Freie und Hansestadt Hamburg

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Freie und Hansestadt Hamburg
Typ
kreisfrei
Bundesland
Hamburg
Einreichende Dienststelle
Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz
Name des Ansprechpartners
Waltraud Schömig-Kilger
Funktion des Ansprechpartners
Wiss. Angestellte im Bereich Gesundheitsdaten und Gesund-heitsförderung (G13)
Straße/Postfach
Billstr. 80
Postleitzahl
20539
Ort
Hamburg
Telefon des Ansprechpartners
+49 40 42837-3746
Telefax des Ansprechpartners
+49 40 4273-10076
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

"Mach mit - bleib fit"

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Im Rahmen des Landespräventionsprogramms "Pakt für Prävention - Gesund alt werden in Hamburg!" wurden neue Settings und Partner für niedrigschwellige, aufsuchende, wohnortnahe Bewegungsangebote im Alter gesucht.

Die daraufhin gestartete Bewegungsinitiative "Mach mit – bleib fit!" vom Hamburger Sportbund (Unterzeichner des Paktes für Prävention) und dem Hamburger Abendblatt fördert Kooperationen von Sportvereinen und Senioreneinrichtungen. Ziel der Kooperationen ist es, die Bewegung älterer Menschen in den Räumlichkeiten von Senioreneinrichtungen zu fördern und somit die Mobilität und Selbstständigkeit der Teilnehmer/innen zu erhalten und zu verbessern. Zugleich werden gesellschaftliche Teilhabechancen geschaffen, um das soziale Netzwerk älterer Menschen zu stärken. Mit diesem Projekt entsteht eine langfristige und vor allem stadtteilorientierte Verbindung zwischen den jeweiligen Institutionen, welche über die Bewegung hinausgeht und den Zusammenhalt im Quartier ausbaut.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation

Nach den Bevölkerungsvorausberechnungen des Statistikamts Nord werden im Jahr 2030 in Hamburg 557.600 Menschen 60 Jahre und älter sein, wobei die Gesamtbevölkerung in Hamburg dann bei 1.853.800 Personen liegen wird.

Vor dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft, steigendem Unterstützungsbedarf und dem wachsenden Interesse an Selbstbestimmung und Mitgestaltung bis ins hohe Alter spielt Bewegungsförderung eine zentrale Rolle für den Erhalt von Selbständigkeit, Mobilität und Handlungsfähigkeit. Hier können Sportvereine eine wichtige Rolle spielen. Mit dem Zuwachs der Zielgruppe der Älteren bis Hochaltrigen müssen neue Wege und Orte für die Sportvereine aufgezeigt werden, um diesen Personenkreis verstärkt zu erreichen. Unter der Herausforderung, dass viele Ältere einen stetig abnehmenden Aktionsradius haben, ist es wichtig, dass die Sportvereine in die Lebenswelten von Älteren (Settingansatz) gehen und dort qualifizierte Bewegungsangebote anbieten.

Anlass

Im Rahmen des Landespräventionsprogramms "Pakt für Prävention – "Gesund alt werden in Hamburg!" wurden im Forum  2 "Bewegungsförderung und Gesunderhaltung" Maßnahmen und Ziele erarbeitet, mit denen die Gesundheit älterer Menschen gefördert werden kann. Bewegung wurde dabei als wesentliche gesundheitliche Ressource auch im Alter betont.

Ein Schwerpunkt dieses Arbeitsforums war es deshalb, niedrigschwellige, aufsuchende, wohnortnahe Bewegungsangebote zu schaffen, um gesundheitsförderliche körperliche Aktivitäten in allen Altersgruppen über 65 Jahre, auch bei den Personengruppen mit geschlechts- und milieuspezifischen Zugangsbarrieren, zu erhöhen.

Daraufhin wurde die innovative Bewegungsinitiative "Mach mit – bleib fit!" gestartet. Sie fördert die Kooperation von Stadtteil-Sportvereinen und Senioreneinrichtungen (zur Verbesserung des Leseverständnisses umfasst der Oberbegriff "Senioreneinrichtung" alle Institutionen, die Seniorinnen und Senioren als Zielgruppe haben. Als Begegnungsstellen können somit beispielsweise Seniorenwohnanlagen, Betreutes Wohnen, Nachbarschaftstreffs, Stiftungen, Treffpunkte der Wohnungsunternehmen etc. gemeint sein).

