Amt Dahme/Mark

A Angaben zur Kommune

Name der Stadt, der Gemeinde, des Landkreises
Amt Dahme/Mark
Typ
kreisangehörig
Bundesland
Brandenburg
Einreichende Dienststelle
Abteilung Bauen, Liegenschaften, Gewerbe, Ordnung, Soziales, Kultur
Name des Ansprechpartners
Kathleen Schmidt
Funktion des Ansprechpartners
Sachbearbeiterin Planungs- und Entwicklungsmaßnahmen
Straße/Postfach
Hauptstraße 48/49
Postleitzahl
15936
Ort
Dahme/Mark
Telefon des Ansprechpartners
+49 35451 98142; +49 35451 98130
Telefax des Ansprechpartners
+49 35451 98144
E-Mail des Ansprechpartners
Internetadresse der Kommune

B Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Dahme/Mark hält fit, Jung & Alt macht mit!

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Das Amt Dahme/Mark ist durch die stark rückläufigen Bevölkerungszahlen und die bereits jetzt zu spürende Überalterung der Bevölkerung bereits seit den 1990er Jahren im Rahmen der Stadtentwicklung mit den vielfältigen Themen der Alterung aktiv. Die bisher zahlreich umgesetzten Maßnahmen verdeutlichen, dass das "älter werden" sowie die "Barrierefreiheit" im Dahmer Land Herzenssache ist. Verschiedene historische Gebäude, wie die Tourist-Information im alten Rathaus oder das Viktoriastift sind behindertengerecht saniert. Selbst die gesicherte Schlossruine als Veranstaltungsort hat einen Zugang für Rollifahrer.

Erfreulich ist auch, dass barrierefreie Wohnungen im Dachgeschoss der Klosterkirche geschaffen wurden, das Dahmer Freibad von Badegästen mit Handicap nutzbar ist und barrierefreie Stadtführungen angeboten werden können. Ohne Barrieren erreicht man zudem aus verschiedenen Richtungen auf der Fläming-Skate, als überregional bekanntes Rad- und Skatewegenetz, die historische Altstadt von Dahme/Mark mit ihrem barrierefreien Innenstadtrundkurs entlang der Stadtmauer.

Von dieser Barrierefreiheit profitieren alle - so auch Senioren, Familien mit Kindern und Sportbegeisterte. Neben geschaffenen Angeboten zur Verhältnisprävention gibt es eine Vielzahl von Angeboten für Senioren zur Verhaltensprävention, von Seniorensport über Kultur und Kreativität bis hin zu auf Senioren gerichtete Fachvorträge und Gesundheitsvorsorge.

Dahme/Mark hält sich  mit diesen bewegungs- und mobilitätsfördernden Maßnahmen gemäß des Titels des Beitrages fit, und alle Bevölkerungsgruppen von jung bis alt können mitmachen. Der Bundeswettbewerb "Gesund älter werden in der Kommune – bewegt und mobil" ist demnach ein idealer Anlass die bisherigen Ergebnisse zu präsentieren und anerkennen zu lassen.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

1. Ausgangssituation

Das Amt Dahme/Mark ist im Süden des Landkreises Teltow-Fläming im Land Brandenburg, etwa 70 km südlich von Berlin im Niederen Fläming gelegen.

Der Niedere Fläming ist geprägt durch eine erstaunliche Vielfalt der Landschaft: die typischen Dörfer mit stattlichen Feldsteinkirchen, die land- und forstwirtschaftlich dominierten Hügellandschaften sowie die traditions- und kulturbewusste Historie fernab von störendem Autoverkehr, zeichnen die ländlich geprägte Region mit Attraktivität und Erholungsfaktor aus.

Durch die weiteren Entfernungen zu Mittel- und Oberzentren kommt dem Amt Dahme/M. mit der Kleinstadt Dahme/M. als Grundzentrum mit den Versorgungseinrichtungen und der touristischen Infrastruktur eine besondere Versorgungsfunktion zu.

