Gemeinde Dötlingen

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Gemeinde Dötlingen
Typ
kreisangehörig
Bundesland
Niedersachsen
Einreichende Dienststelle
Sozialamt
Name des Ansprechpartners
Elke Brunotte
Funktion des Ansprechpartners
Amtsleitung
Straße/Postfach
Hauptstr. 26
Postleitzahl
27801
Ort
Dötlingen
Telefon des Ansprechpartners
+49 4432 950-139
Telefax des Ansprechpartners
+49 4432 950-100
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Wi helpt di - Wir für unsere Zukunft in Dötlingen

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

"Wohnen und Leben im Alter in der Gemeinde Dötlingen" - zu diesem Thema erarbeitete ein Arbeitskreis, bestehend aus ca. 50 Bürgerinnen und Bürgern, verschiedene Handlungsfelder. Daraus entstanden ist wi helpt di mit seinem Drei-Säulen-Konzept aus:

  • Nachbarschaft leben
  •  Wohnen gestalten
  •  Pflege organisieren

Festgehalten wurden die erarbeiteten Aufgaben und Ziele in einem Entwicklungskonzept.

Organisiert sind die Bereiche seit November 2014 als Verein bzw. Genossenschaft. Unterstützt werden die ehrenamtlich Tätigen durch eine Halbtagskraft, die von der Gemeinde Dötlingen für die Dauer von zwei Jahren, für die Koordinierung und Umsetzung dieser Handlungsfelder, eingestellt wurde.

Der Verein wi helpt di e.V. bietet nunmehr eine zentrale Anlaufstelle und organisiert Unterstützung (z.B. Gesellschaft leisten, Hilfestellung im Haushalt und Garten, Mitfahrgelegenheiten zum Einkauf). Die Genossenschaft arbeitet an einem Wohnprojekt, mit unterschiedlichen Wohnungen und gemeinschaftlichen Räumen.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation

Eine Auswertung der Umzugsdaten hat ergeben, dass folgende Altersgruppen in Nachbarkommunen umziehen, um die dort vorhandenen altersgerechten und gesundheitsgerechten (Wohn-) Angebote zu nutzen:

  • 55 Jahre – 60 Jahre 12,5 %
  •  75 Jahre – 42,8 %
  •  80 Jahre – 52,6 %

Zudem wird auch die Gesamtbevölkerung in der Gemeinde Dötlingen immer älter.

Gemeinde

Gesamt

%

weiblich

%

männlich

%

Gesamt

6.225

100

 

 

 

 

60+

1.597

25,7

801

12,9

796

12,8

70+

913

14,7

480

7,7

433

7,0

80+

305

4,9

179

2,9

126

2,0

90+

51

0,8

35

0,6

16

0,3

0-10

597

9,6

299

4,8

298

4,8

Um den Dötlinger Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, in einem Wohn- und Pflegeheim in der Gemeinde zu bleiben, sollte im Jahr 2012 ein gemeindeeigenes Grundstück an einen Investor zur Errichtung eines Wohn- und Pflegekomplexes veräußert werden.

Anlass

Die Planungen des Investors zur Errichtung eines Wohn- und Pflegekomplexes fanden in der Dötlinger Bevölkerung jedoch keine Unterstützung. Daher wurde eine Bürgerinitiative gegen den Plan gegründet. Da merkten die Verantwortlichen in den Gremien, dass doch
anders an die Frage heran gegangen werden könnte: "Wie sollen wir unsere Gemeinde zukunftssicher für die unterschiedlichen Generationen und deren Bedürfnisse machen?" Die Gemeinde rief die Bürger zu gemeinschaftlichen Workshops auf, denn auch uralte Dörfer sind in einem steten Wandlungsprozess und brauchen gute Impulse für die Zukunft. "Wohnen und Leben im Alter in der Gemeinde Dötlingen", zu diesem Thema machten sich also zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und Politiker aller Fraktionen, die Verwaltung sowie Vereine und Einrichtungen, die Senioren begleiten auf, um herauszufinden, wie Wollen und Können unter einen Hut gebracht werden könnte. Ehrgeizig die Vorstellungen des Arbeitskreises: alle mitnehmen, niemanden allein lassen, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Geldbeutel berücksichtigen und dabei noch das Miteinander stärken.