Durch die Kooperation eines Sportvereins mit einer Senioreneinrichtung entsteht für beide Institutionen eine deutliche Win-Win-Situation: der Einrichtung wird ein niedrigschwelliges, bedarfsorientiertes Bewegungskonzept geliefert, das von älteren Menschen aus dem direkten Wohnumfeld genutzt werden kann. Für den Sportverein entstehen durch das Konzept neue Zielgruppen, potentielle Neu-Mitglieder und weitere "Sportstätten".

Beide Kooperationspartner reagieren auf die Herausforderungen des demografischen Wandels und leisten einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Gesundheitsvorsorge für Senioren in unserer Gesellschaft. Durch dieses Projekt gelingt es, den Senior/innen mittels sportlicher Integration einen mobilen, selbstbestimmten Lebensabschnitt und den Verbleib in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen. Über die Aufrechterhaltung und Schaffung sozialer Kontakte entsteht eine wichtige Struktur, die der Vereinsamung älterer Menschen in unserer Stadt entgegenwirkt.

Das Konzept lässt sich gut auf andere Kommunen übertragen.

Konzeption, Ziele und Zielgruppe

Das Ziel dieser Kooperation ist es, Bewegung älterer Menschen speziell in den Räumlichkeiten von Senioreneinrichtungen zu fördern, da es hier häufig an entsprechenden Angeboten fehlt und bisher kaum eine Zusammenarbeit mit den örtlichen Sportvereinen besteht. Dabei sollen die Angebote insbesondere nach den Interessen und Bedarfen der Teilnehmer/innen gestaltet (hierzu werden die TN explizit befragt) und gleichzeitig mit altersspezifischen Bewegungsanforderungen verbunden werden. Zugleich sollen auch gesellschaftliche Teilhabechancen geschaffen werden, um das soziale Netzwerk älterer Menschen zu stärken und auszubauen. Vor allem in sozial schwachen Stadtteilen soll isoliert lebenden Senior/innen ein Treff-Angebot ermöglicht werden, um ihnen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erleichtern. Mit diesem Projekt entsteht ebenso eine langfristige und vor allem stadtteilorientierte Öffnung, wie auch Verbindung zwischen den jeweiligen Institutionen, die über die Bewegung hinausgeht und den Zusammenhalt im Quartier ausbaut.

Ein weiteres wesentliches Ziel ist die geistige und körperliche Gesunderhaltung im Alter, zur Förderung von Autonomie und Mobilität im Alltag. Durch zielgruppenspezifische Bewegungseinheiten werden durch den Trainingseffekt sowohl die gesundheitlichen Risiken gemindert als auch das Gemeinschaftserlebnis gefördert. Die Bindung an Bewegungsangebote stärkt die psychosoziale Kompetenz zum optimalen Umgang mit sozialen und individuellen Ressourcen für die Gesundheit.

Die Zielausrichtung der Bewegungsangebote ist festgelegt auf die Umsetzung eines altersgemäßen, qualifizierten, bedarfsorientierten, gesundheitsförderlichen Bewegungsangebotes, welches durch qualifizierte und spezifisch fortgebildete Übungsleiter/innen aus den Sportvereinen des Stadtteils angeboten werden.

Die Zielgruppe umfasst Senior/innen, die selbstständig oder in betreuten Seniorenwohnanlagen leben und mit Unterstützung durch geeignete Maßnahmen ein hohes Maß an Autonomie, Mobilität und Lebensqualität bewahren oder zurückgewinnen können. Diese Menschen haben häufig einen geringen bzw. eingeschränkten Aktionsradius und höhere Hemmschwellen gegenüber einer Vereinsmitgliedschaft. Über eine neue Form der Regelmäßigkeit eines Angebotes, in einer gewohnten und vertrauten Umgebung, haben Ältere eine Möglichkeit, Bewegungs- und Sportprogramme niedrigschwellig im Alltag auszuüben.

Zugleich werden insbesondere sozial benachteiligte Senior/innen angesprochen. Damit sind Personen gemeint, denen gesellschaftliche Teilhabemöglichkeiten erschwert sind und die in der Folge sozial isoliert leben können oder Ältere, die eventuell keine Angehörigen mehr haben und in ihrem Wohnumfeld kaum sozial vernetzt sind. Häufig sind diese Menschen finanziell benachteiligt und angewiesen auf sozialstaatliche Absicherung.