In Bezug auf die Bildungsfunktion und die soziale Infrastruktur ist insbesondere Dahme/M. ein wichtiger Standort im ländlichen Raum. Die Grund- und Oberschule stehen grundsätzlich im Fokus der weiteren Entwicklung der Region, um ebenso jungen Leuten und Familien eine attraktive Wohnregion mit Lebensqualität zu sichern. Auch der fortgeschrittene Ausbau der Barrierefreiheit bieten nicht nur älteren Menschen Potenziale für eine lebenswerte Heimat. Trotz der geringen Wirtschaftskraft hat sich die Beschäftigtenquote in den letzten Jahren durch einen Zuwachs von Betrieben im Handwerk/Handel/Dienstleistungsbereich positiv entwickelt. Das Amt Dahme/M. setzt somit auf die Stärkung regionaler Wertschöpfung. Der Ausbau der touristischen Infrastruktur hat sich mittlerweile als starker Wirtschaftsfaktor etabliert. Die Anbindung an die Fläming Skate und die Naturverbundenheit sind als touristische Vorreiter zu nennen. Durch u.a. den Ausbau erneuerbarer Energien werden die Umsetzung von Klimaschutz/Energiewende gefördert und Synergien zum Tourismus/Bildungsbereich geschaffen.

Bedeutende Herausforderungen im Amt Dahme/Mark sind der Umgang mit dem demographischen Wandel sowie den damit verbundenen drohenden Funktions- und Attraktivitätsverlusten. Das Amt Dahme/Mark hat seit Jahren stetige Bevölkerungsverluste zu verzeichnen, im Zeitraum von 2000 bis 2015 ist die Bevölkerung aufgrund von negativen Geburten- als auch Wanderungssalden von etwa 7.700 Einwohnern (EW) auf 6.500 EW geschrumpft[1]. Das Amt Dahme/Mark ist wie viele Regionen im Land Brandenburg neben dem Bevölkerungsrückgang durch eine künftige Überalterung gekennzeichnet. Betrug das Durchschnittsalter im Jahr 2010 noch 50 Jahre, steigt diese Zahl bis 2030 auf 63 Jahre an und liegt damit deutlich über dem Brandenburger Durchschnitt (54 Jahre)[2].

Neben der natürlichen Alterung der vorhandenen Bevölkerung hat Dahme/Mark jedoch eine hohe Alterszuwanderung der 65-99-Jährigen zu verzeichnen. Das deutet bereits auf eine hohe Attraktivität als Altersruhesitz hin und ist nicht zuletzt auf die vorhandenen Pflege- und Wohnformen der ProCurand GmbH mit Seniorenresidenz am Schlosspark sowie das MED Gesundheitszentrum (über 300 Betten und über 80 betreute Wohneinheiten) zurückzuführen.

Bezüglich der Altersstruktur hat sich der Anteil junger Menschen bis 15 Jahre zwischen 1995 (17%) bis 2015 (10%) deutlich verringert. Hingegen ist der Anteil älterer Menschen über 65 Jahre im gleichen Zeitraum von etwa 20% auf 30% gestiegen. Für das Jahr 2030 wird der Anteil der über 65-Jährigen auf 50% geschätzt. Mit der hohen Alterszuwanderung steigt der Anteil der über 80-Jährigen weiter rapide an. Stellte diese Gruppe im Jahr 2005 noch 6 % sowie im Jahr 2010 bereits 8 % der Bevölkerung dar, werden im Jahr 2030 sogar 19% prognostiziert[3].

Unser Bestreben ist demnach grundsätzlich, neben der Verbesserung der wirtschaftlichen Situation und der Förderung des sanften Tourismus, die Sicherung der Daseinsvorsorge. Diesbezügliche Schwerpunktsetzung liegt einerseits auf der Attraktivitätserhaltung der Region als Wohnort und anderseits auf der Schaffung lebenswürdiger Verhältnisse für alle Bevölkerungsgruppen. Im Amt Dahme/Mark wird bereits seit den frühen 1990er Jahren auf die demografische Entwicklung reagiert. Die Bemühungen zum Abbau von Barrieren und zur Entwicklung neuer seniorenfreundlicher Angebote werden seit jeher als Entwicklungspotenzial und Attraktivitätsfaktor gesehen.  

