Kreis- und Universitätsstadt Homburg/Saar

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Kreis- und Universitätsstadt Homburg/Saar
Typ
kreisangehörig
Bundesland
Saarland
Einreichende Dienststelle
Stadtverwaltung Homburg
Name des Ansprechpartners
Anke Michalsky
Funktion des Ansprechpartners
Stabsstelle Demographie und Frauenbeauftragte
Straße/Postfach
Am Forum 5
Postleitzahl
66424
Ort
Homburg
Telefon des Ansprechpartners
+49 6841 101-143
Telefax des Ansprechpartners
+49 6841 101-458
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

"fit und krea(k)tiv in Homburg"

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Der Titel "fit und krea(k)tiv"  beschreibt ein umfassendes Konzept der Seniorenarbeit in Homburg. Unter Einbindung  von verschiedenen Organisationen, Vereinen, Verbänden, Gremien, Verwaltung, Stadtrat und ehrenamtlich Tätigen besteht seit mehr als 25 Jahren ein vielfältiges Angebot für Seniorinnen und Senioren, das für mehr Mobilität, Aktivität und Gesundheitsvorsorge in Homburg sorgt.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangsituation

Mit 43.000 Einwohnern ist Homburg die drittgrößte Stadt des Saarlandes. Direkt an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz gelegen, hat die Stadt mit ihrem grenzüberschreitenden Einzugsgebiet eine traditionell überregionale Funktion. Die Saarpfalz-Metropole ist Sitz des gleichnamigen Landkreises sowie des Universitätsklinikums und der medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes. Somit ist Homburg zugleich das Gesundheitszentrum des Saarlandes. Mit über 30.000 Arbeitsplätzen ist Homburg auch ein bedeutender Wirtschaftsstandort.

Die Bevölkerungszahl in Homburg ist relativ stabil.  Mit 43.233 Einwohnern  im Jahr 2015 ist sogar ein Plus von 226 Personen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Der Altersaufbau zeigt, dass die bevölkerungsstärkste Altersgruppe die der 51- bis 60-Jährigen ist (16%), der Anteil der 61- bis 70-Jährigen liegt bei 11,4%. Im Durchschnitt sind ist die Homburger Bevölkerung 45 Jahre alt. Bei Männern liegt das Durchschnittsalter bei 44 Jahren bei Frauen bei 46 Jahren.[1] Der Anteil der 65- bis 70-Jährigen Bürgerinnen und Bürgern wird sich voraussichtlich um 21,9 % und das Durchschnittsalter von 44,8 Jahren auf 48,9 Jahren im Jahr 2030 erhöhen.[2]

Mit sechs Seniorenheimen mit insgesamt 402 Plätzen, die zum Teil Plätze für betreutes Wohnen anbieten, ist in Homburg auch ausreichend für die Bürgerinnen und Bürger gesorgt, die im Alter nicht mehr  selbständig in den eigenen vier Wänden wohnen können oder wollen.

Mit dem Seniorenbeirat und der Seniorenbeauftragten wird dem Anliegen und den Bedürfnissen der älteren Bevölkerung besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Somit werden Seniorinnen und Senioren stärker am politischen Willensbildungsprozess beteiligt. Ideen rund um die Themen Gesundheit und Mobilität gehen aus diesem Gremium hervor und werden von der Verwaltung oder anderen Organisationen umgesetzt und finanziert.

Das Besondere an unserem Beitrag liegt in der Vielfalt von Initiativen, Akteuren und Projekten und in der langen Kontinuität der Projekte. Eingebunden sind die Maßnahmen zur Mobilitätsteigerung älterer Bürger in Homburg in eine Vielzahl von städtischen Infrastrukturmaßnahmen, die die Lebensqualität von Senioren steigern sollen. Seit 1999 ist der Homburger Stadtbus (Niederflurbusse mit Rampe) im Einsatz, der alle  Stadtteile und das Zentrum miteinander verbindet, sodass die Mobilität und die Teilhabe von Senioren am gesellschaftlichen Leben in der Stadtmitte und in den Außenbezirken gewährleistet sind. Gerade in den Stadtteilen ist dies ein wichtiger Aspekt, da sich die meisten Sportvereine dort befinden und damit für Senioren gut erreichbar sind. Insgesamt umfasst der Stadtverband für Sport 81 Vereine, die ein generationenübergreifendes Programm anbieten. Seit 2007 dokumentiert die Stadtverwaltung die Barrierefreiheit der Homburger Infrastruktur.[3]

Das Homburger Mobilitätskonzept richtet sich sowohl an die Zielgruppe der Seniorinnen und Senioren als auch an bewegungseingeschränkte oder behinderte Bürgerinnen und Bürger und ist zugleich generationenübergreifend. Die Stadtteile Jägersburg und Erbach verfügen über einen Einkaufsservice und Fahrdienste (SeniorenMobil) zu kulturellen Veranstaltungen. Dieser  Service ist kostenlos, eine freiwillige Spende wird gerne gesehen. Sachkosten, wie Benzin- oder sonstige Sachkosten, werden von der AWO, Personalkosten werden von der Stadt Homburg übernommen.

