Kreis- und Universitätsstadt Siegen

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Kreis- und Universitätsstadt Siegen
Typ
kreisangehörig
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Einreichende Dienststelle
GB 1 - Demografie
Name des Ansprechpartners
Anja Heiden
Funktion des Ansprechpartners
Geschäftsführerin
Straße/Postfach
Markt 2
Postleitzahl
57072
Ort
Siegen
Telefon des Ansprechpartners
+49 0271 404-2104
Telefax des Ansprechpartners
+49 0271 53246
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Sehr mobil

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Sehr mobil ist eine neuartige auf Informations- und Kommunikationstechnik basierende altersgerechte und generationsübergreifende Verkehrs- und Navigationsplattform. Sie fördert die Mobilität von Seniorinnen und Senioren in der Stadt Siegen, indem sämtliche Fortbewegungsmöglichkeiten gebündelt zugänglich werden. Für den optimalen Weg verbindet Sehr mobil in ganz Siegen-Wittgenstein Bus- und Bahnverbindungen, Taxifahrten, private Mitfahrgelegenheiten, den Behindertenfahrdienst des Deutschen Roten Kreuzes sowie Fußwege und verfügt über eine Fußgängernavigation. Zudem ist der lokale Veranstaltungskalender des Kreises Siegen-Wittgenstein integriert, mit dem Veranstaltungen in der Nähe gefunden und direkt als Fahrtziele eingeplant werden können. Sehr mobil ist unentgeltlich und bequem über PC und Smartphone nutzbar. Zielsetzung des Projekts Sehr mobil ist die Verbesserung der außerhäuslichen Mobilität der "Generation 60+".

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangslage

Die Universitätsstadt Siegen sieht sich einer demographischen Entwicklung gegenüber, die über die Zunahme der älteren Menschen und die Abnahme der Bevölkerung insgesamt und besonders der jüngeren Menschen im Bereich der Mobilität mit spezifischen Fakten konfrontiert wird:

  • Älter werdende Menschen möchten möglichst lange selbständig bleiben, um ihr Alter im eigenen Zuhause verbringen zu können – das setzt Mobilität voraus.
  • Mit dem Alter einhergehende körperliche Einschränkungen (nachlassendes Sehvermögen, eingeschränkte Bewegungsfähigkeit etc.) wirken sich nachteilig auf die Sicherheit am Steuer aus und verbieten die eigenständige Fahrt mit dem Auto.
  • Jüngere Verwandte, Freunde und Bekannte, die Mobilitätshilfe leisten könnten wohnen oft weit verstreut.
  • Durch rückgehende Schülerzahlen geht die Gesamtnutzung des ÖPNV zurück und das Angebot besonders in dünn besiedelten Räumen wird stark eingeschränkt, wenn nicht komplett eingestellt.

Wenn weder das eigene Auto noch der ÖPNV genutzt werden können und obendrein soziale Netzwerke räumlich zu zerfasert sind, hat das erhebliche Auswirkungen auf Seniorinnen und Senioren im höheren Alter. Das Einkaufen, der Gang zum Arzt, der Besuch einer kulturellen Veranstaltung oder der Kontakt zum Freundeskreis werden schwierig oder gar unmöglich. Die Entwicklung eines Angebotes, das die Mobilität älterer Menschen gewährleistet, ist für die Stadt Siegen von hoher Bedeutung, denn unser Ziel für die Region ist eine gesunde Gesellschaft mit Seniorinnen und Senioren, die ein angenehmes Altern erleben, deren möglichst lange selbständige Versorgung gewährleistet ist und die an dem Leben in der Gemeinschaft teilhaben können.

Arbeitsschritte

Für die Universitätsstadt Siegen war zunächst das Hauptinteresse des Projektes Sehr mobil, über wissenschaftlich fundierte Forschung grundlegende Erkenntnisse für den Aufbau eines Verfahrens zu gewinnen, über das die Mobilität älterer Menschen möglichst lange gewährleistet bleibt. Mit diesem Vorhaben reagiert die Stadt auf den Wunsch der älteren ihrer Bürgerinnen und Bürger, möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause führen zu können. Die Erhaltung der Mobilität ist ein Schlüssel dazu. Im Hinblick auf die Zielgruppe fokussiert der kommunale Blick besonders das Nutzerverhalten von Menschen, die nicht in dem Maße mit den Techniken moderner Medien vertraut sind wie jüngere Generationen und zusätzlich mit körperlichen Einschränkungen des Alters zu tun haben. Die Gestaltung und Anwendbarkeit der zu entwickelnden Technik muss nachlassendes des Seh- und Hörvermögen, zurückgehende motorischen Fähigkeiten ebenso wie die Abnahme der kognitiven Leistungsfähigkeit berücksichtigen. Es gilt auch die kulturelle Herkunft potentieller Nutzer zu beachten und daraus resultierende Unterschiede in den Nutzerprofilen zu berücksichtigen.

