Bezirk Pankow von Berlin

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Bezirk Pankow von Berlin
Typ
kreisangehörig
Bundesland
Berlin
Einreichende Dienststelle
Organisationseinheit Qualitätsentwicklung, Planung und Koor-dinierung des ÖGD (QPK) - Gesundheitsförderung
Name des Ansprechpartners
Katrin Niestaedt
Funktion des Ansprechpartners
Koordinatorin für Gesundheitsförderung mit Schwerpunkt Ge-sundheit im Alter und Menschen mit Behinderung
Straße/Postfach
Fröbelstr. 17
Postleitzahl
10405
Ort
Berlin
Telefon des Ansprechpartners
+49 30 90295-5055
Telefax des Ansprechpartners
+49 30 90295-5148
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Gesund leben in Pankow – in jedem Alter!

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

In allen drei Ortsteilen des Bezirkes Berlin-Pankow (Weißensee, Pankow und Prenzlauer Berg) bieten Einrichtungen und Institutionen den älteren Bürgern ein breites Spektrum von Freizeit- und Beratungsangeboten sowie Kursen zur Erhaltung von Gesundheit und Mobilität an.

Drei dieser Institutionen mit speziellen Angeboten für ältere, behinderte und hochbetagte Menschen werden in diesem Wettbewerbsbeitrag vorgestellt.

  1. QVNIA e.V. – Qualitätsverbund Netzwerk im Alter Pankow e.V. - mit dem "Wegbegleiter Demenz"
  2. Bucher Bürgerhaus (Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum der Albatros gGmbH) mit dem BOULTREFF und XXL-SCHACH im Ehrenamtsgarten
  3. Frei-Zeit-Haus e.V. Weißensee mit der Wandergruppe für Senioren, Boxen, Sitztanz und Zumba Gold für Senioren.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Berlin-Pankow, der bevölkerungsreichste und flächenmäßig der zweitgrößte Bezirk Berlins, zeichnet sich besonders durch seine große Vielfalt in der Bevölkerungsstruktur aus.

Von den ca. 380.000 Einwohnern sind ca. 75.000 zwischen 60 und 100 Jahren alt und davon über 21.000 Menschen mit Behinderung (2011). Dies ist eine große und stetig wachsende Herausforderung für die Kommune.

Pankow ist seit Dezember 2002 Mitglied im Gesunde Städte-Netzwerk der BRD. In der Mitgliedschaft  sieht der Bezirk die Möglichkeit, seine Aktivitäten für die Verbesserung der gesundheitsförderlichen Bedingungen der Pankower Bürger zu stärken. Dabei ist die enge Zusammenarbeit mit freien Trägern, Initiativen und dem Selbsthilfebereich unerlässlich, um die Menschen im Kiez zu erreichen und Maßnahmen vor Ort umzusetzen. Diese vielfältige Netzwerkarbeit ist auch Grundlage für das Erfahren von Angebotslücken im Bezirk. Gemeinsam versuchen unterschiedliche Akteure mit Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements, diese Lücken durch den Aufbau neuer Kooperationsstrukturen zu schließen.

Bei der Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen orientieren sich die Akteure an den Gesundheitszielen "Gesund älter werden in Berlin" der Berliner Landesgesundheitskonferenz.

Besonders im Bereich der Angebote für ältere Menschen ist der Bezirk seit Jahren aktiv. So können wir neben den kommunalen Begegnungsstätten mit ihren bewährten sozialen Angebotsstrukturen auf ein breites Spektrum von Anbietern für Seniorenaktivitäten zurückgreifen.

In freier Trägerschaft befinden sich zwanzig Begegnungsstätten die unter anderem in Nachbarschafts-, Selbsthilfe- und Stadtteilzentren integriert sind. Sie haben Angebote für alle Generationen, sind Anlauf- und Treffpunkt für Veranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten aller Art. In Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (z.B. Bibliotheken, Volkshochschule, Selbsthilfegruppen, Kiezgruppen, Kulturinitiativen u.v.a.m.) wird ihr breites Profil durch generationenübergreifende Projekte abgerundet (Vorlesepaten, gemeinsames Basteln, Backen, Sport, Kochen und Handarbeiten von Alt und Jung) und bieten so wohnortnahe Orte zum gemeinsamen Er-Leben und Lernen. Ein wichtiger Bestandteil der zielgruppenspezifischen Arbeit ist die Gesundheitsvorsorge für die ältere Generation. Hier ist die Bemühung groß, die soziale Isolation und den Verlust der Selbstständigkeit zu vermeiden sowie Bewegung und Mobilität so lange wie möglich zu erhalten.