2. Anlass

Wie bereits in der Ausgangssituation beschrieben, ist der Umgang mit dem demographischen Wandel eine bedeutende Herausforderung im Amt Dahme/Mark. Die stark rückläufigen Bevölkerungszahlen und die bereits jetzt zu spürende Überalterung der Bevölkerung gaben den Anlass sich bereits seit den 1990er Jahren im Rahmen der Stadtentwicklung mit den vielfältigen Themen der Alterung zu konfrontieren. Der Bundeswettbewerb "Gesund älter werden in der Kommune – bewegt und mobil" ist demnach ein idealer Anlass die bisherigen Ergebnisse zu präsentieren und anerkennen zu lassen.

3. Konzeption, Ziele und Zielgruppen

Im Amt Dahme/Mark wird seit den frühen 1990er Jahren auf die demografische Entwicklung reagiert. Die Bemühungen zum Abbau von Barrieren und zur Entwicklung neuer seniorenfreundlicher Angebote vereinten Verwaltung, Unternehmen, Vereine und demokratische Kräfte im Rahmen der damals gegründeten Arbeitsgemeinschaft "Dahmer Land Barrierefreiheit für Alle". Bereits im Jahr 2003 wurden im regionalen Entwicklungskonzept der LEADER+ ‑Region Dahme-Heideblick demografische Entwicklung und Barrierefreiheit als ein bedeutendes Handlungsziel festgeschrieben, entsprechende Projekte entwickelt und erfolgreich umgesetzt. Die Einbindung aller nur möglichen Akteure, besonders älterer Bürgerinnen und Bürger, wie z.B. des Amtsseniorenbeirates oder des Behindertenverbandes, steht außer Frage.

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Dahme/Mark bekannte sich aufgrund der demografischen Situation im Jahr 2005 einstimmig mit Beschluss zur Entwicklung der Barrierefreiheit in der Stadt Dahme/Mark. Es wurde 2006 von der Amtsverwaltung eine Konzeption "Dahmer Land – Barrierefreiheit für alle" zu dieser Entwicklung erarbeitet, die ebenso die Dörfer einschließt. 2009 wurde diese Konzeption fortgeschrieben und im Anschluss in der AG Dahmer Land -Barrierefreiheit für Alle diskutiert und bestätigt.

Im Jahr 2007 wurde zudem ein integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK) erarbeitet, welches sich ebenfalls die Gesundheit und Lebensqualität der zunehmend älter werdenden Bevölkerung als Ziel gesetzt hat und dieses mit Maßnahmen untersetzt hat. Im 2014 fortgeschriebenen INSEK wurde dieses Ziel durch die Thematik der Barrierefreiheit wiederum erweitert.

Allgemeine Zielsetzung diesbezüglich ist die Barrierefreiheit für alle zu gewähren. Grundsätzlich gilt diese Zielsetzung natürlich für alle Bevölkerungsgruppen. Allerdings wird durch den zunehmenden Anteil der älteren und älter werdenden der Fokus auch vermehrt auf diese Gruppen gelenkt. Die Geschlechtergerechtigkeit sowie Soziallagensensibiltät wurden dabei bei der Umsetzung von Projekten und Maßnahmen berücksichtigt.

Die in den Konzepten festgesetzten Zielsetzungen zur Gesundheit, Lebensqualität und Barrierefreiheit beweisen, dass das Wohlbefinden der Bevölkerung an vorderer Stelle steht. Alle Konzepte wurden mit ganzheitlichen Betrachtungsweisen angefertigt und inkludieren Ausgangs- und Bedarfsanalysen. Die regelmäßige Fortschreibung der Konzepte verdeutlicht zudem ein verankertes Monitoring.