Gemeinsam mit den Projektpartnern wurden dabei folgende Arbeitsschritte in den Blick gefasst:

  1. Analyse gegenwärtiger Mobilitätsbedürfnisse von älteren Personen in ausgesuchten Regionen der Stadt Siegen. Ausgehend von diesen Erkenntnissen soll eine Plattform entstehen, die diese Bedürfnisse durch Aufdeckung nahtloser Mobilitätsketten optimal befriedigt und dabei leichten Zugang zu den Mobilitätsangeboten gewährleistet.
  2. Erhebung des Informationsbedarfs der älteren Menschen zur Bewertung von Mobilitäts- und Transportangeboten. In nutzerzentrierten Workshops sollen Informationslücken aufgedeckt werden, die die älteren Einwohner daran hindern die bestehenden Angebote wahrzunehmen. In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Leistungsanbietern (DRK, ÖPNV, etc.) soll ein optimiertes Informationsangebot geschaffen werden.
  3. Die generativen Unterschiede sollen stärker beleuchtet werden, um zu untersuchen, ob besondere Anforderungen auf bereits bekannte gerontologische und geriatrische Probleme zurückzuführen sind oder lediglich mit dem oft erheblichen Erfahrungsmangel einhergehen, bzw. wie stark sich diese beiden Aspekte multiplizieren.
  4. Entwicklung einer neuen partizipativen, nutzer-orientierten Methode in Form einer Mobilitätsplattform, um den besonderen Anforderungen der älteren Gesellschaft gerecht zu werden.

Projektziele

Die spezifischen Ziele dieser Mobilitätsplattform sind:

  • Der präventive Erhalt der Mobilität älterer Menschen – über die einfach Eingabe von Start und Ziel an PC oder Handy werden alle Fortbewegungsmöglichkeiten gebündelt zugänglich gemacht.
  • Die Förderung intergenerativer sozialer Interaktion – nicht nur Seniorinnen und Senioren nutzen die Anwendung, auch junge Menschen sind mit Sehr mobil aktiv. Über die in Sehr mobil eingebundene Mitfahrzentrale finden sich Alt und Jung.
  • Der Aufbau sozialer Netzwerke zwischen Bürgerinnen und Bürgern – über gemeinsame Wege oder gemeinsame Veranstaltungen Sehr mobil werden soziale Kontakte geknüpft, aufgefrischt und gefestigt.
  • Der Aufbau eines wachsenden sozialen Netzwerkes aus Bürgern, Trägern, Dienstleistern, das den Zusammenhalt der Gesellschaft insgesamt stärkt.
  • Die Förderung sozialer und kultureller Teilhabe – der in Sehr mobil eingebundene Veranstaltungskalender informiert mit Text und Bild über sämtliche in der Region Siegen-Wittgenstein stattfindende Ereignisse,
  • Die Motivation zur Bewegung / Erhalt der Beweglichkeit – Sehr mobil vereinfacht die außerhäusliche Mobilität und fördert die Unternehmungslust. Über die Fußgängernavigation von Sehr mobil werden Wegstrecken oder auch Wartezeiten ersichtlich und abschätzbar. Je nach körperlicher Leistungsfähigkeit können Fußwege individuell geplant werden.
  • Die Mobilitätsplattform soll kostenfrei sein, damit sie unabhängig der sozialen Lage eines Menschen genutzt werden kann.