Zu diesen Begegnungsstätten gehören der zweite und dritte Wettbewerbsbeitrag aus unserer Kommune. Sie werden in den Einzeldarstellungen genauer beschrieben und ihre Aktivitäten verdeutlicht.

Die Kommune selbst unterhält sechs Begegnungsstätten für Senioren mit einem breitgefächerten Angebot. Insgesamt  wurden im Jahr 2014  etwa  91.800 Besucher dieser kommunalen Begegnungsstätten des Bezirkes gezählt. Hier liegt das Durchschnittsalter zwischen 70 und 80 Jahren. Deutlich mehr Frauen wie Männer besuchen mit gewisser Regelmäßigkeit diese Einrichtungen. Sie scheinen aktiver und selbstständiger zu sein und freuen sich über die Gesellschaft mit anderen und den Austausch zu bestimmten Themen. Im höheren Alter verstärkt sich aufgrund der höheren Lebenserwartung bei Frauen noch einmal diese Situation. Die Nutzung der Einrichtungen hängt auch immer von den individuellen Besonderheiten und den Bedürfnissen der einzelnen Besucher, deren Gesundheitszustand und auch von den persönlichen Bedürfnissen ab. Dementsprechend wird das Spektrum der Angebote immer der aktuellen Situation angepasst.

Auch zwölf Sportvereine nehmen sich den aktiven älteren Menschen an und halten ein breites, altersgerechtes Sportangebot bereit. Von Aquafitness bis Walking, Leichtathletik, Gymnastik, Turnen, Fitness für Senioren - es ist alles, was sich Senioren wünschen und nutzen wollen, vertreten. Die im Bezirk aktiven Gesundheitssportvereine bieten für alle, die ein Präventionsangebot nutzen wollen oder für Senioren, die einen krankheitsbildbezogenen Sport betreiben möchten, eine breite Palette von Kursen an.

Die Volkshochschule mit ihren drei Standorten im Bezirk Pankow passt in jedem Semester ihr Programm den Wünschen und Anfragen der Senioren an und bietet preisgünstige und wohnortnahe Kurse in allen Bereichen. So gibt es neben Kursen für eine gesunde Lebensweise auch Sport-, Tanz- und Bildungsangebote. Mit ihrem niedrigschwelligen Angebot für die Bewegungsförderung von Senioren, leistet die Volkshochschule einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit im Alter.

Zwei Pankower Tanzschulen bieten regelmäßige Seniorentanzveranstaltungen an. So gibt es den Tanzclub Agilando, der durch gesundheitsfördernde rhythmische Gymnastik mit anspruchsvollen Choreografien für "junge Alte" ein sportliches Gehirnjogging anbietet. Durch die intensive Beanspruchung beider Gehirnhälften (Logik und Kreativität) beim Erlernen von Schritt- und Figurenfolgen im rhythmischen Zusammenhang wird das Gedächtnis intensiv geschult und ein Beitrag zur Vermeidung von Demenz geleistet. Im Tanzclub 60+ werden durch Party- und Gesellschaftstänze die Fitness, Spaß und Freude der Teilnehmer gefördert und somit eine Verbesserung von Körperbewusstsein und Mobilität erreicht.

Weiterhin finden jährlich das Pankower Seniorensportfest und die Pankower Sicherheitstage statt. Beide Veranstaltungen werden durch das Bezirksamt in Kooperation mit dem Bezirkssportbund, bzw. mit der Polizeidirektion organisiert und durch viele Helfer und Akteure unterstützt. Sie sind seit Jahren fester Bestandteil der Pankower Seniorenarbeit, was die steigenden Teilnehmer-, bzw. Besucherzahlen belegen. Sie runden die breite Angebotspallette für Bewegungs- und Mobilitätsförderung sowie Sicherheit im Alltag von Senioren ab.