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

Unterstützt vom Institut für partizipatives Gestalten (IPG) aus Huntlosen erarbeitete der Arbeitskreis in regelmäßigen Treffen eine ganze Palette von Handlungsmöglichkeiten. Heute ist wi helpt di ein Drei-Säulen-Konzept aus:

  • Nachbarschaft leben
  •  Wohnen gestalten
  •  Pflege organisieren

In einem Entwicklungskonzept wurden die Ziele und Aufgaben festgehalten:
Wi helpt di bietet künftig gemeinschaftlich nachbarschaftliche Unterstützung, Beratungen bei eventuell notwendigen Veränderungen im eigenen Zuhause, ermöglicht betreutes Wohnen und später auch gemeinsames Wohnen mit Schwerpunkten wie Garten, Werkstatt oder Wohnen mit Tieren. Vielleicht auch alles zusammen. Indem wi helpt di das Thema Wohnen und Leben im Alter so umfassend betrachtet, schafft wi helpt di überzeugende Angebote für die unterschiedlichsten Wünsche und finanziellen Möglichkeiten.

Vorgehen und Umsetzung

Die Gemeinde Dötlingen hat die Durchführung der Workshops organisiert und finanziert sowie die Kosten für die Erstellung des Entwicklungskonzeptes übernommen. Weiterhin hat die Gemeinde Dötlingen für die Dauer von zwei Jahren eine Halbtagskraft eingestellt, die die Koordination des Projektes übernimmt.

Zur Umsetzung der Handlungsfelder wurden im November 2014 der wi helpt di Verein und die wi helpt di Genossenschaft gegründet, die sich zukünftig jeweils eigenverantwortlich um die themenspezifischen Aufgaben kümmern werden.

Ergebnisse und Erreichtes

Der wi helpt di Verein kümmert sich um das Handlungsfeld „Nachbarschaft leben“. Es wurde im Rathaus eine zentrale Anlaufstelle für ältere Bürgerinnen und Bürger und deren Angehörige geschaffen. Die Anlaufstelle nimmt Anfragen entgegen und organisiert Unterstützungen. Beispielsweise beim Einkaufen, Arzt besuchen, Essen organisieren, Rasen mähen, Gesellschaft leisten, geplanten Klinikaufenthalten oder kurzfristen organisatorischen Hilfestellungen.

Die Anlaufstelle wird personell mit der Halbtagskraft der Gemeinde Dötlingen besetzt. Die Hilfeleistungen werden durch ehrenamtlich arbeitende Bürgerinnen und Bürger erbracht. Diese können sich in der Zentrale für eine Vermittlung melden. Für viele der Hilfestellungen ist eine Vergütung vorgesehen. Das hilft denjenigen, die eine besonders kleine Rente haben und sich so etwas dazu verdienen können.

Obwohl der Verein erst seit einem dreiviertel Jahr besteht, hat er schon 95 Mitglieder. Somit konnten schon einige Helfer an hilfesuchende Personen vermittelt werden. Hierzu gehören nicht nur Unterstützungen für Haus und Garten, sondern auch die Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten in die nahegelegene Kreisstadt zum Einkaufen. Weiterhin wurde das Projekt „Dötlinger Bank – nimm mich mit“ auf den Weg gebracht. Auch an der Erstellung eines  Mehrgeneartionen(spiel)platzes war wi helpt di beteiligt.