Konzeptionelle Einbindung

Die Universitätsstadt Siegen begreift den demografischen Wandel als Chance. Sie tritt den Auswirkungen effektiv mit Projekten entgegen, die Wirtschaft und Infrastruktur, Bildung und Erziehung, soziale Interaktion, sozialen Zusammenhalt, Barrierefreiheit, Mobilität, Eigeninitiative und Engagement nachhaltig zu stärken. Das geschieht über eine Vielzahl von Maßnahmen besonders in den Bereichen Städtebau, Wirtschaftsförderung und Soziales (http://www.siegen.de/leben-in-siegen/demografischer-wandel/demografiepro...).

Bei dem Projekt Sehr mobil lag die städtische Zielsetzung zunächst auf der Verbesserung außerhäuslicher Mobilität der Generation 60+ durch eine neuartige Verkehrs- und Navigationsplattform für PC und Handy. Für den optimalen Weg verbindet Sehr mobil Bus- und Bahnverbindungen, Taxifahrten, private Mitfahrgelegenheiten und den Kranken-/Behindertenfahrdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Zudem ist der lokale Veranstaltungskalender des Kreises integriert, mit dem Veranstaltungen in der Nähe gefunden und direkt als Fahrtziele eingeplant werden können. Von Beginn an formulierten die Projektbeteiligten den Anspruch, dass die fertige Anwendung nicht nur Mobilität fördern sondern auch zur generationenübergreifenden sozialen Interaktion anregen, zu sozialer und kultureller Teilhabe ermutigen und zur Bewegung aktivieren soll.

Sehr mobil wurde von Februar 2012 bis Januar 2015 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)  im Rahmen der Initiative „Mensch-Technik-Interaktion für den demografischen Wandel“ gefördert. Projektträger war die VDI/VDE-IT Innovation + Technik GmbH.

Vorliegen einer Ausgangs- und Bedarfsanalyse

Mit der Siegener Seniorenstudie im Jahre 2006 und der Studie „Lebensqualität in Siegen“ im Jahre 2008 wurden über eine Befragung von insgesamt rund 4.500 Siegener Bürger Daten zu Nöten, Wünschen und Bedarfen erhoben. In Abgleich mit den städtischen Bevölkerungs- und Bevölkerungsprognosedaten sowie unter Berücksichtigung der besonderen regionalen Gegebenheiten (Zersiedelung, Berg- und Tallagen, Klima) wurde der Erhalt von Mobilität zu einem Themenschwerpunkt der Siegener Demografieplanung.

Im Rahmen der Projektplanung und Antragstellung beim Bundesministerium für Bildung und Forschung wurden quantitative und qualitative Befragungen durch das Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg und das Institut für Wirtschaftsinformatik und neue Medien der Universität Siegen durchgeführt, die die Bereitschaft zur Techniknutzung älterer Menschen fokussierten. Hiermit sollte eruiert werden, inwieweit und unter welchen Bedingungen damit gerechnet werden kann, dass ältere Menschen eine IT-Anwendung zur Mobilität nutzen.

Qualitätsmanagement und Evaluation

Qualitätsmerkmale von Sehr mobil sind:

  • leichte Bedienbarkeit
  • leichte sprachliche Verständlichkeit
  • Nutzbarkeit für alle Generationen
  • Nutzbarkeit auch wenn Hilfe notwendig ist
  • vielfältiger Nutzen  (Mobilität, Netzwerkaufbau, Teilhabe, Bewegung…)

Um die Produktqualität zu optimieren wurde Sehr mobil – als Anwendung, die in erster Linie von älteren Menschen genutzt werden sollte - gemeinsam mit 20 Seniorinnen und Senioren entwickelt. Die Testnutzer entschieden über Gestaltungsvorschläge bzw. brachten sie eigene Anregungen ein, die auch aufgegriffen wurden. Der Projektpartner BAGSO (Bundearbeitsgemeinschaft für Seniorenorganisationen e.V.) überprüfte die Qualität des Produktes hinsichtlich der Übersichtlichkeit, Leserlichkeit und Verständlichkeit.

Das Projekt wurde nach der ersten Testphase über qualitative Interviews mit den Testnutzern evaluiert. Zudem erfolgt eine quantitative Evaluation anhand der Zahlen registrierter Nutzer und der Nutzungen nichtregistrierter Nutzer.