Ein 2002 in Pankow gegründeter Qualitätsverbund Netzwerk im Alter Pankow e.V. (QVNIA e.V.) ist ein Netzwerk aus Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, Fördermitgliedern und Kooperationspartnern. QVNIA arbeitet daran, die Qualität in der Versorgung und Beratung der Pankower Bürger verbindlich über Richtlinien umzusetzen und regelmäßig zu evaluieren, um eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Ziel des Netzwerkes ist es, die stationäre, teilstationäre, ambulante, therapeutische Behandlung und die Pflege besser zu verknüpfen, damit die ältere Pankower Bevölkerung im Falle von Krankheit (besonders bei Schlaganfall und Demenz) und Behinderung ein möglichst hohes Maß an Selbstständigkeit und Lebensqualität zurückerlangen kann. Es wurden in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten Informationsleitfäden entwickelt, die zu den häufigsten Krankheiten bei älteren Menschen wichtige Informationen geben. Auch das vom Qualitätsverbund eingeführte Überleitungsmanagement ermöglicht ein für den Patienten unkompliziertes und schnelles Wiedereingliedern in das alte oder ein erforderliches neues Lebensumfeld nach einem stationären Aufenthalt. Dafür sind eine funktionierende und sich an die Richtlinien haltende Kommunikation und Koordination erforderlich und wenn nötig auch Fallkonferenzen. So kann die Mobilität der Betroffenen und ihre Teilhabe schnellstmöglich wieder gewährleistet werden.

Ein neues Projekt von QVNIA e.V.  ist der hier aufgeführte erste Wettbewerbsbeitrag – die Wegbegleiter für an Demenz erkrankte Menschen aus Pankow, ihre Angehörige und Freunde.

Zur Sicherstellung und Weiterführung der bewährten Angebote für Senioren in unserer Kommune, ist eine kontinuierliche fachliche Begleitung und fortwährende Grundfinanzierung notwendig. Aber dennoch ist es teilweise unumgänglich, dass eine sozialverträgliche finanzielle Eigenbeteiligung der Senioren die Angebotsstruktur unterstützen muss. Diese wird von den meisten Teilnehmern akzeptiert, da der gesundheitsförderliche Gewinn und die Freude an den Sozialkontakten überwiegen. Bei entsprechenden Problemlagen werden immer Lösungen gefunden, um allen Interessierten eine Teilnahme zu ermöglichen.

Der Gewinn und Erhalt von Lebensqualität und Lebensfreude unserer Pankower Senioren ist das Anliegen aller Beteiligten –der Teilnehmer selbst, der Veranstalter und der Kommune.

Dazu gehören Bewegung und Mobilität, denn  …  Leben ist Bewegung!

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 32a Wenn ja, welche?: 
Mitgliedschaft im Gesunde-Städte-Netzwerk, eine Vielzahl kommunaler Kooperationsvereinbarungen; Seniorenmitwirkungsgesetz des Berliner Senats (2006), den Stadtteilzentrenvertrag des Berliner Senats, die „Leitlinien für die künftige Seniorenpolitik“ der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales (2005)- § 71 SGB XII, Berliner Landesgesundheitskonferenz - Gesundheitsziele u.a.
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 36a Wenn ja, welche?: 
Durch einen regelmäßigen innerbezirklichen Austausch in verschiedenen Arbeitsgruppen werden Angebote, die sich langfristig bewähren, auch in anderen Quartieren / Kiezen und Bezirksregionen erprobt und bei Interesse und einer angemessenen Teilnehmerzahl übernommen.
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
QVNIA e.V. – Qualitätsverbund Netzwerk im Alter – Pankow e.V., Die "Wegbegleiter Demenz"
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 13a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Bundesmittel
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 15 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Der Qualitätsverbund Netzwerk im Alter – Pankow e.V. (QVNIA e.V.) engagiert sich seit 2005 als regionaler Verbund von Pflege- und Gesundheitseinrichtungen für eine besser aufeinander abgestimmte Versorgung von akut oder chronisch kranken, pflege- und/oder rehabilitationsbedürftigen Pankower Bürgern.

Der Verein bietet die Grundlage für Kontinuität und Qualität in der sektorenübergreifenden, regionalen Vernetzung und den Aufbau von Kooperationen mit Partnern des Gesundheits- und Sozialbereiches sowie der Kommune. Er pflegt unterschiedliche Kooperationen mit Akteuren, die sich regional, berlin- und bundesweit für die Weiterentwicklung des Gesundheits- und Sozialwesens engagieren, aber auch mit wissenschaftlichen Institutionen.

Der QVNIA e.V. ist berlinweit der einzige Verbund, der die Qualität in der vernetzten Versorgung und Beratung verbindlich über Richtlinien umsetzt und evaluiert, um eine bestmögliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger Pankows zu sichern.

Das Projekt "Wegbegleiter für Menschen mit Demenz und deren Familien" ist eine inzwischen sehr gefragte Hilfe, die den Nutzern einen Überblick zu Hilfs,- Versorgungs- und Freizeitangeboten (auch Sport- und Bewegungsangebote) für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen bietet.