Mit einer gesonderten und gezielten Ansprache sollen ältere Menschen mit Migrationshintergrund erreicht werden. Die demografischen Entwicklungslinien zeigen auf, dass die Zahl der älteren Migrantinnen und Migranten an der Gesamtbevölkerung stetig zunimmt. Zugleich ist insbesondere dieser Bevölkerungsgruppe Bewegungsförderung als Teil der gesundheitsorientierten Lebensgestaltung eher unbekannt. Häufig liegen kulturspezifische Hemmnisse und mögliche Barrieren gegenüber den Bewegungsangeboten des organisierten Sports vor, die es zu überwinden gilt. Auch diese Zielgruppe erreicht man am besten in vertrauter und wohnungsnaher Umgebung.

Vorgehen und Umsetzung

Die methodische Innovation in dem Projekt liegt darin, dass bei den Strukturen und Prozessen angesetzt wird, sprich die Sportvereine gehen in die Lebenswelt von Älteren und bieten dort qualifizierte Bewegungsangebote an – etablierte Angebote in  der Lebenswelt Älterer realisieren Bewegungsförderung als zentrales Element zum Erhalt der Selbstständigkeit bis ins hohe  Alter.

Die inhaltliche Innovation liegt weiterhin in dem Ansatz, dass die Sportvereine ihre Angebote zielgruppenspezifischer ausrichten und an die Gegebenheiten vor Ort anpassen.

Das Projekt ist inzwischen hamburgweit etabliert. Beim Aufbau neuer Gruppen wird besonders auf die Bedarfs- und Interessenslage geachtet. Dabei werden methodisch Senioreneinrichtungen recherchiert und kontaktiert. Eine große Vorstellung des Projekts fand bereits unter anderem beim Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) statt und weckte das Interesse sowie die Nachfrage vieler Wohnungsunternehmen. Des Weiteren wurden und werden viele bestehende Partner und Organisationen aus dem Programm "Integration durch Sport" für das Konzept angefragt und hinzugezogen. Die Berichte im Hamburger Abendblatt bringen weitere Anfragen und Interessenten.

Das Vorgehen umfasst nach einer ersten Kontaktaufnahme des Hamburger Sportbundes (HSB) mit einer Senioreneinrichtung eine Vorstellung des Konzepts in einem persönlichen Gespräch. Dabei werden unter anderem Rahmenbedingungen für die jeweilige Institution sowie die Bedarfslage der Teilnehmer/innen erfasst. Im zweiten Schritt erfolgt die Akquise eines passenden Stadtteil-Sportvereins, wobei auf die räumliche Nähe zur Einrichtung sowie auf ein passendes Seniorenangebot/-Übungsleiter geachtet wird. Im dritten Schritt werden beide Partner zusammengeführt und in einem gemeinsamen Gespräch die Bedingungen einer Kooperation vermittelt.

Der HSB agiert dabei als Koordinator des Projekts. Neben den organisatorischen Tätigkeiten ist der Aufbau des hamburgweiten Projektnetzwerkes mit zahlreichen Seniorengruppen Hauptziel der Koordinatorinnen.

Alle Gruppen erhalten vom HSB eine Anschubfinanzierung in Höhe von 500€.

Neben der Umsetzung der unterschiedlichen Übungsgruppen fanden im Rahmen des Projektes im Jahr 2015 bereits zwei Pilotveranstaltungen zum gemeinsamen Spielen und Sporttreiben von Jung und Alt statt. Unter dem Namen "Generationentag" waren die verschiedenen Generationen unter anderem bei alten Spielen von früher, Wahrnehmungs- und Geschicklichkeits-Parcours, Spielen für Partner und Teams sowie neuen Bewegungstrends für alle Generationen gemeinsam aktiv. Da beide Veranstaltungen ein voller Erfolg waren und sowohl von den jüngeren als auch von den älteren Teilnehmern/innen positives Feedback geäußert wurde, soll diese Veranstaltungsreihe zukünftig fortgesetzt werden. Vereine in Kooperation mit Senioreneinrichtungen (in unterschiedlichen Stadtteilen) sollen dabei unterstützt werden, "Generationentage" mit einem vielseitigen Programm auf die Beine zu stellen und somit eine Ausweitung der Vernetzung und Zusammenarbeit sowie die Entwicklung neuer Strukturen im Quartier zu ermöglichen.

Aktionen dieser Art sollen nicht als einmaliges Erlebnis geschaffen werden, sondern ein regelmäßiges Zusammenkommen der Generationen ermöglichen. Hierfür wird für 2016 die Umsetzung von mindestens 10 "Generationentagen" geplant.

