Große Kreisstadt Backnang

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Große Kreisstadt Backnang
Typ
kreisangehörig
Bundesland
Baden-Württemberg
Einreichende Dienststelle
Amt für Familie, Jugend und Bildung
Name des Ansprechpartners
Christoph Klenk
Funktion des Ansprechpartners
Sachgebietsleiter Familie und Soziales
Straße/Postfach
Stiftshof 15
Postleitzahl
71522
Ort
Backnang
Telefon des Ansprechpartners
+49 7191 894-373
Telefax des Ansprechpartners
+49 7191 894-150
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Bürgergarten

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

In unmittelbarer Nachbarschaft eines Alten- und Pflegeheims mit angeschlossenem betreuten Wohnen wurde eine Brachfläche/verwilderte Grünfläche in einen Park umgewandelt. Hierbei wurde der Blick besonders auf Menschen mit Bewegungseinschränkung gelegt.

Umgesetzt wurde die Maßnahme im Rahmen eines internationalen Workcamps des Vereins "Internationalen Begegnung in Gemeinschaftsdiensten e.V.", bei dem 14 junge Erwachsene aus 9 verschiedenen Ländern einen freiwilligen Arbeitseinsatz absolvieren. Koordiniert wurde sie durch die Stadtverwaltung Backnang und unterstützt durch Firmen, Vereine, Stiftungen und Institutionen.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangsituation

Die große Kreisstadt Backnang ist ein Mittelzentrum mit etwa 35.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Hiervon sind etwa 20% über 65 Jahre alt[1]. Gleichzeitig besteht sowohl innerhalb des Stadtgebiets sowie im gesamten nördlichen Rems-Murr-Kreis ein deutliches statistisches Überangebot an Pflege- und Seniorenheimplätzen[2]. Dies resultiert aus den gewachsenen Strukturen – Ende des letzten Jahrtausends wurden vermehrt Plätze in ländlichen Regionen geschaffen, um den Preisvorteil der Immobilien zu nutzen und damit die Pflegekosten niedrig zu halten. Durch die Nähe zu Stuttgart sowie die Begebenheiten im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer-Wald war dies eine logische Konsequenz, von der heute aufgrund veränderter Bedürfnisse  wieder abgewichen wird.

Eine Auseinandersetzung mit dem Älterwerden in der Kommune fand und findet darum bereits lange statt, beispielsweise wurde nach einem längeren Prozess im Jahre 1996 ein Seniorenbüro mit Schwerpunkt auf das bürgerschaftliche Engagement eingerichtet und in kommunaler Trägerschaft betrieben. Weiterhin gibt es direkt gewählte Senioren als sachkundige Bürger im gemeinderätlichen Jugend- und Sozialausschuss.

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

Seit mehreren Jahren plant die Stadt die Umsetzung eines Bürgergartens in Backnang. Die hierzu notwendigen Mittel konnten jedoch leider nicht zur Verfügung gestellt werden.

Im Jahr 2013 kam der Verein "Internationalen Begegnung in Gemeinschaftsdiensten e.V. (IBG e.V.)" auf die Stadt Backnang mit der Frage zu, ob ein Workcamp mit jungen Erwachsenen aus vielen verschiedenen Ländern vorstellbar sei.

Bei einem internationalen Gemeinschaftsdienst (= Workcamp) kommen junge Menschen aus den verschiedensten Ländern der Erde für zwei bis drei Wochen an einem Ort zusammen, um miteinander zu arbeiten und zu leben. Sie reisen selbständig und auf eigene Kosten nach Zahlung einer Anmeldegebühr an, um neben der Arbeit an einem gemeinnützigen Projekt andere Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen und gemeinsam in ein neues kulturelles Umfeld einzutauchen.

Internationale Verständigung und Austausch lassen sich beim gemeinsamen Zusammenleben, Arbeiten, Essen und Feiern hervorragend verwirklichen. Die Teilnehmer/innen verbessern ihre Fremdsprachenkenntnisse, lernen das Gastland und ihre Gastgemeinde kennen, erfahren mehr über andere Länder, Sitten und Gebräuche und machen die Erfahrung, in einer Gruppe miteinander zu leben, zu arbeiten und die Freizeit gemeinsam zu gestalten. Workcamps stellen daher in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung für jede/n Teilnehmer/in dar.

