Lieblingsplatz kurz beschrieben ist. Zudem besteht die Möglichkeit, dort noch eigene handschriftliche Notizen aufzubringen, so dass individuelle Broschüren entstehen können. Die Rundgänge sind auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt, da die Rundgänge gut zu bewältigen sind, d. h. im Einzelnen: a) weitestgehend barrierefrei sind; b) Hinweise zu öffentlichen Toiletten und Sitzmöglichkeiten bieten; c) die Startpunkte mit ÖPNV erreichbar sind; d) von einer angemessenen Länge sind.

Eine schriftliche Konzeption zur Durchführung des Projektes für weitere Multiplikatoren liegt vor (siehe elektronische Anlage). Damit kann dieses Projekt auch in weiteren Seniorenbegegnungsstätten bzw. auch in Kirchgemeinden durchgeführt werden und dient damit der Unterstützung von Akteuren in der Kommune.

Die Finanzierung des Projektes erfolgte über Eigenmittel der Landeshauptstadt Dresden.

 

In einer Arbeitsgruppe, welche sich aus verschiedenen Fachämtern (z. B. Eigenbetrieb Sportstätten, Gesundheitsamt, Stadtplanungsamt, Amt für Grünflächen, Presseamt etc.) sowie Partnern (AOK Plus, BGW, Erlebnisregion Dresden, Wohnungsgenossenschaften; Stadtsportbund Dresden; Quartiersmanagement etc.) zusammensetzt, wurde das Projekt wie folgt realisiert:

  • Festlegung von Kriterien zur Streckenauswahl (wie z. B. wenig natürliche Barrieren; gut erreichbar mit ÖPNV; Umkleidemöglichkeiten; beleuchtet, um ganzjährig nutzbar zu sein; Rundkurs...)
  • zunächst fand eine Vorauswahl von 8 Strecken (im Projektteam) statt
  • Einbeziehung der Bürgermeinung durch Online-Befragung zur Verbesserung der vorgeschlagenen Strecken sowie Diskussion im Expertenworkshop; im Ergebnis dessen wurden 4 Strecken ausgewählt und konkretisiert sowie eine Innenstadtstrecke festgelegt
  • Auswahl der Strecken erfolgte unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Zielgruppen und Stadträume mit hohem Anteil an sozial-benachteiligten Menschen
  • Durch Kooperation mit verschiedenen Partnern (Vereine, Wohnungsgenossenschaft…) wurden die Strecken als Lauf- und Bewegungsstrecken besonders ausgewiesen und beschildert. Die Schilder am Streckenstart geben Auskunft über den Streckenverlauf, Länge, durchschnittlich benötigte Zeit für Gehen und Laufen sowie QR-Code als Verweis zur Homepage des Projektes mit weiteren Strecken.
  • Die Eröffnung der Lauf- und Bewegungsstrecken erfolgte durch verschiedene Veranstaltungen, wobei u. a. der Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung Herrn Winfried Lehmann sich besonders engagierte.

Die Finanzierung erfolgte über EU-Förderung sowie aus Eigenmitteln der Landeshauptstadt Dresden und Sponsoring durch die beteiligten Partner wie die BG Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, AOK Plus und die Laufszene Sachsen.

 

[1] Der Sportentwicklungsplan beinhaltet explizit Maßnahmen für die Generation 50 Plus, richtet sich darüber hinaus an der Gesamtbevölkerung aus.

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Eigenbetrieb Sportstätten, Offene Altenhilfe; Presseamt; Straßen-Tiefbauamt
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Wohnungsgenossenschaften; Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 32a Wenn ja, welche?: 
Kooperation über den Beirat "Gesunde Städte" lt. Hauptsatzung der LH Dresden
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
Projekt "Rundgang mit Tiefgang" der Stadt Köln
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja, welche?: 
Interesse u. a. der Stadt Meißen an Stadtspaziergang; weitere Walking People-Strecken in den europ. Städten Madrid, Nova Gorica und Florenz sind entstanden; Abstimmung und Veröffentlichung 18 weiterer Walkingstrecken im Dresdner Umland

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Stadtspaziergänge von und für Bürgerinnen und Bürger
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 15 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Ziel: Das Ziel des Projektes bestand darin, neben der körperlichen Aktivität auch die geistige Aktivität zu fördern, die soziale Integration/Partizipation sowie die Verbundenheit zum Stadtteil sowie deren Bewohnerschaft zu stärken.

Zielgruppe: Das Projekt richtete sich an Menschen der Generation 50 Plus in Stadtteilen mit besonderen sozialen Bedarfen.

