Gemeinde Bad Schönborn

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Gemeinde Bad Schönborn
Typ
kreisangehörig
Bundesland
Baden-Württemberg
Einreichende Dienststelle
Gemeindeverwaltung Bad Schönborn
Name des Ansprechpartners
Edgar Schuler
Funktion des Ansprechpartners
Hauptamtsleiter
Straße/Postfach
Friedrichstr. 67
Postleitzahl
76669
Ort
Bad Schönborn
Telefon des Ansprechpartners
+ 49 7252 870-200
Telefax des Ansprechpartners
+ 49 7252 870-111
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Gesundheit zum Mitmachen

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Die Gemeinde Schönborn hat sich auf der Basis einer wissenschaftlichen Untersuchung zum Thema Bewegungs- und Gesundheitsverhalten das Ziel gesetzt spezifische Angebote zur Beweungs- und Mobilitätsförderung älterer Menschen (> 55 Jährige) zu entwickeln. Dies erfolgt auf verschiedenen Ebenen zum einen durch Angebote zur Veränderung des Bewegungsverhaltens (Verhaltensprävention) sowie zum anderen durch Veränderung der Verhältnisse für gesundheitsorientierte Bewegung älterer Menschen in der Gemeinde (u.a. beleuchtete Walking-Strecken, grüne Sportstudios, Balance-Parcours; Vernetzung von Anbietern) Zielstellung ist es den Anteil körperlich aktiver Menschen in der Altersgruppe der über 55-Jährigen signifikant zu steigern, um damit zu deren Gesundheitsförderung beizutragen. Als Prinzipien gelten dabei die Niederschwelligkeit der Angebote, der konkrete Zielgruppenbezug, Vernetzung und Nachhaltigkeit der Strukturen sowie die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger. Eine weitere Besonderheit des Projektes besteht in der wissenschaftlichen Begleitung durch das Institut für Sport und Sportwissenschaft des KIT.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation

Die Gemeinde Bad Schönborn hat 12.297 Einwohner und liegt in Baden-Württemberg zwischen Karlsruhe und Heidelberg. In der Gemeinde Bad Schönborn hat sich der Anteil älterer Menschen über 55 Jahre enorm erhöht. Inzwischen sind 5116 Personen; ca. 40 Prozent der Bevölkerung in dieser Altersgruppe. Regionale Prognosen des statistischen Landesamtes machen deutlich, dass der Anteil der über 55Jährigen in der Bevölkerung der Gemeinde in den nächsten Jahren weiter steigen wird.

Anlass

Eine repräsentative Studie zum Bewegungs- und Gesundheitsverhalten der Bad Schönborner Bevölkerung hat gezeigt (vgl. Woll, 1996), dass in der Altersgruppe der über 55Jährigen im Jahr 1992 nur ca. 5 % der lokalen Bevölkerung in einem Umfang körperlich-sportlich aktiv war, dass gesundheitlich relevante Wirkungen zu erwarten wären (mind. 2 Stunden moderate Aktivität pro Woche oder ca. 1000 kcal zusätzlich durch sportliche Aktivität). Diese Studie wurde zum Anlass genommen dem Thema bewegungsorientierte Gesundheitsförderung im Alltag älterer Menschen einen höheren Stellenwert in der Kommunalpolitik zu geben.

Konzeption, Ziele, Zielgruppen

Aufbauend auf den Erkenntnissen der wissenschaftlichen Untersuchung zum Bewegungs- und Gesundheitsverhalten der Bevölkerung sowie der Analysen zur demographischen Entwicklung der Gemeinde wurde eine Gesamtkonzeption zur kommunalen Gesundheitsförderung entwickelt. Erklärtes Ziel des Projektes ist es, den Anteil körperlich-sportlich Aktiven Personen in der Gemeinde Bad Schönborn in Altersgruppe der über 55-Jährigen nachhaltig zu erhöhen, um dadurch zur Förderung ihrer Gesundheit beizutragen.

Die Maßnahmen sollen dabei sowohl direkt am Verhalten als auch an den lokalen Verhältnissen (z.B. räumliche, strukturelle Voraussetzungen) ansetzen. Als Prinzipien gelten dabei die Niederschwelligkeit, der konkrete Zielgruppenbezug sowie die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger.