Anlass für die seniorenspezifschen Maßnahmen, Konzeption und Umsetzung

Aufgrund der steigenden Nachfrage an seniorenspezifischen Kursangeboten zu den Themen Bewegung und Gesundheit wurde auf Initiative der Seniorenbeauftragten  das Projekt "Krea(k)tiv" 2002 ins Leben gerufen. Konzipiert und umgesetzt wurde "Krea(k)tiv" als Teil der allgemeinen Sozialarbeit durch das damalige Sozialamt in Zusammenarbeit mit der damaligen Seniorenbeauftragten. Angestrebt wurde ein ganzheitlicher und niedrigschwelliger Ansatz der Projekte, die die Eigeninitiative von älteren Menschen sowie das bürgerliche Engagement fördern. Zielgruppen waren und sind bis heute: junge Alte und Hochbetagte, Frauen und Männer gleichermaßen, sozial benachteiligte sowie bewegungs- und mobilitätseingeschränkte Menschen aus Homburg und den angrenzenden Kommunen des Saarpfalzkreises. Im Vordergrund steht, die Lebensqualität durch aktive Beteiligung am Gemeinwesen, durch das Prinzip des lebenslangen Lernens und durch gesundheits- und bewegungsfördernde Angebote zu verbessern. Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt war, dass die Angebote kostenlos für Seniorinnen und Senioren sein sollten und die Gruppenleitenden ehrenamtlich und unentgeltlich arbeiten sollten. Damit wurde dem Anspruch Rechnung getragen, dass Fragen der körperlichen Aktivität und die damit verbundene Chance auf ein gesundes und selbstbestimmtes Leben im Alter keine Frage der soziales Herkunft und Bildung sein dürfe. Die Veranstaltungsräume sollten zudem mit dem Stadtbus erreichbar sein. Die Kosten für die Unterhaltung der stadteigenen Veranstaltungsräume übernimmt die Stadt Homburg.

Pro Monat besuchen zwischen 30 und 40 Seniorinnen und Senioren die Gruppen, die bewusst nicht Kurse genannt werden, um keine Konkurrenz zum kostenpflichtigen Angebot der Volkshochschule aufzubauen. Das Projekt war so erfolgreich, dass Homburg zum Vorbild für andere Kommunen wurde und vom Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport 2010 als seniorenfreundlichste Stadt im Saarland ausgezeichnet wurde.[4]

Ungefähr zeitgleich wurde im bevölkerungsstärksten Stadtteil Erbach mit einem Migrantenanteil von 14,9 % und einem Anteil der 61- bis 70-Jährigen von 11,4 % eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen, aus der letztendlich 2006 das Mehrgenerationenhaus "Haus der Begegnung" in Trägerschaft der AWO hervorging. Das Haus im Zentrum von Erbach ist ein Treffpunkt für alle Generationen und Kulturen. Seit 01.01.2007 ist das "Haus der Begegnung" im Rahmen des Aktionsprogramms des Bundesministeriums für Familie, Senioren und Jugend als Mehrgenerationenhaus anerkannt. Dort werden Kurse zu den Themen gesunde Ernährung, Gymnastikkurse und vieles mehr für Senioren mit und ohne Migrationshintergrund angeboten[5]. Im Verein der "Stadtteilkonferenz Lebendiges Erbach" arbeitet u. a. die Projektgruppe Senioren Themen aus, die die Verbesserung der Lebensqualität  fördern. In dieser Gruppe wirken 10 bis 15 Personen (Senioren,  jüngere Bürger_Innen , Vertreter_innen von Vereinen und Einrichtungen, Senioren- und Behindertenbeauftragte) mit.