Unter der Leitung des Ersten Bürgermeisters Balzer wurde dann von der Verwaltung die ursprüngliche Idee eines Bürgergartens als Ort der Begegnung um die Dimensionen Senioren, Generationenübergreifend und Internationalität erweitert und Anfang 2014 als Projekt auf den Weg gebracht.  

Vorgehen und Umsetzung

In unmittelbarer Nähe eines Alten- und Pflegeheims befindet sich ein Stück ehemaliger Garten einer Villa, der zum damaligen Zeitpunkt jedoch brachlag. Mit den Besitzern konnte eine kostenlose Überlassung vereinbart werden. Hier wurde eine kleine Grünanlage gestaltet, Wege angelegt, Bäume gepflanzt und u.a. ein Insektenhotel gebaut. Die Backnang besuchenden Menschen zwischen 18 und 30 Jahren sollten gemeinsam mit Ehrenamtlichen aus dem Bereich der Seniorenarbeit, den Bewohnern vom Haus am Berg und weiteren Interessierten - im Sinne eines generationenübergreifenden Projektes – leben und gemeinnützig arbeiten.

Da aufgrund der Kürze der Zeit nur begrenzte Mittel zur Verfügung standen wurden günstige Lösungen für viele Bereiche gesucht – und gefunden.

  • Die Unterbringung und Verpflegung der Workcampteilnehmer konnte in der nebenan liegenden Senioreneinrichtung organisiert werden.
  • Ortsansässige Firmen unterstützten durch Geräte und Mitarbeiter die fachgerechte Umsetzung der landschaftspflegerischen Maßnahmen sowie durch Materialspenden.
  • Das Deutsche Rote Kreuz stellte Feldbetten und Matratzen zur Verfügung.
  • Die Bürgerstiftung Backnang finanzierte gemeinschaftliche Unternehmungen der Gruppe (Grillabend, Freizeitaktivitäten, ….)
  • Die Stadt Backnang bereitete das Gelände vor und begleitete durch das Bauamt sowie das Amt für Familie, Jugend und Bildung die gesamte Maßnahme.

Ergebnisse und Erreichtes

Aus einem Brachland in unmittelbarer Umgebung einer Senioreneinrichtung konnte ein kleiner Park errichtet werden. Aufgrund der Nähe wurde auf Behindertenfreundlichkeit ein besonderes Augenmerk gerichtet (bspw. wurden erhöhte Bänke verbaut, die ein Aufstehen erleichtern, Stufen vermieden, Wegeverbindungen in Richtung der Einrichtung gelegt) und hier ein Bewegungsangebot eingerichtet, um den Bewohnern und Bürgern auch längerfristig ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Umgesetzt wurde die Maßnahme durch ein internationales Freiwilligencamp mit jungen Erwachsenen sowie verschiedensten Akteuren aus der Kommune (Firmen, Stiftungen, Bürgerinnen und Bürger, soziale Einrichtungen, Stadtverwaltung). Einbezogen waren verschiedene Generationen:

  • Kinder beim Bau eines Insektenhotels im Rahmen des Sommerferienprogramms
  • Jugendliche und junge Erwachsene (Teilnehmer aus dem Workcamp, Jugendliche von Vereinen)
  • Senioren im Rahmen gemeinsamer (Koch-) Abende sowie durch die Begleitung der Baustelle und das gemeinsame Wohnen in der Senioreneinrichtung

Es werden momentan weitere Teilaspekte angedacht, bspw. der Einbau von Bewegungs- und Koordinationsübungen mit Anbindung an die örtlichen Vereine für regelmäßige Sportangebote für Senioren.


[1] Seniorenplan 2011, S. 44

[2] Kreispflegeplan 2009, S 23

Die Einrichtung des Parks dient der Sicherung der persönlichen Mobilität im Alter durch die Motivation zur Bewegung.

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Jugendliche, Kinder, junge Erwachsene
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
Bewegungsangebot 5 Esslinger (geplant)
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 3

D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

E Anlagen