4. Vorgehen und Umsetzung

Im Rahmen der Konzepterarbeitungen, verteilt über die letzten 20 Jahre, wurden stets verschiedenste Bedarfe der älteren Bevölkerungsgruppen erkannt, nach Lösungen gesucht, als Maßnahmen/Projekte formuliert und schließlich umgesetzt. Durch die Verankerung in Konzepten und Entwicklungsstrategien konnte die Umsetzung vieler Projektideen über ILE/LEADER oder die Städtebauförderung finanziell unterstützt werden.  

5. Ergebnisse und Erreichtes

Die bisher zahlreich umgesetzten Maßnahmen verdeutlichen, dass älter werden im Dahmer Land Herzenssache ist. Verschiedene historische Gebäude, wie die Tourist-Information im alten Rathaus oder das Viktoriastift sind behindertengerecht saniert. Selbst die gesicherte Schlossruine als Veranstaltungsort hat einen Zugang für Rollifahrer. In verschiedenen Gaststätten sind Gäste mit Rollstuhl besonders herzlich willkommen und natürlich stehen Behinderten-WC zur Verfügung. Erfreulich ist auch, dass barrierefreie Wohnungen im Dachgeschoss der Klosterkirche geschaffen wurden, das Dahmer Freibad von Badegästen mit Handicap nutzbar ist und barrierefreie Stadtführungen angeboten werden können.

Die jährlichen Begehungen in der Stadt auf Initiative des Behindertenverbandes Dahme e.V. gemeinsam mit Vertretern der Amtsverwaltung zeigen Mängel bzw. Hindernisse im Stadtgebiet auf, die wenn möglich kurzfristig behoben bzw. in die Planung aufgenommen werden. Dabei sind bisher immer einvernehmliche Lösungen gefunden worden. Dies betrifft insbesondere Schwachpunkte, an denen DIN gerechte Lösungen aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht umsetzbar sind. Insbesondere der unter Denkmalschutz stehende historische Stadtkern erfordert hinsichtlich der barrierefreien Gestaltung Kompromisse.

Die Fläming-Skate, ein über 230 km langes Band aus feinstem Asphalt durchzieht auch das Dahmer Land und lädt zum Wandern, Skaten und Radeln geradezu ein. Ohne Barrieren erreicht man zudem aus verschiedenen Richtungen auf der Fläming-Skate die historische Altstadt von Dahme/Mark mit ihrem barrierefreien Innenstadtrundkurs entlang der Stadtmauer. Die Erschließung des Schlossparks durch befestigte Wege ermöglicht z.B. die Nutzung des Parks für Menschen mit Behinderung einschließlich des kleinen Heimattierparks ganzjährig, auch bei ungünstigen Witterungsverhältnissen im Herbst und Winter. Zudem ermöglichen Mischverkehrsflächen mit Kleinpflaster in der Innenstadt Rollstuhlfahrern am Erlebnis Altstadt teilzunehmen.

Die 2014 begonnene grundhafte Sanierung der Ortsdurchfahrt, Bundesstraße B102, wird mit der barrierefreien Gestaltung der Seitenbereiche, insbesondere der Gehwege, eine  Beseitigung vorhandener Missstände gewährleistet. Von dieser Barrierefreiheit profitieren alle - so auch Familien mit Kindern und Sportbegeisterte.

Neben geschaffenen Angeboten zur Verhältnisprävention gibt es eine Vielzahl von Angeboten für Senioren zur Verhaltensprävention, von Seniorensport über Kultur und Kreativität bis hin zu auf Senioren gerichtete Fachvorträge und Gesundheitsvorsorge.

Die vorhandenen Seniorenbegegnungsstätten von AWO, ASB, Volkssolidarität, Evangelischer Kirche und Katholischer Kirche sorgen für Angebotsvielfalt und Subsidiarität. Mittlerweile wurde auch ein Mehrgenerationenhaus eröffnet.

Auch die ProCurand GmbH sowie die MED als Senioren –und Gesundheitszentren bieten einen umfangreichen Service. Zum Service gehören neben Bewegungsbad mit Lift und barrierefreien Duschen, Physiotherapie, Sporthalle, Einkaufsmöglichkeiten, Pflegedienstleistungen. Selbst ein Rollfiets für Ausflüge auf der Fläming-Skate® ist ausleihbar.