Im Rahmen des Projektes "Das Saarland lebt gesund" des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes entstanden  in Homburg 2012 die ehrenamtlich organisierten und für die Teilnehmer die kostenfreien "Senioren Fitnesstage" mit einem vielfältigen Angebot zu den Themen Gesundheit und Bewegung. [6]

Vor 25 Jahren wurde die "Akademie für Ältere" als Teilbereich der Volkshochschule Homburg gegründet. Die kostenpflichtigen Kurse tragen dem Anspruch Rechnung, dass geistige und körperliche Fitness miteinander im Einklang stehen und einander bedingen. So werden rückenschonende Gymnastik zur Muskeldehnung und –kräftigung oder Tai Chi  ebenso angeboten wie Gedächtnistraining oder Sprachkurse.  [7]

Die Aktivitäten Homburgs haben auch bundesweite Ausstrahlung. Das zeigt die Aktion "Nimm Platz" im Rahmen des Projekt "Klimaverträglich mobil 60+" des Verkehrsclubs Deutschlands (VCD) mit der Stadtverwaltung Homburg und dem Gewerbeverein Homburg e.V. Mit der Aktion "Nimm-Platz" wurden auf die Bedürfnisse ältere Menschen aufmerksam gemacht. Der Einzelhandel wurde

motiviert, durch Sitzgelegenheiten in und vor den Geschäften das Einkaufen für ältere Menschen attraktiver zu  gestalten. Gleichzeitig sollten Seniorinnen und Senioren  für die umweltfreundlichste Art der Fortbewegung - das Gehen - motiviert werden.  Die Nachhaltigkeit des Projekts zeigt sich darin, dass auch nach der Aktion die Sitzgelegenheiten weiterhin bestehen.

Die Förderung der Mobilität der älteren Generation hat auch Einfluss auch die Stadtplanung. So wurden zwei Beweglichkeitsparcours, Wassertretbecken und ein Boule-Platz geschaffen. Diese Projekte wurden in Kooperation mit Organisationen und Vereinen wie dem Kneipverein und dem Rotary-Club realisiert und mitfinanziert.

Ein senioren- und behindertengerechter Stadtführer entstand auf Initiative des Seniorenbeirates in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Denkmalpflege, des Kultur- und Verkehrsamtes. Der bereits erwähnte barrierefreie Führer weist auch Einzelhandelsgeschäfte, Gastronomietriebe, öffentliche Einrichtungen und vieles mehr aus. [8] Von der behindertengerechte Gestaltung des Lebensumfeldes profitieren auch Seniorinnen und Senioren.

Geführte Wanderungen auf Wegen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden in der waldreichen und historischen Umgebung (40% Waldanteil, Schlossberg und Ruinen der Hohenburg und des Schlosses Karlsberg) sind für die älteren Bürgerinnen und Bürger sehr geeignet und haben regen Zulauf.

Ergebnisse und Erreichtes

Mobilität und damit die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben im Alter haben in Homburg eine lange Tradition. Homburg wird auch als das Gesundheitszentrum des Saarlandes bezeichnet und bietet für die Gruppe der älteren Generation eine optimale Versorgung an. Verbunden mit den zahlreichen präventiven und gesundheitsfördernden Maßnahmen ist das Lebensumfeld der älteren Generation positiv gestaltet. Die ehrenamtlichen und kostenfreien Maßnahmen sind vielfach in saarländischen  und rheinland-pfälzischen Kommunen übernommen worden. Daraus resultierten die Auszeichnung Homburgs als seniorenfreundlichste Stadt im Saarland durch das Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport.

Die beschriebenen Maßnahmen haben eine umfassende und ganzheitliche Ausrichtung: sie reichen von klassischen Angeboten des Breitensportes  wie Muskelaufbau, Gymnastik und Aqua-Fitness bis hin zu modernen Bewegungsformen wie Tai Chi. Die lange Kontinuität der Projekte liegt vor allem am ehrenamtlichen Engagement und an den innovativen Ideen, die aus der Mitte der älteren Bevölkerung kommen.

Das Projekt "Krea(k)tiv" mit seinem ganzheitlichen Ansatz wurde von anderen Gruppen und Organisationen übernommen, wie z.B. Sportvereinen oder ähnlichen Projekten im Saarland und Rheinland-Pfalz (hoher Transfergehalt).

Innovationsgehalt zeigt sich an neuen Projekten wie dem Selbstverteidigungskurs oder asiatische Sportarten wie Tai Chi.