Kurzdarstellung: Ausgangsbasis für das Vorhaben war ein Modellprojekt, welches 2009 in Kooperation mit der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung sowie dem Quartiersmanagement in einem ausgewählten Stadtteil erfolgreich durchgeführt wurde. In einer Gruppe von interessierten Bürgerinnen und Bürgern wurden „Lieblingsplätze“ zusammengetragen. Daraus entstanden geführte Stadtspaziergänge, die 2mal jährlich unter Leitung des Quartiersmanagements themenbezogen (z. B. zur Kunst im öffentlichen Raum) stattfinden. Die Resonanz ist sehr groß, so dass zwischen 30 und 50 Personen an den Stadtspaziergängen teilnehmen. Dies hatte uns veranlasst, ein ähnliches Projekt zu initiieren und auf andere Stadtteile zu übertragen. Dabei hatten wir im neuen Projekt „Stadtspaziergänge von und für Bürger/innen“ den Fokus stärker auf die Partizipation bei der Planung der Spaziergänge wie auch auf die individuelle Durchführbarkeit durch die Bürgerinnen und Bürger selbst gelegt. In Anlehnung an ein Projekt aus Köln, starteten wir in Kooperation mit Seniorenbegegnungsstätten unser Vorhaben. Das Anliegen des Projektes bestand darin, bei älteren Menschen die Freude an der täglichen Bewegung zu stärken bzw. deren Mobilität zu erhalten und die geistige Aktivität zu fördern. Die Bürger/innen wurden aufgefordert, sich individuell in das Projekt einzubringen, um so das eigene Engagement zu fördern. In einer Gruppe wurden in 4-5 Sitzungen (mit jeweils ca. 5 Teilnehmern) individuelle Lieblingsplätze, Orte, Sehenswürdigkeiten im Stadtteil gesammelt und fotografisch festgehalten. Diese Orte wurden von den Teilnehmern beschrieben, was das Besondere dieses Ortes ausmacht (z. B. die Geschichte einer Schule). Damit erhielten die Teilnehmer/innen zugleich auch die Möglichkeit sich geistig mit dem Ort bzw. der Besonderheit des Stadtteils auseinander zu setzen. Im Ergebnis entstand eine Broschüre, die einen Rundweg von ca. 2-3 km mit etwa 10-12 „Lieblingsorten“ aus der Perspektive von älteren Menschen und für ältere Menschen beschreibt. Die Rundgänge sind auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt, da die Rundgänge gut zu bewältigen sind, d. h. im Einzelnen: a) weitestgehend barrierefrei sind; b) Hinweise zu öffentlichen Toiletten und Sitzmöglichkeiten bieten; c) die Startpunkte mit ÖPNV erreichbar sind; d) von einer angemessenen Länge sind. Die Broschüre bietet zugleich die Möglichkeit für eigene Notizen, z. B. zu Erfahrungen. So können die kreierten Stadtrundgänge auch von anderen Personen genutzt werden. Die Broschüren werden über die Ortsämter, Seniorenbegegnungsstätten, Kirchgemeinden wie auch Apotheken verteilt.

Das Vorhaben wurde in drei weiteren Stadtteilen mit einem hohen Anteil an sozial-benachteiligten Menschen wie Pieschen, Übigau/Mickten und Prohlis durchgeführt. Die Finanzierung erfolgte über Eigenmittel der Landeshauptstadt Dresden.

Erfolgsfaktoren/Stolpersteine: Im Rahmen der formativen Evaluation wurde deutlich, dass sich Schwierigkeiten in der Akquise der engagierten Teilnehmerschaft ergaben. Die ansässigen Seniorinnen und Senioren zeigten sehr großes Interesse für den Bewegungsteil des Projektes (Spaziergang), hatten aber anfänglichen Respekt vor der selbstständigen Erarbeitung des Rundgangs und der eigenverantwortlichen Dokumentation. Die angedachten Recherchearbeiten durch die Teilnehmerschaft, die Fotoarbeit und das Anfertigen der Broschüre erfolgte daher durch die Projektleitung. Erkenntnis ist, dass vorhandene Gruppen genutzt werden sollten, wo bereits die Menschen eine Beziehung zueinander aufgebaut haben, um sich selbst einzubringen bzw. eine Kennlernphase der eigentlichen Arbeitsphase voranzustellen. Eine vollständige Konzeption des Projektes liegt elektronisch bei.