Darüber hinaus herrscht großes bürgerschaftliches Engagement im Rahmen von zahlreichen Vereinen und Gemeinschaften. Durch die Teilhabe am Vereinsleben oder Teilnahme an vielfältig organisierten Veranstaltungen können Senioren und mobilitätseingeschränkte aktiv mitwirken. Seit mehreren Jahren findet unter Regie des Behindertenverbandes Dahme e.V. im Mai/April ein "Barrierefreies Frühlingsfest" mit Unterstützung des Amtes und der Sozialpartner statt. Diese Veranstaltung wird sehr gut angenommen und ist ein erfolgreiches Projekt. Diese Eigeninitiativen werden von Stadt und Amt stets im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten  unterstützt.

Bereits im Jahr 2000 wurde durch den Amtsausschuss des Amtes Dahme/Mark ein Seniorenbeirat ins Leben gerufen. Dort wirken berufene Vertreterinnen und Vertreter von u.a. ASB, AWO, Volkssolidarität LVB e.V., Behindertenverband Dahme, Seniorengruppen aus den Dörfern, Kulturverein Dahme sowie die evangelische und katholische Kirchengemeinde zusammen. Das Amt Dahme/Mark fördert die Arbeit des Seniorenbeirates, u.a. durch finanzielle Unterstützung.

Dahme/Mark hält mit diesen bewegungs- und mobilitätsfördernden Maßnahmen gemäß dem Titel des Beitrages auf vielfältige Weisen fit, und alle Bevölkerungsgruppen von jung bis alt können mitmachen.

 

[1] Vgl. eigene Daten Amt Dahme/Mark

[2] Vgl. Bertelsmann Stiftung Wegweiser Kommune 2013

[3] Vgl. LBV 2013; Bertelsmann Stiftung Wegweiser Kommune 2013

C Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C 1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es zur Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen in Ihrer Kommune eine schriftliche Gesamtkonzeption?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in diese Gesamtkonzeption eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Hat sich der (Ober-)Bürgermeister bzw. Landrat öffentlich für Ihren Wettbewerbsbeitrag eingesetzt?: 
ja
nein

C 2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Präventionsziele Ihres Wettbewerbsbeitrags detailliert festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Zielfestlegung eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
junge Alte (55-Jährige bis 65-Jährige)
ältere Menschen (über 65-Jährige bis 80-Jährige)
hochbetagte Menschen (über 80-Jährige)
gesundheitlich/mobilitäts-eingeschränkte ältere Menschen
pflegebedürftige ältere Menschen
aktive und mobilitätsstarke ältere Menschen
ältere Migranten/Migrantinnen
sozial benachteiligte ältere Menschen
Pflegende (Angehörige)
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Welche Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung von älteren Menschen stehen in Ihrem Beitrag im Mittelpunkt?: 
kommunale Konzepte zur Bewegung- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Maßnahmen und Angebote zur Erreichung alltagsbezogener Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Bewegungsräume/Bewegungsparcours im Quartier, in Parks und Grünanlagen
barrierefreie und bewegungsförderliche Gestaltung des öffentlichen Raums
wohnortnahe Infrastrukturen
(Weiter)Entwicklung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
(Weiter)Entwicklung und Ausbau von Mobilitätshilfediensten
Stärkung der Gesundheits- und Bewegungskompetenz sowie des Wissens um die gesundheitliche Bedeutung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen
Unterstützung von Akteuren in der Kommune bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen
Weitere
C 25 Verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag einen generationenübergreifenden Ansatz?: 
ja
nein
C 26 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag geschlechtsspezifisch/geschlechtersensibel ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe älterer Menschen ausgerichtet?: 
ja
nein
C 28 Welche Strategie der Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen verfolgt Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
Verhaltens- und Verhältnisprävention
C 29 An welche Settings und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Senioreneinrichtungen/-freizeitstätten
Altenheime
Reha-Einrichtungen
Ambulante Pflegedienste
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Quartiere
Weitere