Die Ideen zu den Maßnahmen kommen aus dem Seniorenbeirat als Interessenvertretung der älteren Generation. Die/der Vorsitzende wird zu Stadtrats- und Ausschusssitzungen eingeladen, wenn Themen oder Entscheidungen anstehen, von denen die Lebenssituation älterer Menschen direkt betroffen ist. So werden die Ideen direkt an die Verwaltung herangetragen. Eigeninitiative und bürgerliches Engagement wurden und werden auch in Zukunft gestärkt. Durch  das Zusammenwirken von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Akteuren wurde eine  Fülle von Angeboten zur Verbesserung der Mobilität, Beweglichkeit und Gesundheit ermöglicht. Diese Maßnahmen sind somit nachhaltig und langfristig implementiert und kommunalpolitisch verankert. Durch niedrigschwellige Angebote konnten große Gruppen von Senioreninnen und Senioren gewonnen werden, die regelmäßig und über mehrere Jahre, je nach gesundheitlicher Verfassung, die Angebote wahrnehmen.

Die Projekte haben ebenso eine soziallagensensible Ausrichtung. Die Tatsache, dass die Angebote kostenlos sind, macht sie unabhängig von der jeweiligen Vermögenssituation der Teilnehmer.

Das "Haus der Begegnung" mit seinen zahlreichen Aktivitäten bindet vor allem ältere Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund ein, versucht, diese Zielgruppe für Gesundheitsthemen zu sensibilisieren und in die Gruppe der einheimischen Seniorinnen und Senioren zu integrieren. Damit leisten jene Akteure einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Der Blick in die Zukunft ist aus der Sicht der Bürgerinnen und Bürger und der kommunalpolitisch Verantwortlichen positiv. Das bürgerliche Engagement ist in der Stadt stark verankert und wird auch in Zukunft richtungsweisend für die Gestaltung eines Lebensumfeldes sein, in dem Mobilität, körperliche und geistige Fitness, die Achtsamkeit des Individuums gegenüber sich selbst einen hohen Stellenwert haben. In Homburg haben Bürgerinnen und Bürger sowie die politisch Verantwortlichen bereits vor Jahren erkannt, dass die Förderung und Unterstützung von bewegungs- und gesundheitsfördernden Maßnahmen eine Investition in die Zukunft ist, von der generationsübergreifend alle profitieren.


[1] Angaben des Bürgeramtes der Stadt Homburg vom September 2015

[2] Demographiebericht, Aktion  Demographischer Wandel, Bertelsmannstiftung, 2012

[3] s. www.homburg.de/Leben in Homburg/Barrierefrei in Homburg

[4] Detailliert Beschreibung von Krea(k)tiv s. Anlage D 30 (Kurzbeschreibung des Einzelprojektes 3)

[5] s. D 10 (Kurzbeschreibung Einzelprojekt 1)

[6] s. D 20 (Kurzbeschreibung Einzelprojekt 2)

[7] s. Anhang Flyer Akademie für Ältere

[8] s. Seite 2

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Zielgruppe ist generationsübergreifend
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Hauptamt (Gesundheit und Prävention); AMt für Soziales; Akademie für Ältere; Haus der Begegnung
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Pressestelle der Stadt Homburg
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
Senioren Fitnesstage
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja, welche?: 
Senioren Fitnesstage, Angebote von "Krea(k)tiv"

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Mehrgenearzionenhaus "Haus der Begegnung" Anlaufstelle für Ältere Menschen "Senioren - mit Rat und Tat aus einer Hand"
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 15 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Angebote

Das Café "Rat und Tat" des "Hauses der Begegnung" im Stadtteil Erbach beinhaltet vielfältige Informations- u. Beratungsangebote für Senioren aller Nationen. Hier werden Kontakte hergestellt zu bereits vorhandenen Angeboten und Institutionen. Hierbei wird bei findet eine Zusammenarbeit mit vorhandenen Vereinen und Freiwilligen statt. (Teilnehmer Januar bis August: 105 Personen – Januar wurde ein Vortrag über gesunde Ernährung durchgeführt) Darüber hinaus findet eine Qualifzierung und Betreuung der Freiwilligen statt (Für dieses Projekt Cafe "Rat und Tat" 2 Personen). Es bestehen einige Dienstleistungsangebote, wie der Fahrdienst. Der Fahrdienst bringt Senioren zu kulturellen Veranstaltungen im Mehrgenerationenhaus (MGH), auch Ausflugsfahrten finden statt, damit eine Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglicht werden kann. An dem Fahrdienst nahmen von Januar bis August insgesamt 66 Personen daran teil. Darüber hinaus wird wöchentlich für den Mittagstisch und für die Demenzgruppe ein Fahrdienst bereitgestellt, daran nehmen wöchentlich jeweils immer 13 Personen teil. Das Einkaufsmobil ermöglicht Senioren länger in den eigenen vier Wänden wohnen zu können. Die älteren Menschen gehen in kleinen Gruppen einkaufen und somit besteht auch die Möglichkeit weiter Kontakte zu knüpfen und eigenständiger zu bleiben (an den Einkaufsfahrten nehmen zwischen 4 – 9 Personen durchschnittlich teil. Darüber hinaus vermittelt das MGH Beratungs- u. Dienstleistungsangebote (AhA, Pflegestützpunkt etc. Verschiedene Dienstleistungen für die Mobilität, wie z. B. Sturzprävention (10 – 15 Teilnehmer, Qi Gong 6 – 9 Teilehmer, Meditationskurs 7 – 15 Teilnehmer)