Ganzheitliche und umfassende Ausrichtung

Sehr mobil wurde mit dem expliziten Ziel eines möglichst breiten Effekts entwickelt. So sollte nicht nur Mobilität mit Hilfe motorisierter Fortbewegungsmittel im Vordergrund stehen, sondern auch Fußwege erleichtert und ermöglicht werden. Durch die Angabe von Abständen des Standortes zu potentiellen Zielen (eine Gartenschau, Ausstellung etc.) und die sichere Fußgängernavigation fällt es leichter, sich für einen zusätzlichen Spaziergang zu entscheiden. Um nicht eine gesellschaftliche Gruppe abzuspalten, sondern sollte das Projekt zwar älteren Leuten dienlich sein, dabei aber auch für jüngere Generationen interessant sein. Nicht nur, um die Gesellschaft insgesamt im Blick zu haben, sondern auch um die Interaktion zwischen den Generationen zu fördern. Interaktion soll aber auch zwischen den Seniorinnen und Senioren stattfinden. Der Hauptgedanke ist hierbei, dass innerhalb kleinerer Ortschaften oder Quartiere Kontakte geknüpft oder gestärkt und Netzwerke nicht nur zum Zwecke der Mobilität sondern auch zur gegenseitigen Hilfe  geknüpft werden.

Förderung von Empowerment, Eigeninitiative

Insbesondere der in Sehr mobil eingebundene Veranstaltungskalender fördert Eigeninitiative, Unternehmungslust sowie Aktivitäten, die zum Zusammenschluss von Gemeinschaften zur Erreichung von Zielen führen. Ereignisse zu denen man alleine nicht mehr gehen/fahren mag, werden wieder interessant, wenn eine Bekannte oder ein Bekannter en gemeinsamen Besuch anbietet und Hin- und Rückfahrt bzw. Begleitung und Unterstützung gesichert sind. So werden vorhandene Ressourcen effektiv genutzt und dadurch neue Gestaltungsräume für den Einzelnen und für Gemeinschaften eröffnet.

Partizipation

Mobilität fördert Teilhabe und Partizipation. Sehr mobil konzentriert sich hier aber nicht alleine auf die Förderung von Mobilität sondern auch durch die Einbindung des regionalen Veranstaltungskalenders, der für jeden Nutzer der Plattform abrufbar ist. Da für eine gewählte Veranstaltung gleich auch die Fahrt geplant, angeboten oder gebucht werden kann bietet die Plattform ein hohes Aktivierungspotential hinsichtlich sozialer und kultureller Teilhabe.

Partizipation ist zusätzlich ein Bestandteil der Entwicklung von Sehr mobil. Die Anwendung wurde gemeinsam mit Seniorinnen und Senioren gestaltet und erarbeitet. Über Prototypvorstellungen und Diskussionen hierzu waren auch Seniorenvereine, Seniorenservicestellen der Region sowie der städtische Seniorenbeirat eingebunden.

Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements

Sehr mobil unterstützt beim Aufbau nachbarschaftlicher Netzwerke, die über den Erhalt von Mobilität hinaus zu Hilfs- und Unterstützungsnetzwerken werden können. Nachbarschaften sind oft keine festen Gemeinschaften mehr, in denen ein gegenseitiges Aufeinanderachtgeben gewährleistet ist. Wurden Netzwerke erst einmal (neu) gefestigt, funktionieren sie auch in dieser Hinsicht.

Geschlechtsspezifische/-sensible Ausrichtung

Sehr mobil gibt Frauen über eine einfache Klickfunktion die Möglichkeit zu entscheiden, ob sie Mitfahrten nur mit Frauen oder auch mit Männern begehen wollen. Desweiteren können nur registrierte Nutzer (Sehr mobil lässt sich auch ohne Registrierung nutzen) Mitfahrten anbieten. Weil registrierte Nutzer ein Profil einstellen können, kann sich die-/derjenige, die/der eine Mitfahrtgelegenheit nutzen will, über den Anbieter informieren und entscheiden, ob er bei ihr/ihm mitfahren möchte.

Soziallagensensible Ausrichtung

Um jedem Menschen unabhängig von seiner sozialen Lage Sehr mobil zu Verfügung zu stellen, wird die Anwendung kostenfrei zur Verfügung gestellt. Zudem gibt es Möglichkeiten für technisch nicht versierte Nutzer, eine kostenfreie Einführung in Sehr mobil zu bekommen und den Umgang mit dem absichtlich einfach gehaltenen System zu bekommen. Die Kosten für die technischen Mittel (Handy oder PC) müssen die Nutzer allerdings selbst tragen.