Die wi helpt die Genossenschaft arbeitet derzeit an ihrem ersten Wohnprojekt. Das wird im Dorf Dötlingen sein und unterschiedliche Wohnungen, gemeinschaftliche Räume sowie nachbarschaftliches Zusammenleben ermöglichen. Wi helpt di möchte zudem Menschen beraten, die ihr Haus/ihre Wohnung barrierefrei gestalten möchten, um ihnen damit ein Leben in den eigenen vier Wänden trotz Einschränkungen bzw. Pflegebedürftigkeit zu ermöglichen.

Die beiden ersten Säulen werden derzeit konkret umgesetzt. Zum Thema „Pflege organisieren“ gibt es ebenfalls schon viele gute Ideen. Professionelle Hilfsangebote, wie zum Beispiel ambulante Pflegedienste, werden bei Bedarf vermittelt. Pflegebedürftige sollen nicht mehr die Gemeinde verlassen müssen.

Aus dem Arbeitskreis heraus ist auch ein Stammtisch für Dienstleister aus dem Bereich Gesundheits-, Kranken- und Altenhilfe entstanden. Diese Runde trifft sich 3 x jährlich zu einem Austausch. Neben Sachstandsberichten und einem allgemeine Austausch berichten Dienstleister über ihr Angebot.

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere
C 29a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Verein wi helpt die e.V. wi helpt di Genossenschaft

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Interessierte Bürgerinnen und Bürger
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
Abrechnungssystem Evasenio, Oldenburg (technisch), Vergütungssystem Seniorengenossenschaft Riedlingen
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Nachbarschaftshilfe
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 15 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Ziel des Vereins ist die Förderung der Altenhilfe, insbesondere soll eine zweckdienliche Nachbarschaftshilfe initiiert, gefördert und begleitet werden. Die Mitglieder unterstützen sich gegenseitig, sodass eine familiäre Gemeinschaft entstehen kann, der Verein übernimmt dabei die Vermittlerrolle.

Jede Bürgerin, jeder Bürger der Gemeinde kann Mitglied werden, dabei ist unerheblich, ob er aktiv im Verein mitarbeiten kann oder ob er als Seniorin bzw. Senior notwendige Hilfe im Alltag in Anspruch nehmen möchte. Es handelt sich hier um individuelle Hilfen, die in einem persönlichen Gespräch geklärt werden.
Hilfen des Vereins kann nur ein Mitglied in Anspruch nehmen, ebenso kann nur ein Mitglied Hilfe anbieten.

Klassische Beispiele für eine Vermittlung der Nachbarschaftshilfe:

  • Arbeiten im Haushalt fallen der Person zunehmend schwerer und sie sucht jemanden, der mit ihr zusammen die Wohnung „ordentlich“ hält.
  • Die Person liebt die Gartenarbeit und braucht hier Unterstützung.
  • Die Person liebt die Gartenarbeit, benötigt aber etwas Unterstützung.
  • Die Person hat ein neues Telefon und benötigt eine Einweisung für die Handhabung des neuen Gerätes.
  • Die Person ist erkrankt und sucht jemanden, der sie zum Arzt begleitet oder sich um das Haustier kümmert.
  • Die Person benötigt eine Mitfahrgelegenheit zum Einkauf o.ä..

Ziel des Vereins ist, dass Helfer und Hilfesuchender die Aufgaben gemeinsam meistern. So möchten wir die älteren Bürgerinnen und Bürger animieren, selber tätig zu sein/zu bleiben.

Einzelprojekts Nr. 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 

Dötlinger Bank - nimm mich mit

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 25 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Jede Bürgerin/jeder Bürger, der eine Mitfahrgelegenheit sucht, kann auf dieser sichtbar markierten Bank Platz nehmen (andere Menschen können das natürlich auch...) und erhält damit die Chance, kostenlos in die Gemeinde Dötlingen, zu seinem Wohnort bzw. in die Kreisstadt Wildeshausen transportiert zu werden. Konkret heißt das, zukünftig werden Menschen, die mit dem Auto aus der Gemeinde Dötlingen nach Wildeshausen fahren bzw. umgekehrt, auf dem Rückweg ggf. einen kleinen Schlenker fahren, um zu schauen ob Menschen auf einer „Dötlinger Bank“ sitzen. Die Menschen werden dann (hoffentlich) von Autofahrern angesprochen und dann, je nach Ortsrichtung, zu ihrer Wohnung/zum Wohnhaus mitgenommen.