Über den Projektrahmen hinaus werden die Aktivitäten im AK Mobil im Alter und bei Veranstaltungen des Paktes für Prävention vorgestellt und diskutiert.

Ergebnisse und Erreichtes

Bisher konnten 43 Seniorengruppen in sieben Hamburger Bezirken und davon in 24 Stadtteilen mit 24 Sportvereinen und 28 Senioreneinrichtungen aufgebaut werden. Für 2015/2016 sollen die bestehenden Gruppen weiter betreut werden, sodass sie in eine nachhaltige Umsetzung überführt werden. Zudem sollen weitere neue Gruppen entstehen, vornehmlich in Stadtteilen, die bisher noch nicht erreicht worden sind.

Eine Evaluation des Projekts durch die Universität Hamburg bestätigt signifikante Zuwächse auf motorischer Ebene bei den Teilnehmer/innen (Durchschnittsalter 78 Jahre). Vor allem die ältesten Teilnehmer/innen profitieren demnach am stärksten von dem Training. Aufgrund der inzwischen hohen Gruppenanzahl und der damit verbundenen hohen Teilnehmerzahl können durch die Evaluierung übertragbare Empfehlungen für eine Prozessentwicklung und -steuerung an andere Landessportbünde gegeben werden. Zum einen können durch die inhaltliche Erhebung Aussagen zu der Wirkung von Bewegungsangeboten auf die Mobilitätsförderung älterer Menschen getroffen werden, zum anderen können durch die methodische Evaluierung Gelingensfaktoren für den Prozess aufgezeigt werden.

Die Evaluation wurde von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in Auftrag gegeben, im Rahmen des Paktes für Prävention.

Im Jahr 2015 wurde eine Handreichung/Broschüre zu den Ebenen Inhalt, Struktur und Prozesse, zur Darstellung der Synergieeffekte und des Nutzens erstellt. Dadurch wird anderen Sportverbänden das methodische und inhaltliche Vorgehen transparent veranschaulicht und mit Best Practise Beispielen hinterlegt. Außerdem kann mithilfe der Handreichung/Broschüre ein Transfer für andere Verbände geleistet werden, sodass der innovative Ansatz auf die Bundesebene übertragen werden kann. Gleichzeitig wird Wissen über den Projektzeitraum hinaus gesichert.

Ausblick

Ein mögliches Preisgeld wird zur Anschubfinanzierung neuer, zu gründender "Mach mit – bleib fit" – Gruppen und zur finanziellen Unterstützung von Gruppen mit sozial benachteiligten Teilnehmer/innen eingesetzt.

Außerdem soll das Angebot um zusätzliche kurze, informative und unterhaltsame Informationsblöcke rund um gesundheitsförderlichen Alltags-Verhalten im Alter ergänzt werden: Themen wie Ernährung, Medikamente, Sturzprävention oder auch Depression, Sucht usw. warten in der Pipeline.

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere
C 29a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Wohnungsunternehmen und -baugenossenschaften

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Seniorentreffs
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 32a Wenn ja, welche?: 
Kooperationsvereinbarung zwischen Sportverein und Senioreneinrichtung
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Mach mit - bleib fit!
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 13a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Eigenmittel, DOSB Innovationsfonds, Hamburger Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 15 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Der Hamburger Sportbund e.V. (HSB) ist die Vereinigung der Sportvereine und -verbände in der Freien und Hansestadt Hamburg und ordentliches Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes. Mit ca. 580.000 Mitgliedschaften in 817 Vereinen sowie 54 Fachverbänden ist er die größte Personenvereinigung der Stadt. Der HSB steht für das Prinzip "Sport für ALLE" und setzt sich für Vielfalt und nachhaltige Strukturen des organisierten Sports ein. Er versteht sich als Impulsgeber für zielgruppenspezifische Ansätze auf Grundlage gesellschaftspolitischer und demographischer Entwicklungen.

Die innovative Bewegungsinitiative "Mach mit – bleib fit!" vom HSB und dem Hamburger Abendblatt fördert die Kooperation von Stadtteil-Sportvereinen und Senioreneinrichtungen. Dabei werden die Angebote nach den Interessen und Bedarfen der Teilnehmer/ innen gestaltet und gleichzeitig mit altersspezifischen Bewegungsanforderungen verbunden. Zugleich sollen auch gesellschaftliche Teilhabechancen geschaffen werden, um das soziale Netzwerk älterer Menschen zu stärken und auszubauen. Mit diesem Projekt soll eine langfristige und vor allem stadtteilorientierte Verbindung zwischen den jeweiligen Institutionen entstehen, welche über die Bewegung hinausgeht und den Zusammenhalt im Quartier ausbaut. Ein weiteres wesentliches Ziel ist die geistige und körperliche Gesunderhaltung im Alter für die Förderung der Autonomie und Mobilität im Alltag.