Einzelprojekts Nr. 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 

EU-Projekt "Walking People - It´s never too late to start" - Etablierung von wohnortnahen Lauf- und Bewegungsstrecken

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Mittel der Berufgenossenschaft BGW
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 25 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Die Stadt Dresden hatte sich 2013 um eine Mitarbeit in dem EU-Projekt "Walking People (WAP)- It is never too late to start" beworben. Hauptantragsteller war die Stadt Florenz. Die internationalen Projektpartner waren ferner Pisa (Italien) - als wissenschaftliche Begleitung, sowie die Kommunen Madrid (Spanien) und Nova Goric (Slowenien). Unter Federführung des EB Sportstätten wurde das Projekt mit lokalen Partnern u.a. dem Kreissportbund Dresden realisiert.

Ziel/Zielgruppe: Ziel des Projektes war es, den Individualsport bzw. -bewegung unter Nutzung öffentlicher Bewegungsräume zu fördern und nach Möglichkeit Bürgerinnen und Bürger zu erreichen, die bislang wenig sportlich aktiv sind (Zielgruppe 45 Plus). Dabei waren stets Stadtteile mit sozialen Bedarfen im Fokus.

Kurzdarstellung: Das Projekt verfolgte einen stadträumlichen Ansatz, um so wohnortnahe und kostengünstige Möglichkeiten zur Bewegung zu schaffen. Konkret wurden unter Nutzung vorhandener Wegepotenziale fünf Strecken mit insgesamt 25 km Länge in verschiedenen (innerstädtischen) Stadträumen eingerichtet (inkl. Beschilderung, Bewerbung der Strecken sowie touristischen Informationen), die sowohl für Ausdauerlauf, Nordic Walking bzw. Gehen geeignet sind. Die Auswahl der Strecken erfolgte datenbasiert sowie unter den Gesichtspunkten der Eignung für eine Lauf-/Bewegungsstrecke. Dabei wurden bereits frühzeitig Bürger/innen am Projekt mittels Online-Befragung und einem Workshop zur Diskussion über Nutzungstauglichkeit der gewählten Strecken beteiligt. Eine der geschaffenen Strecken befindet sich im Stadtraum Gorbitz. Gorbitz hat ca. 20.000 Einwohner und wird im Rahmen des Bundesprogramms "Soziale Stadt" gefördert. Gemeinsam mit dem Quartiersmanagement Gorbitz sowie der ansässigen Wohnungsgenossenschaft EWG und dem Sportverein wurden bereits im Stadtgebiet Langstreckenläufe organisiert. Diese bewährte Strecke wurde als Lauf-/Walking-Strecke entsprechend beschildert, katalogisiert und beworben. Der Rundweg ist ca. 3 km lang und führt direkt durch das Wohngebiet. Am Start-/Endpunkt befindet sich ein Schild mit den jeweiligen Streckeninformationen. Zudem gibt es dort ein Bewegungspark mit speziellen Trainingsgeräten für Erwachsene.

Vier weitere Strecken in anderen Stadträumen wurden eingerichtet, beworben und im Sommer 2014 mit Laufveranstaltungen u.a. durch Herrn Bürgermeister Lehmann eröffnet.

Erfolgsfaktoren/Stolpersteine: Um die bekannten Barrieren eigener körperlicher Aktivität (z.B. wenig Selbstmotivation) zu überwinden, war beabsichtigt, eng mit den angrenzenden Sportvereinen zusammen zu arbeiten. Die Sportvereine sollten spezielle Trainingsangebote z.B. für spezifische Gruppen (z.B. ältere Menschen, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen) bereitstellen und Hinweise zum eigenen Trainings-/Bewegungsverhalten geben. Dies konnte bislang nicht erfüllt werden, da es hier oftmals an Personal zur Betreuung der Gruppen mangelt.

Um Nachhaltigkeit zu erzielen, wurden Partner (wie z. B. die Wohnungsgenossenschaft EWG) in das Projekt einbezogen, die die Strecken weiter betreuen und pflegen.

Die Finanzierung erfolgte über EU-Förderung sowie aus Eigenmitteln der Landeshauptstadt Dresden und Sponsoring durch die beteiligten Partner wie die BG Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, AOK Plus und die Laufszene Sachsen.

Ein Jahr nach Eröffnung der Strecken erfolgte eine erneute Befragung der Dresdner/innen zur Nutzung. Derzeit werden diese Daten ausgewertet.

Die Streckeninformationen einschließlich Videotrailer zur Strecke sind zugänglich für alle Bürger/innen auf der Informationsplattform der Stadt Dresden "Sportalis" sowie im Themenstadtplan verankert.

Einzelprojekts Nr. 3

D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

E Anlagen