Die Gemeinde Dötlingen ist zwar flächenmäßig sehr groß, aber es könnte ja zufällig passen, dass die Orte nah beieinander liegen. Mit der Umsetzung sollen soziale Kontakte gefördert werden und z.B. soziale Aspekte, wie mangelnde Mobilität ein bisschen entgegengewirkt werden.

Derzeitige Standorte:
Gildeparkplatz in Wildeshausen
Geest Apotheke in Neerstedt

Einzelprojekts Nr. 3

D 30 Titel des Einzelprojekts Nr. 3: 
Mehrgenerationenspielplatz
D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 35 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Seit 1995 führt die Niedersächsische Landjugend im vierjährigen Rhythmus die 72-Stunden-Aktion landesweit durch. Ihren Namen erhielt die Aktion durch ihre Dauer: Innerhalb von 72 Stunden (Donnerstag, 28. Mai 2015, 18.00 Uhr bis Sonntag, 31.Mai 2015, 18.00 Uhr) stellten sich in ganz Niedersachsen Jugendgruppen in 98 Orten einer individuellen Aufgabe, von der sie zuvor nichts wussten. Ein streng geheim gehaltener "Agent" kümmerte sich im Vorfeld darum, welche Aufgabe sowohl zum Dorf passt als auch im Interesse der Jugendlichen liegt. Das Ziel sollte immer sein, etwas Bleibendes, Nachhaltiges für das Dorf zu schaffen und durch die Aktion die Gemeinschaft im Dorf zu stärken.

In diesem Jahr hat man sich für eine Aktion in Neerstedt entschieden und hier, im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel, den Kinderspielplatz in den Fokus genommen. Der verwaiste große Kinderspielplatz sollte wieder ein attraktiver öffentlicher Platz werden und sich für generationsübergreifende Angebote öffnen.

Zwischenzeitlich wurde der Platz aufwendig umgestaltet. Jung und Alt sowie Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf haben nun Zugang zu dieser schönen großen Fläche.

Mit den ersten Vorplanungen und Wünschen, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Dötlingen und dem Verein wi helpt di, bekamen die 30 Landjugendmitglieder ein grobes Gerüst für ihren dreitägigen Einsatz. Sie mussten bei der Umgestaltung Grundsätze des Baurechts sowie Auflagen des Nds. Spielplatzgesetzes in Verbindung mit der DIN 1176, Gedanken zur barrierefreien Gestaltung und das Unterstützungsprinzip für Menschen mit Einschränkungen beachten.

Mit der Umgestaltung waren die jungen Menschen aufgefordert, einen Großteil des Baumaterials und ggf. auch Pflanzmaterials z.T. durch Spenden von hiesigen Firmen zu akquirieren. Ferner mussten Sponsoren für die ersten Outdoor-Fitnessgeräte gefunden werden. Vorab ist die Gemeinde Dötlingen in Vorleistung gegangen, damit die Geräte zur Aktion rechtzeitig vorhanden waren und aufgestellt werden konnten.

Der Verein wi helpt di bietet nunmehr zu festen Terminen einen gemeinsamen Spaziergang durch das Dorf zum neuen Mehrgenerationenspielplatz an. Neben der körperlichen Ertüchtigung soll das Miteinander nicht fehlen. Bei einer mitgebrachten Kanne Kaffee und ein paar Keksen darf auch eine kleine Spiel- und Klön-Runde nicht fehlen.

E Anlagen