Beide Kooperationspartner reagieren auf die Herausforderungen des demografischen Wandels und leisten einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Gesundheitsvorsorge für Senioren in unserer Gesellschaft. Durch dieses Projekt gelingt es, den Senioren mittels sportlicher Integration einen mobilen, selbstbestimmten Lebensabschnitt und den Verbleib in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen. Über die Aufrechterhaltung sozialer Kontakte entsteht eine wichtige Struktur, die der Vereinsamung älterer Menschen in unserer Stadt entgegenwirkt.

Zielgruppe des Projekts sind ältere Menschen, die in betreuten Wohneinrichtungen leben, ältere Menschen, die mit individuellem Unterstützungsbedarf noch selbstständig leben und in ihrer Freizeit Seniorentreffs o.ä. Einrichtungen aufsuchen sowie Personen, die finanziell eher schwächer gestellt sind.

Die Angebote finden in den Räumen von Wohnungsunternehmen, Altenheimen, Stiften, Einrichtungen zum Service-Wohnen und Seniorentreffs statt. Das Angebot ist offen hin zum Stadtteil und soll explizit die Vernetzung im Quartier anregen.

Wir wollen in 2016 die 43 bisher aufgebauten Gruppen weiter begleiten und unterstützen. Darüber hinaus sind 10 weitere Gruppen geplant.

Das Projektkonzept von "Mach mit - bleib fit!",  sowie ein Muster der Kooperationsvereinbarung,  können Sie dem Anhang  entnehmen.

Einzelprojekts Nr. 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 

Generationentag

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Eigenmittel
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 25 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Im Rahmen der Bewegungsinitiative für Ältere "Mach mit – bleib fit!" wurden im Jahr 2015 bereits zwei Pilotveranstaltungen zum gemeinsamen Spielen und Sporttreiben von Jung und Alt durchgeführt. Jeweils ein Tag mit Bewegungsangeboten für alle Generationen wurde in Senioreneinrichtungen durchgeführt. Dazu eingeladen wurden Familienangehörige, Nachbarn, Freunde und interessierte Bürger jeden Alters. In die Vorbereitung und Planung werden alle Teilnehmer mit einbezogen: Verantwortliche aus Sportverein und Einrichtung, Gruppen- Teilnehmer/innen.

Da beide Veranstaltungen ein voller Erfolg waren und sowohl von den jüngeren als auch von den älteren Teilnehmer/innen positives Feedback geäußert wurde, soll die Veranstaltungsreihe zukünftig verstetigt werden.

Ziel der "Generationentage" ist die Sensibilisierung der Hamburger Bevölkerung für gemeinsame Bewegung von Jung und Alt und die Schaffung eines weiteren Bausteins zur Verstetigung des Projekts "Mach mit – bleib fit!". Außerdem sollen die Ausweitung der Vernetzung und Zusammenarbeit sowie die Entstehung von neuen Strukturen der Quartiersentwicklung erzielt werden.

Die Generationentage bieten beiden Kooperationspartnern die Möglichkeit der Präsentation und der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit. Sowohl die teilnehmenden Sportvereine als auch die Senioreneinrichtungen können neue Zielgruppen für sich gewinnen und ein gemeinsames lokales Erlebnis für alle Generationen schaffen.

Während der Generationentage sind die verschiedenen Generationen unter anderem bei alten Spielen von früher, Wahrnehmungs- und Geschicklichkeits-Parcours, Spielen für Partner und Teams sowie neuen Bewegungstrends für alle Generationen gemeinsam aktiv. Durch Teilnahme an der gesundheitsfördernden Gemeinschaftsaktion können die unterschiedlichen Generationen ihre persönlichen Kompetenzen weiterentwickeln.

Der HSB unterstützt die Veranstalter mit Tipps zur Planung und Durchführung im Rahmen von Planungsgesprächen und gibt inhaltliche Anregungen. Außerdem bietet der Sportbund finanzielle Unterstützung für Aufwandsentschädigungen, kleine Anschaffungen, Druck- und Verpflegungskosten. Auch bei der Bewerbung des Generationentags hilft der HSB den Kooperationspartnern.

Einzelprojekts Nr. 3

D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation

E Anlagen