Die faltbaren Stadtpläne passen in jede Tasche und sind somit jederzeit griffbereit, um bestehende Angebote für Menschen mit Demenz sowie Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige schnell zu finden und zu nutzen. Ein besonderes Anliegen sind die Teilhabe der Betroffenen am gesellschaftlichen Leben und die Informationen über wohnortnahe Angebote, damit weite und unnütze Wege vermieden werden können. So gibt es neben Beratungs- und Betreuungsangeboten auch spezielle bewegungsförderliche Freizeit- und Sportmöglichkeiten.

Für zwei Bezirksgebiete gibt es diese Pläne bereits und demnächst werden weitere für Pankow veröffentlicht.

Einzelprojekts Nr. 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 

Das Bucher Bürgerhaus (Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum der Albatros gGmbH) mit Bouletreff und XXL-Schach im Ehrenamtsgarten

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 25 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Das Bucher Bürgerhaus entstand  2012 in einem umgebauten, nicht mehr benötigten Kita-Gebäude aus den 1980er-Jahren. Es wurde ein multifunktionales Beratungshaus geschaffen, in dem eine wohnortnahe, bedarfsorientierte, soziale Grundversorgung für die Bürger dieses Wohngebietes am Rande des Bezirkes angeboten wird.

Es sind hier kommunale Einrichtungen sowie Angebote freier Träger und gesundheitsrelevante Dienstleistungen unter einem Dach vereint. Ein Café und ein Veranstaltungsraum mit Terrasse im Erdgeschoss dienen als Treffpunkt und Kommunikationsraum.

Der Träger Albatros gGmbH mit seinem Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum bietet dort ein breites Spektrum von Angeboten für die Bürger an. Die Arbeit des Stadtteilzentrums wird durch Selbsthilfemittel der Krankenkassen (GKV), durch die nutzenden Selbsthilfegruppen und das Bezirksamt Pankow von Berlin, Abt. Soziales und Gesundheit, finanziert.

Im Angebot sind Kurse für Bewegung und Fitness, sowie Gymnastik für Senioren. Hier werden Kräftigung und der Erhalt der Beweglichkeit groß geschrieben, aber auch Gangschule, Verbesserung der Bewegungsabläufe, der Körperhaltung und Balance. Die Kurse sind auch für ältere Menschen mit degenerativen Erkrankungen geeignet, beugen Gelenkversteifungen vor und schulen Gleichgewicht und Koordination. Zu den Bewegungs-/Sportkursen für Senioren kommen monatlich etwa 250 Senioren.

Aber auch der Seniorentreff hält eine Vielzahl von Aktivitäten für die Besucher bereit. Für körperliche Ertüchtigung "nur so zum Spaß" gibt es eine Tanzgruppe, Ausflüge, Tischtennisgruppen und den wöchentlichen Bouletreff im Ehrenamtsgarten. Er erfreut sich großer Beliebtheit, weil es eine Möglichkeit der sportlichen Betätigung auch für Menschen mit Bewegungs- und Mobilitätseinschränkungen ist, die andere Angebote schlecht nutzen können. So treffen sich die Bouleliebhaber, auch Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator, jeden Dienstag zwischen 10 und 14 Uhr zum gemeinsamen Boulespiel.

Wer aber Spiel, Sport und Nachdenken verbinden möchte, der trifft sich beim XXL-Schachbrett im Ehrenamtsgarten. Mit den großen XXL-Schachfiguren können nicht nur das Gedächtnis, die Konzentration und Kombinationsgabe trainiert, sondern auch noch die Kraft und Koordination geschult werden.

Der bereits erwähnte Ehrenamtsgarten ist ebenfalls ein gemeinsames Projekt, bei dem sich interessierte Hobbygärtner treffen, beraten und gemeinsam gärtnern, um jedes Jahr zur Freude aller Besucher und Nutzer ein Blütenmeer entstehen zu lassen und dieses auch pflegen.

Einzelprojekts Nr. 3

D 30 Titel des Einzelprojekts Nr. 3: 
Das Frei-Zeit-Haus e.V. Weißensee mit der Seniorenwandergruppe, dem Boxen -, Sitztanz - und Zumba Gold für Senioren
D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 33a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Mitgliedsbeiträgen der Vereinsmitglieder
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 35 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Das Frei-Zeit-Haus Weißensee e.V. ist ein Nachbarschafts- und Selbsthilfetreff im Bezirksteil Weißensee. Der Verein arbeitet aus sozialer Hilfsbereitschaft und humanitärer Verantwortung. Er ist selbstlos tätig und sein Wirken ist überparteilich, überkonfessionell, generationsübergreifend und im Geiste der Völkerverständigung.