C 3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Beitrags?: 
Gemeinde-, Stadt- bzw. Kreisrat
Bürgermeister bzw. Landrat
Gesundheitsamt
Sozialamt
Sportamt
Stadtplanungsamt
Grünflächenamt
Seniorenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Ärzte
Apotheken
Krankenversicherungen
Krankenhäuser
Altenheime/Pflegeheime
Reha-Einrichtungen
ambulante Pflegedienste
Seniorenberatungsstellen
Seniorenfreizeitstätten
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Stadtteilzentren/Nachbarschaftshäuser
Quartiersmanagement
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenorganisationen
Selbsthilfeeinrichtungen
Lokale Medien
Sponsoren
Stiftungen
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Vereine/Verbände: Seniorenverband Dahme, Behindertenverband Dahme
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 35 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 35a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
C 36 Werden im Rahmen der Umsetzung Ihres Beitrags von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Beitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen andernorts übernommen und eingesetzt worden?: 
ja
nein

D Einzelprojekte

Einzelprojekts Nr. 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Kulturherberge Kloster Dahme/Mark
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 13a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Bundesmittel
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 14a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 15 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Die einstige Klosterkirche der Karmeliter ist eines der ältesten Bauwerke im Zentrum von Dahme/Mark. Sie entstand um 1300. 1732 wird die Klosterkirche nach einem Brand zu einer Hospitalkirche umgebaut. Aus der herrschenden Wohnungsnot heraus wurde 1923 in dem Gebäude durch den Ein-/Umbau von Wohnungen ein Kleinrentnerheim integriert. Das Gebäude wurde dabei in Kirche und Wohnabteil zweigeteilt. Die Zweiteilung besteht bis heute. 1949/1950 erfolgte im Kirchenteil der Einbau einer neuen Empore mit Orgel.

Das Kloster war bis in die heutige Zeit nicht nur durch seine Bauten stadtbildprägend, sondern beeinflusste ebenso die Entwicklung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens vor Ort. Seit 1998 stand das Gebäude nach einem Turmbrand durch Blitzeinschlag leer. In den Jahren 1999 und 2000 erfolgten mit Hilfe von Städtebaufördermittteln umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Außenhülle. 2010 wurde die barrierefreie Gestaltung des Klostervorplatzes freigegeben. Über Fördermittel aus der integrierten ländlichen Entwicklung ILE und LEADER konnte 2011 und 2012 die aufwendige Innensanierung des Gebäudes durchgeführt werden. Im Erdgeschoss wurde der Kirchteil als Veranstaltungs- und Ausstellungsstätte hergerichtet. Gleichfalls befindet sich im Erdgeschoss die Begegnungsstätte des Behindertenverbandes Dahme/Mark. Im Dachgeschoss wurden sechs altersgerechte 1-Raum-Wohnungen mit Küche und Bad realisiert sowie die AWO Tagespflege und Sozialstation integriert. Alle Räumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich und mit Fahrstuhl zu erreichen.

Letztlich wurde Ende 2012 die barrierefreie Kulturherberge Kloster Dahme/Mark als Zentrum kultureller und sozialer Angebote durch Amtsdirektor Frank Pätzig und Minister Jörg Vogelsänger (SPD) sowie unter Beteiligung vieler Interessierter feierlich eröffnet.  

Der Mix aus Wohnen, Pflege, Kultur- und Begegnung wirkt sich positiv auf die weitere städtebauliche, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung der Innenstadt aus, gleichzeitig wird an die frühere stadtprägende Bedeutung des Klosters angeknüpft.