Konkret werden für die Zielgruppe der über 55-Jährigen folgende Angebote umgesetzt:

Die Angebote werden ortsnah in den Ortsteilen – zum Teil auch im Kurpark für alle zugänglich – umgesetzt. In den derzeit laufenden Sanierungen der Ortsmitte Langenbrückens und des Kurparks Mingolsheim werden in sogenannten "Grünen Sportstudios" Balanciergeräte Platz finden und zur Bewegung einladen. Geführte Spaziergänge, Radtouren für Senioren, Tanzen, Sitzgymnastik für gehbehinderte Menschen, Sturzprophylaxe in den Senioreneinrichtungen gehören in das Angebot der Gemeinde, das mit den Vereinen organisiert wird. In der Planung ist weiter im kommenden Jahr, in Kooperation mit der Bibliothek, eine Begegnungsstätte für Senioren einzurichten, in der auch Gedächtnistraining in Verbindung mit sonstigen Bewegungsangeboten angeboten werden soll. Eingebettet darin, dass neben Sport und Bewegung auch kognitive Fähigkeiten gefordert werden. Alles im Hinblick auf eine ganzheitliche Betrachtung. Mit der Zuweisung von Flüchtlingen werden auch diese Menschen angesprochen und zur Teilnahme an den Angeboten eingeladen. Begleitet wird die Angebotsentwicklung durch eine Veränderung der Bewegungsverhältnisse (u.a. grüne Sportstudios, Balancepark, beleuchtete Walking-Strecken) sowie der lokalen Strukturen für die Verbesserung der Organisationsstruktur (u.a. Netzwerk Gesundheitssport; Rubrik im Mitteilungsblatt der Gemeinde).

Für spezifische Zielgruppen werden spezielle Angebote initiiert. Z.B. Um dementen Menschen, vor allem deren Angehörigen, die Möglichkeit zu bieten, an Angeboten teilzunehmen wurde eine lokale Allianz für Menschen mit Demenz ins Leben gerufen. Hier sollen in einem neugestalteten Kurpark spezifische kombinierte Bewegungs- und Gedächtnistrainingsangebote aufgebaut werden. Bei der Entwicklung, Konzeption und Evaluation von einzelnen Maßnahmen arbeitet die Gemeinde Bad Schönborn eng mit dem Institut für Sport und Sportwissenschaft in Karlsruhe zusammen. Im Anhang findet sich beispielhaft die Beschreibung für die Gestaltung eines Bewegungsparcours zur "Demenzprävention". Die Einbindung von Ehrenamtlichen, die Vernetzung von Institutionen (z.B. Vereine, Flüchtlingshilfe, Krankenkassen) ist Teil der Umsetzungsstrategie.

Die Wirksamkeit der Interventionen ist Gegenstand einer langfristigen Begleitstudie. Sie hat 1992 mit einer detaillierten Befragung und Untersuchung von 500 Einwohnern Bad Schönborns im Alter über 35 Jahren begonnen und wurde durch Folgeerhebungen in den Jahren 1997 und 2002, 2010 und jetzt 2015 (N = ca. 500; Altersbereich 35-80 Jahre) zu einer kommunalen Langzeitstudie ausgeweitet.

Ergebnisse

Die wissenschaftliche Begleitstudie zeigt, dass die Anzahl der Personen, die angeben, sportlich aktiv zu sein, über die Jahre signifikant gestiegen ist und die Anstrengungen in Bad Schönborn "Früchte" tragen. Die wissenschaftliche Begleitstudie konstatiert, dass durch das Sportangebot in der Gemeinde relevante Auswirkungen auf die Gesundheit und Fitness der älteren Personen erzielt werden können. Eine plakative Ergebnisbeschreibung findet sich in der Anlage.

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde, die älter als 55 Jahre sind.
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere
C 29a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Familienzentrum

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Familienzentrum
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 32a Wenn ja, welche?: 
z.B. Bewegung gegen Demenz
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
Projekte des Karlsruher Instituts für Technologie, Institut für Sport - und Sportwissenschaft
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

Einzelprojekts Nr. 3

D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

E Anlagen