Zweck des Vereins sind die Alten- und Jugendhilfe sowie Bildung und Erziehung. Ziele der Altenhilfe sind:

  • die Überwindung von Vereinsamung und Isolierung im Alter,
  • der gegenseitige Beistand in Notsituationen,
  • Anregungen und Hilfe zur Selbsthilfe,
  • die Erhaltung der physischen und psychischen Beweglichkeit,
  • die Entwicklung des Gemeinschaftslebens und der zwischenmenschlichen Beziehungen,
  • Verständnis zwischen den Generationen,
  • Gewinnung und Qualifizierung ehrenamtlicher Helfer/innen.

Maßnahmen, mit denen diese Zielsetzung insbesondere verwirklicht wird sind:

  • Gemeinschaftsunternehmungen zur Förderung geistiger und körperlicher Aktivitäten
  • kreatives Arbeiten in Gruppen,
  • Bildungsveranstaltungen,
  • angepasste sportliche Betätigung,
  • gesellige Veranstaltungen in Selbstorganisation,
  • Informations- und Beratungsangebote,
  • Hilfe zur Selbsthilfe durch Aufbau und Unterstützung von Selbsthilfegruppen für ältere  Bürger.

Die Angebote sind zum Teil generationenübergreifend, aber auch an bestimmte Altersgruppen gerichtet. Für die aktiven älteren Menschen im Kiez gibt es viele interessante Kurse zur Erhaltung von Gesundheit, Beweglichkeit, Mobilität und Spaß und Lebensfreude.

Seit vielen Jahren gibt es eine Wandergruppe für Senioren, die im Frei-Zeit-Haus beheimatet ist. Die Teilnehmer dieser Wandergruppe sind meistens Frauen, mittlerweile hochbetagt, weshalb sich die regelmäßigen Wanderungen auf einen, den Senioren angepassten, zeitlich und örtlich begrenzten Rahmen beschränken. Das Interesse am Erhalt der Beweglichkeit hält die Gruppe zusammen und so werden jetzt Ziele der näheren und nur noch etwas weiteren Umgebung gewählt. Da aber der Spaß, das Gemeinschaftsgefühl und der Ehrgeiz, die Mobilität zu erhalten, überwiegen, werden die Wandertreffen weiterhin stattfinden.

Eine weitere sportliche Aktionsgruppe ist das Boxen für Senioren. Die Leitung dieser Gruppe hat ein ehemaliger Boxer und Berliner Meister übernommen. Seine Leidenschaft steckt an und so finden sich wöchentlich interessierte Senioren, die gemeinsam an der Verbesserung ihrer Koordination, Kraft und Ausdauer arbeiten. Boxen stärkt auch im Alter noch Herz und Seele, deshalb können durchaus auch Senioren noch diese Sportart betreiben!

Ein geselliges Zusammensein beim Tanzen im Sitzen (TiS) bietet dieser Kurs. Er ist für jene gedacht, die Freude an gemeinsamer Bewegung zu Musik haben, aber zu Fuß „nicht mehr so können“! Die Bewegung im Sitzen auf einem Stuhl wird von einer erfahrenen Tanzleiterin angeleitet und so haben Menschen mit Einschränkungen in der Mobilität, insbesondere der Gehfähigkeit, trotz allem die Möglichkeit zu tanzen und gemeinsam Spaß zu haben. Das erste mögliche Zusammensein beginnt um 13:30 Uhr mit einem Kaffeeklatsch, dort schließt sich das TiS um 14:15 Uhr für eine Stunde an.

Zumba Gold ... ist das perfekte Training für Einsteiger und aktive junggebliebene Senioren und Personen mit Einschränkungen. Auch speziell für Menschen mit Übergewicht, die Spaß haben wollen und sich nach lateinamerikanischen Rhythmen wie Merengue, Salsa, Cumbia, Flamenco bewegen möchten, eignet sich dieser Kurs bestens. Die Übungen sind gelenkschonender und mit einem etwas langsameren Tempo als beim klassischen Zumba. Der älteste Teilnehmer ist ein 86jähriger Mann! Die Gruppe wird von einer erfahrenen Zumba Gold – Trainerin angeleitet.

E Anlagen