Einzelprojekts Nr. 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 

Barrierefreier Innenstadtrundkurs Dahme/Mark

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 24a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 25 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Die Fläming-Skate ist mit ihren rund 240 Kilometern Europas Skate-Region südlich von Berlin. Auf feinstem Asphalt entdecken Skater und Radfahrer Sehenswertes entlang der verschiedenen Rundkurse der Strecke. Beliebter Anlaufpunkt ist das kleine Landstädtchen Dahme/Mark. Mit dem direkt anschließenden barrierefrei gestalteten Innenstadtrundkurs wird einem entlang der historischen Stadtmauer und verschiedenen barrierefrei zugänglichen Sehenswürdigkeiten und Aufenthaltsmöglichkeiten der Weg in und um das Stadtzentrum ermöglicht. Im historischen Stadtkern von Dahme/Mark können sich mobilitätseingeschränkte und ältere Menschen sowie Familien ohne Barrieren bewegen. Entlang des grünen Gürtels an der „eisernen" Stadtmauer führt der barrierefreie Innenstadtrundkurs zu Freibad, Schlossruine mit barrierefreiem Zugang, Schloss- und Tierpark, in die Kino-Café-Bar und ohne Beschränkungen in die Sportwelt. Selbst das Zentrum der Altstadt, mit historischem Rathaus, Vogelturm und Töpfermarkt, ist Dank der in den letzten Jahren geschaffenen Mischverkehrsflächen und Bordsteinabsenkungen problemlos mit dem Rollstuhl erreichbar.

Mit der Maßnahme ist, über LEADER finanziert, ein weiterer Schritt zum “barrierefreien Tourismus für alle“ in der Stadt Dahme/Mark gegangen worden. Die vorhandenen durch Dahme führenden Rad- und Skater-Wege sind mit den Fußwegen vernetzt und führen somit zur erhöhten Attraktivität der Stadt.

Dieses verbindende Projekt ist im Verbund der 31 historischen Stadtkerne des Landes Brandenburg einmalig und beispielgebend.

Am 15.04.2007 wurde der barrierefreie Innenstadtrundkurs offiziell durch den Amtsdirektor, dem damaligen Landrat sowie dem Dahmer Behindertenverband eröffnet.

Einzelprojekts Nr. 3

D 30 Titel des Einzelprojekts Nr. 3: 
Barrierefreies Freibad Dahme/Mark
D 31 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
D 32 Wie lange ist die Finanzierung des Projektes gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
D 33 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Mittel von Krankenversicherungen
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 34 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
D 34a Wenn ja: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
D 35 Kurzbeschreibung des Projektes auf maximal einer DIN A 4 – Seite : 

Der barrierefreie Innenstadtrundkurs führt direkt in das Freibad Dahme/Mark, welches bereits seit 1926 existiert. 1968 wurde dieses nach einem Umbau wiedereröffnet.    

Seit dieser Zeit fanden keine großen Bauarbeiten statt, sodass eine Sanierung dringend erforderlich wurde. Schließlich wurde im Jahr 2008/2009 ein barrierefreier Umbau des Nicht-Schwimmerbeckens mit Hilfe von ILE/LEADER-Fördermitteln vorgenommen.

Die Maßnahme umfasst den Anschluss des Schwimmbades/Freibades in der Stadt Dahme/Mark an den barrierefreien Rundkurs, der direkt am Eingangstor des Schwimmbades einmündet. Darüber hinaus erfolgten neben dem Umbau des Nichtschwimmerbeckens ein barrierefreier Zugang bis zum Nichtschwimmerbecken sowie die Installation einer geneigten Rampe mit den Haltevorrichtungen ins Wasser. Außerdem wurde ein Behinderten-WC und Dusche für Rollifahrer ermöglicht.

Mit der Maßnahme wird die touristische Entwicklung der Stadt Dahme/Mark in Richtung "Barrierefreiheit für Alle" deutlich verbessert und gestärkt. Erstmalig wurde die Zugänglichkeit eines öffentlichen Schwimmbades für diesen Zweck ermöglicht – ein Novum in der gesamten Region. Dieses zusätzliche Angebot der barrierefreien Bademöglichkeit wird gerne von Einheimischen und Besuchern angenommen.

Das Schwimmerbecken wurde erst 2014/2015 saniert. Die Inbetriebnahme des neuen Schwimmerbeckens erfolgte am 25.06.2015.

E Anlagen