Einzelprojekts Nr. 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 

Senioren Fitnesstage

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 25 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Zweckbestimmung

Der Landessportverband für das Saarland hat 2011 das Projekt der Senioren Fitness Tage ins Leben gerufen. Seither finden in Kooperation mit örtlichen Akteuren regelmäßig Senioren Fitness Tage in unterschiedlichen Gemeinden statt

Warum gibt es Senioren Fitness Tage?

Unsere Ausgangssituation:

270.000 – also rund 27% aller Saarländer/Innen sind zwischen 60 und 85 Jahre alt. Im Saarland sind hiervon 69.000 Personen, also 25% in Vereinen, die unter dem Dach des LSVS agieren und gemeldet sind. Die Sportangebote unserer Verbände und Vereine sind äußerst vielseitig und bieten vielen Menschen Platz für eine regelmäßige sportliche Betätigung.

Insbesondere die Angebote für Senioren/Innen wurden in den letzten Jahren stark ausgeweitet. Das Interesse an Bewegung und Fitness nimmt auch bei den Senioren/Innen ständig zu, daher lohnte es sich, über neue Konzepte nachzudenken.

Das Angebot ist vielfältig, so dass für jeden die passende Sportart dabei ist. Nach wissenschaftlichen Aspekten haben sich folgende Sportarten als besonders sinnvoll erwiesen:

  • Aquajogging – leicht zu erlernen und gelenkschonend
  • Hallen-Boule mit Lederkugeln, ein spielerisches Element überall einsetzbar, im Sommer draußen mit Eisenkugeln
  • Muskelaufbau – als Sturzprophylaxe
  • Selbstverteidigung für Senioren und Aufbau der Beweglichkeit
  • Wandern – eine sinnvolle Ergänzung

Wie läuft ein Senioren Fitness Tag ab?

Alle Senioren/Innen treffen sich an einem festgelegten Tag sowie Uhrzeit jeweils am gleichen Ort. In Homburg am jedem letzten Freitag eines Monates, um 10:30 Uhr, beim Christlichen Jugenddorf in Homburg-Schwarzenacker.

Wir beginnen dort mit einem gemeinsamen Aufwärmen, um Muskeln und Gelenke zu mobilisieren. Danach erst entscheiden sich die Teilnehmer/innen welche Sportart sie ausüben möchten. Die Übungsstunde dauert dann etwa eine Stunde. Gegen 12:00 Uhr gibt es zudem die Möglichkeit, im Bistro des CJD, den Senioren Fitness Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.

Das Angebot ist für die Teilnehmer kostenlos.

Einzelprojekts Nr. 3

D 30 Titel des Einzelprojekts Nr. 3: 
Krea(k)tiv - Treffpunkt für Jung und Alt
D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 35 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Anlass

Der Wunsch der Senioren nach eigenen Räumlichkeiten für ehrenamtliche Gruppenaktivitäten führte zur Entstehung des Krea(k)tiv-Treffpunkts in der stadteigenen Hohenburgschule. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Grundschule bieten viele Möglichkeiten.

Angebote

  • Zwei Gymnastikgruppen, Gleichgewichts- und Entspannungsübungen
  • Tanzgruppe (geselliges Tanzen)
  • Vorträge zu Gesundheitsthemen u.a. durch Ärzte des Uniklinikums (Erkennen von Anzeichen von Schlaganfallsymptomen, Herzinfarkt, gesunde Ernährung im Alter) Vorstellung von Rettungsdiensten („Keine Angst vorm Rettungswagen“)
  • Gemeinsames Kochen
  • Geführte Wandergruppen auf historischen Wegen (verschiedene Schwierigkeitsstufen)
  • Nordic Walking für Anfänger und Fortgeschrittene
  • Selbstverteidigung, Aufbau der Beweglichkeit

E Anlagen