Der Wettbewerb

"Gesund älter werden in der Kommune – bewegt und mobil"

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wurde "Gesund älter werden" im Jahr 2012 vom "Kooperationsverbund gesundheitsziele.de", in dem die wichtigsten Akteure des Gesundheitswesens in Deutschland zusammenwirken, als nationales Gesundheitsziel verabschiedet. Bei der Umsetzung dieses Ziels kommt Kommunen eine herausragende Rolle zu. Sie sind wichtige Orte der Prävention und Gesundheitsförderung, da Gesundheit wesentlich von der Qualität der Lebensverhältnisse in Städten und Gemeinden, in Stadtteilen, Quartieren und in Landkreisen abhängig ist.

Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beschäftigt sich seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema "Gesund und aktiv älter werden". So startete die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit Unterstützung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) beispielsweise im Jahr 2014 das bundesweite Programm "Älter werden in Balance" für die Zielgruppe der über 60-Jährigen. Kommunale Strategien der Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen stehen bislang allerdings eher weniger im Fokus dieser Aktivitäten. Um solche kommunalen Strategien zu dokumentieren und einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, wurde auf Initiative der BZgA erstmalig ein Wettbewerb "Gesund älter werden in der Kommune" durchgeführt.

Der Wettbewerb hatte die Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen als Schwerpunktthema. Dass dieses Thema so prominent gesetzt wurde, hat seinen guten Grund. Bewegungs- und Mobilitätsförderung nimmt im Spektrum an Strategien und Handlungsfeldern von kommunaler Gesundheitsförderung und Prävention bei Älteren eine herausgehobene Stellung ein. Die Stärkung von körperlicher Aktivität und Mobilität, die Schaffung eines bewegungsförderlichen Wohnumfelds und das Vorhalten wohnungsnaher Infrastrukturangebote sind nur einige Möglichkeiten mit denen Kommunen und andere Akteure zu gesunden und bewegungsfördernden Lebensbedingungen und damit präventiv zur Gesundheit im Alter vor Ort beitragen können. Dabei ist Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen eine Querschnittsaufgabe, die über den Gesundheitsbereich weit hinaus geht, und zu der andere Ressorts wie Stadtplanung, Verkehr, Freiraumplanung einen wichtigen Beitrag leisten können.

Bewegung und Mobilität können Prozesse des Alterns positiv beeinflussen und zu mehr Lebensqualität beitragen. Ältere Menschen erleben durch Bewegung und Mobilität einen abwechslungsreichen und reizvollen Alltag – verbunden mit Spaß, Erfolgserlebnissen und Gelegenheiten für soziale Kontakte. Ein aktiver und mobiler Lebensstil fördert die selbstständige Bewältigung alltäglicher Anforderungen. Bewegung dient aber auch dem Vorbeugen altersbedingter Krankheiten und wirkt gesundheitlichen Beschwerden entgegen. Im Idealfall wird durch Bewegungs- und Mobilitätsförderung die Anzahl gesunder Lebensjahre erhöht und die Pflegebedürftigkeit hinausgeschoben.

Bewegungs- und Mobilitätsförderung will sowohl Verhältnisse (z.B. bewegungsförderliche Wohnumgebung, lokale Netzwerke) als auch das individuelle Verhalten von Menschen positiv beeinflussen. Dabei geht es nicht so sehr um Bewegung im Sinne sportlicher Aktivitäten, sondern vielmehr um die Förderung von Bewegung und Mobilität im Alltag.