Verankerung in der Verwaltung/ressortübergreifender Ansatz

Die Entscheidung Sehr mobil gemeinsam mit den Projektpartnern zu verwirklichen, wurde in der ressortübergreifenden AG Demografie der Stadt Siegen getroffen. In der AG Demografie vertreten sind alle Fachbereichsleiter sowie Beschäftigte, deren Aufgaben eng in Zusammenhang mit dem demografischen Wandel stehen. Der Entwicklungsprozess wurde in die AG Demografie stetig rückgekoppelt, diskutiert und Anregungen wurden aufgenommen. Angesiedelt ist das Projekt in der geschäftsbereichsübergreifenden Geschäftsstelle Demografie.

Einbindung verwaltungsexterner Akteure

Konsortialpartner (gefördert durch BMBF)

  • Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. (BAGSO)
  • Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Kreisverband Siegen-Wittgenstein
  • Infoware GmbH
  • Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg
  • Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der Universität Siegen
  • Internationales Institut für Sozioinformatik (IISI)

Weitere Partner

  • 20 Testsenioren
  • Verein Alter aktiv e.V.
  • Projekt Neuland (Schüler bringen älteren Menschen moderne Technik bei)
  • Verkehrsbetriebe Westfalen Süd (VWS)
  • Sparkasse Siegen (Microsite SchülerTicket)

Einbindung von Multiplikatoren

  • DRK
  • BAGSO
  • Verein Alter aktiv e.V.

Vernetzung und Kooperation von Akteuren

  • 14tägige Treffen mit Testsenioren (teils mit Projekt Neuland) in der ersten Entwciklungsphase
  • ¼ jährliche Nutzercafes zum gemeinsamen Austausch aller
  • ¼ jährliche Treffen des Projektkonsortiums
  • Regelmäßige Berichterstattung in AG Demografie

Langfristige und nachhaltige Implementation

Aktuell werden Sehr mobil und die Microsite Schülerticket der Sparkasse Siegen über eine Schnittstellle miteinander verknüpft. Damit wird die Nutzung von Sehr mobil durch die Enkelgeneration forciert.

Um Sehr Mobil nicht nur in der Stadt Siegen und im Kreis Siegen-Wittgenstein sondern in ganz Westfalen-Süd zu verankern, finden derzeit Verhandlungen mit dem Zweckverband Personennahverkehr Westfalen Süd statt. Dadurch wird die Nutzung von Sehr mobil und dadurch des  ÖPNV in gesamt Südwestfalen erhöht, Straßen und Umwelt weniger belastet.

Es finden auch Überlegungen und Gespräche zur Integration des Radwegenetzes und zur Anbindung eines E-mobile-Carsharing-Pools statt. Hierfür und für das insgesamt zu Grunde liegende Marketingkonzept bedarf finanzieller Mittel bzw. Sponsoren für die aktuell in der Stadt Siegen geworben wird.

Kommunalpolitische Verankerung/Unterstützung

Die Universitätsstadttadt Siegen hat Sehr mobil im Rat der Stadt Siegen, dem Sozialausschuss, dem Verkehrsausschuss und dem Seniorenbeirat beraten. Alle Gremien unterstützen das Projekt. Die Geschäftsstelle Demografie ist beauftragt, Sehr mobil aktiv zu verankern und zu verbreiten.  

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
jüngere Generationen
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Demografiebeauftragte sowie AG Demografie (darin alle Fachbereichsleiter der Stadt Siegen)
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. (BAGSO), Infoware GmbH (entwickelt Navigationssoftware), Internationales Institut für Sozioinformatik (IISI), Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg, Institut für Wirtschaftsinformatik und neue Medien der Universität Siegen, Verkehrsbetriebe Westfalen Süd (VWS), Zweckverband Personennahverkehr Westfalen Süd (ZWS), Sparkasse Siegen, Projekt Neuland (Schüler helfen Senioren), Alter Aktiv e.V.
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 32a Wenn ja, welche?: 
Im Rahmen des Verbundantrages beim Bundesministeriumm für Bildung und Forschung, welches die Entwicklung von Sehr mobil von Februar 2012 bis Januar 2015 gefördert hat.
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
Microsite SchülerTicket der Sparkasse Siegen, weitere geplant
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 3

D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

E Anlagen

Fotos